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Paprika pflanzen – so gelingt das leckere Gemüse

Paprika aus dem eigenen Garten sind besonders frisch und schmecken einfach köstlich. Mit diesen Tipps gelingt auch dem Hobby-Gärtner das Züchten der Paprika und Bepflanzen im Gewächshaus.

Paprika pflanzen: Ein Überblick
Pflanzzeit Mai
Benötigte Wassermenge Feuchte Erde, nicht zu nass
Düngen Starkzehrer
Ernte Von Juli bis November

Gewächshäuser

Paprika-Pflanzen - Hintergrundwissen

Nicht nur die rote, gelbe und grüne Paprika fällt unter diese Bezeichnung, auch die Chilischote oder die Peperoni gehören zum Paprikagemüse. Für die Schärfe ist das Capsaicin verantwortlich, das in den höllenscharfen Habanero-Chilis mit bis zu 1.000.000 Scoville enthalten ist.

Die Paprika gehört zu den Beerenfrüchten und ebenso wie die Kartoffel oder Tomate handelt es sich um ein Nachtschattengewächs. Wird die Frucht unreif geerntet, erhält man grüne Paprika. Weiterhin existieren mit der Minipaprika oder der hellgelben und milden Spitzpaprika weitere interessante Gemüse-Sorten.

Die Aussaat

Wenn Sie sich für Samen statt für fertig gezogene Pflanzen entscheiden, profitieren Sie von einer besonders großen Sortenvielfalt. Mit der Aussaat beginnen Sie im März, die Wachstumsphase dauert nach dem Anbauen recht lange. Die Anzuchterde geben Sie in eine flache Schale. Denken Sie daran, dass Paprika jetzt erst einmal eine eher nährstoffarme Erde bevorzugen. Drücken Sie die Samen etwa 1 cm in die Erde und stellen Sie die Schale an einem warmen Ort ab. Die Temperatur sollte bei 23 bis 25 Grad Celsius liegen. Halten Sie die Erde für das Gemüse immer feucht. Sobald sich die ersten Blätter zeigen, beginnen Sie mit dem Pikieren.

Paprika pflanzen

Der Umzug in den Garten erfolgt ab Mai. Im Gewächshaus fühlt sich die Paprika aber besonders wohl, da es hier wärmer ist. Im Gewächshaus dürfen Sie schon im April anpflanzen. Von nun an benötigen die Paprika nährstoffreiche Erde, die wiederum gut angefeuchtet sein sollte. Kompost kann Ihrem Boden zu dieser Nährstofffülle verhelfen.

Setzen Sie die Pflanze in ein Erdloch und füllen Sie die Hohlräume mit etwas Erde. Denken Sie daran, nicht direkt am Erdballen zu ziehen.


Folgende Ansprüche hat die Paprika an ihren Standort:

  • Wärme
  • Licht
  • Nährstoffreichtum
  • Feuchtigkeit; keine Staunässe
  • Gute Beetpartner wie etwa Tomaten und Gurken

Die Ernte

Gitter oder Bambusstäbe verhelfen Ihrer Paprika zu einem sicheren Stand, sobald die Pflanze eine gewisse Größe erreicht hat. Die Befestigung erfolgt mit Pflanzdraht oder Bindfaden.

Setzen Sie einen organischen Dünger ein, dann müssen Sie nicht so häufig raus ins Gewächshaus. Ansonsten eignen sich aber auch Kompost oder Mist als Dünger. Mit dem Gießwasser lässt sich Flüssigdünger jederzeit zielgenau verabreichen. Verfügt Ihr Gewächshaus über eine Heizung, lässt sich die maximale Erntezeit etwas verlängern.

Diese Krankheiten können Paprika befallen

Zu den Krankheiten und Schädlingen, die die Paprika häufig befallen, gehören Mehltau, Spinnmilben und Schnecken. Schnecken können Sie relativ einfach begegnen, indem Sie rechtzeitig einen Schneckenzaun aufstellen. Sollten Pflanzenteile wie die Blätter bereits von Mehltau oder einer anderen Krankheit befallen sein, sollten Sie diese rechtzeitig entfernen. Mehltau kann leicht von einer Pflanze auf eine andere übertragen werden. Die Blätter sollten Sie daher nicht einfach auf den Kompost geben. Denken Sie beim Gießen daran, dass der Boden, nicht aber die Blätter gegossen werden sollen. Feuchte Blätter sind anfällig für die Bildung von Pilzen.

Paprika ernten und verzehren

Sie müssen selbst entscheiden, welchen Reifegrad Ihrer Paprika Sie bevorzugen. Das Ernten ist im Prinzip bereits im Juli möglich. In diesem Erntemonat erhalten Sie grüne und leicht bittere Paprika, die hervorragend für Salate geeignet sind. Je länger Sie warten, desto milder und süßer werden die Paprika, die Farbe ändert sich zu Gelb und dann Rot. Das Ernten ist also den ganzen Sommer über möglich.

Bei der Ernte gilt es darauf zu achten, dass die Triebe und Früchte nicht beschädigt werden. Schneiden Sie die Frucht immer über dem Ansatz ab. Im Herbst endet die Erntezeit. Fallen die Temperaturen auf 17 Grad Celsius, ist kein Wachstum der Paprika mehr zu erwarten. Erfolgt die Zucht der Paprika im warmen Gewächshaus, ist der Anbau sogar bis in den November hinein sinnvoll möglich. Die Lagerung erfolgt immer kühl und trocken, nur im Kühlschrank ist es der Paprika zu kalt.

Sie besitzen noch kein passendes Gewächshaus für den Anbau von Paprika, Tomaten und Gurken und möchten jetzt eines kaufen? Dann lesen Sie unseren Kaufratgeber!