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Empfehlenswerte Unterkonstruktionen für Holz- und Steinterrassen

Eine schöne Terrasse lädt zum Beispiel zu einem entspannten Sonnenbad oder einer zünftigen Grillparty mit Freunden ein. Damit sich auf Ihrer Terrasse auch nach mehreren Jahren intensiver Nutzung möglichst keine Risse, Dellen oder Absackungen bilden, müssen Holz- und Steinterrassen über eine solide Unterkonstruktion verfügen. Welche Möglichkeiten zur Errichtung einer Unterkonstruktion gibt es? Wo liegen die Vor- und Nachteile der einzelnen Konstruktionen? Unser Ratgeber nennt die wichtigsten Fakten und gibt wertvolle Tipps für die Praxis.

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Unterkonstruktionen für Holzterrassen

Eine Unterkonstruktion für Holzterrassen muss das Gewicht der Terrasse inklusive Belastungen durch Terrassenbenutzer, Gartenmöbel, Blumenkübel etc. sicher tragen. Außerdem sollte die Unterkonstruktion die Holzauflage der Terrasse vom feuchten Erdboden fernhalten und für eine gute Belüftung zur Vorbeugung von Fäulnis sorgen. Für Ihre Holzterrasse können Sie die Unterkonstruktion auf mehrere Arten bauen. Wir stellen Ihnen zwei gängige Unterkonstruktionen vor, die Sie gut als Heimwerker errichten können:

Holzterrasse
  • Balkenlage auf Gehwegplatten: Gehwegplatten bilden für die Tragbalken einer Holzterrasse gute Auflagepunkte. Wählen Sie möglichst Gehwegplatten mit ebener Oberfläche, also keine Kieselsteinplatten. Die Gehwegplatten werden in kleinen Fundamenten aus Beton verlegt, die selbst auf einer ca. 20 cm starken Kiesschicht ruhen. Der Abstand der Gehwegplatten zueinander sollte je nach Stärke der Tragbalken ca. 50 bis 100 cm betragen. Die Tragbalken werden quer zu Laufrichtung der Terrasse angeordnet und sollten einen Abstand von ca. 50 cm haben. Auf den Tragbalken kann zum Beispiel ein Terrassenboden aus Dielen verlegt werden.
  • Pfeiler: Eine Unterkonstruktion auf Holzpfeilern eignet sich besonders gut für Holzterrassen, die in Hanglage errichtet werden. Ein größerer Höhenunterschied zwischen Terrassentür und Gartenboden lässt sich mit Pfeilern ebenfalls gut überbrücken. Die Pfeiler gründen Sie am besten mit U-Pfostenträgern in Betonfundamenten. Auf den Pfeilern wird eine Unterkonstruktion aus Tragbalken errichtet, die den Holzboden der Terrasse trägt. Der Abstand der Pfeiler zueinander richtet sich nach der Stärke der Pfeiler. Als groben Richtwert können Sie hier 1 Meter wählen. Für die Verbindung von Pfeilern und Tragbalken eignen sich Montagebleche und Montagewinkel.

Unterkonstruktion für Steinterrassen

Für die Unterkonstruktion von Steinterrassen sind wegen des hohen Gewichts der Terrasse Konstruktionen aus Holz kaum geeignet. Bewährt hat sich die Errichtung von Steinterrassen auf einem Kies- oder Mörtelbett:

Terrasse in der Sonne
  • Kies: Eine Unterkonstruktion aus Kies und Verlegesand wird für Steinterrassen am häufigsten verwendet. Die Tragschicht sollte aus sauberem Kies mit mittlerer Körnung bestehen und eine Stärke von mindestens 20 cm haben. In sehr feuchten Böden muss unter der Tragschicht eine Drainage angelegt werden. Nach Einbringen der Tragschicht wird diese mit einem Rüttler verdichtet. Auf die Tragschicht bringen Sie eine 5 cm starke Schicht aus Verlegesand auf. Dieser bildet das Bett für die Pflastersteine oder Platten der Steinterrasse.
  • Mörtelbett: Ein Bett aus Mörtel eignet sich besonders für Steinterrassen, die hohen Druckbelastungen standhalten müssen. Als Fundament für das Mörtelbett dient eine ca. 15 cm dicke Kiesschicht, auf der eine etwa 10 cm starke Betonplatte gegossen wird. Auf die ausgehärtete Betonplatte bringen Sie eine Mörtelschicht von 3 bis 4 cm Stärke auf. In den noch feuchten Mörtel werden die Steinplatten bzw. Pflastersteine der Terrasse verlegt.

Unterkonstruktion für Terrassen errichten – allgemeine Tipps

Terrassen sollten stets ein leichtes Gefälle von mindestens 2 Prozent vom Haus in Richtung Garten aufweisen. So staut sich auf der Terrasse kein Regen- oder Schmelzwasser und Wände sowie Fundamente des Hauses können nicht durch Wasser von der Terrasse durchfeuchtet werden. Es empfiehlt sich, das Gefälle bereits beim Anlegen der Unterkonstruktion zu berücksichtigen. Bei Steinterrassen lässt sich ein leichtes Gefälle einfach durch schräges Abziehen der Verlegesandschicht erreichen. Eine Unterkonstruktion aus Holz darf nie direkten Bodenkontakt haben, das es sonst durch Feuchtigkeit und aggressive Bodenbakterien schnell zur Zersetzung des Holzes kommen kann. Pfeiler, Tragbalken und andere Holzelemente der Unterkonstruktion sollten Sie vor dem Verbau gründlich mit einem Schutzanstrich imprägnieren. Um ein Abrutschen oder Ausspülen von Tragschicht und Verlegesand von Steinterrassen zu verhindern, können Sie die Unterkonstruktion mit Gehwegplatten oder einem Mörtelbett einfassen.

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