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Gartenmöbel aus Kunststoff und Holz reinigen & pflegen – Schritt für Schritt

Witterungsfeste Gartenmöbel wie Stühle, Tische und Liegen sind heute meist aus Kunststoff oder Holz hergestellt. Beide Materialien bieten Vorteile: Kunststoff ist pflegeleichter und preisgünstiger. Holz harmoniert als natürlicher Werkstoff ideal mit der Umgebung im Garten, benötigt allerdings regelmäßig mehr Pflege. Erfahren Sie jetzt mit den folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie Sie Ihre Gartenmöbel aus Kunststoff oder Holz richtig reinigen und lernen Sie wertvolle Tipps zur perfekten Pflege kennen.

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Wie reinigen, reparieren und pflegen Sie Gartenmöbel aus Kunststoff perfekt?

Wetterfeste und langlebige Gartenmöbel aus Kunststoff gibt es in verschiedenen Formen:

  • PVC ist besonders haltbar.
  • ABS ist ein thermoplastischer Kunststoff mit ausgezeichneter Haltbarkeit.
  • Polypropylen (PP) bietet sehr gute Festigkeit und Härte.
  • Polyethylen (PE) ist ein thermoplastischer Kunststoff mit gewisser Dehnbarkeit.

Aus welchem Kunststoff sind Ihre Gartenmöbel hergestellt?

In der Regel befindet sich auf der Rückseite der Möbel eine Einprägung mit der Materialbezeichnung.

Gewusst, wie: Gartenmöbel aus Kunststoff reinigen

Mit der Zeit verlieren Gartenmöbel aus Kunststoff ihre strahlende Farbe, zum Beispiel führen Vogelkot, Blätter und Baumnadeln zu unansehnlichen Flecken. Daher empfiehlt sich zu Beginn der Gartensaison eine gründliche Reinigung. Die Reinigung der Gartenliegen und anderer Gartenmöbel gelingt mit handelsüblichen Kunststoffreinigern oder speziellem Putzstein. Den Kunststoffreiniger tragen Sie entsprechend der Gebrauchsanleitung auf, lassen diesen einwirken, reinigen die Oberfläche der Gartenmöbel mit einem weichen Schwamm und entfernen die Rückstände anschließend mit warmem Wasser. Im Vergleich zu den Haushaltsreinigern sind Putzsteine milder und beseitigen auch starke Verschmutzungen zuverlässig. Achten Sie bei der Reinigung mit einem Hochdruckreiniger auf einen ausreichend großen Abstand, so vermeiden Sie das Abplatzen des Lacks. Besser reinigen Sie die Oberfläche mit einem weichen Schwamm.

Was hilft bei hartnäckigen Verunreinigungen der Gartenmöbel aus Kunststoff?

Mit einer dickflüssigen Mischung aus Backpulver und Wasser lassen sich störrische Verschmutzungen und Verfärbungen beseitigen.

Anleitung: So streichen Sie Gartenmöbel aus Kunststoff

PP und PE können Sie leider nicht einfach überlackieren, diese werden werksseitig einmal beschichtet. PVC geben Sie mit den folgenden Schritten einen neuen Farbanstrich für die kommende Gartensaison.

Benötigte Werkzeuge und Materialien:

  • Kunststoffreiniger
  • Kunststoffgrundierung
  • Lackspray oder Acryllack
  • Pinsel oder Farbspritzpistole
  • Schleifvlies (100er Körnung)
  • Handschuhe

Schritt 1: Untergrund säubern

Zuerst entfetten Sie die Oberfläche mit einem Kunststoffreiniger. Diesen tragen Sie mit einem Pinsel oder Schwamm auf.

Schritt 2: Grundierung auftragen

Für die Grundierung von Kunststoff gibt es spezielle Kunststoffgrundierungen in Sprühflaschen. Sprühen Sie die Grundierung in einer dünnen Schicht auf die Oberfläche der Gartenmöbel und lassen Sie diese anschließend gut austrocknen. Tipp: Eine optimale Haftung des Lacks erreichen Sie, indem Sie den Kunststoff nach der Grundierung mit Schleifvlies anschleifen.

Schritt 3: Farblack auftragen

Die Gartenmöbel streichen Sie jetzt mit einem Acryllack in Ihrer Wunschfarbe, wahlweise glänzend oder matt. Zum Auftragen des Lacks verwenden Sie einen Pinsel oder eine Farbspritzpistole. Als Alternative eignen sich Kunststofflacke aus der Sprühdose. Anschließend braucht der Lack ausreichend Zeit zum Aushärten und Trocknen, Angaben zur Trockenzeit finden Sie in den Herstellerinformationen zum Farblack.

Anleitung: So führen Sie kleine Reparaturen am Kunststoff mit Farblack durch

Gartenmöbel aus Kunststoff sind sehr langlebig, jedoch kommt es aufgrund von UV-Strahlung und Temperaturschwankungen mit der Zeit zu Rissen oder Bruchstellen. Solche Beschädigungen reparieren Sie mit speziellen Kraftklebstoffen und Sekundenklebern für Kunststoffe. Achten Sie bei der Auswahl auf die Eignung für das Material, ein Ratgeber zu Klebstoffen informiert Sie weiter. Mit den folgenden Schritten reparieren Sie den Kunststoff erfolgreich.

Schritt 1: Klebefläche reinigen

Zuerst reinigen Sie die Klebeflächen mit einer Mischung aus Wasser und Geschirrspülmittel. Dann spülen Sie diese mit klarem Wasser ab und lassen die Stelle gut trocknen.

Schritt 2: Klebstoff auftragen

Jetzt tragen Sie den Klebstoff entsprechend der Anleitung des Herstellers auf und führen die Flächen zusammen. Bei größeren Bruchstellen eignet sich zur Stabilisierung beispielsweise eine Unterfütterung aus Aluminium. Lassen Sie den Klebstoff den Herstellerangaben entsprechend aushärten.

Schritt 3: Bruchstelle abschleifen und lackieren

Ist der Klebstoff ausgehärtet, schleifen Sie die Stelle mit feinem Schleifpapier ab. Die intakte Fläche darum herum wird mit einer Folie ausgelegt. Nach dem Schleifen entfernen Sie den Staub und tragen den Farblack auf.

Wie pflegen und reinigen Sie Gartenmöbel aus Holz richtig?

Ohne richtige Pflege bleichen Gartenmöbel aus Holz aus, verfärben und es entstehen Risse. Damit die Gartenmöbel lange wie neu aussehen und viele Jahre überdauern, müssen Sie diese richtig pflegen. Das Einölen mit Holzöl ist die wichtigste Pflege und sollte zweimal pro Jahr erfolgen: einmal vor dem ersten Einsatz im Frühjahr und einmal im Hochsommer. Mit den folgenden Schritten bereiten Sie Ihre Gartenmöbel aus Holz gründlich auf und stellen das ursprüngliche Erscheinungsbild wieder her.

Tipp:

Da Gartenmöbel mit der Haut und zum Beispiel beim Grillen mit Nahrungsmitteln in Kontakt kommen, dürfen die Holzöle keine Schadstoffe enthalten. Kaufen Sie Holzöl, die mit dem Siegel des Blauen Engels gekennzeichnet sind.

Benötigte Materialien:

  • Seifenlauge und Wurzelbürste
  • Schleifpapier mit Körnung 200-300 und Schleifblock oder für große Flächen ein Schwingschleifer zur Behandlung von Splittern und rauen Stellen
  • Teak- oder Holzöl für die Pflege

Schritt 1: Oberflächen gründlich reinigen

Vor der Behandlung mit Öl entfernen Sie Verschmutzungen mit einem Schwamm und fließendem Wasser. Dazu reicht klares Wasser oder eine leichte Seifenlauge aus. Zum Abwaschen ist eine Wurzelbürste gut geeignet, anschließend reiben Sie das Holz mit einem trockenen Tuch ab und lassen es gut trocknen. Jetzt können Sie den Zustand gut erkennen.

Schritt 2: Unebenheiten und Splitter abschleifen

Erkennen Sie nach der Reinigung kleine Splitter oder Unebenheiten, sollten Sie die Gartenmöbel aus Holz mit sehr feinem Schleifpapier bearbeiten. Das Abschleifen gelingt leichter mit einem Schleifblock, für große Flächen lohnt sich der Einsatz eines Schwingschleifers. Den Schleifstaub entfernen Sie mit einem feuchten Tuch. Ist das Holz getrocknet, fahren Sie mit der Ölbehandlung fort.

Schritt 3: Holz mit Öl behandeln

Bei Holzarten wie Teak oder Bangkirai reicht häufig bereits die Behandlung mit Teaköl bzw. entsprechend geeignetem Holzöl aus. Achten Sie bei der Auswahl auf die Eignung für den Außeneinsatz. Tropenhölzer wie Teak dürfen nicht mit allen Ölen behandelt werden. Der gleichmäßige Auftrag des Öls gelingt mit einem Lappen oder Pinsel. Für Teakholz und andere Tropenhölzer gibt es spezielle Entgrauer. Andere Holzsorten wie Kiefer oder Fichte benötigen meist eine intensivere Pflege.

Schritt 4: Lack entfernen für eine noch gründlichere Reinigung

Ist der Lack spröde und reicht die Pflege mit Öl nicht aus, sollten Sie das Holz abschleifen und lose Lackpartikel gründlich entfernen. Beginnen Sie die Schleifarbeit mit grobem Schleifpapier und verwenden Sie im zweiten Durchgang feines Schleifpapier.

Benötigte Materialien:

  • Schleifpapier mit Körnung 80
  • Schleifpapier mit Körnung 220
  • Je nach Fläche zusätzlich ein Schleifblock oder Schwingschleifer

Schritt 5: Holzkitt zum Ausbessern von Löchern

Sind nach dem ersten Schleifgang Löcher oder tiefe Kratzer erkennbar, füllen Sie diese mit Holzkitt auf. Größere Stellen reparieren Profis mit einem passend zurecht gesägten Holzkeil und kleben diesen mit Holzleim ein.

Benötigte Materialien:

  • Holzkitt in der passenden Farbe
  • Kleiner Spachtel
  • Unter Umständen ein Holzkeil und Leim

Schritt 6: Funktionsprüfung und gegebenenfalls Verleimung

Bevor Sie den Gartenmöbeln aus Holz einen neuen Anstrich verpassen, sollten Sie die Funktion überprüfen. Entfernen Sie gegebenenfalls den Rost von Scharnieren und ölen Sie diese oder tauschen Sie defekte Scharniere aus.

Benötigte Materialien:

  • Rostumwandler
  • Öl

Schritt 7: Gegebenenfalls Verleimung

Ist ein Möbelstück aus dem Leim gegangen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt zum neuen Verleimen. Verwenden Sie Holzdübel und leimen Sie die lockeren Teile wieder fest zusammen, alternativ können Sie diese verschrauben.

Benötigte Materialien:

  • Holzleim
  • Schrauben
  • Akkuschrauber

Schritt 8: Der Feinschliff für ein perfektes Ergebnis

Jetzt werden die ausgebesserten Oberflächen erneut mit feinem Schleifpapier geschliffen und für die folgende Lackierung vorbereitet.

Schritt 9: Lack oder Lasur auftragen

Nun tragen Sie die neue Farbe auf. Lasierte Möbel lassen sich gut mit einem deckenden Lack anstreichen, zuvor lackierte Gartenmöbel eignen sich nicht zum Lasieren. Verwenden Sie einen Pinsel, für größere Flächen eignet sich eine Farbrolle.

Benötigte Materialien:

  • Lasur oder Lack
  • Pinsel
  • Gegebenenfalls eine Farbrolle

Schritt 10: Der wichtige Zwischenschliff

Bei Holz richten sich häufig nach dem ersten Anstrich die Fasern auf und es entsteht eine raue Oberfläche. Daher empfiehlt sich meist ein erneuter Anschliff mit feinem Schleifpapier.

Schritt 11: Die zweite Lack- oder Lasurschicht auftragen

Abschließend tragen Sie die zweite Schicht auf und schützen die Gartenmöbel aus Holz so dauerhaft vor der Witterung. Wiederholen Sie Schritt 10 und 11, wenn die Oberfläche nach dem Anstrich erneut rau ist.

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