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Gewächshausheizung selber bauen in wenigen Schritten

Wenn Sie in Ihrem Gewächshaus für Temperaturen sorgen möchten, bei denen Sie empfindliche Pflanzen und Gemüsesorten auch durch richtig kalte Wintertage bringen, kommen Sie um die Installation einer Gewächshausheizung kaum herum. Je nachdem, welche Heizleistung Sie benötigen und wie groß das Gewächshaus letztlich ist, kommen verschiedene Heizsysteme in Betracht. Alle können Sie in wenigen Schritten in Betrieb nehmen, wie die folgende Anleitung Ihnen zeigt. Für sehr kleine Gewächshäuser finden Sie außerdem eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Bau eines Teelichtofens.

1. Strombetriebene Heizung 2. Gasbetriebene Heizung 3. Ölofen 4. Petroleumheizung Teelichtofen inklusive Schritt-für-Schritt-Anleitung
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Welche Gewächshausheizung ist die richtige für mich?

Für Gewächshäuser gibt es verschiedene Heizsysteme, die vom Warmwasseranschluss bis zum einfachen Ofen reichen. Wenn Sie nicht gleich eine professionelle Heizanlage mit Warmwasseranschluss oder eine Solaranlage installieren möchten oder können, bieten sich folgende Heizungen mit folgenden Energieträgern an: Strom, Gas und Petroleum.

1. Strombetriebene Heizung

Elektroheizungen benötigen zwar einen Stromanschluss und verbrauchen vergleichsweise viel Energie, sind aber sehr bequem in der Anwendung und erzeugen keine Abgase. Meist handelt es sich bei diesen Heizungen um Heizlüfter, die Luft an Heizstrahlern vorbeileiten und in das Gewächshaus blasen. Durch die damit verbundene Luftzirkulation wird die Wärme gleichmäßig verteilt. Sie können verschiedene Stufen einstellen und, wenn nötig, das Gerät an einer passenden Stelle im Gewächshaus aufhängen. Achten Sie darauf, dass das Gerät empfindliche Pflanzen nicht direkt anbläst, sondern diese die Wärme indirekt erhalten.

Mit der Frostwächterfunktion schalten sich entsprechend ausgestattete Modelle – wie zum Beispiel Modelle von Bio Green – erst dann an, wenn die Temperaturen im Gewächshaus unter Null fallen. Damit können Sie Strom sparen und beruhigt das Gewächshaus sich selbst überlassen. Manche dieser Heizungen haben außerdem den Vorteil, im Sommer auch zur Kühlung eingesetzt werden zu können. So sorgen Sie für gleichmäßige Temperaturen in Ihrem Gewächshaus – ganz gleich, zu welcher Jahreszeit.

2. Gasbetriebene Heizung

Gewächshausheizungen, die mit Gas betrieben werden, können Sie einsetzen, wenn Sie in Ihrem Gewächshaus über keinen Stromanschluss verfügen. Sie sind für etwas kleinere Gewächshäuser geeignet und werden an eine Propangasflasche angeschlossen. Moderne und insbesondere größere Gasheizungen sind mit einer Sauerstoffmangelsicherung ausgestattet, sodass sich das Gerät automatisch abschaltet, falls zu wenig Sauerstoff in der Umgebung vorhanden sein sollte. Dass grundsätzlich etwas mehr CO2 in der Umgebungsluft des Gewächshauses vorhanden ist, ist für das Wachstum der Pflanzen von Vorteil.

3. Ölofen

Mit einem ölbetriebenen Ofen können Sie Ihr Gewächshaus ebenfalls beheizen. Allerdings ist dieses Heizsystem etwas aufwendiger zu installieren, da beim Verbrennen des Öls giftige Gase entstehen, die abgeleitet werden müssen. Außerdem muss die Anlage regelmäßig vom Schornsteinfeger kontrolliert werden.

4. Petroleumheizung

Für den längeren Gebrauch in kleinen Gewächshäusern eignen sich auch Paraffin- oder Petroleumheizungen. Dabei handelt es sich um kleine Heizungen mit Öltank und einem großen Docht, der durch eine Abdeckung geschützt ist – so können keine Blätter in das Feuer gelangen. Auch diese Heizgeräte können Sie im Gewächshaus aufhängen und die Wärme optimal verteilen.

Heizung für kleine Gewächshäuser selber bauen - Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wenn Sie nur ein sehr kleines Gewächshaus besitzen, das Sie lediglich an besonders kalten Tagen beheizen möchten, können Sie auch einen Teelichtofen einsetzen. Ein Teelichtofen ist eine kleine einfache Heizvorrichtung, die eine erstaunlich hohe Leistung erbringt und in nur wenigen Schritten gebaut ist. Hier finden Sie eine Anleitung in wenigen Schritten.

1. Schritt: Materialien für den Teelichtofen

Für einen Teelichtofen sollten Sie vorab folgende Dinge bereithalten:

  • Tontopf in zwei verschiedenen Größen
  • Tonuntersetzer
  • 6 Muttern
  • 4 Unterlegscheiben
  • Abstandshalter
  • 6 Teelichter

Außerdem benötigen Sie eine Bohrmaschine.

2. Schritt: Teelichtofen vorbereiten

Bohren Sie zunächst mit Ihrem Bohrer vorsichtig ein Loch in die Mitte des Tonuntersetzers. Es muss groß genug sein, um den Abstandshalter (einen Gewindestab) durchlassen zu können. Der Bohrer mit einem vergleichsweise weichen Aufsatz findet hierbei Verwendung.

3. Schritt: Teelichtofen zusammenschrauben

Befestigen Sie den Gewindestab zunächst am Tonuntersetzer, der später sozusagen auf dem Kopf stehen wird. Von unten bringen Sie einen Untersetzer mit einer Mutter an, von oben (dort, wo der Stab herausragt) machen Sie das genauso. Geben Sie nun eine Schraubenmutter auf den Gewindestab und schrauben Sie sie soweit ein, dass der kleine Tontopf kopfüber daran aufgebracht werden kann und noch etwa eine Öffnung von 5 cm zum Untertopf freilässt. Bringen Sie auch hier eine Unterlegescheibe auf, bevor Sie den Topf aufsetzen. Von oben fixieren Sie den Topf ebenfalls mit einer Scheibe und einer Mutter.

Zuletzt bringen Sie den großen Topf, wiederum über Kopf, auf: Schrauben Sie die Mutter mit wenigen Zentimetern Abstand zum kleinen Topf auf das Gewinde, bringen Sie die Unterlegescheibe auf und stülpen Sie den großen Topf darüber, den Sie von oben mit einer Scheibe und Mutter fixieren.

4. Schritt: Verwendung des Teelichtofens

Auf den Tonuntersetzer können Sie nun die Teelichter stellen. Sie heizen die beiden Töpfe auf, die die Wärme gleichmäßig nach allen Seiten hin abgeben. Durch die Töpfe entsteht ein guter Schutz für die andernfalls offen stehenden Kerzen.

Der Teelichtofen eignet sich für die Verwendung in sehr kleinen Gewächshäusern und an besonders kalten Tagen. Worauf Sie unbedingt achten müssen: Der Teelichtofen wird mit offenem Feuer betrieben. Sorgen Sie daher dafür, dass er nicht nur sicher steht, sondern dass auch keine Blätter auf die Kerzen fallen können. Auch für den Fall, dass der Ofen umfällt, sollte genügend Abstand zu brennbaren Materialien gehalten werden. Stellen Sie den Ofen daher am besten auf eine feuerfeste Unterlage.

Tipp:

Wenn Sie mögen, bemalen Sie doch den Ofen und schaffen Sie damit ein hübsches Accessoire für Ihr Gewächshaus. Gerade für Kinder handelt es sich um eine schöne Bastelbeschäftigung – den Ofen können Sie natürlich auch zu Hause unter Aufsicht an kalten Wintertagen für eine gemütliche Atmosphäre verwenden.

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