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Gartentreppe bauen – die wichtigsten Tipps der erfahrenen Handwerker

Gartentreppen stellen eines der einfachsten und effektivsten Gestaltungsmittel im Garten dar. Eine Gartentreppe wertet das Grundstück auf und macht viele Bereiche im Garten besser zugänglich. Aus Betonplatten und -blöcken lässt sich eine eigene Gartentreppe im Handumdrehen errichten. Welches Werkzeug Sie hierfür benötigen und wie Sie beim Bau vorgehen sollen, das verrät die Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Liste benötigter Materialien

Die folgenden Materialien benötigen Sie, um eine Treppe im Garten errichten zu können:

  • Betonplatten
  • Blockstufen
  • Kies
  • Sand
  • Zementmörtel

Liste benötigter Werkzeuge

Legen Sie die folgenden Werkzeuge zurecht, bevor Sie Ihre Gartentreppe bauen:

  • Wasserwaage
  • Eimer für das Anrühren des Mörtels
  • Maurerkelle
  • Zollstock
  • Stampfer für das Verdichten der Erde
  • Schubkarre
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Gartentreppe bauen Schritt 1

Schritt 1: Stufenhöhe festlegen

Als ersten Schritt legen Sie die gewünschte Höhe der Treppenstufen fest. Nützlich ist hier die sogenannte Treppenformel, mit der Sie eine geeignete Höhe schnell berechnen können. Wir gehen in dieser Anleitung von einer Treppe für Erwachsene mit üblichem Schrittmaß aus. Multiplizieren Sie die gewünschte Stufenhöhe mit 2 und addieren Sie dann die Tiefe der Stufe hinzu. Das Ergebnis sollte idealerweise zwischen 63 und 65 Zentimetern liegen. Liegt Ihr Ergebnis in diesem Bereich, minimieren Sie die Stolpergefahr und Ihre Treppe lässt sich angenehm begehen. Natürlich sind Abweichungen aus gestalterischen Gründen ebenfalls möglich. Entfernen Sie sich aber nicht zu weit von einem optimalen Ergebnis, damit die gute Funktion Ihrer Treppe gewahrt bleibt.


Gartentreppe bauen Schritt 2

Schritt 2: Unterbau errichten

Blockstufen aus Beton können schnell bis zu 120 kg pro Stufe wiegen. Es versteht sich daher von selbst, dass Ihre neue Treppe einen stabilen Unterbau benötigt. Bei starkem Regen könnte es sonst passieren, dass Ihre Treppenstufen plötzlich absinken. Umgekehrt könnten die Stufen bei Frost angehoben werden. Die Stufen werden dann unregelmäßig und stellen eine Gefahr für die Benutzer dar. Ein solides Fundament ist also wichtig.

Als Unterbau bietet sich zum Beispiel ein Sockel aus Zementmörtel an. Ein solcher Sockel empfiehlt sich dann, wenn der Boden bereits über eine gewisse Festigkeit verfügt und nicht zu locker ist. Den Mörtel rühren Sie in einem Eimer an und verteilen ihn auf der betreffenden Fläche. Nach einer kurzen Trocknungszeit können Sie mit dem Aufbau der Treppe fortfahren. Als Alternative zum Zementmörtel bietet sich auch Estrichbeton an. Dieser weist den Vorteil einer hohen Fließfähigkeit auf und lässt sich daher einfach verarbeiten.

Anders sieht es aus, wenn der Gartenboden sehr locker ist. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Boden frisch aufgeschüttet wurde. In diesem Fall benötigen Sie ein vollwertiges Fundament, um die Frostsicherheit zu gewährleisten. Das Fundament sollte dabei idealerweise eine Höhe von etwa 80 Zentimetern aufweisen. Achten Sie beim Einbringen des Mörtels darauf, dass Sie den Mörtel immer wieder sorgfältig verdichten. So stellen Sie sicher, dass Ihre Treppenstufen später nicht zusammensacken. Bereits bei der Errichtung eines Sockels oder eines vollwertigen, im Boden versenkten Fundaments für die Blockstufen sollten Sie auf ein Gefälle von 1 Prozent achten. Das Gefälle sorgt dafür, dass Regenwasser später leichter abfließen kann und sich nicht auf den Treppenstufen sammelt.

Sollten die Betonplatten oder Blockstufen nicht allzu schwer und der Boden im Garten fest sein, können Sie als Unterbau auch eine Kiesschicht mit Sand von etwa 20 Zentimetern Höhe aufschütten. Heben Sie dazu die entsprechende Menge Erde aus und verdichten Sie den Boden mit einem Stampfer, bevor Sie den Kies aufschütten. In der Praxis müssen Sie selbst entscheiden, welche Art von Unterbau in Ihrem Garten benötigt wird.


Gartentreppe bauen Schritt 3

Schritt 3: Gartentreppe bauen

Nun können Sie dazu übergehen, mit Betonplatten oder mit Blockstufen Ihre Gartentreppe zu formen. Haben Sie sich für Blockstufen aus Beton entschieden, benötigen Sie in der Regel einen Helfer, um die Stufen auf dem Boden auslegen zu können. Die Stufen werden zu schwer sein, um sie alleine vernünftig transportieren und positionieren zu können. Zu zweit lassen sich die massiven Quader viel leichter auslegen.

Entscheiden Sie sich für Legestufen, müssen Sie im vorangegangenen Schritt ein massives Betonfundament errichtet haben. Die Legestufen setzen sich aus Tritt- und Setzstufen zusammen. Die Setzstufen geben der Treppe ihre Höhe, die Trittstufen legen Sie waagerecht aus. Denken Sie bei Legestufen daran, dass die aufliegenden Platten für die Trittstufen etwa drei Zentimeter über die senkrechten Setzstufen ragen sollten. In der Regel ist es bei Legestufen einfacher, wenn Sie mit den Setzstufen anfangen und dann die waagerechten Platten aufbringen.

Gleichgültig, für welche Variante Sie sich entscheiden: Die Stufen müssen nach vorne ein leichtes Gefälle aufweisen, damit das Regenwasser nicht nach hinten ins Fundament läuft. Setzen Sie zudem an der untersten Stufe ein Drainagerohr, damit das Wasser besser ablaufen kann.


Gartentreppe bauen Schritt 4

Schritt 4: Fugen auffüllen

Zwischen den einzelnen Treppenstufen ergeben sich kleine Fugen, die es aufzufüllen gilt. Sie können die Fugen auch einfach so belassen, die Haltbarkeit der Treppe erhöhen Sie jedoch deutlich, wenn Sie die Treppenstufen ordentlich verfugen. Hierzu genügt es, wenn Sie in die Fugen einen Füllstoff wie etwa eine erdfeuchte Betonmischung geben. Ist diese ordentlich ausgehärtet, sollte Ihnen Ihre neue Gartentreppe lange erhalten bleiben.


Gartentreppe bauen Schritt 5

Schritt 5: Gartentreppe seitlich begrenzen

Zu den abschließenden Arbeiten gehört neben dem Reinigen der Werkzeuge die Errichtung einer seitlichen Begrenzung für Ihre neue Gartentreppe. Eine Einfassung ist nicht zwingend erforderlich, bringt aber einige Vorteile mit sich. Außer von einer aufgeräumteren Optik profitieren Sie mit einer Einfassung erheblich beim Rasenmähen. Verzichten Sie auf die Einfassung, wächst das Gras schnell seitlich über die Stufen, und es wird ein Nacharbeiten zum Beispiel mit einem Rasentrimmer erforderlich. Da Rasenmäherroboter hiermit ihre Schwierigkeiten haben, bleibt Ihnen nichts weiter als die Handarbeit übrig. Einfacher ist es, Seitenteile einzubauen, die den Wildwuchs des Rasens über die Treppenstufen hinweg verhindern. Häufig sieht die Gartentreppe mit solchen Seitenteilen auch professioneller aus. Für die Seitenteile bieten sich ebenfalls Platten aus Beton oder Naturstein an.

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