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Heizkörper entlüften und pflegen – so gelingt die Wartung

Heizkörper sind wahre Arbeitstiere. Vor allem in kalten Wintern sind sie auch schon einmal mehr als sechs Monate unentwegt im Einsatz. Umso wichtiger ist es, sie regelmäßig zu warten und von Verschmutzungen zu befreien. Nehmen Sie sich mindestens einmal im Jahr Zeit für Reinigung und Pflege, damit die Energie optimal genutzt wird und Ihre Heizung lange treue Dienste verrichtet. Außerdem ist es von Zeit zu Zeit notwendig, Heizkörper zu entlüften, damit sie voll funktionsfähig bleiben. Wie das geht und wie Sie Heizkörper selbst richtig warten, erfahren Sie hier.

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Heizkörper entlüften – Anleitung

Es gibt zwei deutliche Anzeichen dafür, dass es an der Zeit ist, Heizkörper zu entlüften:

  • Die Heizung wird nicht richtig warm. Dabei kann es sein, dass der Heizkörper komplett oder nur teilweise kalt bleibt.
  • Sie vernehmen Gluckergeräusche oder leichte Fließgeräusche, wenn Sie die Heizung aufdrehen.

Beides liegt daran, dass sich Luft im Heizkörper befindet. Das hat zur Folge, dass aufgeheiztes Wasser ungenutzt bleibt. Es geht Energie verloren und die Heizleistung sinkt. Außerdem kommt es häufig zu einer unregulierten Wärmeabgabe über die Heizrohre statt über den Heizkörper selbst.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um einen Heizkörper zu entlüften:

  • Schritt 1: Drehen Sie den Heizkörper vor der Entlüftung vollständig auf und warten Sie etwa 30 Minuten. So sorgen Sie dafür, dass sich alle Luftbläschen im Heizkörper sammeln. Wenn möglich, stellen Sie vorher die Umwälzpumpe ab.
  • Schritt 2: Um austretendes Wasser aufzufangen, legen Sie ein Tuch unter den Heizkörper oder wickeln es um das Entlüftungsventil. Dieses befindet sich in der Regel oben links oder rechts an der Heizung.
  • Schritt 3: Drehen Sie das Ventil langsam mit einem Entlüftungsschlüssel auf und halten Sie ein Gefäß, zum Beispiel eine Tasse, unter das Ventil. Gehen Sie behutsam vor. Manchmal reicht bereits weniger als eine halbe Drehung dafür, dass ein hörbares Zischen einsetzt.
  • Schritt 4: Wird das Zischen leiser und beginnt Wasser auszutreten, schließen Sie das Ventil wieder.
  • Schritt 5: Unter Umständen ist es notwendig, den Vorgang zu wiederholen, damit die Entlüftung erfolgreich ist.
  • Schritt 6: Teilweise ist es erforderlich, nach einer Entlüftung von Heizkörpern Wasser nachzufüllen. Dies lässt sich am Manometer an der Umwälzpumpe ablesen. Ist der Wasserdruck zu niedrig, füllen Sie langsam Wasser über den dafür vorgesehenen Einfüllstutzen nach. Dabei ist wichtig: Je nach pH-Wert und Wasserhärte Ihres Leitungswassers ist es notwendig, dieses aufzubereiten, bevor Sie es einfüllen. So vermeiden Sie Schäden an Ihrer Heizungsanlage.

Achtung:

Die Luft, die entweicht, wenn Sie Heizkörper entlüften, ist möglicherweise sehr heiß. Gehen Sie deshalb lieber auf Abstand während der Entlüftung, um sich nicht zu verbrennen.

Heizkörper von außen reinigen

An jeder Heizung sammeln sich mit der Zeit Staub und Dreck an. Das beeinträchtigt nicht nur die Optik, sondern auch die Verteilung der Wärme in den Heizkörpern. Auf diese Art steigt der Energieverbrauch unnötig an. Außerdem wirken sich verstaubte Heizkörper auf das Raumklima aus. Reinigen Sie deshalb regelmäßig Ihre Heizung gründlich von außen. Räumen Sie sie frei für ein optimales Ergebnis und nehmen Sie die Verkleidung ab. Entfernen Sie dann den Staub mit einem Staubsauger und mit einem feuchten Tuch. In Zwischenräume gelangen Sie gut mit einem langen und schlanken Staubwedel oder mit einem speziellen Lamellenreiniger. Alternativ besteht die Möglichkeit, einen Dampfreiniger zu verwenden.

Normale Ablagerungen lassen sich auf diese Art gut entfernen. Für hartnäckige Verschmutzungen, zum Beispiel durch Nikotin, benötigen Sie unter Umständen Hilfe durch spezielle Fettreiniger und andere Reinigungsmittel. Bestehen Verfärbungen schon länger, hilft nur noch ein neuer Anstrich. Dafür empfiehlt sich umweltverträglicher und geruchsarmer Acryllack.

Heizkörperventil warten

Egal, um welche Art von Heizkörperventil es sich bei Ihrer Heizung handelt, sollten Sie auch dieses regelmäßig überprüfen. Klemmt es, führt dies dazu, dass der Heizkörper sich gar nicht oder nur unvollständig aufheizt. Eine andere mögliche Konsequenz ist, dass sich der Heizkörper weiter aufheizt, obwohl die von Ihnen gewünschte Temperatur schon erreicht ist. Um eine andere Ursache auszuschließen, ist es sinnvoll, den Heizkörper zuerst zu entlüften. Behebt dies die Probleme nicht, widmen Sie sich dem Ventil.

  • Schritt 1: Drehen Sie das Heizkörperventil über den Einstellkopf ganz auf, auch wenn dieses klemmt.
  • Schritt 2: Montieren Sie den Einstellkopf ab. Dafür verwenden Sie am besten eine Rohrzange, mit der Sie die Überwurfmutter entgegen dem Uhrzeigersinn abdrehen.
  • Schritt 3: Nehmen Sie den Einstellkopf ab.
  • Schritt 4: Prüfen Sie, ob der Stift beziehungsweise Zacken des Ventils sich bewegen lässt. Um ein klemmendes Heizkörperventil zu lockern, haben Sie Möglichkeit, den Stift behutsam zu bewegen, zum Beispiel mit einer Zange. Alternativ schlagen Sie mit einem Gummihammer von vorne auf den Stift – aber vorsichtig, um das Ventil nicht zu beschädigen. Manchmal sorgt auch das Einfetten mit Öl für die Lösung. Ist die Reparatur geglückt, schrauben Sie den Einstellkopf wieder an.
  • Schritt 5: Sind diese Versuche ergebnislos, muss das Ventil höchstwahrscheinlich ausgetauscht werden.

Auch die Wartung von Heizkörperventilen führen Sie am besten regelmäßig durch, um die volle Funktionalität Ihrer Heizung zu gewährleisten.

Irgendwann ist ein Austausch notwendig

Heizkörper zu entlüften und regelmäßig zu warten, verlängert ihre Lebensdauer. Außerdem spart es Energie. Das wiederum schützt die Umwelt und wirkt sich positiv auf Ihren Geldbeutel aus. Irgendwann ist es trotzdem Zeit für einen Austausch. Ist es so weit, zögern Sie nicht, alte Heizkörper durch neue energieeffiziente und optisch attraktive Varianten zu ersetzen. Auch das Abmontieren der alten und das Anschließen der neuen Heizkörper können Sie mit einem Minimum an Werkzeug selbst erledigen.

Übrigens: Entscheidend für den ordnungsgemäßen Betrieb einer Heizung sind die richtigen Einstellungen. Speziell auf diese Art haben Sie viele Möglichkeiten, langfristig Energie und Heizkosten zu sparen. Denken Sie deshalb daran, neben einer Wartung in regelmäßigen Abständen die Einstellungen an Ihrer Heizung zu überprüfen.

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