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Mauer bauen – so gehen erfahrene Heimwerker vor

Das Mauern von neuen Wänden gelingt mit ein wenig Geschick auch dem handwerklichen Laien. Eine kleine freistehende Mauer eignet sich hervorragend zum Üben, bevor Sie etwa zum Verputzen eines ganzen Hauses übergehen. Verputzte Mauern dienen als ideale Begrenzung von Terrassen oder als Grillumfassung.

Werkzeugliste und Baumaterial für das Mauern von Wänden

Für das Mauern der Wände benötigen Sie folgende Materialien, die Sie in jedem Baumarkt erhalten:

  • Zement
  • Mauersteine
  • Bitumenpappe
  • Kleber
  • Mörtelsand
  • Kalkhydrat
 Hier geht es zum Sortiment "Baustoffe"

Schritt 1: Mauerverlauf festlegen und Mauerwerksverband auswählen

Vor dem Beginn der Mauerarbeiten gilt es, einige Vorbereitungen zu treffen. Entscheidend ist es, dass Sie sich so früh wie möglich Klarheit über den gewünschten Verlauf der Mauer und deren Länge verschaffen. Überlegen Sie sich auch, welchen Mauerwerksverband Sie nutzen möchten. Mauerverband ist ein Oberbegriff für die verschiedenen Anordnungen von Steinen in der Wand. Häufig anzutreffen ist der klassische Läuferverband, hier sind die Steine in Längsrichtung vermauert. Am Ende der Reihe fügen Sie dann jeweils einen halben Stein ein, um einen Versatz zu schaffen. Ansonsten würde die Regelmäßigkeit der Fugen irritieren. Die Fugen sollten daher in vertikaler Richtung niemals durchgehend verlaufen. Das ist auch wichtig, um die Stabilität der Wand zu verbessern.

Wenn Sie eine dicke Wand wünschen, legen Sie die Steine der Breite nach zusammen. So sind später die Köpfe der Steine in der Mauer zu sehen. Das ist auch als Binderverband bekannt. Die Stabilität der Mauer lässt sich mit dem Blockverband sogar noch weiter erhöhen. Hier wechseln sich ein doppelter Läuferverband und der Binderverband ab.

Wer es kreativ mag und Abwechslung schaffen möchte, wählt den Holländischen Verband. Hierbei handelt es sich um einen Blockverband, bei dem Sie einen Viertelstein nach jeder zweiten Schicht setzen. So erreichen Sie ebenfalls eine Verschiebung der Fugen. Bei einem Kreuzverband lassen sich bunte Mauersteine einfügen und auf diese Weise verschiedene Muster zu dekorativen Zwecken in der Wand realisieren.

Schritt 2: Mörtel anmischen

Mörtel mischen

Sobald Sie den Verlauf der Mauer und Wände festgelegt und sich für einen bestimmten Mauerverband entschieden haben, können Sie an die Arbeit gehen. Damit sich ein Mörtel mit geeigneten Eigenschaften ergibt, greifen Sie zu folgender Mischung:

  • 6 Teile Mörtelsand
  • 1 Teil Zement
  • 1 Teil Kalkhydrat
  • Wasser

Grundsätzlich gilt, dass der Mörtel für die Wand nicht zu dünn geraten sollte. Daher empfiehlt es sich, immer nur kleine Mengen Wasser zuzugeben, solange, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Trauen Sie sich das Anmischen von Mörtel nicht zu oder benötigen Sie nur geringe Mengen, verwenden Sie für die Wand einen Fertigmörtel.

Schritt 3: Sperrschicht mauern

Grundreihe mauern

Beim Mauern gilt es zu vermeiden, dass Feuchtigkeit aus dem Boden in das Mauerwerk eindringt. Aus diesem Grund mauern Sie zuerst eine Sperrschicht. Dazu verteilen Sie Mörtel auf dem Boden und legen darauf Bitumenpappe aus. Auf die Pappe geben Sie dann weiteren Mörtel. Die erste Steinschicht kommt dann auf dieses Fundament.

Schritt 4: Grundreihe der Wand mauern

Wie gerade der Verlauf Ihrer Wand gerät und wie stabil diese sich langfristig zeigt, hängt entscheidend von der Grundreihe ab. Daher gilt es, die erste Reihe mit großer Sorgfalt zu Mauern. Nehmen Sie eine Wasserwaage und eine Richtschnur zur Hilfe.

Schritt 5: Die Mauerenden mauern

Ein Tipp der Profis besteht darin, mit den Mauerenden zu beginnen. Das erleichtert das Setzen der restlichen Steine. Wasserwaage, Senklot und Richtschnur erleichtern die exakte Ausrichtung der Steine. Sind die Steine an den Enden gesetzt, sollten die Steine dazwischen kein Problem mehr darstellen.

Schritt 6: Mauern der restlichen Steine

Nun gilt es, eine Reihe nach der anderen für die Wände zu setzen, bis Sie die gewünschte Höhe erreicht haben. Verwenden Sie eine Richtschnur und spannen Sie diese straff, damit die Reihen schön gerade gelingen.

Schritt 7: Fugen säubern

Bevor der Mörtel ausgehärtet ist, sollten Sie Spritzer und Kleckser von den Mauersteinen entfernen. Überprüfen Sie, ob die Fugen sauber und eben sind. Damit ist das Mauern abgeschlossen.

Mauer verputzen

Optionaler Schritt 9: Die Wand verputzen

Im Außenbereich verleiht eine rohe Mauer der Terrasse oder dem Garten einen rustikalen Charme. Möchten Sie Ihre neue Mauer verputzen, können Sie dies nach dem Mauern in Angriff nehmen, wenn der Mörtel trocken ist. Natürlich können Sie auch ältere Mauern nachträglich verputzen. Dazu reinigen Sie sie zunächst gründlich und entfernen Sie ggf. alte Putzreste. Möchten Sie im Freien eine Wand verputzen, achten Sie darauf, dass der gewählte Putz für den Außenbereich geeignet ist.

Tragen Sie zunächst eine Grundierung auf und lassen Sie diese trocknen. Rühren Sie dann den Putz an und tragen Sie ihn mit einer Kelle auf. Mit einer Kartätsche können Sie den Putz so glätten, dass eine vollkommen glatte Wand entsteht. Möchten Sie Ihre Wand mit einer Struktur verschönern, verwenden Sie eine entsprechende Strukturrolle oder einfach die eigenen Hände.

Diese Werkzeuge dürfen nicht fehlen, wenn es an das Verputzen der Wände geht:

  • Maurerkelle
  • Wasserwaage
  • Mörtelbrett
  • Richtscheit
  • Senklot
  • Zollstock
  • Fertig-Putz
Hier geht es zum Sortiment "Handwerkzeug"