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Garten im November: Der Winter kann kommen

Dass im November nur noch die Harten in den Garten kommen, stimmt nicht ganz. Im traditionell rauen Novembermonat können noch einige Spezialitäten für Inhaber von Nutzgärten auf dem Programm stehen. Auch im Ziergarten gilt es, im Herbst die letzten Handgriffe vor der Weihnachtspause vorzunehmen. Der Garten im November ist nicht allzu arbeitsreich, aber die folgenden Maßnahmen sind unverzichtbar, um zu Beginn der nächsten Saison gut gerüstet zu sein:

Regebtonne wird geöffnet
  • Regentonne entleeren
  • Gartenteich absichern
  • Gartengeräte winterfest abstellen
  • Pflanzbeete bedecken
  • Jungpflanzen schützen
  • Die letzten Kohlköpfe ernten
  • Saisonabschluss feiern
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Saisonende für die Regentonne

Das vollständige Entleeren der Regentonne ist die erste Kleinigkeit, die im November gegen den drohenden Frost zu erledigen ist. Einen Vorrat an weichem Regenwasser für Ihre Pflanzen benötigen Sie im November auch nicht mehr: Es wird genug Regen geben. Decken Sie die Tonne oder andere Sammelbehälter sicher ab oder bringen Sie diese an einem überdachten Platz unter.

Gartenteich winterfest machen

Bei der Gartenarbeit im November ist es höchste Zeit, für den Gartenteich die letzten Schutzvorkehrungen vor dem frostigen Winter zu treffen. In Teichbecken mit mindestens einem Meter Tiefe finden Goldfische im Winter einen schützenden Unterschlupf im unteren Bereich. Aus flachen Teichen müssen Sie die Tiere herausfischen und in ein Aquarium als Winterquartier umsiedeln. Teichzubehör wie Wasserpumpen und Filteranlagen sollten entfernt, entwässert und eingelagert werden. Ob Ihr Teich mit oder ohne Fischbestand überwintert: Das Einsetzen eines oder mehrerer Eisfreihalter ist im späten Herbst oberstes Gebot, um den Teich vor dem kompletten Einfrieren zu bewahren. Denn Luft zum Atmen benötigt dieses Biotop auch im Winter.

Gartenrechen und Spaten

Gartengeräte für die nächste Saison fit machen

Gartenwerkzeuge und insbesondere Gartengeräte mit Motorantrieb sollten nun sorgfältig gereinigt und möglichst kältegeschützt in Keller, Gartenhaus oder Garage eingelagert werden. Klingen und Schneiden können die Behandlung mit Leinöl oder speziellen Pflegemitteln gut als Schutz vor Korrosion gebrauchen. Rostige Stellen an Spaten und anderen Gartenhandwerkzeugen sollten abgeschmirgelt werden, anschließend kann das Gerät mit einem pflegenden Korrosionsschutz winterfest gemacht werden, um in der nächsten Saison wieder gute Dienste zu leisten.

Pflanzbeete gegen Frost sichern

Vor dem ersten Frost besteht noch die Chance für einige frühlingsblühende Blumenzwiebeln wie Krokus oder Narzisse. Neue Obstbäume werden ohnehin gerne im November gepflanzt, wenn ausreichend milde Temperaturen und die Bodenverhältnisse es noch zulassen. Aber eigentlich hat der Winterschutz für den Pflanzenbestand nun Vorrang. Beete, auch unbepflanzte Flächen im Nutzgarten, sollten mit Mulch bedeckt werden, um sie gegen unnötige Strapazen zu sichern. Gut aufbereiteter Kompost oder Humus mit Pflanzenschutz aus dem Gartencenter hilft den Böden ebenfalls, den Winter besser zu überstehen. Pflanzen, die in den Vormonaten bereits Anzeichen von möglicher Überforderung zeigten, können im November einen Herbstschnitt vertragen, um die letzten Kraftreserven nicht an neue Triebe oder abgestorbene Zweige zu vergeuden.

Gartenschere schneidet Pflanze

Neu gepflanzte Rosen und andere Jungpflanzen schützen

Was im September oder Oktober frisch gesetzt wurde, ist vielleicht noch nicht robust genug für die frostigen Zeiten. Es hilft den noch niedrigen Setzlingen, wenn sie rund um den jungen Stamm mit einer Anhäufelung von etwas frischer Erde und zusätzlichem, geeignetem Dünger umsorgt werden. Dazu hilft etwas Stroh oder Laub, von dem im November reichlich vorhanden ist, die Anpflanzungen mit zusätzlicher Wärmedämmung zu versehen.

Kohlköpfe und vielleicht Grünkohl ernten

Einige Kohlsorten schmecken als Freilandgemüse am besten, wenn sie im November geerntet werden. Dazu gehören Kohlrabi, Chinakohl und Rote Bete. Menschen sitzen im Schnee um Lagerfeuer Grünkohl, das Wintergemüse Nummer 1, darf erst nach einer Frostperiode geerntet werden, die aber im November meistens schon eintritt. Dann beginnt praktisch die Vorweihnachtszeit.

Gartenparty im Winter? Warum nicht!

Die Gartenarbeit im November ist Abschluss der Gartensaison und Beginn einer vierwöchigen Gartenpause im Dezember. Zeit, mal etwas Neues auszuprobieren und Weihnachtsmarktstimmung in den eigenen Garten zu holen. Wie wäre es mit einer kleinen Glühweinparty, samt selbst geerntetem Grünkohl oder gegrillten Würstchen und Steaks? Passende Gartenbeleuchtung oder Feuerkörbe kommen jetzt besonders gut zur Geltung und erwärmen selbst bei frostigen Verhältnissen das Herz. Grillen im Winter? Damit liegen Sie voll im Trend. Im Sommer kann das ja schließlich jeder.