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Häcksler: So finden Sie das passende Modell

Häcksler sind vielseitig einsetzbar. Sie zerkleinern das Schnittgut von Bäumen, Sträuchern und Stauden, das Häckselgut dient dann dem Kompostieren oder findet für das Mulchen von Beeten Verwendung. Doch wie viel Leistung benötigt Ihr Häcksler und welche Unterschiede bestehen bei der Ausstattung? Der folgende Ratgeber hat die Antworten.

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Wie funktioniert ein Häcksler?

Häcksler werden auch als Schredder bezeichnet und zerkleinern die verschiedensten Materialien. In der Industrie zerkleinern diese Geräte vor allem Schrott oder zum Beispiel Autoreifen. Im Garten hingegen sollen sie in erster Linie das Schnittgut zerkleinern. Dabei kann es sich um Baum-, Hecken- oder Strauchschnitt handeln oder um die Stängel von Blumen und Stauden. Ist der Häcksler leistungsfähig genug, lassen sich Baumrinde und Laub zu einem groben Kompost verarbeiten. Zu den Vorteilen der Gartenhäcksler gehören die Volumenreduktion des Schnittguts und das schnelle Verrotten von gehäckseltem Gartenschnitt auf dem Kompost. Ist das Häckselgut fein genug, kann es zum Mulchen eingesetzt werden oder dient als Auflage für matschige Gartenwege.

Wie finde ich einen passenden Häcksler?

Welcher Häcksler der richtige für Sie ist, hängt vom gewünschten Einsatzzweck ab. Liegt der maximale Astdurchmesser nicht über 4 cm und häckseln Sie nur gelegentlich, sollten Sie zu einem elektrisch betriebenen Häcksler greifen. Diesen schließen Sie bequem an die Haussteckdose mit 230 V an. Die Leistung dieser Geräte liegt im Bereich von etwa 2200 bis 2800 Watt bzw. 2,2 bis 2,8 kW. Greifen Sie zu einem starkstrombetriebenen Häcksler, wenn große Schnittgutmengen anfallen.

Tatsächlich werden Sie aber nicht in jedem Haushalt einen Starkstromanschluss finden. Das gilt auch für die Schrebergärten und eine Neuinstallation ist kostspielig. Als Alternative kommt ein benzinbetriebenes Modell infrage. Der Einsatz erfolgt unabhängig von der Steckdose. Benzinhäcksler zeichnen sich durch ihre hohe Leistungsfähigkeit aus und können Äste mit großem Durchmesser zerschneiden.

Wer möglichst wenig für seinen neuen Häcksler ausgeben möchte, sollte sich für einen elektrischen Gartenhäcksler mit 230 V entscheiden. Diese sind deutlich günstiger als Benzin- oder Starkstromhäcksler. Achten Sie in jedem Fall auf die Lautstärke. Benzinhäcksler können sehr laut werden, elektrische Häcksler haben in dieser Hinsicht klare Vorteile.

Was ist besser: Walzen oder Messer?

Wer auf dem Markt auf der Suche nach einem geeigneten Häcksler ist, stößt in den Produktbeschreibungen auf die Begriffe Messerschneidwerk und Walzenschneidwerk. Welches Schneidwerk zum Einsatz kommt, hat großen Einfluss auf die Arbeitsweise des Geräts und dessen Lautstärke. In der Praxis ergeben sich folgende Vor- und Nachteile:

Häcksler

Walzenschneidwerk

Das Walzenschneidwerk basiert auf rotierenden Walzen, die auf der Oberfläche mit scharfen Schneidzähnen bestückt sind. Der große Vorteil gegenüber den Messerschneidwerken besteht im leiseren Betriebsgeräusch. In Leisehäckslern finden sich daher praktisch immer Walzenschneidwerke. Das Häckselgut zieht das Walzenschneidwerk automatisch ein, rücklaufende Walzen können Verstopfungen schnell beheben. Die Wartung fällt einfacher aus, da keine Messer geschärft werden müssen.

Als nachteilig erweist sich, dass Walzenschneidwerke das Häckselgut nicht so sauber zerkleinern können wie Messerschneidwerke. Typisch ist, dass das Häckselgut eher gequetscht als zerschnitten wird. Zudem zerfasert das Häckselgut. Für das Kompostieren ist diese Eigenheit hingegen vorteilhaft.

Messerschneidwerk

In Messerschneidwerken kommen schnell rotierende Messer zum Einsatz. Diese Häcksler gehen deutlich lauter zu Werke, das Häckselgut wird aber sehr sauber zerkleinert. Ein automatischer Einzug des Häckselgutes erfolgt nicht, dieses muss per Hand nachgeschoben werden. Ein Rücklauf ist ebenfalls nicht möglich, die Beseitigung von Verstopfungen des Geräts ist mit einem höheren Aufwand verbunden. Um die hohe Häckselleistung langfristig zu erhalten, müssen die Messer regelmäßig geschliffen werden. Messerschneidwerke sind günstiger als Walzenschneidwerke, arbeiten sehr gleichmäßig und eignen sich gut für das Mulchen.

Welche Vorteile bieten Leihgeräte?

Nicht jeder hat seinen Häcksler im Dauereinsatz. Wer nur im Herbst ein paar Zweige zerkleinern und das Schnittgut von seinen Stauden häckseln möchte, kann seinen Häcksler ausleihen. Leihgeräte sind auch eine sinnvolle Alternative, wenn Sie ein leistungsfähiges Modell benötigen, jedoch die hohen Investitionskosten scheuen. Bei großen Astdurchmessern zum Beispiel kommen Sie mit einem Einsteigergerät nicht weiter. Wer regelmäßig häckseln möchte, sollte sich stattdessen ein eigenes Gerät anschaffen. Hier fallen die langfristigen Kosten geringer aus.

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