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Richtig tapezieren – so gehen erfahrene Profis vor

Wenn es an das Tapezieren geht, legt der Heimwerker gerne selbst Hand an. Gerade das Tapezieren der Decke erfordert jedoch ein wenig Geschick. Die folgende Anleitung verrät, wie Sie beim Tapezieren vorgehen.

Liste benötigter Werkzeuge für das Tapezieren

Bevor es an das Tapezieren geht, legen Sie folgende Werkzeuge bereit:

  • Gummiwalze
  • Zollstock
  • Tapetenbürste
  • Quast
  • Nahtroller
  • Papierschere
  • Bleistift
  • Tapezierlineal
  • Eimer
  • Tapetenmesser
  • Kleistergerät
  • Lot
  • Tapeziertisch
 Hier geht es zum Sortiment "Handwerkzeug"

Diese Materialien benötigen Sie für das Tapezieren Ihrer Wände und Decken:

  • Tapete
  • Tapetenkleister oder einen Spezialkleister
  • Haftgrund
 Hier geht es zum Sortiment "Tapeten"

Wände tapezieren

Liegen Ihre Werkzeuge und Utensilien bereit, kann es an die Arbeit gehen. Damit das Tapezieren der Wände gelingt, gilt es einige vorbereitende Schritte zu beachten.

Schritt 1: Tapete auswählen und Menge festlegen

Bevor Sie mit dem Tapezieren beginnen, wählen Sie eine passende Tapete aus und bestimmen die Rollenanzahl. Tapeten richten sich in der Regel nach einer bestimmten Norm und weisen eine Länge von 10,05 m und eine Breite von 53 cm auf. Eine Raufaser-Rolle umfasst 15 m Tapete. Im Handel sind jedoch auch Spezialtapeten mit abweichenden Maßen erhältlich wie etwa die Grastapeten und die Glasfasertapeten. Besonders hochwertige Tapeten aus Seide oder Leder können ebenfalls abweichende Maße aufweisen. Da der Markt so viele unterschiedliche Tapeten bereithält, sollten Sie ein wenig Zeit in die Auswahl investieren. In der folgenden Tabelle finden Sie alle wichtigen Angaben, um die passende Rollenanzahl für Ihre Raumhöhe zu finden:

Raumumfang in Metern

Raumumfang in Metern2,10 – 2,352,40 – 3,053,10 – 4,00Anzahl der Rollen je Decke
63451
105792
1268112
15810143
18912174
201014195
241216237

Wie viel Kleister Sie für das Tapezieren benötigen, finden Sie in den Verpackungsangaben der jeweiligen Tapete. Handelt es sich um eine schwere Tapete etwa aus Vinyl oder Raufaser, benötigen Sie einen Spezialkleister.

Schritt 2: Wände vorbereiten

Damit die Tapeten an der Wand halten, gilt es, die Oberfläche sauber, trocken und glatt zu halten. Ist die Wand uneben, müssen Sie die betroffenen Stellen abschleifen und Löcher mit einem geeigneten Füllstoff ausbessern. Haftgrund tragen Sie auf, wenn der Untergrund stark saugt. Das ist zum Beispiel bei neu aufgetragenem Putz oder Gipskartonplatten der Fall.

Schritt 3: Kleister und Tapeten vorbereiten

Jetzt können Sie bereits den Kleister anrühren. Richten Sie sich hierbei einfach nach den Angaben auf der Verpackung. Während der Kleister aufquillt, schneiden Sie die Tapeten zurecht. Die Länge einer Bahn entspricht der Raumhöhe plus 10 cm Überstand. Weist die Tapete große Muster auf, kann ein größerer Überstand notwendig sein. Den fertig aufgequollenen Kleister geben Sie jetzt auf die Tapeten. In einigen Fällen müssen Sie eine Einweichzeit einhalten, bevor Sie die Tapeten auf die Wand bringen. Auf der Rollenverpackung finden Sie entsprechende Hinweise hierzu. Die Enden der Tapete legen Sie zu einem Drittel bzw. zu zwei Dritteln nach innen. Dann können Sie die Bahn hälftig zusammenklappen. Scharfe Knicke gilt es, zu vermeiden.

Schritt 4: Die erste Bahn tapezieren

Kleben Sie jetzt die erste Bahn an die Wand. Die Arbeit sollten Sie an einem Fenster beginnen und dann tapezieren Sie vom Fenster weg. Passen Sie die Tapete an die Decke und das Fenster an und öffnen Sie dazu den kleineren Umschlag. Drücken Sie die Tapete leicht an der Wand an. Nun können Sie auch den unteren Umschlag öffnen und die Tapete dort ebenfalls andrücken. Greifen Sie zu einem Lot und überprüfen Sie, ob die Bahn auch wirklich gerade auf der Wand aufliegt. Überstände schneiden Sie ab. Jetzt können Sie eine Gummiwalze oder eine Tapezierbürste zur Hand nehmen und damit über die Bahn fahren. Kanten arbeiten Sie mit dem Kantenroller nach.

Schritt 5: Zimmer bahnweise tapezieren

Haben Sie die erste Bahn gerade an die Wand gebracht, fällt die Ausrichtung der weiteren Bahnen umso leichter. Orientieren Sie sich einfach an der Kante der ersten Bahn. Das setzt natürlich voraus, dass die erste Bahn lotrecht aufgebracht wurde. Die Bahnen kleben Sie nun Kante an Kante aneinander. Weist die Tapete ein Muster auf, müssen die Teile des Musters genau aufeinandertreffen.

Decke tapezieren

Das Tapezieren der Decke gelingt ebenso einfach wie das Tapezieren der Wände, wenn Sie einige wenige Tipps berücksichtigen. Anfänger sollten für diese Arbeit eine Vliestapete wählen. Diese Tapeten müssen nicht einweichen, sind dimensionsstabil ausgeführt und Sie können den Kleister einfach auf die Decke streichen. Gerade Letzteres erleichtert die Arbeit erheblich.

Schritt 1: Kleister auftragen

Greifen Sie zu einer Malerrolle und geben Sie den Kleister satt auf die Decke. Planen Sie Überstände von 10 cm ein. Da sich der Kleister auf der Decke und nicht auf der Tapete befindet, fällt die Arbeit mit der Tapete über Kopf recht leicht.

Schritt 2: Andrücken der ersten Tapete

Kleben Sie nun die erste Tapetenbahn an die Decke. Zu jeder Wand sollte sich ein kleiner Überstand ergeben. Drücken Sie die Tapete vorsichtig an. Das Tapezieren erfolgt am besten mit einer Tapetenbürste. Haben Sie die Bahn korrekt ausgerichtet, können Sie die Überstände abschneiden.

Schritt 3: Aufbringen der restlichen Bahnen

Bei der Arbeit an der Decke gilt ebenso wie für die Arbeit an den Wänden: Ist die erste Bahn erst einmal gerade angebracht, fallen die weiteren Bahnen leicht. Kleben Sie jetzt die restlichen Bahnen Kante an Kante aneinander, bis die Decke vollständig abgedeckt ist.

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