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Welches E-Bike ist das richtige für mich? So treffen Sie die beste Entscheidung!

Das E-Bike (Pedelec) hat die Herzen der Radfahrer im Sturm erobert. Dank der elektrischen Unterstützung ist die anspruchsvolle Steigung hinterm Ortsausgang kein Hindernis mehr. Wenn der Motor nach längerer Strecke „übernimmt“ und die Beine kaum noch treten müssen, ist auch die große Runde um den See plötzlich ein herrlich entspannter Ausflug. Damit Sie sich für das richtige E-Bike entscheiden, das zu Ihren Wünschen und Anforderungen passt, finden Sie im Folgenden alle wichtigen Informationen und Kriterien. So treffen Sie die beste Entscheidung und haben lange Freude mit Ihrem elektrischen Bike.

E-Bike Hinterrad Was ist ein E-Bike? Displays Rahmengröße richtig wählen Bremsen Gangschaltung Akku Sattel Antriebsarten E-Bike-Motoren Steuerung & Schiebhilfe Die 10 häufigsten Fragen zu E-Bikes Unterschied E-Bikes & Pedelecs

Was ist ein E-Bike?

Der Begriff E-Bike steht kurz für Elektrofahrrad. Diese Fahrräder sind mit einem Elektromotor ausgestattet, den Sie ähnlich wie beim Motorrad mit einem Drehgriff am Lenker aktivieren. Das moderne E-Bike (auch Pedelec genannt) ist nicht mit dem klassischen E-Bike (Fahrrad mit Hilfsmotor) zu verwechseln, bei dem der Motor komplett übernimmt und Sie gar nicht treten müssen. Beim Pedelec unterstützt der Motor Sie lediglich, während Sie in die Pedale treten, z. B. bei einem anstrengenden Anstieg.

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Die wichtigsten Merkmale des E-Bikes im Überblick

  • Der Motor unterstützt Geschwindigkeiten bis 25 km/h.
  • Beim Motor handelt es sich um einen Elektro-Akku, den Sie regelmäßig aufladen müssen.
  • Manche Modelle bieten eine zusätzliche Anfahrhilfe für den schweren ersten Antritt und/oder eine Schiebhilfe.
  • Die Benutzung von Radwegen ist erlaubt.
  • Die Beleuchtung läuft ebenfalls über den Motor, sodass kein Dynamo erforderlich ist.
  • E-Bikes sind in verschiedenen Varianten wie Citybike, Trekkingrad und Mountainbike erhältlich.

Brauche ich ein Nummernschild für mein E-Bike?

Ein Nummernschild besagt, dass Sie eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Diese ist für Kleinkrafträder mit einer Motorenleistung von 45 km/h erforderlich. Allerdings fallen nur die schnelleren S-Pedelecs darunter. Das „normale“ E-Bike mit 25 km/h Maximalleistung erfordert keine Haftpflichtversicherung und damit auch kein Nummernschild.

Displays beim E-Bike

Über das am Lenker angebrachte Display erhalten Sie auf einen Blick wichtige Informationen wie den Ladestand des Akkus. Beim E-Bike haben Sie die Wahl zwischen zwei verschiedenen Varianten: LED und LCD.

LED-Display

LCD-Display

die wichtigsten Informationen auf einen Blick

schnell zu lesen

umfangreichere Informationen wie Akku-Reichweite, gefahrene Kilometer etc., die besonders für Sportler von Interesse sind

auch in der Dunkelheit lesbar

schlechter lesbar

in der Dunkelheit nicht zu erkennen

attraktive Gestaltung

eher simpel gehalten

Was bedeuten LCD und LED eigentlich?

LCD steht für Flüssigkristallanzeige. Sie kennen diese Displays z. B. von Digitaluhren und Thermometern. LED steht für Licht emittierende Diode und ist ein Leuchtmittel.

Für welche Version Sie sich entscheiden, ist Geschmacksfrage. Sind Sie vor allem im dichten Stadtverkehr unterwegs, wählen Sie besser ein LED-Display, auf dem Sie in Sekundenschnelle ablesen können, wie voll Ihr Akku noch ist. Unternehmen Sie gerne lange sportliche Fahrten, wählen Sie das LCD-Display, das Sie auf ruhigen Radwegen bequem ablesen können und das Sie über die gefahrenen Kilometer, die noch vorhandene Reichweite u. Ä. informiert.

Rahmengröße richtig wählen

Von der richtigen Rahmengröße hängt Ihr Fahrvergnügen ab: Wenn Sie nicht richtig sitzen, wird Ihr Körper bald mit Schmerzen reagieren. Stimmen Sie die Rahmenhöhe auf Ihre Körpergröße ab. Beachten Sie, dass für Citybikes und Mountainbikes unterschiedliche Parameter gelten. Auf einem Citybike oder Trekkingrad sitzen Sie aufrecht, während Sie beim sportlichen Mountainbike leicht nach vorne gebeugt sitzen, um das Rad besser zu kontrollieren.

Mann auf E-Bike

Körpergröße

E-Citybike

E-Mountainbike

bis 155 cm

bis 42 cm

33-36 cm

bis 160 cm

42-47 cm

35-38 cm

bis 170 cm

47-52 cm

40-43 cm

bis 175 cm

52-54 cm

42-45 cm

bis 180 cm

54-56 cm

44-47 cm

bis 185 cm

56-58 cm

46-49 cm

bis 190 cm

58-60 cm

49-52 cm

Eine weitere Hilfe bei der Bestimmung der richtigen Größe ist die Schrittlänge.

  • Für E-Citybikes gilt die Formel: Schrittlänge x 0,66.
  • Für E-Mountainbikes gilt die Formel: Schrittlänge x 0,574.

Haben Sie eine Schrittlänge von 75 Zentimetern, muss Ihr E-Citybike eine Rahmengröße von 49,5 cm haben (75 x 0,66) und Ihr E-Mountainbike eine Rahmengröße von 43,05 cm.

Wie messen Sie die Schrittlänge?

Stellen Sie sich barfuß oder in Socken aufrecht an die Wand und klemmen Sie sich ein Buch so hoch wie möglich zwischen die Beine. Bitten Sie dann jemanden, die Länge vom oberen Buchrand bis zum Boden zu messen. Das ist Ihre Schrittlänge bzw. Beininnenlänge.

Denken Sie daran, dass Sie später auch noch eine Feinstimmung vornehmen können. Sattel und Lenkrad lassen sich jeweils um einige Zentimeter höher oder tiefer stellen, sodass Sie den für Sie optimalen Sitz finden.

E-Bike an Baum gelehnt

Bremsen

E-Bikes verwenden die gleichen Bremsen wie normale Fahrräder. Wählen Sie selbst, ob Sie weiterhin mit der vertrauten Rücktrittbremse fahren möchten oder mit Handbremsen (Scheibenbremsen bzw. V-Brakes).

Gangschaltung

Wie beim regulären Fahrrad haben Sie beim E-Bike die Wahl zwischen mehr oder weniger umfangreichen Gangschaltungen. Für das Citybike in der Großstadt genügt eine 3-Gang-Schaltung. Sind Sie gerne im Gelände unterwegs, sollten es 7 oder 10 Gänge sein. Gute Mountainbikes bringen sogar bis zu 24 Gänge mit, sodass Sie auch anspruchsvolle Steigungen locker meistern.

Akku

Der Akku, bzw. dessen Leistungsfähigkeit, ist ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl. Schließlich möchten Sie vermeiden, dass Ihnen bei einer langen Fahrradtour in den Bergen auf einmal der Saft ausgeht und Sie den nächsten Berg mit Muskelkraft bewältigen müssen.

Kann ich mich auf die Reichweite verlassen?

Die von den Herstellern angegebene Reichweite beschreibt einen paradiesischen Idealzustand, wenn alle Planeten günstig stehen. Rechnen Sie mit weit weniger Reichweite. Realistisch sind etwa 30-50 Kilometer pro Akku-Ladung.

Zahlreiche Faktoren haben Einfluss darauf, wie lange der Akku durchhält. Einige dieser Faktoren können Sie selbst beeinflussen:

  • Je mehr Sie selbst treten, desto weniger muss der Akku helfen. Sparen Sie sich die Motorenunterstützung für anspruchsvolle Steigungen und Gegenwind auf.
  • Je leichter das Gewicht, desto weniger muss der Akku leisten. Verzichten Sie auf zusätzliches schweres Gepäck.
  • Steigungen fressen Strom. Rechnen Sie bei einer Tour durch hügeliges Gelände mit höherem Akkuverbrauch als bei einer Fahrt auf dem platten Land.
  • Je schneller Sie fahren, desto schneller wird der Akku leer sein. Nehmen Sie sich Zeit auf Ihrer Fahrradtour, Sie sind nicht auf der Flucht!

Sattel

Sie suchen ein E-Bike, um herrlich lange Fahrradtouren zu unternehmen oder mit dem Fahrrad eine längere Strecke zur Arbeit zu pendeln? Dann achten Sie darauf, dass Sie bequem sitzen: Wählen Sie einen breiten, gut gepolsterten Sattel. Wollen Sie mit einem sportlichen E-Mountainbike über Stock und Stein brettern, ist ein schmaler Sattel besser, der die nach vorne gebeugte Sitzhaltung unterstützt.

Antriebsarten

Beim E-Bike gibt es verschiedene Antriebsarten. Im Überblick sind dies:

Motorart

Merkmale

Vorderradnabenmotor

sitzt am Vorderrad und macht dieses etwas schwerer

kann mit Rücktrittbremse kombiniert werden

Hinterradnabenmotor

sitzt am Hinterrad, sodass keine Rücktrittbremse oder Nabenschaltung möglich ist

verleiht dem Rad jedoch optimalen Anschub

Mittelmotor

sitzt am Tretlager des E-Bikes und ähnelt am ehesten dem normalen Fahrgefühl

Die einzelnen Motoren und ihre Vor- und Nachteile werden im Folgenden ausführlicher beschrieben.

Unsere beliebtesten E-Bikes
 
 

E-Bike-Motoren

Der Motor macht die Attraktivität des E-Bikes aus. Einfach einschalten und schon sausen Sie mit 25 Stundenkilometern den Berg hinauf, während Ihnen andere Fahrradfahrer neidisch nachsehen. Welcher Motor die beste Wahl für Sie ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Übersicht

Moderne E-Bikes verfügen entweder über einen Mittelmotor am Tretlager oder über einen Nabenmotor am Vorder- oder Hinterrad. Da jeder Motor die Steuerung des Rads auf andere Art beeinflusst, sollten Sie alle Varianten bei einer Probefahrt austesten.

Nabenmotor am Vorderrad

Dieser Motor ist am Vorderrad angebracht, sodass Sie mit einem etwas höheren Gewicht vorne rechnen müssen. Dafür bietet er andere Vorteile.

Vorteile

Nachteile

kein Getriebe, damit höhere Reichweite

kann bei lang gezogenen Steigungen und geringer Geschwindigkeit überhitzen und sich automatisch abschalten

kaum Geräuschentwicklung

kann auf nassen/glatten Untergründen und bei Steigungen eher durchdrehen als ein Mittelmotor (weniger Traktion)

geringes Gewicht

auch zum Nachrüsten normaler Fahrräder geeignet

für alle Gangschaltungen geeignet

für alle Bremsen geeignet (auch Rücktritt)

Nabenmotor am Hinterrad

Dieser Motor ist am Hinterrad angebracht, sodass er Ihrem Rad von hinten Schub verleiht.

Motor am Rad

Vorteile

Nachteile

bessere Traktion als beim Nabenmotor am Vorderrad

Gewichtsschwerpunkt des Rades verlagert sich nach hinten

besseres Lenkverhalten

bei hohem Gewicht in Fahrradtaschen/auf dem Gepäckträger kann das Vorderrad „abheben“

Rücktrittbremse ist nicht möglich

Mittelmotoren

Diese Motoren sind mittig am Fahrrad angebracht und werden daher auch Tretlagermotoren genannt. Sie sind die heute am häufigsten verwendete Antriebsart beim E-Bike.

Mittelmotor

Vorteile

Nachteile

optimale Wirkung des Motors dank Getriebe

höhere Geräuschentwicklung

mehr Reichweite als bei Nabenmotoren

schnellerer Verschleiß von Kette und Ritzel

keine Gefahr der Überhitzung

nicht zum Nachrüsten normaler Fahrräder geeignet

optimale Gewichtsverteilung

mit allen Gangschaltungen kombinierbar

Rücktrittbremse möglich

Radrollenmotoren

Radrollenmotoren sind eine sehr einfache Alternative, die jedoch in der Praxis kaum noch eine Rolle spielen.

Vorteile

Nachteile

sehr einfache Nachrüstung normaler Fahrräder

geringe Reichweite

keine Gefahr der Überhitzung

problematische Kraftübertragung bei nassen, schmutzigen oder vereisten Reifen

Testen Sie selbst, welche Variante für Sie infrage kommt. Manche Menschen mögen das leichte Surren des Mittelmotors unterwegs, während es von anderen als lästig empfunden wird. Die einen wiederum stören sich an der schwereren Lenkbarkeit eines E-Bikes mit Nabenmotor am Vorderrad, während andere dies gar nicht wahrnehmen.

Was bedeutet Energierückgewinnung?

Räder mit Motor am Hinterrad sind als einzige in der Lage, Energie zurückzugewinnen. Der Prozess wird Rekuperation genannt. Dabei wird die beim scharfen Bremsen oder bei schnellen Abfahrten entstehende Hitze in Energie umgewandelt und an den Akku zurückgeführt, der dadurch länger durchhält.

Steuerung & Schiebehilfe

Damit Sie mit dem E-Bike sofort in Schwung kommen, sollte es über einen Drehmomentsensor verfügen. Dieser bemerkt im Gegensatz zum Bewegungssensor sofort, wenn das Rad bewegt wird, und schaltet sich ein. Der Bewegungssensor reagiert dagegen erst dann, wenn Sie in die Pedale treten.

E-bike Motor

Sie haben es vielleicht schon bemerkt: E-Bikes wiegen einiges mehr als normale Fahrräder. Müssen Sie das E-Bike aus einer tiefer gelegenen Garage eine steile Auffahrt hinaufschieben, gönnen Sie sich ein Modell mit integrierter Schiebehilfe. Der Motor schiebt dann schon mit an, obwohl Sie noch nicht aufgestiegen sind.

Fazit: Probieren geht über Studieren

Testen Sie E-Bikes mit verschiedenen Motoren, um zu sehen, was Ihnen am besten liegt, und überlegen Sie, ob weitere Extras wie eine Schiebehilfe für Sie sinnvoll sind. Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Auswahl des passenden Fahrrades ist die Akkuleistung. Diese sollte sich an Ihren Plänen orientieren: Je länger Ihre geplanten Fahrradtouren sind, desto länger sollte der Akku durchhalten können.

Bei allen anderen Aspekten orientieren Sie sich an Ihren Vorlieben beim gewöhnlichen Fahrrad: Soll es eine Rücktrittbremse sein oder lieber eine Nabenbremse? Legen Sie Wert auf einen gut gepolsterten breiten Sattel oder eine umfangreiche Gangschaltung? Anhand dieser Fragen können Sie die Auswahl leicht eingrenzen und so Ihr Wunschfahrrad finden.

E-Bike wird aufgeladen

Die 10 wichtigen Fragen zum Thema E-Bike

Im Folgenden finden Sie die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen übersichtlich zusammengestellt.

Wie funktioniert ein Elektrofahrrad?

Ein wiederaufladbarer Akku versorgt Ihr E-Bike mit Strom. Zum Aufladen schließen Sie den Akku zu Hause an eine Steckdose an (wie Ihr Smartphone). Der Motor unterstützt Sie, während Sie in die Pedale treten, sodass Sie lange oder starke Anstiege viel leichter meistern. Sind Sie nach einer langen Radtour müde, können Sie den Motor auch ganz übernehmen lassen.

Wie schnell ist ein Elektrofahrrad?

Normale E-Bikes werden 25 km/h schnell. Es gibt auch schnellere Modelle, die Geschwindigkeiten bis 40 oder 45 km/h erreichen. Diese werden jedoch als Leichtkrafträder gehandelt, d. h. Sie benötigen einen Führerschein, müssen eine Haftpflichtversicherung abschließen, ein Nummernschild anbringen und grundsätzlich einen Helm tragen.

Sollte ich mir für mein E-Bike einen Ersatzakku zulegen?

Wenn Sie lediglich kurze Strecken in der Stadt fahren, ist ein Ersatzakku nicht unbedingt notwendig. Bei langen Fahrradtouren ist der Ersatzakku jedoch sehr sinnvoll, denn so können Sie die Reichweite verdoppeln. Denken Sie außerdem daran, dass Akkus Verschleißteile sind, die irgendwann ihren Dienst versagen. Wechseln Sie zwischen zwei Akkus, leben beide entsprechend länger.

Fahrradhelm

Muss ich während der Fahrt auf einem Elektrofahrrad einen Helm tragen?

Für normale E-Bikes besteht keine Helmpflicht. Zu Ihrer eigenen Sicherheit ist das Tragen eines Helms natürlich immer empfehlenswert. Für die schnelleren E-Bikes/Pedelecs, die als Leichtkrafträder gelten, besteht dagegen Helmpflicht.

Benötige ich für ein E-Bike einen Führerschein?

Hier gelten die gleichen Regeln wie für die Helmpflicht: Nur E-Bikes, die über 25 km/h schnell werden und damit als Kleinkrafträder gelten, fallen unter die Führerscheinpflicht. Allerdings ist das Fahren von Kleinkrafträdern mit dem Pkw-Führerschein (Klasse B) erlaubt, sodass Sie nicht erneut zur Fahrschule müssen.

Dürfen Kinder Jugendliche schnelle E-Bikes fahren?

Eben nicht. Erst mit 15 Jahren dürfen Jugendliche den ersten Führerschein für Kleinkrafträder wie Mofas machen. Dann dürfen sie auch auf schnelle E-Bikes steigen. Normale E-Bikes bis 25 km/h sind jederzeit erlaubt.

Was ist der Unterschied zwischen einem E-Bike und einem Pedelec?

Beide Begriffe werden heute synonym verwendet – was manchmal für Verwirrung sorgt. Im ursprünglichen Sinne war das E-Bike ein Fahrrad, bei dem Sie wie beim Mofa gar nicht in die Pedale treten müssen. Sie drücken einen Knopf und sausen los. Diese echten E-Bikes sind zulassungspflichtig und werden kaum angeboten. Der Begriff E-Bike wird seitdem für Pedelecs verwendet – Fahrräder, bei denen Sie in die Pedale treten müssen und die Sie nur sanft mit dem Motor unterstützen.

Welche Antriebsarten sind bei Elektrofahrrädern zu unterscheiden?

E-Bikes können mit einem Nabenmotor am Vorder- oder Hinterrad oder mit einem Mittelmotor (Tretlagermotor) angetrieben werden. Die Unterschiede sind in Punkt 2 ausführlich erläutert.

E-bike Schaltung

Welche Schaltung ist die richtige für mich?

Wie bei regulären Fahrrädern haben Sie die Wahl zwischen Nabenschaltung und Kettenschaltung. Letztere kommt vor allem bei E-Mountainbikes mit Hinterradantrieb zum Einsatz. Beachten Sie, dass dann jedoch keine Rücktrittbremse verwendet werden kann. Nabenschaltungen am Vorder- oder Mittelrad kommen meist bei Citybikes zum Einsatz und bieten 3 bis 7 Gänge.

Benötige ich für Elektrofahrräder eine spezielle Versicherung?

Für E-Bikes, die schneller als 25 km/h fahren und damit als Kleinkrafträder eingestuft werden, müssen Sie eine eigene Haftpflichtversicherung abschließen. Werden Sie ohne Nummernschild erwischt, droht ein Bußgeld.

Da hochpreisige E-Bikes bei Langfingern sehr begehrt sind, sollten Sie überprüfen, ob Ihre Hausratversicherung den Schutz teurer E-Bikes umfasst oder ob Sie ggf. den Versicherungsschutz erweitern sollten.

Sind E-Bikes auch für Kinder geeignet?

Da Elektrofahrräder schwerer sind als normale Fahrräder, sind sie für Kinder nur schwer zu handhaben. Darüber hinaus gibt es eigentlich auch keinen Anlass, Kindern das kräftige Treten in die Pedale abzunehmen – schließlich lassen sie Erwachsene in Sachen Energie meist sehr alt aussehen.

Das E-Bike und das Pedelec: eine Begriffserklärung

Wie bereits erwähnt, werden die Begriffe E-Bike und Pedelec heute synonym verwendet. Der Begriff Pedelec ist eine Kurzform des englischen Begriffs Pedal Electric Cycle. Erst die Entwicklung der Pedelecs hat dem modernen E-Bike zu seinem populären Durchbruch verholfen, da sie das Vergnügen des Radfahrens mit elektrischer Hilfe unterstützen, dem Radler aber das Treten nicht ganz abnehmen wie beim ursprünglichen E-Bike. Bei diesem handelte es sich um ein Fahrrad mit Hilfsmotor, bei dem Sie nur einen Knopf drücken mussten, um loszufahren – ganz wie beim Mofa, nur eben mit elektronischem Akku-Antrieb. Pedelecs, die schneller als 25 km/h fahren können, werden als S-Pedelecs bezeichnet.

Was sagt der Gesetzgeber dazu?

Die deutsche StVZO definiert das E-Bike/Pedelec nach §39 Abs. 7 als einsitziges zweirädriges Kleinkraftrad mit elektrischem Antrieb, der sich bei einer Geschwindigkeit von 25 km/h selbsttätig abschaltet. Die Motorenleistung darf maximal 250 Watt betragen.

Unterschiede zwischen Pedelec/E-Bike und S-Pedelec:

Pedelec/E-Bike

S-Pedelec

maximal 25 km/h schnell

maximal 45 km/h schnell

rechtlich wie ein normales Fahrrad behandelt

rechtlich wie ein Kleinkraftrad behandelt (Führerschein-, Versicherungs-, Betriebszulassungs- und Helmpflicht)

auf dem Radweg erlaubt

nicht auf dem Radweg erlaubt

Kinder dürfen im Kindersitz / Kinderanhänger transportiert werden

Kinder dürfen nicht in Anhängern mitgenommen werden

Beleuchtung mit Strom aus dem Akku möglich

Rückspiegel sind zwingend erforderlich

keine Helmpflicht

Helmpflicht

teilweise mit Anfahr-/Schiebehilfe

Reifen mit Mindestprofiltiefe 1 mm

​​​​​​Pedelecs, S-Pedelecs und E-Bikes: Vorteile und Nachteile

Welches Modell ist nun für Sie am besten geeignet? Das klassische Fahrrad mit Hilfsmotor, das ursprünglich als E-Bike bezeichnet wurde, finden Sie heute kaum noch. Warum auch? Möchten Sie überhaupt nicht in die Pedale treten, sind Sie mit einem Mofa oder einem schicken Motorroller besser dran. Diese gibt es heute bereits als Elektroroller mit wiederaufladbarem Akku als Motor.

Bleibt die Entscheidung zwischen normalem Pedelec/E-Bike und schnellem S-Pedelec – was spricht für welches Modell?

Pedelec weiß

Pedelec/E-Bike

S-Pedelec

Zulassung, Führerschein, Versicherung sind nicht erforderlich.

Geschwindigkeiten bis 45 km/h sind ideal für längere Strecken, z. B. wenn Sie mit dem Rad zur Arbeit fahren wollen und es mal schneller gehen soll.

Sie dürfen Radwege benutzen.

Sie dürfen Ihren Nachwuchs im Anhänger mitnehmen.

Letztendlich läuft es auf die Frage hinaus, ob Sie lieber hin und wieder mit höherem Tempo unterwegs sein wollen oder ob Sie das E-Bike vor allem für entspannte Touren über Land oder Erledigungen in der Stadt verwenden möchten. Beachten Sie dabei auch, dass das S-Pedelec mit seinem leistungsstärkeren Motor einen entsprechend höheren Preis hat!

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