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Gartenhaus bauen – die wichtigsten Tipps der Heimwerkerprofis

Ein Gartenhaus auf dem eigenen Grundstück zu bauen, ist der Traum vieler Gartenbesitzer. Dank eines fertigen Bausatzes gelingt das auch dem Laien mit überschaubarem Aufwand. Das Gartenhaus wertet das Grundstück optisch auf, bietet Stauraum für Gartengeräte und Sie nutzen es bei Bedarf sogar als Wohnraum. Welche Tipps es zu berücksichtigen gilt und wie Sie beim Bauen im Garten Schritt für Schritt vorgehen, verrät die Anleitung.

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Liste benötigter Werkzeuge – Gartenhaus bauen

Diese Werkzeuge sollte Sie griffbereit haben, wenn Sie Ihr neues Gartenhaus bauen:

  • Akkuschrauber für das Festziehen der Schrauben im Holz
  • Hammer
  • Wasserwaage für die korrekte Ausrichtung der Konstruktion
  • Säge
  • Bohrmaschine für das Vorbohren von Löchern
  • Schnur
  • Schraubzwinge
  • Maßband

Schritt 1: Standort im Garten auswählen

Der erste Schritt ist bereits einer der wichtigsten: An Ihrem neuen Gartenhaus haben Sie nur dann lange Freude, wenn Sie einen passenden Standort im Garten auswählen. Sie benötigen eine ausreichend große freie Fläche für das Gartenhaus, die eben und frei von Steinen sein sollte. Eventuell müssen Sie kleine Steine und andere störende Gegenstände erst in Handarbeit vom Rasen aufsammeln. Achten Sie unbedingt auch auf eine eventuell benötigte Baugenehmigung. Diese ist nicht auf jedem Grundstück und für jede Gartenhausgröße erforderlich. Schaffen Sie aber unbedingt rechtliche Klarheit, bevor Sie mit dem Bau vom Gartenhaus beginnen. Klären Sie auch vor dem Bauen im Garten ab, ob der Nachbar Einwände hat, wenn Sie in der Nähe der Grundstücksgrenze ein Gartenhaus bauen.

Schritt 2: Fundament errichten, um das Gartenhaus zu bauen

Ohne einen soliden Stand kann das Gartenhaus der Witterung wie etwa dem Wind nicht trotzen und gerät im schlimmsten Fall irgendwann in Schieflage. Für das Gartenhaus empfiehlt sich das Anlegen eines Platten- oder eines Streifenfundaments. Ein Streifenfundament bietet im Garten ein Höchstmaß an Stabilität, das Ausgießen des Fundaments und das Ausheben der Grube im Garten erfordern jedoch ein wenig handwerkliches Geschick und nehmen Zeit in Anspruch. Einfacher ist der Bau eines Plattenfundaments. Die entsprechenden vorgefertigten Fundamentplatten erhalten Sie in einer Vielzahl von Größen. Lassen Sie sich die Platten im Idealfall direkt an das Grundstück anliefern, damit Sie mit dem Transport vor dem Bauen so wenig Arbeit wie möglich haben. Wird das Fundament ausgegossen, sollten Sie diese Arbeiten vor dem Tag des eigentlichen Aufbaus vorbereitend erledigt haben. So gehen Sie sicher, dass das Fundament wirklich ausgehärtet ist.

Schritt 3: Bodenbalken auslegen

Die ganze Konstruktion des Gartenhauses steht auf den Bodenbalken, die mit Sockelbohlen für die Wände verschraubt werden müssen. Legen Sie die Bodenbalken auf dem Fundament aus und achten Sie auf gleichmäßige Abstände zwischen den einzelnen Balken. Legen Sie dann die Sockelbohlen quer über die Balken und greifen Sie zu Ihrem Akkuschrauber. Verbinden Sie die Bohlen schraubend fest mit den Balken. Die benötigten Metallschrauben liegen dem Bausatz für das Gartenhaus bei.

Schritt 4: Ausrichtung der Längs- und Querträger

Achten Sie darauf, dass die Längs- und Querträger der Konstruktion für das Gartenhaus in einem rechten Winkel angeordnet sind. Hier bietet sich die Verwendung eines Maßbandes an. Nehmen Sie das Maßband und messen Sie die beiden Diagonalen der Konstruktion aus. Beide Werte müssen übereinstimmen, wenn sich ein rechter Winkel ergeben soll. Das Ausmessen kann auch mit einer einfachen Schnur erfolgen. Ergibt sich kein rechter Winkel, wird das Gartenhaus einen seltsamen optischen Eindruck im Garten vermitteln. Hier gilt es, sorgfältig zu bauen.

Schritt 5: Wandbohlen montieren

Stecken Sie nun die waagerecht verlaufenden Wandbohlen ineinander. Achten Sie auf eine exakte Ausrichtung. Bei diesem Schritt ist die Verwendung einer Wasserwaage hilfreich. Bauen Sie so genau wie möglich. Zu diesem Zeitpunkt entstehende Fehler lassen sich später nur schwer korrigieren. Die Wandbohlen können Sie einfach ineinander stecken. Dafür sorgt die praktische Nut- und Federkonstruktion.

Schritt 6: Wand für das Gartenhaus bauen

Jetzt können Sie bereits die Tür zum Gartenhaus anbringen. Die Fenster setzen Sie ein, während Sie die Wand aus Holz von unten her sukzessive aus den entsprechenden Holzbrettern aufbauen. Denken Sie daran, die Schutzfolien von den Fenstern und vom Türglas erst zu entfernen, wenn Sie mit allen Arbeitsschritten fertig sind. So vermeiden Sie, dass sich während der Arbeit entstehender Staub und andere Verschmutzungen auf dem Fensterglas im Gartenhaus ansammeln. Verschrauben Sie innen und außen an den Fenstern eine Deckleiste.

Schritt 7: Dachkonstruktion aufbauen

Nach dem Aufbau der Wände nimmt das Gartenhaus langsam Form an. Setzen Sie oben den Giebelsockel auf und verschrauben Sie Sparren-Pfetten-Verbinder. Letztere sorgen dafür, dass die Verbindung von Dach und Haus eine größere Stabilität erhält. Danach können Sie das Dach eindecken. Verwenden Sie hierfür zum Beispiel Bitumendachschindeln. Verlegen Sie die einzelnen Bahnen und nageln Sie diese auf der Dachkonstruktion auf dem Gartenhaus fest. Bitumen punktet durch sein geringes Gewicht, das erleichtert die Arbeit auf dem Dach.

Schritt 8: Verlegen der Bodendielen

Die Bodendielen legen Sie im Gartenhaus erst dann aus, wenn Sie mit allen anderen Schritten fertig sind. Die Bodendielen legen Sie dazu einfach auf die Bodenbalken, die Sie im dritten Schritt installiert haben. Die Dielen stecken Sie ineinander, ein Verschrauben sollte nicht erforderlich sein.

Schritt 9: Holzschutz auf das Gartenhaus auftragen

Um das Holz effektiv vor Feuchtigkeit und Schädlingen zu schützen, ist das Auftragen einer Holzschutzlasur sinnvoll. Gerade, wenn der Boden häufig nass ist oder das Gartenhaus in einer Region mit viel Regen und Schnee aufgestellt wird, ist ein Schutzanstrich für das Holz wichtig. In einigen Fällen ist das Holz im Bausatz für das Gartenhaus jedoch bereits vorbehandelt. Lesen Sie also in der Produktbeschreibung genau nach, ob eine Behandlung mit Holzschutzlasur notwendig ist. Nach dem Gartenhausbau sollten Sie zur Sicherheit jedes Jahr die Konstruktion auf ihre Stabilität hin überprüfen.

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