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Schimmel bekämpfen – aber richtig

Feuchtigkeit gehört zum Leben. Atmen, Schwitzen, Duschen, Kochen oder das Trocknen der Wäsche: Jeden Tag geben Sie durch ganz alltägliche Tätigkeiten viel Flüssigkeit in die Raumluft ab. Trotz Lüften kann sich die Feuchtigkeit an kühlen Stellen an den Wänden niederschlagen und einen idealen Nährboden für Schimmelpilze liefern. Allein in Wohnräumen fühlen sich mehr als 100 verschiedene Pilzarten heimisch. Wenige Sporen schaden der Gesundheit nicht. Ein sichtbarer Befall dagegen kann zu Problemen führen. Hier erfahren Sie, wie Sie Schimmel richtig beseitigen. Kleinere Flecken mit einer Größe von maximal einem Quadratmeter können Sie selbst behandeln. Bei größeren Schäden beauftragen Sie bitte einen Profi, um den Schimmel zu bekämpfen.

Bitte beachten Sie: Folgende Personengruppen sollten niemals selbst den Schimmel entfernen und sich bei den Arbeiten auch nicht im gleichen Raum aufhalten:

  • Allergiker
  • Asthmatiker
  • Menschen mit einem geschwächten Immunsystem
  • Schwangere und Stillende
  • Kinder

Schritt 1: Ursache erkennen

Es sinnlos, den Schimmelpilz zu entfernen, wenn die Ursache für den Befall nicht behoben wird. Prüfen Sie daher genau, welche Auslöser für den Befall sorgen. Einen ersten Aufschluss gibt die Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen. Messen Sie mit einem Hygrometer den Feuchtigkeitsgehalt in Ihren Räumen.

  • Schimmel an den Fensterlaibungen entsteht entweder, wenn Sie viel „auf Kipp“ lüften. Dann tauscht sich verbrauchte Luft nur langsam aus, während das Mauerwerk auskühlt und Feuchtigkeit niederschlägt. Oder Ihre Fenster sind undicht und deshalb werden die Wände feucht.
  • Hinter eng an der Wand stehenden Möbeln zirkuliert die Luft nur schlecht. An Außenwänden kann das zu Schimmel führen.
  • Auch in den Ecken ist Zirkulation gering. Daher wächst hier leicht ein Pilz.
  • Natürlich können auch Baumängel oder Schäden an Dach und Mauerwerk die Ursache für einen Schimmelbefall sein.

Statistisch gesehen resultieren etwa 30 % der Schimmelfälle in Wohnräumen aus falschem Lüftungsverhalten. Den Rest verursachen Baumängel oder falsch aufgestellte Möbel. Deshalb gilt: Den Schimmel zu entfernen ist nur eine Behandlung der Symptome. Um dauerhaft erfolgreich gegen den Schimmelpilz zu sein, müssen Sie die Ursache beheben.

Schritt 2: Schutzkleidung

Bevor Sie den Schimmel beseitigen, legen Sie bitte ausreichende Schutzkleidung an. Sie benötigen auf jeden Fall:

  • eine Schutzbrille
  • Handschuhe 
  • eine Atemschutzmaske 

Ein Einweg-Schutzanzug, wie er für Malerarbeiten verwendet wird, ist ebenfalls sinnvoll. Sie können Ihre Kleidung nach den Arbeiten allerdings auch mindestens 70 Grad Celsius heiß oder unter Zugabe eines Hygienespülers waschen, um die anhaftenden Sporen zu entfernen. Achten Sie darauf, dass der betroffene Raum während der Arbeiten gut belüftet ist.

Schritt 3: Schimmelsporen unschädlich machen

Bevor Sie den Schimmel entfernen, müssen Sie die Schimmelsporen unschädlich machen. Sprühen Sie dazu den betroffenen Bereich mit einem Schimmelentferner ein und lassen Sie das Mittel einwirken. Es sind verschiedene Varianten erhältlich:

  • Schimmelbekämpfungsmittel auf Chlorbasis sind besonders geeignet für das Badezimmer. Das enthaltene Chlor hat eine bleichende Wirkung und vermindert die Verfärbungen, die durch den Schimmel entstanden sind.
  • Schimmelentferner auf Sauerstoffbasis sind ideal, um in Schlaf- und Kinderzimmern Schimmel zu entfernen. Sie dünsten keine gesundheitsschädlichen Chlordämpfe aus. Der Aktivsauerstoff hat ebenfalls eine bleichende Wirkung.
  • Als Hausmittel können Sie auf hochprozentigen Alkohol wie Brennspiritus zurückgreifen. Da der Alkohol sich schnell verflüchtigt, müssen Sie die Behandlung mehrmals im Abstand von etwa 30 Minuten wiederholen. Nur so dringt der Alkohol tief genug in den Putz ein.

Essig ist kein geeignetes Mittel, um Schimmel zu entfernen. Der Kalk in Wandfarbe und Putz neutralisiert die Säure des Essigs. Daher kann Essig den Schimmel nicht beseitigen.

Schritt 4: Sporen entfernen

Nachdem die Sporen nicht mehr aktiv sind, können Sie den Schimmel entfernen. In leichten Fällen genügt es, die befallene Fläche feucht abzuwischen. Ist der Schimmel dann spurlos verschwunden, können Sie es dabei belassen. Leichte Schatten oder Verfärbungen können Sie überstreichen. Besonders geeignet ist dazu Schimmelschutz-Farbe. Anti-Schimmel-Farbe schützt vor einem Neubefall mit Schimmel. Eine Alternative sind Anti-Schimmel-Zusätze für Wandfarben. Hat sich der Schimmel bereits durch die Tapete gefressen, müssen Sie diese ersetzen.

Schritt 5: Tapete entfernen

Schneiden Sie den von Schimmel befallenen Teil der Tapete mit einem Cuttermesser aus. Achten Sie dabei auf saubere Schnitte und Kanten, damit Sie später die neue Tapete passgenau einsetzen können. Durchfeuchten Sie befallene Tapeten und entfernen Sie sie von der Wand. Entsorgen Sie die Tapetenreste zügig. Hier können Sie nachlesen, wie man alte Tapete richtig entfernt.

Hier geht es zum Sortiment "Tapeten"

Schritt 6: Untergrund behandeln

Behandeln Sie die nun freiliegende Wand mit dem Antischimmel-Spray, um den Schimmel zu bekämpfen. Befolgen Sie die Gebrauchsanweisung und wiederholen Sie die Behandlung unter Umständen. Lassen Sie Wand vor dem nächsten Arbeitsschritt abtrocknen.

Schritt 7: Grundierung

Um den Schimmel sicher zu entfernen, behandeln Sie den Untergrund mit einem speziellen Anti-Schimmel-Haftgrund.

Schritt 8: Tapezieren oder streichen

Nachdem Sie den Schimmel erfolgreich entfernen konnten, können Sie die Wand wieder mit Tapete oder Farbe ausstatten. Zum Streichen bietet sich auch hier eine Anti-Schimmel-Farbe oder ein Anti-Schimmel-Zusatz für die Wandfarbe an. Wenn Sie dann auch noch die Ursache für den Schimmelpilz bekämpfen, kommt der Schimmel mit hoher Wahrscheinlichkeit nie wieder und Sie genießen wieder ein gesundes Raumklima. 

Hier geht es zum Sortiment "Farben"

Schritt 9: Vorbeugen

Kontrollieren Sie regelmäßig die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung und beherzigen Sie die folgenden Ratschläge:

  • Schließen Sie bei und nach dem Kochen die Küchentür und lüften Sie ausreichend. Eine Dunstabzugshaube ist sehr sinnvoll.
  • Duschen und baden Sie bei geschlossener Badezimmertür. Lassen Sie danach die Feuchtigkeit abziehen. Heizen Sie das Bad im Winter durchgehend.
  • Trocknen Sie möglichst keine Wäsche in der Wohnung.
  • Halten Sie im Sommer die Kellerfenster geschlossen. Ansonsten zieht die warme feuchte Luft in die Räume und das Wasser kondensiert an den kühlen Wänden.
  • Bevorzugen Sie Stoßlüften oder lüften Sie quer. Der Luftaustausch bei gekippten Fenstern ist nur gering, dafür kühlen die Fensterlaibungen stark aus.
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