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Marder richtig abwehren – so gehen Profis bei der Marderabwehr vor

Marder machen sich über elektrische Maschinen im Gerätehaus und über das Auto her. Auf etwa 15.000 Marderschäden pro Jahr schätzt der ADAC die Fallzahlen im Hinblick auf das Auto. Zum Glück existieren effektive Mittel, mit denen die Marderabwehr gelingen kann. Im Ratgeber erfahren Sie, wie Sie dabei vorgehen müssen.

Marder dringen gerne in den Motorraum vor

Vor allem die männlichen Marder betrachten den Motorraum gerne als ihr Revier. Die Markierung erfolgt mit dem eigenen Duft des Tiers. Einmal besetzte Reviere verteidigen die außerhalb der Paarungszeit als Einzelgänger auftretenden Marder hartnäckig. Es ist daher keine gute Idee, den eigenen Wagen in einem bereits bestehenden Revier zu parken. Marderschäden sind dann vorprogrammiert. Problematisch ist es auch, wenn ein fremder Marder in das Revier eines anderen männlichen Tieres eindringt. Der fremde Geruch steigert die Aggressivität der Tiere und damit ihre Lust, Schäden anzurichten. Alte Duftmarken versuchen die Tiere durch ihre eigenen zu ersetzen. Aufgrund der Beißwut fallen Zündkabel, Schläuche und Manschetten aus Gummi den Tieren dann schnell zum Opfer.

Diese Schäden können Marder verursachen

Marder haben viele Angriffsziele, die möglichen Schäden sind vielfältig. Betroffen sein können Dämmstoffe in Häusern, elektrische Kabel, Zündkabel und die Scheibenwaschanlage des Autos. Elektrische Geräte wie etwa Ihre Gartengeräte sind nach einem Marderbefall häufig nicht mehr zu gebrauchen. Beschädigungen am Auto können teure Reparaturen nach sich ziehen. Wichtig ist es, dass Sie die Schäden schnell erkennen und den Marder daran hindern, weiter gegen Ihren Besitz vorzugehen. Durch Bisse können zudem Schmutz, Feuchtigkeit und Verunreinigungen in die Anlagen eindringen. Auch aus diesem Grund gilt es, schnell zu handeln. Greift der Marder das Kühlwasser an und ergeben sich Verluste erst schleichend, könnten Sie irgendwann von einem überhitzten Motor überrascht werden. Weitere Gefahren drohen durch einen Zündaussetzer oder einen plötzlichen Ausfall des Motors.

So gehen Sie gegen die Marderangriffe vor

Elektroschocks: Elektroschocks stellen ein effektives Mittel gegen Marder dar. Die Elektrizität vertreibt den Marder schnell aus seinem Revier. Die Hochspannung wird durch Metallplättchen geleitet, die an allen Zugängen zum Geräteschuppen, zum Gartenhaus oder zum Auto gelegt werden. Die Installation muss allerdings durch eine Fachwerkstatt erfolgen. Die Marder erhalten einen Stromschlag, sobald sie eines der Plättchen berühren. Schädlich ist dieser Schlag weder für den Marder noch für den Menschen, die Tiere suchen aber schnell das Weite.

Kabel ummanteln: Eine Ummantelung der betroffenen Kabel kostet wenig, ist mit einigen Handgriffen erledigt und schützt Ihr Eigentum effektiv vor den Übergriffen der Marder. Flexibler Hartkunststoff bzw. geschlitztes Wellrohr bietet sich für die Ummantelung an und sorgt für einen ausreichenden Schutz. Ein scharfes Abschneiden der Kanten gilt es zu vermeiden, sonst könnten Kabel in der Nähe womöglich hierdurch beschädigt werden. Denken Sie daran, dass das Wellrohr nicht hitzebeständig ist. Sie sollten es daher nicht in der Nähe des Motors verwenden.

Sensible Bereiche unzugänglich machen: Kann ein Marder eine bestimmte Stelle im Garten oder den Motorraum Ihres Fahrzeugs gar nicht erst erreichen, sind weitere Abwehrmaßnahmen überflüssig. Borstenvorhänge oder Lochbleche eignen sich für die Abschottung sensibler Bereiche. Bei einigen Autoherstellern ist eine Abschottung des Motorraums sogar ab Werk verfügbar.

Drahtgitter einsetzen: Drahtgitter stellen tatsächlich ein Hindernis für Marder dar. Spannen Sie Kaninchendraht über einen Holzrahmen und platzieren Sie diesen unterhalb des Motorraums. Seien Sie aber vorsichtig, einige Marder gewöhnen sich mit der Zeit an das Laufen über Drahtgitter.

Ultraschall: Hochfrequenter Ultraschall ist für Menschen nicht hörbar, stört die Marder aber so sehr, dass sie das Weite suchen. Entsprechende Ultraschall-Geräte sind klein und leicht zu verbauen, zudem verhalten sie sich stromsparend. Entscheiden Sie sich unbedingt für ein Gerät, das seine Frequenz wechseln kann. Dann ist der Ultraschall effektiver.

Duftstoffe für die Marderabwehr

Viele Experten gehen davon aus, dass Duftstoffe keine nachweisbare Wirkung auf Marder haben. Anti-Mardersprays und Mottenkugeln brauchen Sie daher nicht einzusetzen. Wenn überhaupt vertreibt ein unangenehmer Duft den Marder nur für kurze Zeit.

Leistungen der KFZ-Versicherung bei Marderschäden

Einige Leistungskataloge der KFZ-Versicherungen sehen vor, dass auch Marderschäden ersetzt werden können. Klären Sie noch vor Abschluss der Versicherung ab, ob entsprechende Schäden tatsächlich abgedeckt sind. In einigen Fällen kann die Versicherung nachträglich auf Marderschäden erweitert werden. Denken Sie daran, dass die Versicherungen für Folgeschäden nicht aufkommen. Ein durchgebissenes Zündkabel ersetzt Ihnen die Versicherung, ein Motoraustausch, der aus Kühlwasserverlusten resultiert, wird jedoch nicht übernommen.