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Gartenhaus selber bauen – Bauplan lesen, Fehler vermeiden

Kaum etwas ist für den Gartenbesitzer schöner als ein eigenes Gartenhaus. Es dient als zweites Wohnzimmer mitten auf dem Rasen, bietet viel Stauraum für Gartengeräte und dient als gestalterisches Element. Dank Fertigbausatz gelingt der Aufbau in wenigen Schritten. Der Bauplan verrät, wie Sie dabei vorgehen. Die Checkliste zeigt außerdem Fehler auf, die Sie unbedingt vermeiden sollten, damit Sie lange Freude an Ihrem Gartenhaus haben.

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Welche Werkzeuge benötige ich für mein Gartenhaus?

Schritt 1: Standort festlegen

Wählen Sie eine möglichst ebene und freie Fläche. Der Boden sollte nicht zu sandig und frei von Steinen sein. Sammeln Sie alle störenden Gegenstände per Hand vom Rasen. Stellen Sie sicher, dass eine Baugenehmigung vorliegt und Ihre Nachbarn bezüglich Ihres Vorhabens keine Einwände haben.

Schritt 2: Fundament errichten

Wenn Sie Ihrem Gartenhaus den bestmöglichen Stand verschaffen möchten, heben Sie eine Grube aus und gießen ein Streifenfundament. Allerdings ist dieses Vorgehen zeitaufwendig. Als Alternative können Sie auch mit Fundamentplatten bauen. Diese sollten direkt ans Grundstück geliefert werden, sonst könnte der Transport zum Problem geraten. Streifenfundamente müssen einen Tag vor den eigentlichen Arbeiten ausgegossen werden, um rechtzeitig trocknen zu können.

Schritt 3: Bodenbalken auslegen

Die Wände müssen mit Bodenbalken verschraubt werden, die Sie auf dem Fundament auslegen. Zwischen den Balken halten Sie gleichmäßige Abstände ein. Die Sockelbohlen werden quer über die Bodenbalken gelegt und dann mithilfe des Akkuschraubers befestigt. Hierfür greifen Sie zu Metallschrauben. Dieser Schritt ist wichtig für die Stabilität, da die ganze Konstruktion des Gartenhauses auf diesen Bodenbalken steht.

Schritt 4: Längs- und Querträger ausrichten

Längs- und Querträger müssen für das Gartenhaus in einem rechten Winkel angeordnet sein. Mit einem Maßband oder einer Schnur können Sie überprüfen, ob die beiden Diagonalen der Konstruktion die gleiche Länge aufweisen. Ist das der Fall, haben Sie einen rechten Winkel hergestellt.

Schritt 5: Wandbohlen montieren

Stecken Sie die waagerecht verlaufenden Wandbohlen mithilfe einer Wasserwaage möglichst exakt ineinander. Fehler, die Sie jetzt machen, lassen sich später kaum korrigieren. Dank Nut- und Federkonstruktion halten die Bohlen ineinander.

Schritt 6: Wand aufbauen

Sind die Wandbohlen aufgestellt, können Sie bereits die Türen einsetzen. Die Wände werden von unten nach oben aus Holzbrettern errichtet, die Fenster setzen Sie ein, sobald Sie die passende Höhe erreicht haben. Ist die Arbeit abgeschlossen, ziehen Sie die Schutzfolie von den Scheiben ab. Innen und außen müssen dann noch Deckleisten an den Fenstern verschraubt werden.

Schritt 7: Dach errichten

Jetzt können Sie den Giebelsockel aufsetzen und Sparren-Pfetten-Verbinder verschrauben. Letztere sorgen für eine verbesserte Stabilität des Gartenhauses. Dann geht es an das Eindecken des Dachs. Bitumendachschindeln bieten sich hierfür an. Nageln Sie jede Bahn auf der Dachkonstruktion fest.

Schritt 8: Bodendielen verlegen

Legen Sie die Bodendielen auf die Bodenbalken. Die Dielen können einfach ineinander gesteckt werden, eine Verschraubung ist nicht erforderlich.

Schritt 9: Holzschutz auftragen

Abschließend tragen Sie eine Holzschutzlasur auf. Das ist gerade dann wichtig, wenn der Boden im Garten zur Feuchtigkeit neigt. So haben Schimmel und Schädlinge keine Chance. Sie können diesen Schritt auslassen, wenn das Holz im Bausatz bereits vorbehandelt ist.

Checkliste: Welche Fehler darf ich beim Aufbau des Gartenhauses auf keinen Fall machen?

Bevor Sie mit den Arbeiten beginnen, sollten Sie sich die folgende Liste mit den häufigsten Fehlern beim Bau von Gartenhäusern durchlesen. So können Sie schwerwiegende Fehler vermeiden.

1. Keine Baugenehmigung

Das sollte Ihnen auf keinen Fall passieren: Sie haben mit dem Bau begonnen, eine Baugenehmigung liegt aber noch nicht vor. Im schlimmsten Fall müssten Sie das gerade errichtete Gartenhaus wieder abreißen. Jedes Bundesland sieht andere Regelungen vor, ab welcher Größe für ein Gartenhaus eine Baugenehmigung erforderlich ist. Vor dem Kauf eines bestimmten Modells sollten Sie also erst beim Bauordnungsamt um Rat fragen.

2. Fundament passt nicht

Wer ein Haus aus Holz errichtet, benötigt ein Fundament. Nur so ist eine hohe Stabilität gewährleistet. Einfache Fundamentplatten können bereits ausreichen. Mehr Stabilität bieten die Punkt- und Streifenfundamente. Das Fundament muss unter den tragenden Außenwänden verlaufen und sollte eine Tiefe von 80 cm erreichen. So verhindern Sie das Absacken des Gebäudes.

3. Minderwertiges Holz

Minderwertiges Holz bildet schnell Risse und verdreht sich. Im schlimmsten Fall kann der Bestand des Hauses gefährdet sein. Achten Sie also auf Qualitätshölzer ohne Beschädigungen.

4. Holz ist nicht behandelt

Holz muss unbedingt mit einem Schutzanstrich versehen sein, damit die Witterung das Material nicht angreifen kann. Sonst könnte das Holz später Schimmel ansetzen und faulen.

5. Holz nicht regelmäßig gepflegt

Zur Holzpflege gehört, dass der Schutzanstrich regelmäßig erneuert wird. Das sollte spätestens nach fünf bis zehn Jahren erfolgen.

6. Undichtes Dach

Einfache Dachbretter sollten durch Schindeln aus Bitumen ersetzt werden. Nur ein vollständig dichtes Dach schützt vor dem Eindringen von Nässe.

7. Schlechte Statik

Achten Sie beim Aufbau des Hauses auf eine solide Statik. Belasten Sie die Konstruktion nicht zu stark – zum Beispiel mit großen Kollektorflächen für die Photovoltaik-Anlage.

8. Kein Strom

Vergessen Sie nicht den Stromanschluss. Sie sollten dann auch gleich an einen Wasseranschluss denken.

9. Einbruchschutz vergessen

An die Türen und Fenster gehören Schlösser, damit keiner in das Haus einbricht. Das gilt gerade dann, wenn Sie im Gartenhaus wertvolle Gartengeräte aufbewahren möchten.

10. Keine Versicherung

Ein Sturm kann das Haus im Garten schnell beschädigen. Auf den folgenden finanziellen Belastungen möchten Sie nicht sitzen bleiben. Deshalb ist es wichtig, das neue Gartenhaus zu versichern. Steht das Gartenhaus gemeinsam mit dem Wohnhaus auf demselben Grundstück, erstreckt sich der Versicherungsschutz der Hausratversicherung oder der Gebäudeversicherung auch auf das Gartenhaus.

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