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Tomaten-Gewächshaus: So gelingt das Anbauen

Tomaten fühlen sich unter einem Dach am wohlsten und sind damit wie gemacht für das Gewächshaus im Garten. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei der Aussaat im Tomatengewächshaus ankommt und welche Tipps die Pflege der Tomaten optimieren.

Tomaten pflanzen:Ein Überblick
AussaatAb März, nach einigen Wochen pikieren
AuspflanzenUnbedingt vor Frost geschützt
PflegeGießen, düngen, ausgeizen

Schöne Tomaten-Sorten, die in keinem Gewächshaus fehlen dürfen

Tomaten-Sorten mit hohen Ranken nehmen im Gewächshaus wenig Platz ein und eignen sich hervorragend für das Gewächshaus. Natürlich können Sie aber auch Pflanzen aussäen, die niedriger sind, zum Beispiel Strauch- oder Buschtomaten. Köstlich schmecken auch die Kirsch- und Cocktailtomaten.

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Diese Tomaten-Sorten sind besonders beliebt für das Treibhaus:

  • Extragroße Fleischtomaten
  • Eiförmige Romatomaten
  • Längliche Flaschen- und Datteltomaten
  • Alte Tomaten-Sorten, die häufig noch aromatischer als neue Züchtungen schmecken
Tomatenpflanzen

Tomaten im Gewächshaus aussäen – März ist der optimale Zeitpunkt

Befüllen Sie Ihre Töpfe bereits im März mit Erde und Samen, erreichen Ihre Tomaten bis zum Frühling schon eine ansehnliche Größe. Die Samen sollten im Tomatengewächshaus mit ein wenig Erde bedeckt und dann bei 20 Grad Celsius an einen hellen Platz gestellt werden. Das Keimen erfolgt nach zwei bis drei Wochen. Denken Sie daran, die Erde stets ein wenig feucht zu halten. Sobald die Pflanzen Blätter bilden, kommen Sie in einen eigenen Topf.

Im Frühling dürfen die Tomaten im Gewächshaus ordentlich wachsen

Die Tomaten mögen keine Kälte im Gewächshaus, das Foliengewächshaus sollte wegen seiner geringen Isolierung also erst im Mai mit Tomaten bestückt werden. In ausgewachsene Gewächshäuser dürfen die Tomaten schon früher in ihr Tomatenhaus umsiedeln. In Ihrer Gegend gibt es selbst im Frühjahr noch Nachtfrost und Sie besitzen keine Heizung? Dann warten Sie mit dem Bepflanzen lieber etwas länger. Denken Sie auch an die Kletterhilfe für die Ranken: Tomatenstäbe und Holzstäbe sind hier nützlich. Sie suchen noch nach dem passenden Standort für Ihr Gewächshaus bzw. Foliengewächshaus? Dieser Ratgeber klärt auf.

reife Tomaten

Reiche Tomaten-Ernte – nährstoffreicher Boden ist unverzichtbar

Am besten geben Sie vor dem Pflanzen Ihrer Tomaten speziellen Tomatendünger oder Kompost in den Boden. Damit wird der Boden mit Nährstoffen angereichert, die für ein gelungenes Wachstum der Tomaten unverzichtbar sind. Auf der Verpackung der Samen finden Sie einen Hinweis, welcher Abstand zwischen den Pflanzen einzuhalten ist. Pflanzen mit Topfballen wiederum sollten etwa fünf Zentimeter tief in der Erde in einem kleinen Loch versenkt werden. Die sich hier bildenden Wurzeln verschaffen der Pflanze eine höhere Standfestigkeit im Tomatenhaus.

Die richtige Pflege für die Tomaten-Pflanzen

Jeder weiß, dass eine Tomate im Wesentlichen aus Wasser besteht. Daher ist es naheliegend, dass der Boden im Tomatengewächshaus während der Wachstums-Phase auf keinen Fall austrocknen darf. Das reichliche Gießen ist daher unerlässlich. Sollen die Tomaten schön groß werden, ist Dünger hilfreich. Greifen Sie hier wiederum zum Tomatendünger und arbeiten Sie ihn etwa alle zwei Wochen in den Boden ein. Wenn Sie möchten, können Sie auch eine Brennnesseljauche ansetzen. Diese enthält besonders viele Nährstoffe und ist für Tomaten ideal. Die Flüssigkeit setzen Sie in einem Eimer an, den Sie mehrere Wochen stehen lassen. Brennnesseln sollten Sie in jedem Garten meistens am Wegesrand finden. Beachten Sie jedoch, dass die Brennnesseljauche einen strengen Geruch aufweist, mit dem mancher Garten-Freund seine Probleme haben könnte. Die Tomaten freuen sich darüber aber in jedem Fall.

Optimaler Schutz vor Krankheiten

Zwar müssen die Tomaten-Pflanzen regelmäßig gegossen werden und der Boden darf auf keinen Fall austrocknen, an die Blätter der Pflanzen sollte jedoch niemals Flüssigkeit gelangen. Ansonsten breiten sich an den betroffenen Stellen schnell Pilze aus. Das Phänomen ist als Kraut- oder Braunfäule bekannt, auch Kartoffeln sind von ihr betroffen. Eine Übertragung des Befalls von Kartoffeln auf Tomaten in einem gemeinsam genutzten Gewächshaus ist daher möglich. Die Kultivierung von Kartoffeln und Tomaten sollte im Tomatenhaus daher auf keinen Fall aneinander angrenzend geschehen. Bei gutem Wetter lassen Sie die Tür zum Gewächshaus für die Belüftung einfach offen - das sorgt für eine geringere Luftfeuchtigkeit und Bienen und Hummeln gelangen leichter an die Blüten.

Tomatensetzling

Ausgeizen verhilft den Tomaten zu mehr Dicke

Wenn Sie sich für hochwachsende Tomaten-Sorten entschieden haben, können Sie die Seitentriebe ruhig regelmäßig abbrechen. Diese Maßnahme ist unter dem Begriff Ausgeizen bekannt. Sie verhindert, dass die Pflanze irgendwann unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbricht. Nützlich ist das Ausgeizen auch deshalb, weil zu viele Tomaten an einer Pflanze dazu führen, dass die einzelnen Tomaten klein bleiben. Aus den Seitentrieben lassen sich übrigens weitere Pflanzen im Tomatenhaus ziehen. Für Gewächshäuser zu lange Pflanzen schneiden Sie einfach oben am Haupttrieb ab. Das Beschneiden gilt nicht für Buschtomaten, die eher in die Breite wachsen.

Sie möchten ein passendes Gewächshaus bzw. Tomatenhaus für Ihre Tomaten-Zucht kaufen? Dann lesen Sie jetzt unseren Kaufratgeber und unseren Ratgeber zum Thema Einrichtung.