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Welches Gewächshaus soll ich kaufen? - Das sind die Profi-Tipps

Der Garten-Freund erhält mit einem Gewächshaus einen Ort für das Pflanzen exotischer Gewächse und profitiert von der Verlängerung der Pflanzperiode. Kalthäuser bieten stets eine Temperatur von 12 Grad Celsius, in temperierten Häusern schwanken die Temperaturen zwischen 12 und 18 Grad. Vor allem Pflanzen aus warmen Regionen überwintern in Letzteren gerne. Warm- oder Treibhäuser bieten mit einer Heizung das ganze Jahr über konstante 18 Grad Celsius. Die Auswahl des passenden Gewächshauses hängt damit von der Verwendung ab.

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Gewächshaus für Einsteiger

Kleine Gewächshäuser für Einsteiger eignen sich überall dort, wo wenig Aufstellplatz zur Verfügung steht. An der Südwand aufgerichtet stellen die Modelle zum Anlehnen einen idealen Einstieg dar. Sie sind als Foliengewächshäuser oder mit Hohlkammerplatten aus Kunststoff erhältlich.

Gewächshaus richtig auswählen

Vor dem Bau des Gewächshauses sollten Sie sich über Ihre Anforderungen bewusst werden. Beantworten Sie hierzu folgende Fragen:

  • Wie groß soll das Gewächshaus sein, das ich kaufen möchte?
  • Ist es für die Aufstellung eines länglichen Hauses im Garten möglich, dass die Längsseiten mit Ausrichtung nach Ost-West errichtet werden?
  • Plane ich eine ganzjährige Nutzung?
  • Möchte ich das Glashaus auch als Wintergarten nutzen?
  • Welche Pflanzen möchte ich anbauen?
  • Soll die Verkleidung aus Glas oder Kunststoff bestehen?
  • Benötige ich Regale für meine Topfpflanzen und Halterungen für Pikierschalen oder Ampelpflanzen?
  • Möchte ich Bodenbeete nutzen? Oder sollen die Pflanzen in Schalen, Kübeln und Töpfen herangezogen werden?

Foliengewächshäuser als zeitweilige Lösung

Foliengewächshäuser kosten wenig und sind somit bei Einsteigern beliebt. Zudem gelingt hier das Vorziehen von Zierpflanzen und Gemüsesetzlingen im Frühjahr hervorragend. Wärmeliebende Pflanzen wie Tomaten fühlen sich hier ebenfalls wohl. Die spezielle Beschichtung der Folien schützt Pflanzen vor einer übermäßigen UV-Strahlung. Wird die Folie geschlossen, steigt die Luftfeuchtigkeit. Bei Nichtverwendung im Winter können Sie diese Häuser schnell wieder abbauen und im Keller verstauen. Die Dämmeigenschaften der Foliengewächshäuser sind hingegen eher schlecht. Für exotische Pflanzen wird es hier am Tag zu heiß und in der Nacht zu kalt.

Glas oder Hohlkammerplatten kaufen?

Gewächshauspflanzen

Die Gewächshäuser für den fortgeschrittenen Gärtner besitzen entweder eine klassische Verkleidung aus Glas oder setzen auf Hohlkammerplatten, die aus Kunststoff gefertigt sind.

Glasverkleidung

Glas ist ein häufig verwendetes Material bei der Gestaltung von Gewächshäusern und zählt zu den Klassikern. Besonders vorteilhaft ist hier die hohe Lichtdurchlässigkeit des Materials: 89 bis 92 Prozent des Lichts dringen in das Gewächshaus. Zu den Nachteilen dieses Materials gehört jedoch die starke Filterung des Lichts. Pflanzen benötigen für ihr Wachstum UV-Strahlung, die das Material jedoch nur schlecht durchdringen kann. Ein weiteres grundsätzliches Problem bei Glas besteht in dessen Bruchgefahr. Um diesem Problem zu begegnen, sollte das Material eine gewisse Dicke aufweisen. Weniger als 3 mm sollte das Material nicht besitzen. Entscheiden Sie sich für ein Modell aus modernem Sicherheitsglas, verringert sich die Verletzungsgefahr. Auch Sicherheitsglas kann bei einer entsprechenden Belastung zerbrochen werden, die Verletzungsgefahr ist hier aber nicht gegeben.

Die Transparenz des Glases macht seine Faszination aus. Möchten Sie Ihr Gewächshaus auch als Wintergarten nutzen, führt an diesem schönen Material eigentlich kein Weg vorbei. Soll das Gewächshaus auch im Winter für Pflanzen genutzt werden, etwa für das Überwintern von exotischen Pflanzen, ist jedoch die geringe Isolation problematisch. Wer auf Glas nicht verzichten möchte, sollte sich daher für eine doppelte Verglasung entscheiden. Bei einer Doppel-Verglasung befindet sich im Zwischenraum eine Stickstoff-Füllung, die isolierend wirkt.

Hohlkammerplatten gelten als modern

Zu den interessanten Glas-Alternativen gehören zum Beispiel die heute weitverbreiteten Hohlkammerplatten. Die Platten sind nicht nur leicht und problemlos zu transportieren, sie lassen auch viel Licht durch und tun damit den Pflanzen gut. Die Hohlkammerplatten vereinen die beiden Vorteile eines geringen Gewichts und einer guten Isolierung in sich. Aufgrund der gründlichen Isolierung können Sie die Hohlkammerplatten daher auch während der kalten Winter-Monate für das Haus einsetzen. Exotische Pflanzen sind hier optimal geschützt und im Frühjahr können Sie besonders früh mit der Aussaat beginnen. Leider ist die Struktur der Hohlkammerplatten ein wenig opak und erinnert an Milchglas. Einige Nutzer könnten diese Optik als störend empfinden.

Spitzdach und Runddach

Gewächshaus aus Holz

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal bei Gewächshäusern betrifft die Form des Dachs. Klassische Gewächshäuser besitzen zum Beispiel ein Spitzdach. Spitzdächer sind nicht nur formschön, sie passen sich auch hervorragend an die Gestaltung der umliegenden Häuser an. Viele Gewächshäuser in Deutschland besitzen daher ein solches Spitzdach. Wenn Sie in solchen Gewächshäusern eine optimale Nutzung des Raums erzielen möchten, sollten Sie Hängeampeln einsetzen. Schließlich haben Sie in einem Gewächshaus mit Spitzdach viel Platz nach oben.

Als Alternative zum Spitzdach dient das Runddach, das ebenfalls seine Vorzüge aufweist. Diese Dächer weisen eine Tonnenform auf und sind gerade in Hinblick auf die Raumausnutzung vorteilhafter als die Spitzdächer. Ihr Dach müssen Sie im Winter bei diesen Dächern übrigens nicht mehr räumen - die Runddächer bieten dem Schnee keinen Halt. Auch der Wind verfängt sich bei diesen Dächern kaum am Haus. Runddächer sind leicht zu pflegen, ansehnlich und robust.

Der Rahmen ist entscheidend

Der Rahmen gibt dem Gewächshaus seine Form und verleiht ihm Stabilität. Stahl kommt allerdings für moderne Rahmenkonstruktionen nicht mehr zum Einsatz. Die Korrosionsbeständigkeit von Stahl ist eher gering und das Material sehr schwer. Die Witterung kann das Material daher schnell zermürben und auch die hohe Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus ist für den Stahl kritisch. Wenn Sie sich für eine Rahmenkonstruktion aus Stahl oder auch aus Eisen entscheiden, kommen Sie um einen Schutzanstrich nicht herum. Heute kommen daher andere Metalle wie Aluminium zur Anwendung. Aluminium vereint viele Vorteile in sich: Es ist leicht, robust und hat keine Probleme mit der Feuchtigkeit. Daraus ergibt sich eine lange Haltbarkeit.

Wetterfestes Holz wie etwa das Zedernholz kommt ebenfalls für Rahmenkonstruktionen infrage. Gerade die klassischen Pavillons aus Holz sind besonders schön und eine Freude in jedem Garten. Für Wintergärten sind Gewächshäuser aus Holz perfekt geeignet. Das Holz benötigt jedoch viel Pflege und muss zum Beispiel gut vor Feuchtigkeit geschützt werden. Planen Sie diesen Pflegeaufwand in Ihrem Garten mit ein.

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Mobile und fest installierte Gewächshäuser

Die verschiedenen Gewächshäuser lassen sich hinsichtlich ihrer Mobilität unterscheiden. Hier stehen feststehende Gewächshäuser und mobile Varianten zur Auswahl. Zu den feststehenden Arten gehören folgende Gewächshäuser:

  • Freistehende Gewächshäuser
  • Anlehngewächshäuser
  • Frühbeete
Alternatives Gewächshaus

Daneben existiert mit den mobilen Gewächshäusern eine zweite Art, die im Garten gut von einem Ort an einen anderen umgestellt werden kann. Das ist gerade dann sinnvoll, wenn die Nutzung von vornherein zeitlich begrenzt ist und das Haus irgendwann wieder abgebaut werden soll. Zu diesen Häusern gehören folgende Varianten:

  • Tomatenhäuser und andere Foliengewächshäuser
  • Folientunnel

Foliengewächshäuser und -tunnel bieten viele Vorzüge. Sie lassen sich schnell zusammenbauen, da sie auf einem einfachen Stecksystem basieren. Nur mit großem Aufwand lässt sich der Aufstellort von freistehenden Gewächshäusern ändern, da diese ein Fundament benötigen. Für Anlehngewächshäuser ist ein Fundament ebenso notwendig.

Gewächshäuser für unterschiedliche Zwecke kaufen

Wofür möchten Sie Ihr neues Gewächshaus eigentlich verwenden? Diese Frage nach dem Nutzungszweck sollten Sie sich vor dem Kauf unbedingt gründlich beantworten. Erst dann können Sie eine sinnvolle Auswahl unter den verschiedenen Modellen auf dem Markt treffen. Möchten Sie lediglich Pflanzen vorziehen? In diesem Fall reichen niedrige Frühbeete aus. Hier kommt eine einfache Konstruktion aus Aluminium oder auch aus Holz zur Anwendung, die Wände und das Dach sind in der Regel aus Kunststoff gefertigt. Frühbeete können in ganz unterschiedlichen Größen angelegt werden und lassen sich gut nebeneinander errichten, wenn Sie für Ihr Obst und Ihr Gemüse und Ihre anderen Pflanzen irgendwann mehr Platz benötigen. Allerdings sind die Frühbeete nicht für die dauerhafte Kultivierung geeignet. Als Ausnahme hiervon können jedoch die mit einer Abdeckung ausgestatteten Hochbeete gelten. Wenn Sie wünschen, entfernen Sie diese Abdeckung im Frühjahr, dann bekommen die Pflanzen mehr Luft und Licht. Hochbeete kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn Sie Kräuter züchten möchten oder mit wenig Platz auskommen müssen. Ein weiterer Vorteil: Hochbeete eignen sich wunderbar, wenn Sie im Stehen arbeiten möchten.

Alternatives Gewächshaus

Gewächshäuser mit stabiler Außenhülle kaufen

Einige Gärtner möchten so früh wie möglich im Jahr mit der Aussaat beginnen. Entscheiden Sie sich für ein Gewächshaus mit Wänden und einem Dach aus transparentem Kunststoff, können Sie schon im Januar oder Februar mit der Arbeit im Gewächshaus beginnen. Mehrschichtiges Polycarbonat, aus dem die Steg- und Hohlkammerplatten gefertigt sind, hat besonders gute isolierende Eigenschaften. Hier setzt sich die innere Schicht aus mit Luft gefüllten Kammern zusammen. Da sich die Luft in diesen Kammern aufheizen kann, bleibt die Temperatur im Inneren des Gewächshauses länger konstant. Einen Schutz bieten auch einfache Folien zum Beispiel aus Polyvinylchlorid oder Polyethylen. Die isolierende Wirkung fällt aber viel geringer aus. Die Foliengewächshäuser kommen erst im Frühling sinnvoll zum Einsatz und bieten einen guten Schutz vor Wind und Regen. Tomaten zum Beispiel vertragen Nässe nur schlecht und freuen sich daher über einen solchen Schutz während der Wachstumsphase.

Gewächshäuser zum Anlehnen mit sicherem Stand

Kunststoffplatten und eine Rahmenkonstruktion aus Aluminium kommen bevorzugt bei freistehenden Gewächshäusern zum Einsatz. Die Materialien zeichnen sich durch ihr geringes Gewicht aus und zeigen sich deshalb gegenüber starkem Wind als anfällig. In sturmreichen Gegenden könnte daher ein Anlehngewächshaus die bessere Alternative darstellen. Der Montageort ist hier direkt an einer Mauer oder der Hauswand, das Gewächshaus wird fest montiert. Montage-Möglichkeiten an der Mauer können aber auch bei Foliengewächshäusern gegeben sein. Hier dienen zum Beispiel praktische Schlaufen der Befestigung. Der Standort an der Mauer bietet neben dem Windschutz aber noch einen weiteren Vorteil: Die Steine erhitzen sich mit der Zeit und geben ihre Wärme wieder an das Gewächshaus ab. Wenn Sie es auf diesen Effekt abgesehen haben, sollten Sie das Gewächshaus unbedingt an einer Häuserwand montieren. Hier wird mehr Wärme abgegeben als etwa an einer Garage, da die Innenräume ständig beheizt werden.

Gewächshäuser lassen sich auch ohne eigenen Garten nutzen

Sie besitzen keinen eigenen Garten und möchten trotzdem ein Gewächshaus nutzen? Das ist durchaus möglich. Die Aufstellung der Foliengewächshäuser und der Anlehngewächshäuser ist nämlich auch auf der Terrasse oder auf dem Balkon möglich. Voraussetzung hierfür ist, dass das Gewächshaus nicht zu groß ist. Das Kultivieren der Pflanzen erfolgt dann in Kübeln und Töpfen. Tomaten, Paprika und Gurken züchten Sie so einfach auf dem Balkon. Statten Sie Ihr kleines Gewächshaus mit einer Blumentreppe oder mit einem Regal aus, so können Sie das Gewächshaus auf dem Balkon oder der Terrasse auch für kleine Pflanzen gut nutzen. Hier nutzen Sie nicht nur die Fläche, sondern auch die Höhe des Gewächshauses aus und sorgen dafür, dass die Pflanzen genug Licht abbekommen. Achten Sie aber in jedem Fall auch auf eine ausreichende Belüftung. In einem kleinen Gewächshaus auf dem Balkon heizt sich das Innere besonders schnell auf, eine zu stark aufgestaute Hitze wäre aber schädlich für die Pflanzen. Frische Luft ist hier entscheidend.

Gewächshaus-ArtenAufbauEignungBesonderheiten
Freistehende GewächshäuserAufwendigAlle Pflanzen; gut auch für exotische Pflanzen und die ÜberwinterungAuch als Gartenhaus im Winter verwendbar
AnlehngewächshäuserAufwendigAlle Pflanzen; gut auch für exotische Pflanzen und die ÜberwinterungNutzen die Wärme des angrenzenden Gemäuers
FrühbeeteEinfachVorziehen von Setzlingen und ZierpflanzenOptimal bei geringem Platzangebot
FoliengewächshäuserRelativ einfachAlle Pflanzen; schlecht für die ÜberwinterungSchützen vor Wind und Regen
FolientunnelEinfachKleinere bis mittelgroße Pflanzen; schlecht für die ÜberwinterungBasieren auf einfachem Stecksystem

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