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Radieschen pflanzen - so gelingt der Anbau

Radieschen wachsen nicht nur schnell, sie sind auch pflegeleicht. Vom Frühjahr bis zum August können Sie das beliebte Gemüse problemlos im Gewächshaus anpflanzen. Wir verraten Ihnen die wichtigsten Tipps für den Radieschen-Anbau.

Radieschen pflanzen: Ein Überblick
Aussaat Ab Februar
Boden Nicht zu leicht, durchlässig, humusreich
Temperatur Ab 5 Grad Celsius
Gießen In regelmäßigen Abständen
Düngen Zum Beispiel mit Kompost
Pflege In regelmäßigen Abständen
Haupterntezeit März bis November
Krankheiten und Schädlinge Erdflöhe, Blattläuse, Rettichschwärze

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Beliebte Sorten im Überblick

Die runden, roten Radieschen kennt jeder. Erhältlich sind aber viele weitere Sorten mit weißer, violetter oder rosa Färbung. Ovale Radieschen finden Sie auf dem Markt ebenso wie Radieschen in Kegel- oder Zylinder-Form. Fakir und Jolly eignen sich für die frühe Aussaat im Gewächshaus. Wer im Sommer in seinem Garten Radieschen-Gemüse anbauen möchte, sollte folgende Sorten kennen:

  • Viola: weißes Fleisch, violette Farbe
  • Eiszapfen: ähneln dem Rettich
  • Rudi: platzfest, rund, rot
  • Riesenbutter: milde Knolle, werden relativ groß
  • French Breakfast: mild-würziger Geschmack, zylindrische Form, rote Haut, weiße Spitzen
  • China Rose: zylindrische Form, rosarote Haut, weißes Fleisch
  • Sora: rote Färbung, wachsen schnell, Knollendurchmesser bis zu 6 cm

Radieschen - Tipps für die Aussaat

Mit der Aussaat können Sie im Gewächshaus bereits im Februar beginnen. Die Samen geben Sie in 1 cm tiefe Rillen und bedecken diese mit Erde. Der Boden sollte für das Gemüse stets feucht sein aber nicht zu nass. Haben Sie zu eng gesät, müssen Sie auf 3 bis 5 cm vereinzeln. Wenn Sie diese Tipps im Garten berücksichtigen, sollten Ihre Radieschen schnell wachsen.

Radieschen pflanzen – Standort

Setzen Sie die kleinen Pflanzen dort in die Erde, wo im Garten in den vergangenen drei bis vier Jahren keine Radieschen angebaut wurden. Die Pflanzen sollten in einem Abstand von 15 bis 20 cm gepflanzt werden.

Der Boden sollte humos und durchlässig sein, Temperaturen ab 5 Grad Celsius sind geeignet. Zu leicht sollte der Boden nicht sein, sonst finden die Wurzeln keinen Halt.

Im Hochsommer könnte das Umpflanzen in einen halbschattigen Bereich im Garten sinnvoll sein. Hier fühlen sich die Radieschen ohnehin wohl und sind vor Austrocknung geschützt. Erbsen und Tomaten sowie Spinat und Möhren sind geeignete Gemüse-Nachbarn für die Radieschen, da sie den Radieschen, anders als Kohl, kein Wasser entziehen.

Düngen, Gießen, Pflege

Kompost in den oberen Erdschichten mögen die Radieschen gerne, hier holen Sie sich als Flachwurzler ihre Nährstoffe. Setzen Sie keinen frischen Stallmist als Dünger ein, dieser begünstigt den Schädlingsbefall. Die Erde im Gewächshaus sollte auch nicht zu stickstoffhaltig sein.

Trockenphasen gilt es im Gewächshaus unbedingt zu vermeiden, das hat einen negativen Einfluss auf den Geschmack. Das Unkrautjäten beugt Erdflöhen vor, zudem sollten Sie den Boden regelmäßig hacken.

Ernte und Lagerung

Nach der Aussaat im Frühjahr müssen Sie nur sechs Wochen warten, bis Sie mit der Ernte beginnen können. Im Sommer sind es sogar nur vier Wochen. Fangen die Radieschen bereits zu blühen an, haben Sie mit der Ernte zu lange gewartet.

Die Lagerung ist im Kühlschrank mehrere Tage möglich. Wickeln Sie die Radieschen hierzu in ein feuchtes Tuch. Entfernen Sie aber vorher das Kraut, damit nichts fault. Am besten schmecken die Radieschen aber dann, wenn sie sofort auf den Tisch kommen. Sie haben einige schrumpelige Knollen? Stecken Sie diese kopfüber in ein Wasserglas. So erhalten sie ihre Knackigkeit zurück.

Krankheiten und Schädlinge - wichtige Tipps

Der Befall durch Schädlinge und die Bildung von Krankheiten hängt häufig mit einer falschen Pflege oder einem ungünstigen Standort im Garten bzw. im Gewächshaus zusammen. Erdflöhe treten zum Beispiel dann gerne auf, wenn der Boden zu trocken ist. Die Erdflöhe knabbern gut erkennbare Löcher in die Blätter. Zur Abschreckung können Sie Knoblauch in der Nähe der Radieschen pflanzen oder Wermutbrühe einsetzen.

Blattläuse fressen Wurzeln und Blätter auf. Das Kraut wird gelb und die Pflanze verkümmert irgendwann. Setzen Sie hier auf die natürlichen Fressfeinde wie Schweb- und Florfliegen oder Raubwanzen und Marienkäfer. Bekämpfungsmittel auf Basis von Tabak oder Brennnesseln sind ebenfalls nützlich.

Wenig können Sie leider nur gegen die Rettichschwärze ausrichten. Der Befall erfolgt über die Wurzeln, die sich stark verfärben. Es bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als die betroffenen Radieschen aus dem Beet zu entfernen. Eine Anpflanzung weiterer Radieschen ist in den nächsten Jahren an gleicher Stelle ausgeschlossen.

Sie besitzen noch kein Gewächshaus oder möchten sich ein größeres Modell für Ihren Garten kaufen? Dann lesen Sie jetzt unseren Kaufratgeber. Wie Ihr Gewächshaus mit einer Heizung gut durch den Winter kommt, erfahren Sie hier.