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Reifen richtig einlagern – Infos und Tipps

Damit Sommer- und Winterreifen die Zeit bis zu ihrem nächsten Einsatz gut überstehen, sollten die Reifen möglichst unter optimalen Bedingungen gelagert werden. So können zum Beispiel UV-Strahlung und hohe Temperaturen Reifen während der Lagerung schädigen. In unserem Ratgeber erfahren Sie wie Sie Reifen einlagern und, ob sich die Reifeneinlagerung durch Autowerkstätten oder Reifenhändler für Sie lohnen könnte.

Warum ist das richtige Reifeneinlagern so wichtig?

Bei nicht fachgerechter Lagerung kann sich die Lebensdauer von Reifen unnötig verkürzen. Teilweise sind durch unsachgemäße Lagerung sogar schwere Schäden möglich, die zu einem Sicherheitsrisiko werden können. So kann zum Beispiel im Lagerraum ausgelaufenes Öl oder Benzin das Gummi der Reifen aufweichen. Wird dies beim Aufziehen der Reifen nicht bemerkt, droht im schlimmsten Fall ein Reifenplatzer. UV-Licht und hohe Temperaturen lassen die Reifen, die Sie einlagern unnötig schnell aushärten und spröde werden.

Reifen richtig einlagern – Was sollte beachtet werden?

Reifenprofil

Bevor Sie Ihre Reifen einlagern, ist eine Überprüfung auf Schäden wie Risse oder Beulen in Reifenflanke und Lauffläche empfehlenswert. Bei Kompletträdern sollten auch die Felgen einer Sichtprüfung auf Schäden unterzogen werden. Weisen Reifen oder Felgen sicherheitsrelevante Schäden auf, müssen sie ersetzt werden. Reifen mit einseitig abgefahrenem Profil können auf eine verstellte Spur an Ihrem Fahrzeug hinweisen und dürfen nicht mehr verwendet werden. Fremdkörper wie eingefahrene Steine oder Glassplitter sollten Sie aus dem Profil der Reifen zum Beispiel mit einem Schraubenzieher entfernen, damit sich diese nicht weiter in das Profil einfahren.
Bevor Sie die Reifen einlagern, ist eine Kontrolle auf ausreichendes Profil ratsam. In Deutschland beträgt die Mindestprofiltiefe 1,6 mm. Experten empfehlen allerdings, Winterreifen schon bei einer Profiltiefe von 4 mm auszutauschen. Sommerreifen sollten bei weniger als 3 mm Profil ersetzt werden. Wenn Sie die Reifen einlagern, reinigen Sie diese am besten vorher mit einem Schwamm und Wasser. Verwenden Sie zur Reinigung keinen Hochdruckreiniger, da dieser die Reifen schädigen kann. Damit Sie Ihre Reifen nach der Einlagerung richtig zuordnen können, sollten Sie diese mit Kreide kennzeichnen. Gebräuchlich sind hier zum Beispiel HL für hinten links und VR für vorne rechts.

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Optimale Umgebungsbedingungen für die Reifenlagerung

Reifen sollten trocken, kühl und dunkel gelagert werden. Wegen des möglichen Einfalls von Sonnenlicht (UV-Strahlung) sind Lagerplätze am Fenster nicht empfehlenswert. Auch schlecht isolierte Dachböden sind wegen der großen Temperaturschwankungen kein guter Ort zur Lagerung von Reifen. Lagerräume für Reifen sollten frei von Chemikalien wie Öl, Benzin oder Lösungsmitteln sein.

Kompletträder richtig einlagern

Reifen

Reifen mit Felge (Kompletträder) werden übereinandergestapelt gelagert. Stapeln Sie dabei nicht mehr als 4 Reifen, damit der Druck auf den unteren Reifen nicht zu groß ist und der Reifenstapel nicht instabil wird. Lehnen Sie Kompletträder bei der Lagerung nicht schief an Wände. Dabei könnte sich die Lauffläche verformen. Eine besonders schonende Möglichkeit zur Lagerung von Kompletträdern sind Felgenbäume der spezielle Haken an der Wand. Felgenbäume bestehen aus einem Gestell, in das jeder Reifen bequem einzeln eingehängt werden kann.

Reifen ohne Felgen richtig lagern

Reifen ohne Felgen werden stehend gelagert. Damit sich die Lauffläche dabei bei langer Lagerung nicht ungleichmäßig verformt, sollten Sie die Reifen etwa alle 6 Wochen ein Stück weiterdrehen.

Selber einlagern oder einlagern lassen?

Die Einlagerung von Reifen kostet Platz und Zeit. So ist ein kleiner Abstellraum von Mietwohnungen mit 2 Reifenstapeln oft schon fast belegt. Außerdem ist das Schleppen der Reifen in den Keller oder auf den Dachboden anstrengend und zeitaufwendig.
Hinzu kommt der Aufwand für die Prüfung auf Schäden und die Reinigung, wenn Sie Reifen einlagern. Zudem herrschen zum Beispiel auf einem Dachboden oder in der Garage oft keine guten Lagerbedingungen für Reifen.
Aus den genannten Gründen kann es vorteilhaft sein, den Reifen-Einlagerungsservice von Autowerkstätten oder Reifenhändlern in Anspruch zu nehmen. Reifen werden dort unter optimalen Bedingungen gelagert. Je nach Geschäftsbedingungen beinhaltet die Lagerung auch eine Reinigung und Prüfung auf Schäden.
Eine Reifeneinlagerung kostet ca. 7 bis 10 Euro pro Reifen und Saison. Ein Nachteil einer Reifeneinlagerung ist die teilweise relativ lange Vorlaufzeit bis zum Ausliefern der Reifen. Koordinieren Sie den Termin der Reifenauslieferung aus dem Lager und der Reifenmontage daher 2 bis 3 Wochen im Voraus. Dies ist besonders wichtig, wenn die Reifen nicht direkt bei Ihrer Werkstatt, sondern in einem großen Zentrallager gelagert werden.

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