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Sicherheitsschuhe: Welche Sicherheitsklassen gibt es?

Mit Sicherheitsschuhen können Sie Ihre Füße bei der Arbeit zum Beispiel vor herabfallenden Gegenständen oder dem Eintreten von Nägeln schützen. Sicherheitsschuhe sind als Bestandteil der Arbeitskleidung im gewerblichen Bereich bei zahlreichen Arbeiten vorgeschrieben. Bei vielen Heimwerkerarbeiten können Sicherheitsschuhe zur Unfallprävention aber ebenfalls sinnvoll sein. Welche Sicherheitsklassen von Sicherheitsschuhen gibt es? Welcher Schutz ist für einzelne Arbeiten sinnvoll beziehungsweise vorgeschrieben? Der nachfolgende Ratgeber enthält viele wertvolle Infos zu Sicherheitsschuhen. Einen allgemeinen Ratgeber zu Schutzkleidung können Sie hier aufrufen.

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Nägel unter Schuhen

Sicherheitsschuhe – eine wichtige Komponente des Arbeitsschutzes

Füße und Zehen sind bei vielen Berufen und Tätigkeiten hohen Verletzungsrisiken ausgesetzt. So können zum Beispiel Zehen durch herabfallende Gegenstände wie Stahlträger, Paletten und Mauersteine gequetscht werden. Auf Baustellen oder bei Abbrucharbeiten besteht die Gefahr des Eintretens von Nägeln, Splittern und Glasscherben. In einigen Berufen müssen die Füße zudem vor Öl oder Benzin geschützt werden, während bei Tätigkeiten im Elektrobereich spezielle isolierende Eigenschaften vorgeschrieben sein können. Moderne Sicherheitsschuhe vereinen bestmöglich Tragekomfort und maximale Sicherheit. Die meisten Sicherheitsschuhe taugen sicherlich nicht gerade für einen Auftritt auf dem Laufsteg. Allerdings finden sich in dem sehr großen Angebot von Sicherheitsschuhen heute auch Modelle, die sich von dem oft mit Sicherheitsschuhen assoziierten klobigen Einheitslook abheben. Einen Kaufberater für Arbeitskleidung finden Sie hier.

Einzelne Sicherheitsklassen von Sicherheitsschuhen

Anhand ihrer Schutzleistung und Eigenschaften werden Sicherheitsschuhe in folgende Klassen eingeteilt:

  • SB: Schuhe der Klasse SB erfüllen lediglich grundlegende Schutzanforderungen. So verfügen die Schuhe über eine Zehenschutzkappe, die einer Energie von 200 Joule widerstehen kann. Schuhe der Sicherheitsklasse SB müssen einen geschlossenen Zehenbereich besitzen, während der Fersenbereich offen sein darf.
  • S1: Mit der Klasse S1 zertifizierte Sicherheitsschuhe weisen zusätzlich zu den Anforderungen der Klasse SB einen geschlossenen und stoßdämpfenden Fersenbereich auf. Weiterhin sind die Schuhe antistatisch und die Sohle ist besttändig gegenüber Öl und Benzin.
  • S1P: Zusätzlich zu den Anforderungen der Klasse S1 müssen Sicherheitsschuhe der Klasse S1P mit einer durchtrittsicheren und profilierten Sohle gearbeitet sein.
  • S2: Mit Schuhen der Klasse S2 sind Sie ebenso gegen Feuchtigkeit geschützt. Ansonsten erfüllen die Schuhe die Anforderungen der Klasse S1. Folglich haben Sicherheitsschuhe der Klasse S2 keine durchtrittsichere Sohle.
  • S3: Sicherheitsschuhe der Klasse S3 gehören zu den am meisten verkauften Sicherheitsschuhen. Die Klasse S3 ist für viele handwerkliche Arbeiten im professionellen Rahmen und im Heimwerkerbereich ausreichend. Zudem bieten Schuhe der Klasse S3 meist ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei relativ angenehmem Tragekomfort. Im Einzelnen müssen S3-Sicherheitsschuhe die folgenden Vorgaben erfüllen: Zehenschutzkappen widerstehen einer Energie von 200 Joule, geschlossener Fersenbereich, stoßdämpfende Sohle im Fersenbereich, die Sohle ist profiliert sowie beständig gegenüber Öl und Benzin, Durchtrittsicherheit, Feuchtigkeitsbeständigkeit.
  • S4: Bei Arbeitsschuhen der Klasse S4 handelt es sich um wasserabweisende Stiefel, die ansonsten den Vorgaben der Klasse S2 gerecht werden. Sicherheitsstiefel können zum Beispiel bei kalter Witterung sowie in sehr feuchtem oder matschigem Gelände sinnvoll sein. Weiterhin gewährleisten Stiefel im Gegensatz zu Halbschuhen einen gewissen Schutz gegen Umknicken. Des Weiteren kann in Stiefel nicht so schnell Schmutz eindringen wie in Halbschuhe.
  • S5: Die Klasse S5 steht ebenfalls für Sicherheitsstiefel. Entsprechende Stiefel müssen die Vorgaben der Klasse S4 erfüllen. Zusätzlich sind die Stiefel der Klasse S5 jedoch mit einer durchtrittsicheren Sohle gestaltet.

Spezielle Zusatzanforderungen an Sicherheitsschuhe

Je nach Einsatzzweck und Arbeitsumgebung müssen Sicherheitsschuhe teilweise bestimmten Zusatzanforderungen nachkommen. Diesem Bedarf wird durch genormte Zusatzeigenschaften Rechnung getragen. Hier eine Auswahl einiger häufig benötigter Zusatzanforderungen:

  • CR: Die Zusatzangabe CR steht für einen schnittfesten Schaft.
  • CL: Erfüllen die Schuhe die Zusatzangabe CL, verfügen diese über einen besonders guten Kälteschutz für den Winter oder die Arbeit in Kühlräumen.
  • HI: An sehr warmen Arbeitsplätzen können Schuhe mit der Zusatzanforderung HI (Isolierung gegen Wärme) ratsam sein.
  • HRO: Sehr heißen Böden mit Temperaturen von bis zu 300° C widerstehen die Sohlen von Schuhen mit der Zusatzbezeichnung HRO für eine kurze Zeit.
  • SRA/SRB: Auf rutschigen Untergründen können Sicherheitsschuhe mit den Zusatzangaben SRA und SRB verbesserten Halt bieten. Laut Testnorm müssen die Schuhe dabei auf speziell präparierten Keramikfliesen (SRA) und/oder Stahlböden (SRB) weitgehend rutschfest sein.
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