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Gewächshaus selber bauen: Das sind die Profi-Tipps

Das Gewächshaus aus Glas mit tragender Konstruktion aus Holz, Metall oder Kunststoff gehört zu den beliebtesten Gewächshaus-Varianten. Der Aufbau erfordert viel handwerkliches Können, das Ergebnis lohnt aber den Aufwand: In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung für Heimwerker mit vielen praktischen Tipps wird gezeigt, wie der Aufbau gelingt, damit Sie Ihr neues Gewächshaus so schnell wie möglich einrichten können.

Schritt 1: Werkzeug und Material für den Bau bereitlegen

Ein Glas-Gewächshaus setzt sich aus vielen Materialien zusammen. Für die tragende Konstruktion benötigen Sie Rahmenteile aus Metall oder Kunststoff, Sie brauchen Glasplatten, Einschubsysteme und Plexiglas-Platten. Außerdem sind einige Sonderteile wie etwa ein Rückwandfenster oder eine Regenrinne zu verbauen. Da zu jedem Gewächshaus ein stabiles Fundament gehört, benötigen Sie hierfür weiteres Material wie etwa Holz, eine passende Betonmischung und Stahlplatten. Ähnlich sieht es beim Werkzeug aus. Legen Sie sich unbedingt eine Bohrmaschine, einen Zollstock und eine Wasserwaage bereit und stellen Sie eine Leiter auf. Auch ein Akkuschrauber und ein Hammer können beim Bauen hilfreich sein. Sie erleichtern sich die Arbeit, wenn Sie sich für ein Gewächshaus-Set entscheiden und gemeinsam mit dem Set die benötigten Werkzeuge einkaufen. Dann liegt alles bereit, wenn Sie mit der Arbeit beginnen.

Schritt 2: Vor dem Bauen Standort im Garten bestimmen

Die Auswahl eines passenden Standorts ist genauso wichtig wie eine fachmännische Montage der Gewächshäuser. Sie können ein perfektes Gewächshaus errichten, doch wenn es an der falschen Stelle steht, war die ganze Arbeit umsonst. Die Pflanzen benötigen unbedingt viel Licht. Greifen Sie hier auf Ihre Erfahrungswerte mit Ihrem eigenen Garten zurück und stellen Sie das Gewächshaus dort auf, wo in der Regel viel Licht einfällt. Denn natürliches Licht ist der entscheidende Faktor für ein gelungenes Pflanzenwachstum. Sehen Sie sich zuerst die Grundfläche der Nord-Süd-Ausrichtung an, hier findet sich in der Regel ein hervorragender Aufstellort für das Gewächshaus. Orientieren Sie sich auch gerne an Ihrem Nachbarn. Wenn dieser bereits ein Gewächshaus aufgestellt hat, erkennen Sie möglicherweise sofort, wie eine gelungene Ausrichtung auszusehen hat. Vernachlässigen Sie bei der Aufstellung der Gewächshäuser auf keinen Fall den Boden: Der Boden sollte in jedem Fall eben sein. Die Errichtung des Fundaments fällt dann bereits viel leichter.

Schritt 3: Haus-Fundament bauen

Die Errichtung des Fundaments für das Haus lässt Ihnen einige Wahlfreiheiten - gleich drei Wege führen hier ans Ziel. Sie können das Fundament entweder aus Holz, aus Beton oder aus Stahl bauen. Alle drei Varianten verschaffen Ihrem neuen Gewächshaus im Garten einen sicheren Stand. Ein Holzfundament ist immer dann empfehlenswert, wenn Sie nicht zu viel Geld investieren und schnell arbeiten möchten. Die Montage gelingt in kurzer Zeit, die Haltbarkeit ist aber nicht so hoch wie bei den anderen Varianten. Ungünstige Witterungsbedingungen können die Holzplatten schnell abnutzen und auch der Aufstellort hat Einfluss auf ihren Zustand. Eine lange Haltbarkeit erreichen Sie in jedem Fall mit Beton. Die Arbeit ist aber deutlich aufwendiger und teurer. So benötigen Sie eine passende Betonmischung, müssen Arbeit in die Schalung investieren und das Fundament muss ausgegossen werden. Zudem müssen Sie lange warten, bis der Beton ausreichend getrocknet ist, um mit den weiteren Arbeitsschritten fortfahren zu können. Ein Betonfundament zu bauen ist zwar recht teuer und aufwendig, steht das Fundament aber einmal, erfreuen Sie sich viele Jahre daran.

Wenn Sie Wert auf höchste Qualität legen, ist ein Fundament aus Stahl die richtige Wahl. Es lässt sich ebenso schnell bauen wie das Holz-Fundament und die Kosten fallen nicht sonderlich hoch aus. Zudem bietet Stahl eine immense Widerstandsfähigkeit. Bedenken Sie aber, das Stahlfundamente naturgemäß ein sehr hohes Gewicht mitbringen und Sie diese im Vorfeld transportieren müssen. Die Fundamentrahmen für Ihr neues Garten-Gewächshaus sollten bereits im Set enthalten sein und können ansonsten einzeln nachgekauft werden.

Schritt 4: Wände zusammenbauen

Setzen Sie jetzt die Rahmenteile auf dem Fundament zusammen. Die genaue Vorgehensweise ist abhängig vom verwendeten Material des Rahmens. Holzprofile und Aluminiumrahmen müssen verschraubt werden. Einfacher geht es bei Kunststoff: Hier müssen Sie die Rahmenteile nur ineinander stecken. Geschickt gehen Sie vor, wenn Sie zuerst die Eckpfeiler setzen. Dann fahren Sie mit den Zwischenprofilen fort und setzen zum Schluss die Traufenprofile auf. Denken Sie einfach daran, dass die Zwischenprofile zwischen den Eckpfeilern liegen und dass die Traufenprofile waagerecht auf den Pfeilern eingesetzt werden. Erst wenn Sie damit fertig sind, bauen Sie die Firstprofile und die Dachzwischenprofile auf, die später das Dach der Gewächshäuser tragen.

Bei diesem Arbeitsschritt ist die Verwendung einer Wasserwaage sinnvoll. Die Zwischenprofile müssen senkrecht stehen und die Traufenprofile müssen wirklich waagerecht sein. Mit der Wasserwaage fällt die Überprüfung leicht.

Schritt 5: Glas einsetzen

Dieser Arbeitsschritt macht vermutlich am meisten Spaß: das Einsetzen des Glases und der Fenster in das Gewächshaus. Achten Sie beim Bauen einfach darauf, dass Sie von oben nach unten arbeiten. Sie beginnen mit dem Dach und arbeiten sich dann nach unten vor. Zum Schluss bauen Sie Türen und Fenster ein. Erhältlich sind aber auch Einschubsysteme, hier verfahren Sie anders: In diesem Fall werden die Glasscheiben bzw. Scheiben aus Plexiglas gemeinsam mit den Rahmenteilen verbaut.

Ein Akkuschrauber ist besonders hilfreich, wenn es um das Befestigen der Türen und der Fenster geht. Es hat sich in der Praxis bewährt, die Profile mit ein wenig Öl oder Fett einzustreichen, bevor Sie die Gläser einbauen. Das Einschieben dieser Teile geht dann deutlich leichter von der Hand. Mit dem Öl und dem Fett sollten Sie aber so sparsam wie möglich umgehen, kleinste Mengen sind völlig ausreichend.

Schritt 6: Abschließende Bau-Arbeiten

Ihr Gewächshaus-Set umfasst auch Zubehör wie etwa eine Dachrinne? Dann sollten Sie diese Dachrinne nun ebenfalls befestigen. Die Dachrinne ist auch bei Gewächshäusern sinnvoll, da das Regenwasser hier gebündelt ablaufen kann. Damit die Rinne ihren Zweck optimal erfüllt, gilt es ein gewisses Gefälle einzuhalten. Etwa 2 bis 3 mm pro Meter sollten Sie hier berücksichtigen, die Regenrinne steht also nicht völlig senkrecht. Sind Sie mit der Regenrinne fertig, können Sie Ihre Pflanzkästen einsetzen und vielleicht noch eine Sitzbank im Gewächshaus unterbringen. Jetzt sind bereits alle Arbeiten abgeschlossen und Sie besitzen ein Gewächshaus im eigenen Garten!

Sie sind noch auf der Suche nach einem passenden Gewächshaus für Ihren Garten und Ihre Pflanzen? Dann sollten Sie auf keinen Fall unseren Kaufratgeber verpassen.