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Paprika anbauen und pflegen

Die Paprika ist ein Nachtschattengewächs und war lange Zeit nur als besonders scharfe Gewürzpaprika bekannt. Mit der Zucht milderer Paprikasorten hat sich die Paprika zu einem täglichen verwendeten Gemüse gemausert. Im Ratgeber erfahren Sie, was es beim Anbau zu beachten gilt.

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Paprika anbauen: ein Überblick

SortenGelbe Tomatenpaprika, Gypsy, Lemon Drop, De Capriglio, Roter Augsburger
StandortWarm, sonnig, geschützt
PflanzzeitApril
BlütezeitMai bis Juni
PflegeKaliumhaltiger Dünger

Was zeichnet die Paprika aus?

Eine Besonderheit der Paprika besteht in der besonders großen Sortenvielfalt. Die Paprika tritt als Gemüsepaprika, als Chili oder als Peperoni auf und weist jeweils einen ganz anderen Schärfegrad auf. Für die Schärfe ist das Alkaloid Capsaicin verantwortlich, das in der Gemüsepaprika kaum zu finden ist, in der dünnen und spitzen Peperoni dafür umso mehr. Die Habanero gilt dabei als besonders scharf.

Paprika lassen sich auch von Anfängern problemlos züchten, und zwar sowohl im Gewächshaus als auch im Beet im Freien. Wichtig ist nur, dass die Paprika es stets warm hat. Zudem kommen diese Pflanzen gut mit einer hohen Luftfeuchtigkeit zurecht. Da sich die Paprika auf vielfältige Weise für die Zubereitung von Speisen zum Beispiel in einem Salat, einer Suppe oder in einem Eintopf verwendet lässt, ist es wenig verwunderlich, dass es sich hierbei um eine der beliebtesten Gemüsesorten handelt.

Wie wird die Schärfe der Paprika gemessen?

Die Schärfe einer Paprika wird auf der sogenannten Scoville-Skala angegeben. Diese wurde bereits 1912 entwickelt und reicht von 0 bis zu mehreren Millionen Scoville. Eine einfache Gemüsepaprika erreicht allerdings nur einen Wert von 0 bis 10 Scoville, eine Peperoni liegt zwischen 100 und 500 Scoville.

Welche Anforderungen stellt die Paprika an den Boden?

Die Paprika gehört ebenso wie die Aubergine zu den besonders wärmebedürftigen Gemüsesorten. An kalten Standorten werden Sie Paprika wenig erfolgreich anbauen. Suchen Sie sich also einen sonnigen und möglichst geschützten Standort im Garten aus. In unseren Breitengraden ist ein geeignetes Kleinklima zum Beispiel vor einer Südwand für die Paprika zu finden. Hier ergibt sich die notwendige Wärme noch am ehesten. Wenn Sie möchten, kann der Anbau natürlich auch im Gewächshaus oder unter einem geeigneten Folientunnel erfolgen. Damit erreichen Sie die erforderlichen Temperaturen schneller als im Freiland-Anbau.

Der Boden sollte im Idealfall humusreich, durchlässig und ebenfalls warm sein. Nährstoffe müssen in ausreichender Menge im Boden vorhanden sein. Als Dünger eignet sich zum Beispiel Kompost.

Paprikastrauch

Was gilt es bei der Pflege der Paprika zu beachten?

Die Pflanze der Paprika ist relativ zierlich und klein. In der Wachstumsphase kann es daher sinnvoll sein, mit einem kleinen Bambusstab eine zusätzliche Stütze zu schaffen. Wind verträgt die Paprika nicht so gut und knickt schnell um. Binden Sie die Pflanze deshalb mit einem Faden am Bambusstab fest.

Das regelmäßige Gießen gehört ebenfalls zur Pflege der Paprika. Wie bei den meisten anderen Gemüsesorten auch gilt hier, dass keine Staunässe entstehen darf. Die Pflanze könnte sonst faulen und Schädlinge anziehen. Handelt es sich um eine Paprika mit großen Früchten, können Sie die sogenannte Königsblüte ausbrechen, um das Triebwachstum zu verstärken. Die Königsblüte bildet sich zwischen dem Haupttrieb und dem ersten Seitentrieb.

Wann kann man Paprika ernten?

Der spannende Moment kommt natürlich dann, wenn es an die Ernte der Paprika aus dem eigenen Garten geht. Grundsätzlich gilt: Sie können Ihre Paprika ernten, sobald die Frucht ihre typische Farbe erhalten hat. Wie lange das dauert, hängt von der Sorte ab. Im Gewächshaus kann das zum Beispiel schon im Juli soweit sein. Erst im Oktober oder November endet die Erntezeit.

Zuerst sind alle Paprikasorten grün, die jeweilige Farbe bildet sich erst später aus. Sie können gerne auch grüne Paprika ernten und verzehren, selbst wenn diese noch nicht reif sind. Allerdings werden später geerntete Früchte immer süßer und fruchtiger. Das Abwarten lohnt sich also.

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