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Beton mischen – so gehen erfahrene Profis vor

Wer sein Fundament für das Gartenhaus, den Carport oder die Terrassenüberdachung selbst ausgießen möchte, benötigt Beton. In der Anleitung lesen Sie, wie erfahrene Profis ihren Beton mischen und welche Tipps es zu berücksichtigen gilt.

Liste benötigter Materialien und Werkzeuge

Bevor Sie den Beton mischen, sollten Sie folgende Werkzeuge bereitlegen:

Für das Mischen von Beton sind diese Materialien erforderlich:

  • Kies
  • Zement
  • Wasser in ausreichender Menge

Beton mischen Schritt für Schritt

Haben Sie alle benötigten Werkzeuge und das Material bereitgelegt, geht es an das Mischen des Betons. Befolgen Sie die Anleitung Schritt für Schritt, kann dabei nichts schiefgehen.

Schritt 1: Schutzkleidung anziehen

Das Mischen von Beton ist nicht im eigentlichen Sinne gefährlich, Betonspritzer auf der Kleidung sind aber trotzdem ärgerlich und unnötig. Zudem gilt es zu vermeiden, dass Substanzen in die Augen geraten und diese reizen. Legen Sie daher passende Schutzkleidung an und ziehen Sie eine Schutzbrille auf. Arbeiten Sie mit Beton, sollten Sie in jedem Fall Handschuhe tragen. Die Arbeitskleidung für den Oberkörper sollte lange Ärmel aufweisen, um die Arme ausreichend vor Spritzern zu schützen. Zusätzliche Vorbereitungen sind dann erforderlich, wenn Sie einen Betonmischer verwenden möchten. Greifen Sie auf keinen Fall in das Gerät hinein und stellen Sie es auf einer ebenen Fläche auf. Stellen Sie sicher, dass sich für den Betonmischer ein ausreichend sicherer Stand ergibt. Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, die benötigten Werkzeuge am Arbeitsplatz im Garten zurechtzulegen.

Schritt 2: Beton im Eimer mischen

Wenn Sie nur kleinere Mengen Beton benötigen, ist das Mischen in einem Eimer oder Kübel vollkommen ausreichend. Diese Arbeiten können Sie von Hand erledigen und benötigen keinen Betonmischer. Das ist zum Beispiel sinnvoll, wenn Sie ein Fundament für die zwei Stützpfeiler einer Terrassenüberdachung gießen möchten. Große Betonmengen sind hier nicht erforderlich. Damit der Beton optimal gelingt, gilt es, das richtige Mischungsverhältnis der einzelnen Teile einzuhalten. Greifen Sie zu Ihrer Schaufel und geben Sie vier Teile Kies und ein Teil Zement in den Eimer. Wenn Sie möchten, können Sie statt eines Eimers auch eine Schubkarre verwenden. Mischen Sie den Beton gleich in einer Schubkarre an, lässt er sich leichter zum gewünschten Verwendungsort transportieren. Nehmen Sie jetzt eine Maurerkelle und vermengen Sie die Teile ordentlich miteinander.

Bei der Hinzugabe von Wasser zum Zement gilt das Motto: Weniger ist mehr. Geben Sie kleine Wassermengen zu und tasten Sie sich an die richtige Konsistenz der Betonmasse heran. Achten Sie grundsätzlich darauf, dass der Beton nicht zu flüssig gerät. Die Wassermenge sollte etwa der halben Zementmenge entsprechen, damit sich ein gutes Mischungsverhältnis ergibt. Das Durchmischen der Masse kann anstrengend sein, gelingt mit einem speziellen Mörtelrührer aber deutlich leichter. Wenn Sie mit der Hand mischen, sollten Sie daher nicht auf dieses Werkzeug verzichten.

Rühren Sie vier Minuten lang, bis Sie eine weder zu feste noch zu flüssige Betonmasse erhalten. Die Konsistenz sollte breiartig sein. Ist der Beton fertig angerührt, geht es direkt an die Verarbeitung. Denken Sie daran, dass der Beton sofort aushärtet, zwischen dem Mischen und dem Verarbeiten sollte sich daher keine zeitliche Lücke ergeben. Aus diesem Grund ist es auch so sinnvoll, den Beton nach Möglichkeit dort anzumischen, wo Sie ihn auch verwenden möchten. Soll der Beton zum Beispiel für das Ausgießen eines Fundaments für das Gartenhaus angemischt werden, verrichten Sie die Arbeiten direkt am geplanten Standort des Gartenhauses auf der Rasenfläche im Garten.

Schritt 3: Beton in Betonmischer mischen

Wenn Sie deutlich mehr Beton für Ihr Fundament benötigen, führt an der Verwendung eines Betonmischers kein Weg vorbei. Schalten Sie den Betonmischer ein und geben Sie zwei Drittel der geplanten Wassermenge hinzu. Geben Sie dann den Kies in den Betonmischer sowie den Zement. Erst danach geben Sie allmählich das restliche Wasser dazu. Jetzt müssen Sie nichts weiter tun, als die Maschine laufen zu lassen und zu warten. Der Mischvorgang sollte nur wenige Minuten in Anspruch nehmen. Sollte der Beton zu hart geraten, geben Sie einfach ein wenig Wasser dazu. Beton mit einer guten Konsistenz zeigt einen gewissen Glanz. Danach können Sie den Beton ausschütten und verarbeiten. Nach dem Anmischen im Betonmischer gilt ebenso wie für das Anmischen von Zement im Eimer, dass Sie sofort zum Betonieren übergehen müssen. Der Beton beginnt sofort auszuhärten.

Schritt 4: Werkzeuge reinigen

Damit Sie für Ihr nächstes Projekt wieder auf die gleiche Weise und mit möglichst geringer Mühe Ihren Beton mischen können, müssen Sie die verwendeten Werkzeuge gründlich reinigen. Spülen Sie den Eimer, den Betonmischer und die Schaufel sowie alle anderen verwendeten Werkzeuge ordentlich mit Wasser ab. Es sollten keine Zement-Reste mehr auf den Werkzeugen zurückbleiben. Diese härten sonst stark aus und lassen sich nur noch schwer entfernen. Das gilt auch für den Boden bzw. für die Rasenfläche im Garten. In einigen Fällen ist es fast unmöglich, hart gewordenen Beton wieder zu entfernen. Aus diesem Grund dürfen Sie diesen Schritt auf keinen Fall auslassen und sollten so gründlich wie möglich vorgehen. Beginnen Sie mit den Reinigungsarbeiten sofort, nachdem Sie den Beton verwendet haben. Größere Betonrückstände, die sich nicht mit Wasser entfernen lassen, werden als Bauschutt entsorgt. Ihre Schutzkleidung sollten Sie nicht direkt in die Waschmaschine geben. Spritzen Sie auch diese Kleidung vorher gründlich mit Wasser ab. Wenn Sie die Arbeiten im Garten vornehmen, sollte ein Wasseranschluss in der Nähe sein, an den Sie einen Gartenschlauch anschließen können.