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Kompostieren

Kompost ist der beste Dünger für Ihre Pflanzen, werfen Sie deshalb Ihre organischen Garten- und Küchenabfälle auf den Kompost. Die Komposterde verbessert den Boden und lässt Ihre Blumen schöner wachsen. Doch richtiges Kompostieren will gelernt sein: Unsere Anleitung zum Kompostieren liefert Ihnen alle nötigen Informationen.


Es gibt zwei Arten von Kompost:

Schnellkompost

Der Schnellkompost ist dunkel-braun-krümelig und hat einen Geruch von Walderde. Das kompostieren dauert etwa 6-8 Wochen. Danach können Sie ihn verwenden. Der Schnellkompost ist ideal zur Bodenverbesserung und liefert viele Nährstoffe für Ihre Pflanzen. Diese Art von Kompost wird in einem Thermokomposter hergestellt.

Reifekompost

Der Reifekompost wird mindestens ein Jahr gelagert. Im Gegensatz zum Schnellkompost besitzt er nur sehr wenige Nährstoffe, eignet sich jedoch sehr gut als Pflanzenerde, welche bei der Aussaat oder zu Anzucht von jungen Pflanzen verwendet werden kann.

Kompostsilo und Thermokomposter

Organische Gartenabfälle mit dem Thermokomposter kompostieren

Bevor Sie Gartenabfälle in den Thermokomposter geben, sollten Sie große und sperrige Reste mit Hilfe eines Häckslers zerkleinern. Mischen Sie die zerkleinerten Abfälle mit feuchtem, nährstoffreichem Material. Besonders gut eignet sich Rasenschnitt. Zusätzlich geben Sie ein Kompostiermittel hinzu. Damit gelangen wichtige Mikroorganismen in die Mischung. Die Mischung wird jetzt in den Thermokomposter gegeben. Nach etwa 2 – 3 Wochen mischen Sie mit einer Gabel den Kompost durch. Unter Umständen ist das Befeuchten des Komposts erforderlich.

Bei einer ausgewogenen Material-Mischung brauchen Sie nicht mehr zu befeuchten, da automatisch genügend Feuchtigkeit beibehalten wird.

Rasenschnitt im Thermokomposter kompostieren

Der Rasenschnitt ist sehr nass und klebt dadurch zusammen. Damit genügend Luft heran kommen kann sollten Sie diesen mit holzigem Material, trockenem Laub oder Rindenmulch vermischen. Auch hier geben Sie wieder ein Kompostiermittel hinzu. Bei der aktiven Phase der Verrottung können bis zu 70 ºC entstehen. Nach 2 – 3 Wochen rühren Sie den Kompost um. Bei Bedarf feuchten Sie diesen zusätzlich an.

Kompostieren mit einem Kompostsilo

Am besten eignet sich für die Aufstellung des Kompostsilos ein windgeschützter, halbschattiger Platz. Wichtig ist hierbei, dass der Untergrund weder aus Beton besteht noch mit sonstigem Material abgedeckt ist. Lockern Sie zunächst den Untergrund und geben dann eine ca. 20 cm dicke Schicht aus Baum- und Heckenschnitt darauf. Diese Schicht ist wichtig für die Belüftung. Die zweite Schicht besteht aus der Mischung von nassem und trockenem Material. Legen Sie eine Schicht aus Grünmasse drauf, dann überpudern Sie diese mit Steinmehl. Nach einer Schicht Erde folgt Algenkalk. Für einen schnellen Verrottungsprozess geben Sie eine Impfung von Mikroorganismen hinzu. Die Abschlussschicht aus Erde, Laub oder Stroh sorgt beim Kompostieren für eine ideale Wärmedämmung.

Achten Sie stets darauf, dass der Kompost nicht zu nass ist. Er wird sonst nicht richtig belüftet, die Temperatur sinkt und es entsteht Fäulnis. Auch ein zu trockener Kompost ist nicht ideal. Die Mikroorganismen können nicht arbeiten und der Kompostprozess bleibt stehen oder verläuft sehr langsam.

Das darf auf den Kompost:

  • Laub
  • Obstreste
  • Blumenreste
  • Rasenschnitt
  • Hecken- und Strauchschnitt
  • Gartenabfälle
  • Kaffeesatz
  • Gemüseabfälle
  • Haare und Federn
  • trockene Eierschalen
  • Mist von Stall- und Haustieren
  • Holzasche
  • Heu
  • Kartoffeln
  • Rüben
  • Knochen
  • Blumentopf-Erde
  • Sägemehl
  • Teesatz
  • Brennessel
  • Unkraut (nicht blühend)
  • Baumrinde

Das darf nicht auf den Kompost:

  • Textilien
  • Lumpen
  • Fäkalien
  • Steine
  • Glasscherben
  • Metall
  • Hochglanzpapiere
  • Kunststoffteile
  • Fleischabfälle
  • Verbundstoffe

Knochen, Papier oder Baumrinde gehören zu dem Material was Sie zum Kompostieren verkleinern sollten. Einige Materialien sind sehr trocken und können bei einem zu nassen Kompost helfen. Wenn Sie eine gesunde Mischung erreichen, dann kann der Kompostprozess gut verlaufen.

Wichtige Kompost-Regel

Es gibt einige Ausnahmen an organischen Abfällen, welche Sie nicht auf den Kompost geben sollten. Haben die Pflanzen einen Pilzbefall, dann dürfen diese nicht auf den Kompost. Er wäre ein idealer Ort um den Pilz wachsen zu lassen. Durch die Komposterde würde dieser wieder in den Garten gelangen. Damit fördern Sie nur die Ausbreitung des Pilzes. Man kann den Pilzbefall oftmals an der Verfärbung der Blätter erkennen.

Gut zerkleinert ist halb kompostiert

Ein Häcksler kann beim Kompostieren sehr hilfreich sein. Durch ihn ist das Zerkleinern von holzigen, groben Gartenabfällen um einiges einfacher. Ist das Material klein genug, dann kann auch der Kompost eine angemessene Temperatur erreichen und optimal verrotten. Die Gartenabfälle werden in den Einfülltrichter gegeben. Im Häckselwerk befinden sich Messer und Messerwalzen, die das ganze Holz zerkleinern. Achten Sie immer darauf, dass keine Steine oder andere harten Gegenstände in das Häckselwerk geraden. Dadurch können die Messer beschädigt werden.


Wenn Sie mit dem Häcksler arbeiten, sollten Sie auf eine hohe Sicherheit achten. Tragen Sie immer Arbeitshandschuhe und eine Schutzbrille, falls das Häckselgut unkontrolliert umher schlägt. Beachten Sie auch stets die Anweisungen des Herstellers.

Mulchen reduziert Unkrautwachstum

Beim Häckseln fallen große Mengen an Häckselgut an. Diese können Sie auf Gartenwege, unter Sträuchern und Stauden geben. Dadurch wird das Unkrautwachstum stark beeinträchtigt. Nach einiger Zeit zersetzt sich das Mulch-Material, dadurch wird die Erde aufgelockert. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Wasser durchsickern kann, aber durch den Mulch nicht verdunstet. Die Erde bleibt also feucht. Arbeiten Sie den Mulch mit einem Rechen auf den Beeten ein, damit wird die Erde aufgelockert und der Mulch wird sehr schnell kompostiert.

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