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Die Traube – mediterranes Flair und köstlicher Genuss

Rebstöcke vermitteln ein mediterranes Flair. Das Laub der Kletterpflanzen verschönert Hausfassaden und die sonnengereiften Trauben schmecken aromatisch. Unser Ratgeber gibt praktische Tipps zum Anpflanzen und der erforderlichen Pflege von Traubengewächsen.

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Kernlose Tafeltrauben befruchten sich selbst

Tafeltrauben wachsen ebenso wie Weintrauben an Rebstöcken heran. Im Vergleich zu klassischen Rebsorten für die Weinherstellung sind die Beeren größer. Je nach Sorte färben sich die reifen Früchte grüngelb, rostrot oder blauviolett. Die gezüchteten Edelreben haben meistens keine Kerne. Diese Rebstöcke befruchten sich selbst. Bereits mit einer Pflanze ernten Sie im Herbst saftige Trauben aus dem eigenen Garten.

Welcher Standort ist für Trauben optimal?

Trauben in den Händen

Tafeltrauben benötigen einen warmen und vollsonnigen Standort. Ein windgeschützter Platz vor einer nach Süden ausgerichteten Hauswand oder der Garagenmauer ist ideal geeignet. Die Klettersträucher benötigen ein Spalier als Rankhilfe. Das Spalier bringen Sie etwa 40 Zentimeter vor einer Wand an. Vor Frostbeginn häufeln Sie die Stammbasis leicht mit Erde an. Dann halten die Gewächse Temperaturen bis zu –20 Grad Celsius aus.

Wann ist die geeignete Pflanzzeit für Trauben?

Die ideale Pflanzzeit für Trauben ist zwischen April und Juni. In warmen Regionen wachsen die Rebstöcke auch im Herbst gut an. Der Boden sollte kalkarm und durchlässig sein. Staunässe vertragen die Pflanzen nicht. Kübelgewächse pflanzen Sie in gebrauchsfähige Gartenerde ein. Zwischen mehreren Pflanzen lassen Sie einen Abstand von 1,50 bis 2 Metern.

Anleitung zum Anpflanzen von Weinreben in fünf Schritten

  1. Zuerst graben Sie ein rund 50 Zentimeter tiefes Pflanzloch und lockern den Untergrund auf.
  2. Setzen Sie den Wurzelballen etwas schräg zum Spalier ein. Die Veredelungsstelle bleibt rund drei Zentimeter oberhalb der Erdoberfläche. Sie erkennen die Veredelung an einer Verdickung am Stamm.
  3. Füllen Sie das Pflanzloch anschließend etwa zur Hälfte mit Erde und gießen Sie den Rebstock mit mehreren Litern Wasser an.
  4. Danach bedecken Sie das Pflanzloch vollständig mit Muttererde.
  5. Die jungen Triebe binden Sie mit Bast oder ausgemusterten Nylonstrümpfen locker an das Spalier an.

Wie viel Wasser und Dünger benötigen Trauben?

Junge Pflanzen gießen Sie in den ersten sechs Wochen zur Wurzelbildung regelmäßig. Nach dem Anwachsen vertragen die Rebstöcke auch Trockenperioden von bis zu drei Wochen. Im Allgemeinen sorgt der Regen für eine ausreichende Bewässerung. Als Schutz vor der Austrocknung in Hitzephasen bedecken Sie den Boden mit etwas Rasenmulch. Dünger kommt ebenfalls sparsam zum Einsatz. Im ersten Jahr erhalten die Pflanzen gar keinen Dünger. In den Folgejahren eignet sich eine vorsichtig dosierte Kombination aus organischem und mineralischem Dünger. Im Frühjahr reicht eine Mischung von zwei bis drei Litern pro Quadratmeter aus.

Gut zu wissen:

Auf ein Überangebot an Nährstoffen reagieren Traubengewächse mit Krüppelwuchs.

Warum ist der Rückschnitt wichtig?

Rebstöcke benötigen einen regelmäßigen Rückschnitt mit der Heckenschere . Andernfalls verwildern sie und tragen kleine Trauben. Wohlschmeckende Früchte bilden sich lediglich an neuen Trieben am mindestens einjährigen Holz. Darüber hinaus macht ein dichter Wuchs die Pflanzen für Pilzinfektionen anfälliger.

Trauben am Baum

Checkliste für den Rückschnitt in unterschiedlichen Jahreszeiten

  • Im März entfernen Sie die Triebe aus dem Vorjahr.
  • Nach den Eisheiligen Mitte Mai schneiden Sie die Frühjahrstriebe auf die kräftigsten Ausläufer zurück. Diese ziehen Sie vorsichtig waagerecht, senkrecht oder in Gabelform am Spalier entlang.
  • Zur Vorbeugung von Pilzbefall beschneiden Sie im Frühjahr und Sommer die Geiztriebe: Das sind seitlich aus den Blattachseln der Haupttriebe herauswachsende Nebentriebe. Zudem brechen Sie üppiges Blattwerk in der Traubenzone heraus. Dann trocknen die Beeren und Triebe nach einem Regenguss rascher ab.
  • Im Juni und Juli trennen Sie überzählige Triebe und Blätter ab. Die verbliebenen Trauben erhalten mehr Sonne zum Reifen.
  • Nach der Ernte im September oder Oktober schneiden Sie den Rebstock auf die angestrebte Stammhöhe zurück.

Den Rückschnitt setzen Sie in der Mitte zwischen zwei Knospen an. Das Festbinden der verbleibenden Triebe am Spalier dient der geraden Stammbildung und schützt die Ruten vor Bruch.

Aromatische Trauben ernten

Die Ernte beginnt bei Frühsorten bereits im August. Von Ende September bis Oktober sind die gängigen Traubensorten reif. Den passenden Zeitpunkt erkennen Sie an der sortentypischen Beerenfarbe und dem allmählich verholzenden Stiel. Im Zweifelsfall lassen Sie die Früchte noch einige Tage an der Rebe, denn sie reifen nicht nach. Schneiden Sie stets die gesamte Rebe mit einer Schere ab. An den Fruchtstielen bleiben die Trauben länger frisch. In einem kühlen, luftigen Keller oder im Kühlschrank sind sie rund 14 Tage haltbar.