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Schimmel entfernen – so handeln Sie richtig

Wohn- und Lebensräume ohne Feuchtigkeit, das ist unmöglich. Atmen, Schwitzen, Baden, Duschen, Kochen oder Wäschewaschen – die Raumluft wird zwangsläufig feucht. Ohne richtiges Lüften oder bei fehlendem Luftaustausch in Ecken oder hinter Möbeln schlägt sich die Feuchtigkeit an den Wänden nieder. Schon ist der ideale Nährboden für Schimmel geschaffen. Schimmel in der Wohnung sorgt für einen muffigen Geruch und unschöne Flecken. Zudem sind viele Schimmelpilzarten gesundheitsschädlich und können schwere Allergien auslösen. Deshalb gilt: Handeln Sie sofort, wenn Sie Schimmel entdecken. Wie Sie die lästigen Pilze und ihre Sporen richtig bekämpfen, erfahren Sie hier.

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Schimmel in der Wohnung – Ursachen für den Befall

Schimmelpilze sind sehr anspruchslos. Feuchtigkeit und Tapete, Wandfarbe oder Putz bieten ihnen sehr gute Lebensbedingungen. Zudem sind die Sporen vieler Schimmelpilzarten ständig in der Luft enthalten. Selbst mit exzessivem Putzen können Sie einen Befall nicht verhindern. Sobald die Sporen feuchte Stellen vorfinden, beginnen sie zu wachsen. Es kommt zu den typischen schwarzen, grünen oder bräunlichen Flecken. Wenn sich der Befall ausbreitet, entsteht ein muffiger, unangenehmer Geruch, der an feuchte Keller erinnert. In Wohnungen und Häusern gibt es typische Stellen, an denen es leicht zu Schimmelbefall kommt. Dort kann er auftreten:

  • Stehen große Möbelstücke eng an der Wand, zirkuliert die Luft dahinter nur schlecht. Vor allem an kühlen Außenwänden kann es schnell zu Schimmelbildung kommen.
  • In den Zimmerecken zirkuliert ebenfalls wenig Luft, was sie anfällig für Schimmel macht.
  • Schimmel in den Fensterlaibungen entsteht, wenn Sie viel „auf Kipp“ lüften oder Ihre Fenster undicht sind. Die kalte Außenluft kühlt das Mauerwerk ab und die Feuchtigkeit aus der Raumluft kondensiert.

Bereits ein einziger Bewohner produziert pro Tag etwa 5 Liter Feuchtigkeit, die in die Raumluft übergehen. Einen Teil verursacht der Mensch selbst durch Atmen und Schwitzen, den anderen Teil steuern typische Alltagstätigkeiten wie Kochen, Duschen, Waschen oder Wäschetrocknen bei. Viele Zimmerpflanzen oder Aquarien erhöhen die Luftfeuchtigkeit zusätzlich. Mit einem Hygrometer können Sie die Luftfeuchte im Raum messen. Die folgende Tabelle zeigt, welche Ursachen für Schimmel Sie wie bekämpfen können.

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Ort des Schimmelbefalls

Ursache

Gegenmaßnahmen

Hinter dem Schrank an einer Außenwand

Wenig Luftzirkulation führt zu einer kalten und feuchten Wand.

Stellen Sie möglichst keine großen Möbelstücke vor eine Außenwand. Lässt sich das nicht vermeiden, halten Sie einen Abstand von 10 Zentimetern zwischen Wand und Schrankrückseite ein.

Am Fenster

Kalte Außenluft lässt die Fensterlaibung auskühlen.

Stoßlüften statt Kipplüftung; undichte Fenster reparieren oder ersetzen

Am Rollladenkasten

Die Außenluft kühlt die Abdeckung ab. Die Feuchtigkeit aus der warmen Raumluft kondensiert.

Rollladenkasten dämmen

Schlafzimmer

Im Schlaf verliert jeder Mensch bis zu 1,5 Liter Schweiß pro Nacht. In kühlen Schlafzimmern sorgt das für feuchte Wände.

Schlafzimmer am Tag stärker beheizen; mehrmals täglich gründlich lüften; eventuell zusätzlich Raumentfeuchter nutzen

Abstellkammer

Abstell- und Vorratskammern sind häufig kühl und schlecht belüftet.

Tür geöffnet lassen; keine großen Gegenstände direkt vor die Wände stellen

In den Ecken

In den Zimmerecken zirkuliert die Luft nur schlecht. Daher kühlen diese leicht aus.

Raumluftfeuchte durch konsequentes Stoß- und Querlüften senken

Fußboden

Der vom Keller gekühlte Fußboden zieht die Feuchtigkeit an.

Wärmebrücken zum Beispiel durch auskragende Betonplatten vom Balkon

Kellerdecke oder Fußboden dämmen; Dampfsperre erneuern

Wärmebrücken sanieren


Wie entferne ich Schimmel richtig?

Um langfristig schimmelfrei zu wohnen, gehen Sie das Problem auf zwei Wegen an. Beseitigen Sie die Ursache für die Feuchtigkeit und entfernen Sie den Schimmel selbst. Anti-Schimmel-Farbe allein überdeckt den Schimmelbefall nur kurzzeitig.

Schimmel entfernen: Darauf kommt es an

Schimmel in der Wohnung ist mehr als ein kosmetisches Problem. Über hundert verschiedene Schimmelarten fühlen sich in der Wohnung wohl. Die Mehrzahl davon ist für den Menschen gefährlich. Handeln Sie deshalb unverzüglich, wenn Sie Schimmel entdecken. Stellen Sie die Ursache für den Befall fest und beseitigen Sie sie. Bekämpfen Sie den Schimmel selbst, um eine weitere Verbreitung der Sporen in der Raumluft zu verhindern.

Wann kann ich Schimmel selbst bekämpfen?

Kleine Stellen, die maximal einen Quadratmeter groß sind, können Sie selbst entfernen. Ist der Schimmelbefall größer, lassen Sie einen Fachmann diese Arbeit erledigen.

Nur Gesunde sollten Schimmel selbst entfernen

Schimmelsporen können die Gesundheit stark beeinträchtigen. Deshalb sollten folgende Personengruppen weder Schimmel bekämpfen, noch sich während der Arbeiten und direkt danach in den betroffenen Räumen aufhalten:

Schimmel an Decke wird eingesprüht
  • Asthmatiker
  • Allergiker
  • Kinder
  • Schwangere oder stillende Mütter
  • Menschen mit einem geschwächten Immunsystem

Niemals ohne Schutzausrüstung Schimmel entfernen

Auch wenn Sie den Schimmel sehr behutsam entfernen, wirbeln Sie unweigerlich große Mengen Sporen auf, die die Raumluft belasten. Deshalb nutzen Sie unbedingt Folgendes:

Was mache ich mit der Kleidung, die ich bei der Schimmelbekämpfung getragen habe?

Waschen Sie Ihre Kleidung nach der Arbeit bei mindestens 70 Grad Celsius oder nutzen Sie einen Hygienespüler, um die Sporen abzutöten. Alternativ können Sie einen Einweg-Schutzanzug wie für Malerarbeiten nutzen.

Schließen Sie die Tür des befallenen Raumes und sorgen Sie für eine gute Belüftung, wenn Sie den Schimmel bekämpfen.

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Geeignete Mittel zur Schimmelbekämpfung

Generell sind Schimmelpilze sehr widerstandsfähig. Doch gibt es einige Mittel, die sehr zuverlässig wirken. Schimmelentferner enthalten meist einen der folgenden Wirkstoffe:

  • Chlor: Schimmelentferner auf Chlorbasis töten die Pilze zuverlässig ab und üben eine bleichende Wirkung aus. Deshalb sind sie sehr gut für das Badezimmer geeignet. Achten Sie auf eine gute Belüftung und verlassen Sie während der Einwirkzeit den Raum.
  • Sauerstoff: Schimmelentferner auf der Basis von Aktiv-Sauerstoff weisen ebenfalls eine leicht bleichende Wirkung auf. Sie verursachen keine schädlichen Dämpfe und sind deshalb besonders gut für Schlaf- und Kinderzimmer geeignet.
  • Alkohol: Mit hochprozentigem Alkohol wie Brennspiritus oder Isopropanol als Hausmittel können Sie ebenfalls Schimmel bekämpfen. Allerdings müssen Sie die betroffenen Stellen mehrfach benetzen, da der Alkohol schnell verfliegt. Nur durch eine mehrmalige Behandlung im Abstand von 30 Minuten dringt der Alkohol tief genug in den Putz ein. Alkohol bleicht nicht.
  • Wasserstoffperoxid: Dreiprozentiges Wasserstoffperoxid aus der Apotheke eignet sich nicht nur zum Gurgeln und zur Wunddesinfektion, es tötet auch Schimmelpilze zuverlässig. Vorsicht! Die bleichende Wirkung ist stark. Schließlich lassen sich Haare damit blondieren.

Warum sollte ich keinen Essig zur Schimmelbekämpfung nutzen?

Der Kalk in Wandfarbe und Putz neutralisiert die Säure des Essigs und macht das Hausmittel unwirksam.

Schimmel bekämpfen – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Mit dem richtigen Vorgehen bekämpfen Sie den Schimmel erfolgreich und die hässlichen Flecken kommen nicht mehr wieder. So gehen Sie vor:

Schimmelecke und Entferner
  1. Ursache erkennen: Es ist unerlässlich, die Ursache für den Schimmelbefall zu erkennen und zu beseitigen. Sonst treten die Pilze trotz aller Mühen schnell wieder auf.
  2. Schimmelsporen abtöten: Bevor Sie den Schimmel entfernen, müssen Sie die für den Menschen gefährlichen Schimmelsporen unschädlich machen. Sprühen Sie die befallenen Stellen großzügig mit einem Anti-Schimmelspray ein und warten Sie die vom Hersteller angegebene Einwirkzeit ab. Die Flüssigkeit muss tief genug in Tapeten und Putz eindringen, um den Schimmel komplett zu zerstören. Die sichtbaren Flecken sind oft nur die Spitze des Eisbergs.
  3. Sporen entfernen: Wischen Sie nun die Schimmelsporen mit einem Tuch von der Tapete. Wenn diese danach makellos oder nur leicht verfärbt ist, können Sie es so belassen. Kaschieren Sie die verbliebenen Schatten mit Anti-Schimmel-Farbe, die fungizide (pilztötende) Wirkstoffe enthält.
  4. Tapete entfernen: Ist der Schimmelbefall bereits fortgeschritten und die Tapete beschädigt, müssen Sie die Stelle ersetzen. Schneiden Sie den betroffenen Bereich mit einem Cuttermesser aus und nehmen Sie die gut durchfeuchtete Tapete ab. Entsorgen Sie die Alttapete schnellstmöglich.

  5. Untergrund behandeln: Sprühen Sie den Putz großzügig mit einem Anti-Schimmel-Mittel ein und lassen Sie alles gut trocknen.
  6. Grundieren: Tragen Sie einen Anti-Schimmel-Haftgrund auf den betroffenen Putz auf und lassen Sie diesen gut austrocknen.
  7. Tapezieren oder Streichen: Nun können Sie ein frisches, passend zugeschnittenes Tapetenstück einsetzen oder die Stelle mit Wandfarbe streichen.

Was tue ich, wenn der Schimmel auch den Putz oder das Mauerwerk befallen hat?

Sind große Flächen vom Schimmel befallen oder sind die Pilze bereits tief in Putz und Mauerwerk eingedrungen, beauftragen Sie einen Fachmann mit der Schimmelbeseitigung.

Schimmel im Bad – Ursachen

Im Bad ist es naturgemäß regelmäßig ziemlich feucht. Der Wasserdampf einer heißen Dusche treibt die Luftfeuchtigkeit ebenso nach oben wie das entspannende Wannenbad. Dazu kommen nasse Wände und Flächen, die ebenso wieder abtrocknen müssen wie der Duschvorhang, der Badvorleger und die Handtücher. Ohne ausreichend Frischluft und einige Vorsichtsmaßnahmen zeigen sich schnell Schimmelflecken an Fugen, in Ecken oder am Duschvorhang.

Schimmel im Bad entfernen – Anleitung bei intakten Fliesenfugen

Vor allem die Fugen im Bad sind anfällig für Schimmelbefall. Von intakten Fliesenfugen an Wand und Boden lässt sich der Schimmel oft mit einem bleichenden Anti-Schimmelmittel auf Chlorbasis und speziellem Fugenreiniger mit viel Schrubben entfernen. Zum Abschluss behandeln Sie die Fugen mit Fugenweiß – schon sieht das Bad aus wie neu.

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Fugen bei Schimmelbefall im Bad erneuern – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Sind Silikonfugen befallen, müssen Sie diese erneuern, denn der Pilz frisst sich tief ins Material und lässt sich nicht entfernen. Sind die Fugen vielleicht sogar locker, brüchig oder rissig, führt daran kein Weg vorbei.

Folgen Sie einfach der folgenden Anleitung:

Schritt 1: Schimmelsporen vernichten

Sprühen Sie die befallenen Bereiche mit einem Anti-Schimmelspray ein, um die Sporen der Schimmelpilze abzutöten. Bei den folgenden Arbeiten entsteht viel Staub und die Schimmelsporen würden sich über die Luft weit verteilen.

Schritt 2: Bad vorbereiten

Da beim Erneuern der Fugen viel Staub und Schmutz entsteht, räumen Sie Ihr Bad so weit wie möglich frei. Entfernen Sie alle Schränke und nehmen Sie Handtuchhalter und Spiegel ab. Drehen Sie alle Schrauben heraus, die sich in Fugen befinden. Zum Abschluss schützen Sie WC, Waschbecken, Badewanne und Dusche sowie Duschabtrennungen mit Malerfolie.

Schritt 3: Fugen ausfräsen

Fräsen Sie nun die alte Fugenmasse zwischen den Fliesen aus. Besonders einfach gelingt das mit einem Multifunktionswerkzeug mit speziellem Aufsatz. Schneller geht es mit einem Winkelschleifer. Allerdings ist hier die Gefahr erheblich größer, dass die Fliesen beschädigt werden. Daher ist diese Lösung eher für erfahrene Heimwerker empfehlenswert. Fugenkratzer, Cuttermesser oder Hammer und Meißel erfordern viel körperlichen Einsatz und sind nur für kleine Bereiche sinnvoll.

Achten Sie auf Ihre Sicherheit und führen Sie die Arbeiten nur mit Schutzbrille, Atemschutzmaske und Handschuhen durch. Wenn Sie hoch oben fräsen, nutzen Sie eine standsichere Leiter.

Wie fräse ich die Fugen richtig aus?

Arbeiten Sie an den Wänden von oben nach unten, damit sich Schleifstaub und Mörtelbrocken nicht in den bereits bearbeiteten Fugen absetzen.

Schritt 4: Fugen versäubern

Auch wenn Sie sehr sorgfältig arbeiten, bleiben an einigen Stellen sehr hartnäckige Mörtelreste bestehen. Entfernen Sie diese vorsichtig mit Hammer und Meißel oder greifen Sie zum Fugenkratzer. Haben Sie Geduld und arbeiten Sie nicht mit brachialer Gewalt, sonst sind Schäden an den Fliesen vorprogrammiert.

Schimmel an Fensterfugen

Schritt 5: Fugen entstauben

Entfernen Sie nun die losen Mörtelstücke und den Staub aus den Fugen. Gehen Sie dabei sehr sorgfältig vor, denn auf lockerem oder staubigem Untergrund hält der neue Fugenmörtel nicht. Am besten nehmen Sie den Staubsauger und saugen alle Fugen gründlich aus. Entsorgen Sie den Staubsaugerbeutel nach der Arbeit unverzüglich und wechseln oder reinigen Sie die Filter, um eventuell vorhandene Pilzsporen nicht in der ganzen Wohnung zu verbreiten. Wischen Sie zum Abschluss alle Fugen mit einem feuchten Tuch ab, um auch den letzten Staub zu lösen.

Schritt 6: Fugenmörtel anrühren

Mischen Sie nun den Fugenmörtel gemäß den Herstellervorgaben in einem Gefäß an. Größere Mengen bereiten Sie schnell und einfach mit der Bohrmaschine mit Quirlaufsatz zu. Fugenmörtel ist nicht nur in Weiß erhältlich. Mittlerweile haben die Hersteller viele verschiedene Farben im Angebot. Lassen Sie den angerührten Mörtel die vom Hersteller angegebene Reifezeit ruhen.

Welcher Fugenmörtel ist empfehlenswert?

In Badezimmern ohne Fenster können Sie die Luftfeuchtigkeit oft nicht ausreichend senken. Neuer Schimmel ist vorprogrammiert. Wählen Sie für besonders gefährdete Räume einen Fugenmörtel, der mit einem pilzhemmenden Zusatz ausgerüstet ist.

Schritt 7: Verfugen

Rühren Sie den Fugenmörtel auf und tragen Sie ihn mit einem Gummiwischer diagonal zum Fugenverlauf auf. Arbeiten Sie die Masse gut in die Fugen ein und wiederholen Sie den Vorgang so lange, bis die Fugenzwischenräume vollständig gefüllt sind.

Schritt 8: Überschüssigen Mörtel entfernen

Überprüfen Sie vorsichtig mit dem Finger, ob der Fugenmörtel angezogen hat. Nach Bildung einer stabilen Haut können Sie den überschüssigen Mörtel entfernen. Nutzen Sie dazu ein feuchtes Schwammbrett. Arbeiten Sie nicht zu nass, um die Fugenmasse nicht wieder auszuschwemmen. Hartnäckige Schleier entfernen Sie mit einem speziellen Zementschleier-Entferner.

Schritt 9: Bad einräumen

Nun können Sie die Folien entfernen und das Bad reinigen. Um alle Spiegel und Handtuchhalter oder Seifenschalen wieder zu befestigen, bohren Sie neue Löcher für die Dübel und Schrauben. Räumen Sie zum Abschluss alle Badmöbel wieder ein und erfreuen Sie sich an Ihrem schimmelfreien Badezimmer, das in neuem Glanz erstrahlt.

Schimmel im Bad vorbeugen

Durch die hohe Luftfeuchtigkeit und die vielen Wasserspritzer ist das Badezimmer besonders anfällig für Schimmelbefall. Mit den richtigen Tipps und Tricks können Sie allerdings Schimmel im Bad vorbeugen. Gewöhnen Sie sich und Ihren Familienmitgliedern folgende Strategien an:

Schimmel um Steckdose
  • Warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf als kalte, und an warmen Wänden kondensiert weniger Feuchtigkeit. Heizen Sie das Bad daher durchgängig.
  • Lüften Sie das Badezimmer mindestens zweimal täglich, bei merklicher Feuchtigkeit auch bis zu fünfmal am Tag gründlich für etwa zehn Minuten.
  • Öffnen Sie nach dem Baden oder Duschen das Fenster, damit die entstandene Feuchtigkeit abtrocknen und abziehen kann.
  • Nutzen Sie nach dem Duschen einen Abzieher für die Fliesen. Alle Wassertropfen, die im Abfluss landen, helfen, die Luftfeuchtigkeit nicht ansteigen zu lassen.
  • Breiten Sie feuchte Handtücher aus und ziehen Sie den Duschvorhang auseinander, damit die Stoffe trocknen und die Feuchtigkeit im Bad schnell wieder abnimmt. Nasse Duschvorleger und Badematten hängen Sie auf einen Handtuchhalter oder einen Wäscheständer.
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Schimmel im Keller – Ursachen

Vor allem im Altbau ist Schimmel im Keller häufig anzutreffen. Aber auch in Neubauten breiten sich Pilze aus, wenn falsches Nutzungsverhalten oder Schäden für genug Feuchtigkeit sorgen. Schimmel im Keller erkennen Sie an einem typischen muffigen Geruch. Folgende Ursachen sind besonders häufig:

  • falsches Nutzungsverhalten wie falsches Lüften oder Wäschetrocknen
  • undichte oder ungedämmte Rohre; an Letzteren bildet sich Kondenswasser, das Wand und Boden durchfeuchtet
  • zu hoher Grundwasserspiegel, der Wasser ins Fundament drückt
  • Risse in der Außenhülle
  • eine fehlende Drainage an der Außenwand vor allem bei Altbauten

Wie werde ich Schimmel im Keller wieder los?

Um Schimmel im Keller nachhaltig zu entfernen, müssen Sie die Ursache für den Schimmel und den Befall selbst bekämpfen. Sonst kommt der Pilz immer wieder.

Schimmel im Keller entfernen

Je schneller Sie dem Schimmel im Keller den Kampf ansagen, desto einfacher und zuverlässiger lässt er sich entfernen.

  • Kleine Stellen, die weniger als einen halben Quadratmeter groß sind, können Sie mit Anti-Schimmelspray oder Alkohol behandeln.
  • Ist der Befall größer und tief in die Bausubstanz eingedrungen, sind härtere Maßnahmen erforderlich.
  • Sprühen Sie die befallenen Stellen mit Anti-Schimmelspray ein und schützen Sie intakte Putz- und Estrichflächen mit Folie.
  • Legen Sie Schutzkleidung an und entfernen Sie an den befallenen Stellen Putz und Estrich. Sie können mit Hammer und Meißel arbeiten oder einen Bohrhammer mit passendem Aufsatz nutzen.
  • Entsorgen Sie den Bauschutt unverzüglich und behandeln Sie die freiliegenden Flächen erneut mit einem fungiziden Mittel.
  • Sind Wand oder Boden unter dem abgetragenen Putz noch sehr nass, stellen Sie ein Heizgebläse auf.
  • Erst wenn die Wand trocken genug ist, können Sie weiterarbeiten. Tragen Sie einen schimmelhemmenden Haftgrund auf. Sie können, falls erforderlich, zusätzlich einen Dichtanstrich anbringen.
  • Nun können Sie die Stellen neu verputzen oder neu mit Estrich belegen.
  • Nutzen Sie erneut ein Heizgebläse, um die Feuchtigkeit des frischen Putzes schnell aus der Wand zu treiben.

Schimmel im Keller vorbeugen

Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich ein Schimmelbefall im Keller leicht verhindern. Wichtig sind unter anderem folgende Punkte:

  • Vermeiden Sie es, im Keller Wäsche zu trocknen.
  • Lüften Sie den Keller nicht an heißen Tagen. Die warme Außenluft bringt viel Feuchtigkeit mit, die an den kühlen Kellerwänden kondensiert.
  • Dämmen Sie die Wasserrohre.
  • Reparieren Sie Schäden an den Außenwänden oder an Rohrleitungen unverzüglich.

Wenn Ihr Haus vor der Jahrtausendwende erbaut worden ist, verfügt es wahrscheinlich über eine sogenannte schwarze Wanne. Hier sind Bodenplatte und Grundmauern aus wasserdurchlässigem Material gefertigt und werden mit Teer und Bitumen abgedichtet. Das hält nicht ewig. Bei einem hohen Grundwasserspiegel durchbrechen Sie die Bodenplatte und bringen Sie eine Tauchpumpe an, die den Wasserstand automatisch reduziert. Bei Altbauten ist es empfehlenswert, den Boden um die Außenmauern auszuheben und mit einer Drainageschicht zu versehen. Dann können Sie die Mauern auch mit einem Dichtanstrich vor eindringender Feuchtigkeit schützen. Moderne Häuser verfügen über eine sogenannte weiße Wanne aus wasserundurchlässigem Beton.

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Richtiges Lüften – mit Frischluft Schimmel vorbeugen

Im Alltag kommt einiges an Feuchtigkeit zusammen, die die Räume belastet. Mindestens 400 Milliliter Wasser pro Tag gibt jeder Mensch über die Atemluft an die Umwelt ab. Dazu kommt täglich rund ein Liter Schweiß. Zusätzliche Feuchtigkeit bringen Duschen, Baden, Kochen, Wäschetrocknen sowie Zimmerpflanzen und Aquarien in den Wohnraum ein. Stellen Sie sich vor, Sie gießen zwei Liter Wasser für jeden Bewohner auf den Boden. Sichtbar gemacht wird klar – die Feuchtigkeit ist ein Problem für das Raumklima. Unsichtbar in der Raumluft und in Wänden und Möbeln gebunden, fällt die Wassermenge dagegen kaum auf. Das einfachste Mittel, um in der Wohnung Schimmel zu vermeiden, ist das konsequente und richtige Lüften.

Wie hoch sollte die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen sein?

Bei einer Raumtemperatur von 20 Grad Celsius sind 40 bis 70 Prozent Luftfeuchtigkeit optimal. Die meisten Schimmelpilze fühlen sich ab 80 Prozent Luftfeuchtigkeit richtig wohl.

So lüften Sie richtig

Offenes Doppelfenster

Die meisten Häuser verfügen nicht über eine automatische Lüftungsanlage, deshalb müssen Sie sich selbst kümmern. Aber haben Sie sich einmal an die tägliche Routine gewöhnt, stellt das richtige Lüften keinen großen Aufwand dar.

  • Lüften Sie bei komplett geöffneten Fenstern. Die sogenannte Stoßlüftung ist viel effektiver als die Kippstellung der Fenster.
  • Lüften Sie nach Möglichkeit quer. Das bedeutet, Sie öffnen die Fenster auf zwei gegenüberliegenden Gebäudeseiten und die Zimmertüren und sorgen damit für richtigen Durchzug.
  • Lüften Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus mindestens zweimal, besser dreimal täglich. Bei viel Feuchtigkeit sollten Sie bis zu fünfmal täglich Frischluft hereinlassen.
  • Im Winter lassen Sie die Fenster 5 Minuten geöffnet. In der Übergangszeit sind 10 bis 15 Minuten angemessen. Im Sommer lüften Sie mindestens 20 Minuten.
  • Schließen Sie beim Duschen und Kochen die Türen von Bad und Küche, damit die Feuchtigkeit nicht in die Wohnung zieht. Lüften Sie die Räume möglichst schon während der Benutzung.

Was ist, wenn die Luftfeuchtigkeit trotzdem zu hoch bleibt?

Bekommen Sie die Luftfeuchtigkeit durch ein gutes Lüftungsmanagement nicht ausreichend gesenkt, schaffen Sie einen Luftentfeuchter an. Viele Geräte springen automatisch an, wenn die Luftfeuchte einen kritischen Wert erreicht.

Richtiges Heizen

Versuchen Sie nicht, möglichst viel Energie durch wenig Heizen zu sparen. Natürlich ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Energie wichtig. Zu viel Sparsamkeit fördert jedoch Schimmelbildung.

Heizung wird aufgedreht
  • Halten Sie bewohnte Räume auch im Winter mindestens 19 Grad warm.
  • Ein warmes Badezimmer ist nicht nur angenehm, warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf. Beheizen Sie Ihr Bad auf rund 22 Grad Celsius und lüften Sie regelmäßig.
  • In gut belüfteten Schlafräumen können Sie die Raumtemperatur in der Nacht bis auf 16 Grad senken. Am Tag sollten Sie allerdings stärker heizen und regelmäßig lüften, um einer Schimmelbildung vorzubeugen.

Fazit

Geben Sie Schimmel im Haus keine Chance. Reagieren Sie sofort, wenn sich die ersten Flecken zeigen, und entfernen Sie den Schimmelpilz. Ermitteln Sie zusätzlich die Ursache für den Schimmelwuchs und stellen Sie diese ab, damit der Pilz nicht erneut auftritt. Beugen Sie Schimmelbefall durch richtiges Heizen und konsequentes Lüften vor. Denn Schimmel im Haus ist gesundheitsschädlich und mindert den Wohnkomfort deutlich.

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