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Auberginen pflanzen – die Tipps der Garten-Profis

Die Aubergine stammt aus Indien, liebt die Wärme und gedeiht in diesen Breitengraden im Garten nur mit Mühe. Ganz anders sieht es hingegen im Gewächshaus aus, hier lassen sich optimale Bedingungen für die Aubergine herstellen. Lesen Sie, wie Sie Auberginen in Ihrem Gewächshaus im eigenen Garten anbauen.

Auberginen pflanzen: Ein Überblick
AussaatVon Februar bis April
PflanzzeitMai
StandortHell und warm
Temperatur25 Grad Celsius
BodenTiefgründig, humusreich
GießenRegelmäßig
DüngenReichlich
PflegeRegelmäßiges Zurückschneiden
HaupterntezeitSpätsommer bis Herbst
Krankheiten und SchädlingePilze, Milben, Nematoden, Schadinsekten

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Auberginen aussäen

Für die Vermehrung lassen sich die Kerne einer vollreifen Frucht verwenden. Reinigen Sie die Kerne gründlich im Wasserbad und entfernen Sie Fruchtfleisch-Reste. Aufgequollene Kerne keimen sogar schneller.

Stecken Sie die Kerne zwischen Februar und April in einen mit Erde gefüllten Topf. Am Aufstellungsort sollte es hell und warm sein. Die Erde sollte stets etwas feucht gehalten werden. Die Jungpflanzen pikieren Sie, sobald erste Blättchen erkennbar sind. So erhalten Sie Setzlinge, die bereits im Mai gepflanzt werden können.

Der richtige Standort für Auberginen

Die Temperatur der Luft im Gewächshaus sollte für die Auberginen konstante 25 Grad Celsius betragen. Lassen Sie zwischen den Pflanzen etwa 40 Zentimeter Platz. Auberginen werden bis zu 1,5 Meter hoch und benötigen daher einen gewissen Raum.

Der Boden darf nicht zu kalt sein und sollte einen pH-Wert von sechs oder sieben aufweisen. Der Boden sollte humusreich und gut bewässert sein. Auberginen-Früchte vertragen sich übrigens nicht mit vorher gepflanzten Gewächsen derselben Art. Aus diesem Grund sollten Sie einen zeitlichen Abstand von drei Jahren einhalten, wenn Sie an der gleichen Stelle noch einmal pflanzen möchten.

Auberginen bewässern und düngen

Auberginen benötigen viel Wasser. Etwa ein- oder zweimal in der Woche sollten Sie gießen, der Boden darf nie austrocknen. Befeuchten Sie aber nicht die Blätter, sonst steigt das Risiko für die Bildung von Mehltau und anderen Blattkrankheiten.

Weiterhin muss der Boden für das Gemüse sehr nährstoffreich sein. Hier helfen Dünger wie Kompost oder Brennnesseljauche. Bei ausgewachsenen Auberginen-Pflanzen können Sie zu Stickstoffdünger greifen.

Auberginen-Pflege

Die Aubergine benötigt spezielle Pflege. Für dieses Gemüse gilt, dass Sie die Pflanze regelmäßig gut zurückstutzen müssen. Haupttriebe entfernen Sie nach dem sechsten Blatt. Überflüssige Ranken sollten Sie abschneiden, Sie rauben der Pflanze unnötig Energie.

Mit Rankgittern hindern Sie zu hohe Pflanzen am Umkippen. Auberginen sind einjährige Gewächse und sterben im Herbst ab. Geben Sie die Überreste einfach im Garten auf den Kompost oder in die Biotonne. Wie Sie für eine bessere Belüftung in Ihrem Gewächshaus sorgen, lesen Sie in diesem Ratgeber.

Ernten der Aubergine

Im Spätsommer oder Herbst kommt es zur Ernte der noch nicht voll ausgereiften Früchte. Ist die Schale bereits matt oder zeigen sich braune Flecken auf dem Fruchtfleisch, haben Sie mit dem Ernten bereits zu lange gewartet.

Für die Lagerung gilt: am besten trocken, kühl, dunkel. Auf keinen Fall sollten Sie Auberginen im Kühlschrank aufbewahren, die Frucht bildet dann schnell Flecken. Bereits zubereitete Auberginen können Sie problemlos einfrieren.

Welche Krankheiten können Auberginen befallen?

Pilzerkrankungen

Die Verticillium-Welke ist für Auberginen besonders gefährlich. Der Befall beginnt an den Blatträndern, es kommt zu einer hellgrünen bis gelblichen Verfärbung. Mangelerscheinungen, ein falscher Standort oder der mehrjährige Anbau können die Krankheit auslösen. Mehltau, Grauschimmel und Stängelfäule gehören zu den häufigsten Pilzen.

Nematoden und Milben

Gallenartige Auswüchse im Wurzelbereich deuten auf Nematoden hin. Sie schädigen die Pflanzen durch Saftentzug. Veredelte Pflanzen sind hiervon nicht betroffen, ansonsten müssen Sie den Standort wechseln. Raubmilben und Netzschwefel beseitigen Schwächeparasiten wie Spinn- und Weichhautmilben.

Schadinsekten

Wenn Sie Ihren Auberginen eine optimale Versorgung mit Nährstoffen zukommen lassen, begegnen Sie dem Befall durch Blattläuse oder Mottenschildläuse bereits am besten. Legen Sie ein feinmaschiges Gemüseschutzvlies aus, um Erdflöhen das Leben schwer zu machen. Diese fressen sonst die Blätter auf. Der Kartoffelkäfer ist einer der größten Feinde der Aubergine. Diesen müssen Sie regelmäßig absammeln oder Bacillus-thuringiensis-Präparate anwenden.

Sie möchten ein neues Gewächshaus für Ihre Auberginen kaufen? Dann lesen Sie jetzt unseren Kaufratgeber. Hier erhalten Sie Ideen für das Bepflanzen.