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Couchtisch selber bauen – die Tipps der erfahrenen Heimwerker

Einen Couchtisch selber bauen als praktische Ablagefläche für das Wohnzimmer: Viele Heimwerker träumen davon, trauen sich an die Aufgabe aber nicht heran. Dabei ist der Bau eines Couchtischs ganz einfach, wenn Sie strukturiert vorgehen und sich an einige wenige Schritte halten. In der Anleitung erfahren Sie, wie Sie einen Couchtisch aus vier Kisten aus Glattkantbrettern und einer großen Grundplatte aus Holz selbst zusammenbauen.

Liste benötigter Werkzeuge

Liste benötigter Materialien

  • Holzgrundplatte
  • Holzbretter bzw. Holzprofile
  • Lenkrollen
  • Holzschutzmittel
  • Schleifpapier
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Schritt 1: Rollen an der Grundplatte befestigen

Der Couchtisch wird auf einer quadratischen Grundplatte aus Holz errichtet. Aus diesem Grund beginnen Sie im ersten Schritt mit der Befestigung der Lenkrollen an der Unterseite der Holzplatte. Setzen Sie in alle vier Ecken jeweils eine Rolle und befestigen Sie diese mit passenden Schrauben. Die Schrauben sollten den Lenkrollen bereits beiliegen. Achten Sie darauf, dass Sie einen Versatz der Lenkrollen von etwa 3 cm zum Rand der Grundplatte einhalten. So wirkt die Anbringung der Rollen harmonischer.

Schritt 2: Streben und Leisten zu Seitenteilen verbinden

Der Couchtisch wird später aus mehreren Kisten zusammengesetzt, die Sie aus Streben und Leisten aufbauen. Die Streben liegen parallel zueinander an den beiden Außenseiten der Kiste. Die Leisten legen Sie quer über diese Streben und verbinden diese damit. Insgesamt vier Leisten sollten jeweils zwei Streben miteinander verbinden. Auch bei diesem Schritt benötigen Sie wieder Schrauben, mit denen Sie dieses Mal die Leisten an den Streben befestigen. Für eine Kiste müssen Sie diesen Vorgang noch einmal wiederholen, so erhalten Sie die beiden Seitenteile für Ihre Kiste. Führen Sie diesen Schritt insgesamt vier Mal durch.

Gehen Sie bei der Befestigung der Leisten so vor, dass Sie jeweils an den Außenseiten anfangen und erst danach die beiden Leisten in der Mitte befestigen. So fällt es Ihnen leichter, die richtige Form für die Kiste herzustellen und die Leisten auszurichten.

Schritt 3: Seitenteile der Kisten verbinden

Nehmen Sie jeweils zwei der in Schritt 2 gefertigten Seitenteile und stellen Sie diese aufrecht und parallel zueinander im passenden Abstand auf. Sie benötigen wiederum vier Leisten, mit denen Sie nun die beiden Seitenteile verbinden. Die Leisten sollten die gleiche Länge wie die Leisten für die Seitenteile aufweisen, damit sich am Ende eine quadratische Form ergibt. So stellen Sie sicher, dass Sie später alle vier Kisten auf der Grundplatte nebeneinander montieren können. Zudem müssen die Leisten halb so lang sein wie die Seiten der Grundplatte, damit alles zusammenpasst.

Die Verbindung stellen Sie nur auf zwei Seiten her, sodass die Kiste zu zwei Seiten hin offen ist. Wenn Sie die Kisten später auf der Grundplatte montieren, ergeben sich auf diese Weise Öffnungen, in die Sie Bücher und andere Gegenstände hineinlegen können. So erhalten Sie auch im Couchtisch eine Ablagefläche. Für die Befestigung der Leisten an den Seitenteilen benötigen Sie jeweils zwei Schrauben pro Seite. Achten Sie also vor Beginn der Arbeiten darauf, dass Sie genügend Schrauben zur Verfügung haben. Wiederholen Sie diesen Schritt vier Mal, um insgesamt vier Kisten zu erhalten.

Schritt 4: Kisten auf der Grundplatte montieren

In diesem Schritt werden die vier Kisten auf der Grundplatte befestigt. Ordnen Sie die Kisten dazu im Quadrat an und schrauben Sie die Leisten an der Grundplatte fest. Eine Verschraubung ist in der Regel deutlich stabiler als die Verwendung von Nägeln. Achten Sie aber in jedem Fall darauf, dass die Schrauben oder Nägel aus Edelstahl bestehen und nicht rosten können.

Schritt 5: Patinaeffekt erzeugen

Möchten Sie Ihrem Couchtisch aus Holzkisten zusätzlich einen interessanten Patinalook verpassen, brauchen Sie nichts weiter zu tun, als ein wenig Farbe aufzutragen und diese wieder abzuschleifen. Greifen Sie zum Beispiel zu einem weißen Lack, tragen Sie diesen vollflächig auf und schleifen Sie das Material mit einem Schleifpapier oder einer Drahtbürste wieder ab. Der farbige Lack verbleibt in den Vertiefungen des Holzes und es ergibt sich der gewünschte Abnutzungseffekt. Das sieht häufig besser aus als das blanke Holz. Sie können auch mehrere Lacke miteinander kombinieren. Hier gilt es zu experimentieren.

Schritt 6: Schutzlasur auftragen

Bei einem Couchtisch für den Innenbereich können Sie ebenso wie bei Gartenmöbeln durch eine Holzschutzlasur die Langlebigkeit des Möbels erhöhen. Die Witterung stellt hier zwar keine Gefahr für das Holz dar, doch andere Faktoren könnten das Material beeinträchtigen. Verschütten Sie zum Beispiel ein Getränk auf Ihrem neuen Couchtisch, zieht die Feuchtigkeit sofort in das Holz und verursacht Flecken. Um das zu vermeiden, gilt es, einen entsprechenden Holzschutz aufzutragen. Der Schutzlack bildet eine Schicht, durch die Feuchtigkeit nicht dringen kann. So bleibt Ihnen das Holz lange in seiner anfänglichen Qualität erhalten.

Achten Sie beim Kauf des Holzschutzmittels darauf, dass es für die Anwendung in Innenräumen geeignet ist. Das Material können Sie mit einem einfachen Malerpinsel auf die Kisten auftragen. Verstreichen Sie das Holzschutzmittel großzügig auf der gesamten Fläche und warten Sie, bis das Material vollständig getrocknet ist. Später können Sie diesen Schritt noch einmal wiederholen. So stellen Sie sicher, dass sich in der Schutzschicht keine Lücken ergeben. Damit sind die Arbeiten an Ihrem Couchtisch abgeschlossen.

Wenn Sie gleich mit dem nächsten Projekt fortfahren möchten, erfahren Sie hier, wie Sie für den Garten einen Tisch selber bauen können.

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