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Wissenswertes zu Autoreifen – ein Ratgeber für die Praxis

Autofahrer machen sich über die Reifen an ihrem Auto teilweise wenig Gedanken. Dabei sind die Reifen als Bindeglied zwischen Straße und Fahrzeug eines der sicherheitsrelevantesten "Bauteile" am Auto. Auch an Fahrdynamik und Komfort haben die Reifen einen wesentlichen Anteil. In unserem nachfolgenden Ratgeber haben wir Ihnen die wichtigsten Informationen zu Autoreifen übersichtlich und leicht verständlich zusammengestellt. So erfahren Sie zum Beispiel, wie Sie die richtigen Reifen für Ihr Fahrzeug auswählen, welcher Reifendruck empfehlenswert ist und wie alt Autoreifen sein dürfen.

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Welche Reifen sind für Ihr Fahrzeug zulässig?

Für Ihr Fahrzeug zulässige Reifengrößen sind in der Zulassungsbescheinigung (Fahrzeugschein) eingetragen. In dem alten, bis September 2005 ausgegebenen, Fahrzeugschein finden Sie diese Angaben unter den Punkten 20 bis 23. In dem neuen Fahrzeugschein enthalten die Punkte 15.1 und 15.2 die entsprechenden Angaben für die einzelnen Achsen. Achten Sie hier besonders darauf, ob Ihr Fahrzeug Mischbereifung benötigt. So benötigen zum Beispiel Sportwagen auf der Vorderachse (15.1) teilweise schmalere Reifen als auf der Hinterachse (15.2). In manchen Fällen sind für Fahrzeuge alternative Reifengrößen zulässig, die nicht im Fahrzeugschein eingetragen sind. Diese Reifengrößen müssen den sogenannten EC Certification of Conformity entsprechen. Werkstätten und Reifenhändler können bei Fragen zu möglichen alternativen Reifengrößen meist kompetente Auskünfte geben.

Breite, Zoll, Geschwindigkeitsindex - wichtige Angaben zu Reifen verstehen

Reifen gibt es in verschiedensten Größen. Außerdem unterscheiden sich Reifen unter anderem in der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und dem Lastindex. Die Angaben zur Reifenspezifikation im Fahrzeugschein und auf den Reifen selbst folgen immer dem gleichen Schema. So könnten Sie zum Beispiel auf einem Standardreifen für Fahrzeuge der unteren Mittelklasse die Angaben 195/65 R15 91T finden. Diese Angaben lassen sich anhand des Beispiels wie folgt interpretieren:

Reifenbreite
  • Reifenbreite: In obigem Beispiel steht die 195 für die Breite des Reifens in mm.
  • Verhältnis von Höhe zu Breite: Die 65 bezeichnet das Verhältnis von Höhe zu Breite des Reifens. Diese Kennzahl bestimmt die Höhe der Reifenflanke Ihrer Reifen. In unserem Beispiel entspricht die Höhe der Reifenflanke 65 % der Reifenbreite. Würde diese Kennzahl zum Beispiel bei 45 liegen, wäre die Reifenflanke wesentlich niedriger und der Reifen hätte einen sportlicheren Charakter.
  • Reifenbauart: Das R im obigen Beispiel steht für die Reifenbauart "Radial". Dieser Bauarttyp ist bei Reifen am häufigsten anzutreffen. Charakteristisch für Radialreifen sind die radial angeordneten Karkassenfäden zur Verstärkung des Reifenkörpers.
  • Felgendurchmesser: Die 15 steht für den Felgendurchmesser in Zoll. Weitere gängige Felgendurchmesser sind zum Beispiel 14, 16 oder 18 Zoll.
  • Lastindex: Der Last- oder Tragfähigkeitsindex gibt an, mit welchem Gewicht der Reifen maximal belastet werden darf. Obiger Beispielreifen trägt den Lastindex 91. Folglich darf der Reifen mit 615 kg belastet werden.
  • Geschwindigkeits-Index: Der Geschwindigkeits- oder Speedindex gibt die zulässige Höchstgeschwindigkeit für den Reifen an. Obiger Beispielreifen trägt den Index T. Der Reifen ist folglich für Geschwindigkeiten bis 190 km/h zugelassen. Weitere Kennbuchstaben für den Geschwindigkeits-Index sind zum Beispiel H (210 km/h) und V (240 km/h). Generell können Sie auf einem Fahrzeug mit zum Beispiel einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h außer Reifen mit T-Geschwindigkeitsindex auch Reifen mit dem Geschwindigkeits-Index V montieren. Dagegen darf der Geschwindigkeits-Index bei Sommerreifen keinesfalls unter der zulässigen Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs liegen. Bei Winterreifen ist dies zulässig, wenn im Fahrzeug ein gut sichtbarer Aufkleber mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit der Reifen angebracht wird.
  • Laufrichtungsbindung: Viele moderne Reifen haben eine Laufrichtungsbindung. Sie dürfen also nur in einer bestimmten Richtung rotieren, damit das Profil unter anderem Wasser optimal verdrängen kann. Entsprechende Reifen tragen zum Beispiel einen Pfeil mit der Beschriftung "Rotation" oder "Direction" in Richtung der geforderten Laufrichtung.
  • Asymmetrisches Profil: Einige Reifen haben ein asymmetrisches Profil auf den Außen- und Innenseiten. Diese Reifen dürfen nur mit der richtigen Seite nach außen montiert werden. Entsprechend tragen die Reifen Hinweise wie "Außenseite" oder "Outside".

Gibt es den perfekten Reifen? Klassische Zielkonflikte im Reifenbau

mehrere Autoreifen

Reifen sollten bei den hauptsächlich vorherrschenden Witterungsverhältnissen größtmögliche Sicherheit bieten. Auch die Fahrdynamik ist für viele Autofahrer ein wichtiges Kriterium für den Reifenkauf. Reifenhersteller haben bei der Entwicklung von Reifen stets mehrere Zielkonflikte zu lösen. So müssen die Reifen sowohl bei Trockenheit als auch bei Nässe gut auf der Straße haften und kurze Bremswege ermöglichen. Außerdem soll der Reifen möglichst lange halten, einen geringen Rollwiderstand haben und je nach Auslegung ein komfortables oder sportliches Fahrverhalten zeigen.

Einer der am schwierigsten zu lösenden Zielkonflikte besteht dabei zwischen der Trocken- und Nässehaftung. So würde ein Reifen eine maximale Trockenhaftung erreichen, wenn dieser keine Profileinschnitte bzw. Rillen zur Abführung von Wasser aufweisen würde. Ein solcher profilloser Slick würde aber bei Regen sofort zu gefährlichem Aquaplaning führen. Noch schwieriger sind die Zielkonflikte beim Autoreifen-Material zu lösen, wenn der Reifen sowohl bei hochsommerlichen Temperaturen als auch bei winterlichen Temperaturen sowie Eis und Schnee sichere Fahreigenschaften garantieren soll. Wie alt Autoreifen sein dürfen, ist für Reifenhersteller ebenfalls relevant. So verlangt eine lange Haltbarkeit oft eine härtere Gummimischung als für kurze Lebensdauern ausgelegte Reifen.

Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen?

Sommerreifen bieten bei Nässe und höheren Temperaturen im Vergleich zum Winterreifen deutlich kürzere Bremswege. Die Fahrstabilität ist besonders bei höheren Geschwindigkeiten beim Sommerreifen meist ebenfalls besser. Wohingegen sich der Bremsweg eines Sommerreifens auf Schnee oder Eis im Vergleich zum Winterreifen mehr als verdoppelt. Auch die geringe Zugkraft (Traktion) eines Sommerreifens würde bei winterlichen Straßenverhältnissen zum Beispiel das Anfahren an leichten Steigungen fast unmöglich machen. Außerdem weisen Winterreifen bei Eis und Schnee deutlich bessere Seitenführungskräfte als Sommerreifen auf. Dies ist besonders beim Durchfahren von Kurven wichtig. Aus den genannten Gründen empfehlen Experten den Wechsel zwischen Sommer- und Winterreifen im April und Oktober. Einige Reifenhersteller bieten sogenannte Ganzjahresreifen an, die die erforderlichen Eigenschaften von Sommer- und Winterreifen bestmöglich vereinen sollen. In Tests zeigte sich, dass dieser extrem schwierige Zielkonflikt von einigen Herstellern recht gut gelöst wurde. Allerdings bleiben Ganzjahresreifen immer zu einem gewissen Grad ein Kompromiss zwischen Sommer- und Winterreifen. Deshalb eignen sich die Reifen eher für das Flachland mit milden Wintern. Ganzjahresreifen sind meist nur bis zur Fahrzeugklasse Mittelklasse verfügbar.

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Winterreifenpflicht?

In Deutschland gilt seit Dezember 2010 eine Winterreifenpflicht bei winterlichen Straßenverhältnissen wie Glatteis, Schneematsch und Schneeglätte. Im Gegensatz zu einigen anderen europäischen Ländern gibt es in Deutschland keine generelle Winterreifenpflicht für bestimmte Monate. Wenn Sie Ihr Auto also bei Schnee- oder Eisglätte stehen lassen, können Sie theoretisch auch im Winter mit Sommerreifen fahren.

Wann gilt ein Reifen als Winterreifen? Unterschied M+S und Schneeflockensymbol

In Deutschland gilt ein Reifen als Winterreifen, wenn er das M+S-Symbol für Matsch und Schnee trägt. Die Vergabe dieses Symbols unterliegt allerdings keinen festen Standards und die Verwendung wird von einigen Reifenherstellern oft recht lax gehandhabt. So tragen teilweise auch für winterliche Straßenverhältnisse ungeeignete Reifen das M+S-Symbol. Greifen Sie bei Winter- und Ganzjahresreifen daher lieber auf Modelle zurück, die das Schneeflockensymbol tragen. Das Schneeflockensymbol besteht aus einer Schneeflocke, die in ein dreizackiges Bergpanorama eingebettet ist. Das Schneeflockensymbol wird von der amerikanischen Straßenverkehrsbehörde nach standardisierten Kriterien vergeben.

A, B, C, D, E? EU-Reifenlabel verstehen

Auto

Seit dem 1. November 2012 müssen Reifen nach einer EU-Verordnung einer Kraftstoffeffizienzklasse, Nasshaftungsklasse und Rollgeräuschklasse zugewiesen werden. Diese Zuweisung erfolgt über ein mehrfarbiges Reifenlabel, bei dem Kraftstoffeffizienzklasse und Nasshaftungsklasse über Buchstaben von A bis G definiert werden. So weist zum Beispiel ein Reifen mit der Kennzeichnung A, A eine sehr hohe Kraftstoffeffizienz und eine sehr gute Nasshaftung auf. Das Rollgeräusch wird in dB (Dezibel) angegeben.

Der richtige Reifendruck

Für sicheres Fahrverhalten, geringen Spritverbrauch und niedrigen Reifenverschleiß müssen Ihre Reifen den richtigen Reifendruck aufweisen. Den empfohlenen Reifendruck für Ihr Fahrzeug finden Sie im Tankdeckel oder im Handbuch. Wenn Ihr Fahrzeug über kein Reifendruckkontrollsystem verfügt, empfiehlt es sich, den Reifendruck etwa alle vier Wochen zu kontrollieren.

Wie alt dürfen Autoreifen sein?

Wie alt dürfen Autoreifen sein? Obwohl diese Frage per Gesetz nicht geregelt ist, sollten sich Autofahrer trotzdem um das Alter ihrer Reifen Gedanken machen. So härtet das Gummi des Reifens mit zunehmendem Alter aus und der Reifen wird durch UV-Strahlung und mechanische Belastung spröde. Reifen, die älter als 8 Jahre sind, sollten deshalb nicht mehr verwendet werden. Ist der Reifen bereits vorher spröde, ist ein Austausch schon früher empfehlenswert. Wann Ihr Reifen produziert wurde, erkennen Sie an der vierstelligen DOT-Nummer auf der Reifenflanke. Dabei bezeichnen die ersten beiden Ziffern die Produktionswoche (01 bis 52) und die letzten beiden Ziffern das Jahr. Beispiel: Ein Reifen mit der DOT-Nummer 1415 wurde in der 14. Woche des Jahres 2015 produziert.

Welche Profiltiefe ist für Autoreifen empfehlenswert bzw. vorgeschrieben?

In Deutschland gilt für Reifen eine gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Die Nässehaftung nimmt aber bereits bei Profiltiefen von unter 4 mm deutlich ab. Auch die Haftung bei Schnee- und Schneematsch nimmt bei schwindenden Profiltiefen stetig ab. Deshalb sollten Winterreifen bereits bei Profiltiefen unter 4 mm ausgetauscht werden. Bei Sommerreifen empfehlen Experten den Austausch unterhalb von 3 mm. Neureifen haben etwa eine Profiltiefe von 8 bis 9 mm. Wie alt Autoreifen bis zur Ausmusterung sein dürfen, hängt unter anderem stark vom Profilabrieb ab. Sehr verschleißarme Reifen halten bei defensiver Fahrweise bis zu 40.000 km. Einige Billigreifen sind dagegen schon bei weniger als 20.000 km bis zur gesetzlichen Mindestprofiltiefe abgefahren. Die Profiltiefe Ihrer Reifen können Sie mit einem einfachen Messschieber bestimmen, der im Reifenhandel oder in Ihrer Werkstatt erhältlich ist.

Lebensdauer des Reifens mit Positionswechsel verlängern

Wie lange Autoreifen halten, hängt neben dem richtigen Luftdruck vielfach auch von regelmäßig vorgenommen Positionswechseln ab. So nutzen sich Reifen zum Beispiel bei Fahrzeugen mit Frontantrieb auf der Vorderachse wesentlich schneller ab als die Reifen auf der Hinterachse. Viele Reifenhersteller empfehlen daher, die Position der Reifen ca. alle 7.000 bis 10.000 Kilometer zu wechseln. Sinnvollerweise kann ein Positionswechsel auch erfolgen, wenn Sie zum Beispiel die Sommerreifen nach dem Winter erneut aufziehen. Bei frontgetriebenen Fahrzeugen werden die Vorderreifen dabei auf die gleiche Seite der Hinterachse montiert. Die Hinterreifen werden dagegen diagonal versetzt (hinten links nach vorne rechts, hinten rechts nach vorne links) auf die Vorderachse montiert. Bei Fahrzeugen mit Heckantrieb werden die Reifen ebenfalls auf den Achsen getauscht. Allerdings erfolgt der diagonale Tausch hier auf der Hinterachse, sodass das linke vordere Rad hinten rechts und das rechte vordere Rad hinten links montiert wird. Laufrichtungsgebundene Reifen werden nur Achsweise getauscht und stets an der gleichen Seite montiert.

Reifen richtig lagern

Autoreifen richtig gelagert

Wie alt Autoreifen sein dürfen, hängt zum Teil von der richtigen Lagerung der Reifen ab. So kann die richtige Reifenlagerung zur Verlängerung der Lebensdauer Ihrer Reifen beitragen. Vor der Einlagerung sollten Sie Ihre Reifen auf Schäden prüfen und im Profil steckende Steine oder Glassplitter entfernen. Erhöhen Sie den Luftdruck vor der Lagerung um 0,5 bar über die Luftdruckvorgabe des Herstellers. Reifen auf Felgen lagern Sie am besten liegend übereinandergestapelt. Zur Lagerung von Reifen mit Felge bieten sich auch sogenannte Felgenbäume an. Reifen ohne Felgen werden stehend (senkrecht) gelagert.

Damit sich die Reifen dabei nicht ungleichmäßig verformen, drehen Sie die Reifen alle paar Monate etwas. Generell sollten Reifen trocken, kühl und dunkel gelagert werden. Der Lagerbereich muss frei von Öl, Benzin und anderen Chemikalien sein, da diese den Reifen schädigen können. Viele Autohäuser und Werkstätten bieten für Reifen einen praktischen Einlagerungsservice an. Prüfen Sie Ihre Reifen auf jeden Fall auf den richtigen Luftdruck, bevor Sie diese nach der Lagerung wieder aufziehen.

Was wiegt ein Autoreifen?

Ob Sie sich für einen Einlagerungsservice entscheiden sollten, hängt auch davon ab, ob Sie schwere Autoreifen zum Beispiel selbst in den Keller oder die Garage tragen können oder wollen. Ein auf Stahlfelge montierter Autoreifen für ein Mittelklassefahrzeug wiegt etwa 15 bis 18 kg. Ein entsprechender Reifen ohne Felge wiegt zwischen 9 und 11 kg.

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