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Decke verkleiden – die wichtigsten Profi-Tipps

Die Decke verkleiden und eine wohnliche Atmosphäre erschaffen: Das gelingt auch dem Laien in wenigen einfachen Schritten. Die Verkleidung kann entweder mit Holz oder mit Gipskarton sinnvoll vorgenommen werden. In dieser Anleitung erfahren Sie, wie sich beide Varianten umsetzen lassen.

Decke mit Holz verkleiden Decke mit Gipskarton verkleiden

Welche Werkzeuge benötige ich für die Deckenverkleidung?

Ob Sie die Wohnung renovieren oder ein Haus als Neubau gestalten: Bevor es an die Arbeit geht, legen Sie sich die folgenden Werkzeuge zurecht. Der Bohrhammer ist hier als Alternative zur Schlagbohrmaschine aufgeführt. In den heute üblichen Zimmerdecken aus Beton arbeiten Sie damit wesentlich bequemer:

Diese Werkzeuge sind für die Anbringung von Gipskarton wichtig:

Welche Materialien müssen vorhanden sein?

Die folgenden Materialien sind für die Deckenverkleidung aus Holz erforderlich:

  • Holzpaneele in passender Größe und ausreichender Menge
  • Holzkeile
  • Leisten
  • Kanthölzer
  • Schrauben und Dübel bzw. Nageldübel
  • Profilholzkrallen

Soll die Deckenverkleidung aus Gipskarton realisiert werden, benötigen Sie diese Materialien:

  • Gipskartonplatten (12,5 mm)
  • Holzlatten oder Metallprofile für die Unterkonstruktion
  • Fugenspachtelmasse
  • Schleifpapier
  • Tiefgrund (lösemittelfrei)

In 5 Schritten die Decke mit Holz verkleiden

Befolgen Sie die Schritt-für-Schritt-Anleitung und verkleiden Sie Ihre Decke innerhalb kürzester Zeit professionell mit Holz. Diese Schritte sind dafür erforderlich:

  1. Schritt 1: Decke vermessen
  2. Schritt 2: Unterkonstruktion anbringen
  3. Schritt 3: Decke verkleiden
  4. Schritt 4: Anschluss für Deckenlampe bohren
  5. Schritt 5: Ränder mit Leisten verdecken

Schritt 1: Decke vermessen

Vermessen Sie die Decke mithilfe des Zollstocks und fertigen Sie eine maßstabsgetreue Zeichnung an. Das macht es leichter, den Materialbedarf auszurechnen. Denken Sie daran, dass die Holzpaneele rechtwinklig zur Raumlänge verlegt werden. Rechnen Sie genau aus, wie viele Paneele Sie in welcher Länge benötigen. Soll eine Dämmung vorgenommen werden, sollten Sie auch den Bedarf an Styropor-Platten einplanen.

Schritt 2: Unterkonstruktion anbringen

Bohren Sie durch die Kanthölzer Löcher in die Decke und achten Sie darauf, dass Sie die erste Reihe Kanthölzer in einem Abstand von jeweils fünf Zentimetern zur Wand befestigen. Schieben Sie Betondübel in die gebohrten Löcher und verschrauben Sie die Kanthölzer mit der Decke. Dafür greifen Sie zum Akkuschrauber.

Schritt 3: Decke verkleiden

Mittels der Profilholzkrallen befestigen Sie jetzt die Profilhölzer an der Unterkonstruktion. Dafür verwenden Sie den Nageltreiber und halten einen Abstand von jeweils 20 bis 30 Zentimetern ein. Die Feder wird jeweils in die Nut des vorhergehenden Paneels geschoben. Die spezielle Anfangskralle verwenden Sie für das erste und das letzte Paneel. Zu den Wänden müssen Sie einen Abstand von 0,5 bis 1 Zentimeter einhalten.

Schritt 4: Anschluss für Deckenlampe bohren

Soll eine Deckenlampe angeschlossen werden, muss an der entsprechenden Stelle ein Loch durch das Paneel gebohrt werden. Das erledigen Sie mit dem Holzbohrer.

Schritt 5: Ränder mit Leisten verdecken

Als Abschluss können Sie die Ränder mit Leisten verdecken, die Sie auf der Holzdecke aufnageln. Hierfür stehen Leisten in vielen Formen und Breiten zur Auswahl. Möglich ist auch die Gestaltung einer offenen Schattenfuge.

In 6 Schritten die Decke mit Gipskarton verkleiden

Gipskartonplatten werden anders verlegt als die oben beschriebenen Holzpaneele, der zeitliche Aufwand ist aber vergleichbar. Hierzu sind die folgenden Schritte erforderlich:

  1. Schritt 1: Decke vermessen
  2. Schritt 2: Grundlattung bauen
  3. Schritt 3: Gipskartonplatten schneiden
  4. Schritt 4: Decke mit Gipskarton verkleiden
  5. Schritt 5: Fugen verspachteln
  6. Schritt 6: Decke grundieren

Schritt 1: Decke vermessen

Vermessen Sie die Decke und ermitteln Sie die Fläche, auf der die Gipskartonplatten verlegt werden sollen. Planen Sie bereits jetzt, wie groß die einzelnen Platten später sein müssen. Für die Verkleidung genügen Platten mit einer Dicke von 9,5 mm, besser sind jedoch die dickeren Platten mit 12,5 mm.

Schritt 2: Grundlattung bauen

Bei einer ebenen Decke reicht die Anbringung eines Tragegerüsts aus Latten, die direkt angedübelt werden. Da die Decke aber meistens nicht völlig eben verläuft, kommen justierbare Direktabhänger aus Metall zum Einsatz. Möglich ist auch die Anbringung von Justierdübeln oder von zwischengelegten Ausgleichskeilen.

Schritt 3: Gipskartonplatten schneiden

Schneiden Sie die Gipskartonplatten mit dem Cuttermesser auf die richtige Größe zurecht. Die Platten müssen dazu nur angeschnitten werden, sie brechen dann bereits bei leichtem Druck. Ein gerader Schnitt gelingt an der Kante eines Metalllineals leichter.

Schritt 4: Decke mit Gipskarton verkleiden

Die Platten werden fest an die Unterkonstruktion aus Latten gedrückt und dann mit diesen verschraubt. Hierbei ist eine zweite Person für das Festhalten der Platten sehr nützlich. Achten Sie darauf, dass der Stoß zur nächsten Gipskartonplatte auf der Mitte einer Latte liegt.

Schritt 5: Fugen verspachteln

Die durchgängige Glätte der Gipskartondecke wird erst durch das Verspachteln erreicht. Rühren Sie dazu Fugenspachtelmasse an und drücken Sie diese mit einem Malerspachtel in die Fugen. Danach werden die Fugen mit einer Glättkelle glatt gezogen und nach dem Trocknen abgeschliffen. Für die Randfugen zu den Wänden hin verwenden Sie statt Spachtelmasse einen dauerelastischen Dichtstoff.

Schritt 6: Decke grundieren

Streichen Sie die Decke nun mit einem lösemittelfreien Tiefgrund. Verwenden Sie dazu einen Pinsel oder eine Deckenbürste. Die Grundierung sorgt dafür, dass Ihre neue Gipskartondecke die Wandfarbe später besser aufnimmt.

Wie werden die Gipskartonplatten richtig verschraubt?

Womit die Verschraubung der Gipskartonplatten erfolgt, hängt von der Art der Unterkonstruktion ab. Bei Holzlatten nehmen Sie Grobgewindeschrauben. Bei Metallprofilen sind Feingewindeschrauben die richtige Wahl. Letztere werden mit einem Schnellbauschrauber reingedreht, der die notwendige Drehzahl liefern kann. Beim Verschrauben ist darauf zu achten, dass die Schrauben die Kartonschicht nicht durchbrechen. Die Köpfe dürfen nur leicht versenkt werden.

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