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Einen Sichtschutz selber pflanzen – der einfache Weg zur grünen Wand

Schritt 1: Den rechtlichen Rahmen prüfen
Bevor Sie beginnen, einen grünen Sichtschutz zu planen, informieren Sie sich über die örtlichen Vorschriften. Außer in Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern gelten in der gesamten Republik Vorschriften zu Pflanzabständen und Wuchshöhen in den Nachbarschaftsverordnungen. Auch der Bebauungs- und Grünordnungsplan kann Vorschriften zur Einfassung von Grundstücksgrenzen beinhalten. Haben Sie den rechtlichen Rahmen geklärt, können Sie mit der Planung des natürlichen Sichtsschutzes aus Pflanzen beginnen.

Schritt 2: Die richtigen Heckenpflanzen auswählen
Die Auswahl im Segment der Heckenpflanzen ist groß. Die meisten Gartenbesitzer greifen heute gerne zu schnell wachsenden Heckenpflanzen wie der Lebensbaum, um schnell einen ausreichend hohen und dichten Sitzschutz zu erhalten. Klassiker, wie die Buchenhecke wachsen deutlich langsamer und benötigen oft Jahre, um den Garten vor ungewollten Blicken abzuschirmen. Bedenken Sie, dass eine Hecke eine Anschaffung für viele Jahre oder Jahrzehnte ist. Schnellwüchsige Pflanzen erfordern regelmäßige Pflege mit der Heckenschere, um in Form zu bleiben. Langsam wachsende Sorten erweisen sich auf Dauer als pflegeleichter. Zu den beliebtesten Heckenpflanzen gehören:

In unserer Tabelle verschaffen Sie sich einen Überblick über die Eigenschaften einiger beliebter Heckenpflanzen:

Pflanze

Eigenschaften

Standort

Höhe

Eibe

  • immergrün
  • sehr langlebig, kann über 1.000 Jahre alt werden
  • anspruchslos, wächst auch nah an Bäumen und neben allen anderen Pflanzen gut
  • kann problemlos einmal im Jahr stark zurückgeschnitten werden, wächst eher langsam
  • überall
  • bevorzugt nicht zu trockene Böden

1-4 Meter

Thuja

  • immergrün, die meisten Sorten verfärben sich bei Frost bräunlich
  • wächst sehr schnell, braucht zweimal im Jahr einen fachmännischen, nicht zu starken Rückschnitt
  • sonnig
  • wächst auf humusreichen, mäßig feuchten Böden

2-4 Meter

Scheinzypresse

  • immergrün
  • große Sortenvielfalt in unterschiedlichen Farbtönen
  • braucht einmal im Jahr einen nicht zu starken Rückschnitt
  • sonnig bis halbschattig
  • wächst auf mäßig feuchten Böden

2-4 Meter

Immergrüne Stechpalme

  • immergrün
  • einige Sorten sind frostempfindlich, andere winterhart
  • wird einmal pro Jahr mit der Hand-Heckenschere geschnitten, wächst langsam
  • halbschattig, geschützt
  • wächst auf lockeren, humusreichen Böden

1-2 Meter

Liguster

  • fast immergrün, der Liguster wirft seine Blätter am Ende des Winters ab und bekommt gleich darauf neue
  • schnell wachsend, wird zweimal im Jahr geschnitten
  • überall
  • wächst auf jedem Boden

1-3 Meter

Buchsbaum

  • immergrün
  • sehr langlebig
  • wird im Laufe der Jahre sehr dicht
  • die Sorte Buxus sempervirens eignet sich als Sichtschutz
  • wird einmal im Jahr in Form geschnitten, wächst sehr langsam
  • überall
  • mag nährstoffreiche, durchlässige und nicht zu trockene Böden

1-2 Meter

Rotbuche

  • sommergrün, verliert im Winter das Laub
  • sehr langlebig
  • formt lange, schmale Hecken
  • kann zweimal im Jahr stark zurückgeschnitten werden, wächst zügig
  • überall
  • gedeiht gut auf nährstoffreichen, nicht zu trockenen Böden

1,5 bis 4 Meter

Hainbuche

  • sommergrün, im Winter verliert sie ihr Laub
  • ist eigentlich eine Birkenart, nicht so langlebig wie Buchen
  • wird zweimal im Jahr stark zurückgeschnitten, wächst sehr schnell
  • überall
  • sehr robust und anspruchslos, verträgt sogar Staunässe und Trockenheit des Bodens

1,5 bis 4 Meter

Feld-Ahorn

  • sommergrün, wirft im Herbst das Laub ab
  • eine Hecke aus Feld-Ahorn wirkt aufgrund der besonderen Wuchsform etwas wild
  • kann zweimal im Jahr kräftig zurückgeschnitten werden, bis ins alte Holz hinein, wächst sehr schnell
  • sonnig bis leicht schattig
  • wächst überall, außer auf sauren und sehr nassen Böden

2-4 Meter

Kirschlorbeer

  • immergrün
  • wird relativ breit
  • Als Sichtschutz eignen sich nur aufrecht wachsende Sorten wie Herbergii und Rotundifolia
  • Rückschnitt erfolgt einmal im Jahr mit einer Hand-Heckenschere, da sonst die Blätter beschädigt werden
  • überall
  • wächst auf jedem Boden gut, verträgt Trockenheit

1-2 Meter

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Schritt 3: Die Anzahl der nötigen Pflanzen festlegen
Ermitteln Sie zuerst, wie lang die geplante Hecke ist. Für die verschiedenen Heckenpflanzen gibt es Empfehlungen, wie viele Pflanzen Sie pro Meter Hecke benötigen. Als Faustregel gilt: Je höher die Hecke wachsen soll, desto weniger Exemplare benötigen Sie. Mit zunehmender Größe konkurrieren die einzelnen Pflanzen um Licht, Wasser und Nährstoffe. Eine zu enge Bepflanzung führt zu braunen Stellen in der Hecke. Eventuell müssen sogar einzelne Pflanzen entfernt werden. Für ein harmonisches Gesamtbild legen Sie jetzt die Basis.

Schritt 4: Die angelieferten Pflanzen versorgen
Versorgen Ihre Heckenpflanzen nach der Anlieferung sofort. Container- und Ballenware tauchen Sie Sie so lange in einem mit Wasser gefüllten Eimer unter, bis keine Luftblasen mehr aus dem Wurzelballen aufsteigen. Wurzelnackte Pflanzen legen Sie mit den Wurzeln für mindestens 2 Stunden ins Wasser. Günstiger ist es, die Pflanzen über Nacht zu wässern.

Schritt 5: Heckenpflanzen lagern
Falls Sie die Hecke nicht bereits am Tag der Anlieferung oder am nächsten Tag einpflanzen können, ist ein Zwischenlager nötig. Heben Sie ein rundes Loch im Boden aus, in dem alle Pflanzen Platz finden. Stellen Sie die Pflanzen in das Loch und schütten Sie die Erde wieder auf. Nun wässern Sie die Pflanzen gründlich. Die Wurzeln müssen mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch regelrecht eingeschlämmt werden.

Schritt 6: Den Boden vorbereiten
Stechen Sie dem geplanten Heckenverlauf folgend mit dem Kantenstecher ein 60 cm bis 1 m breites Beet ab. Achten Sie auf ausreichenden Abstand zur Grundstücksgrenze. Entfernen Sie krautigen Bewuchs mit der Gartenhackeund lockern Sie den Boden mit einer Gartenkralle auf.

Schritt 7: Pflanzlöcher graben
Heben Sie Pflanzlöcher mit dem Spaten, im passenden Abstand doppelt so breit und doppelt so tief wie den Wurzelbereich der Pflanzen, aus. Lockern Sie die Erde mit der Gartenkralle.

Schritt 8: Die Pflanzen vorbereiten
Wässern Sie die Wurzeln vor dem Einpflanzen gründlich. Schneiden Sie mit der Gartenschere abgestorbenes Wurzelmaterial weg und frischen Sie durch vorsichtiges Schneiden den Wurzelballen auf. Lassen Sie dabei die ganz feinen, weißen Wurzeln möglichst unverletzt, sie sichern die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen.

Schritt 9: Das Einpflanzen und Wässern
Setzen Sie die Pflanzen genauso tief ein, wie sie in der Baumschule gestanden haben. Die Färbung am Wurzelhals dient Ihnen als Anhaltspunkt. Füllen Sie nun den mit Blumenerde gemischten Mutterboden in das Pflanzloch. Rütteln Sie leicht an der pflanze, um Hohlräume zu schließen. Treten Sie nun die Erde mit Gefühl fest und Formen Sie mit dem Spaten eine Gießrinne um die Pflanze. Damit die jungen Heckenpflanzen gut anwachsen, benötigen sie eine Menge Wasser. Schlämmen Sie die Pflanzen richtig ein, auch wenn es regnen sollte. Das Wasser verteilt die Erde zwischen den Wurzeln und schließt die letzten Hohlräume. Nur so können sich die Wurzeln richtig entwickeln.

Schritt 10: Mulchen
Nachdem das Gießwasser in das Erdreich eingesickert ist, lockern Sie die oberste Erdschicht leicht auf. Nun bedecken Sie Erde mit Rindenmulch oder vorher getrocknetem Rasenschnitt. Gemulchte Hecken wachsen nachweislich zügiger.

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