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Spülkasten reparieren – kein Problem

Ohne den Spülkasten kann die beste Toilette ihre Arbeit nicht verrichten. In ihm wird das Wasser bereitgehalten, das durch die Toilettenschüssel rauscht und sie nach jedem Toilettenbesuch gründlich durchspült und reinigt. Leider ist er vor Defekten nicht gefeit und es kann vorkommen, dass Sie den Spülkasten reparieren müssen.

Meist macht sich der Schaden durch einen ständigen dünnen Wasserstrom bemerkbar, der aus dem Spülkasten durch die Toilette fließt. Müssen Sie dann abziehen, ist nicht genug Wasser im Spülkasten vorhanden, um gründlich zu spülen. Durch den ungebremsten Wasserfluss gehen Ihnen obendrein bis zu 100 Liter Wasser täglich verloren, die Ihre Wasserrechnung in die Höhe treiben. Zum Glück ist es meist überflüssig, einen Handwerker zu holen. Mit einigen Handgriffen lässt sich zu Hause auch so ein defekter WC-Spülkasten reparieren.

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Schritt 1: Spülkasten öffnen

Ehe Sie Ihren Spülkasten reparieren können, müssen Sie herausfinden, wo das Problem liegt. Es gibt unterschiedliche Arten von Spülkästen, zu denen Sie unterschiedlich Zugang bekommen. Am häufigsten ist in Deutschland der Aufputz-Spülkasten, der oberhalb der Toilette angebracht ist. Diese sind bei Heimwerkern sehr beliebt, weil sie leicht montiert werden können. Wenn Sie einen Aufputz-Spülkasten besitzen, können Sie den Deckel ganz leicht selbst abnehmen. Etwas komplizierter sind Unterputz-Spülkästen, die in der Wand oder in einen speziellen Vorbau integriert sind. Sie drücken nur einen Knopf in der Wand, um die Spülung zu betätigen. Natürlich können Sie auch einen solchen WC-Spülkasten reparieren, allerdings müssen Sie sich zunächst Zugang verschaffen, indem Sie den Vorbau oder die Wand öffnen.

Schritt 2: Wasser abdrehen

Drehen Sie vor allen Reparaturarbeiten das Wasser ab. Meist befindet sich das entsprechende Absperrventil im Spülkasten, wo Sie es mit einem Schraubenzieher erreichen können. Manchmal ist auch ein Wasserhahn in der Nähe der Toilette vorhanden, mit dem Sie das Wasser abdrehen.

Schritt 3: Ursachenforschung

Ist der Spülkasten geöffnet, können Sie sich auf die Suche nach dem Defekt machen. Zu den häufigsten Ursachen gehören verschlissene Dichtungen, kaputte Ventile oder ein kaputter Schwimmer. Manchmal genügt es schon, dass Sie den Spülkasten reinigen, um Ventile, Dichtungen, etc. von Schmutz zu befreien. Ansonsten ist ein Austausch des defekten Teils erforderlich.

Schritt 4: Spülkasten leeren

Ehe Sie am Innenleben des Spülkastens zu schaffen machen, sollten Sie ihn entleeren. Heben Sie dazu einfach die Heberglocke manuell an. Dies ist das Teil, das normalerweise hochgehoben wird, wenn Sie die Spülung betätigen, sodass Wasser in die Toilette abfließt.

Schritt 5: Dichtungen überprüfen

An den Gummidichtungen nagt der Zahn der Zeit am stärksten, insbesondere wenn Ihr Leitungswasser stark kalkhaltig ist und Sie nicht regelmäßig den Spülkasten entkalken. Machen Sie sich auf die Suche nach den beiden Dichtungen im Spülkasten. Eine befindet sich oben am Zulauf, die andere ganz unten am Boden. Im Idealfall genügt es, diese zu reinigen. Sind sie jedoch schon porös und rissig, sollten Sie sie austauschen.

Schritt 6: Ventile überprüfen

Überprüfen Sie als nächstes die beiden Ventile im Spülkasten. Auch diese können einfach nur verschmutzt oder aber beschädigt sein. Reinigen Sie Eck- und Einlaufventil gründlich oder tauschen Sie sie einfach aus.

Schritt 7: Schwimmer überprüfen

Der sogenannte Schwimmer reguliert den Wasserstand im Spülkasten. Manchmal klemmt er jedoch oder hat sich in der Ecke verkeilt, sodass er seine Aufgabe nicht mehr wahrnehmen kann. In älteren Toiletten sind häufig noch alte Schwimmer aus Hartschaum im Einsatz, die sich vollsaugen und dann ihren Dienst versagen. Ersetzen Sie einen solchen Schwimmer durch einen modernen Kunststoff-Schwimmer. Muss der Schwimmer gereinigt und entkalkt werden, entnehmen Sie ihn vorsichtig ab, um ihn im Waschbecken mit Entkalker oder Spezialreiniger zu säubern.

Schritt 8: Spülkasten entkalken

Wenn Sie einmal dabei sind, sollten Sie die Gelegenheit nutzen, Ihren Spülkasten gründlich zu säubern und von Verkalkungen zu befreien. Bauen Sie die Einzelteile aus und lassen Sie sie einige Stunden in einer Entkalkerlösung einweichen.

Tipp: Machen Sie mit Ihrem Smartphone Fotos von jedem Schritt, wenn Sie die Teile ausbauen und den Spülkasten entkalken. So wissen Sie nachher noch, in welcher Reihenfolge die Einzelteile wieder eingebaut werden müssen und an welchen Platz sie gehören. Sie können dabei auch gleich den Spülkasten reinigen, indem sie ihn von innen gründlich auswischen.

Schritt 9: Spülkasten wieder in Betrieb nehmen

Im Idealfall strahlt der gesäuberte und entkalke Spülkasten nun wieder wie neu. Sie haben die Ventile, die Dichtungen und den Schwimmer gesäubert oder gegen neue Teile ausgetauscht. Nun ist alles wieder an Ort und Stelle. Ehe Sie den Deckel des Spülkastens schließen, drehen Sie die Wasserzufuhr wieder auf und beobachten Sie, ob sich der Spülkasten korrekt mit Wasser füllt und ob nichts mehr durchläuft. Dann haben Sie gute Arbeit geleistet! Bringen Sie den Deckel Ihres Aufputz-Spülkastens wieder an und Sie sind fertig. Beim Unterputz-Spülkasten müssen Sie zusätzlich noch die Abdeckung anbringen.

Aufputz- oder Unterputz-Spülkasten?

Wenn Sie ein neues Badezimmer mit Toilette planen oder ein Gäste-WC, sollten Sie schon bei der Auswahl der Toilette an potenzielle Reparaturen denken. Ein Aufputz-Spülkasten sieht zwar optisch nicht ganz so schön aus wie eine glatte Wand mit einem einzelnen Knopf für die Spülung, doch Sie können leichter die Toilette selbst montieren und haben einfacheren Zugriff zum Spülkasten. Gerade wenn Sie in einer Region mit sehr hartem Wasser leben, sodass eine regelmäßige Entkalkung des Spülkastens erforderlich ist, sollten Sie überlegen, ob Sie nicht besser auf den praktischen Aufputz-Spülkasten setzen.

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