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Vegan grillen – wie lassen sich Gemüse, Tofu und Obst schmackhaft zubereiten?

Die Fangemeinde veganer Ernährung findet immer mehr Anhänger. Mit den richtigen Tipps und dem passenden Zubehör können Sie auch auf dem Grill leckere vegane Speisen zubereiten. Welche veganen Lebensmittel eignen sich besonders gut zum Grillen? Ist zum veganen Grillen spezielles Grillzubehör nötig? Diese und weitere Fragen beantwortet Ihnen unser nachfolgender Praxis-Ratgeber. Einen Ratgeber zum vegetarischen Grillen finden Sie hier!

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Bietet veganes Grillen besondere Vorteile?

Der Verzicht auf tierische Produkte aus ethischen bzw. moralischen Gründen ist eine individuelle Entscheidung. Allerdings bietet veganes Grillen ebenso allgemeine Vorteile, die selbst hartgesottene Fleischgriller überzeugen könnten, es einmal mit einigen veganen Grillzutaten zu versuchen. So entstehen beim Grillen von vielen fettarmen veganen Lebensmitteln wie Gemüse oder Tofu meist weniger gesundheitsschädliche Stoffe wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs). PAKs werden verstärkt freigesetzt, wenn Fett oder Fleischsäfte in die Glut tropfen und verbrennen. Zudem kann gerade abgepacktes, weniger hochwertiges Grillfleisch mit Keimen belastet sein, die beim Grillen nicht immer sicher abgetötet werden. Die große Geschmacksvielfalt und die im Vergleich zu Fleisch teilweise günstigeren Preise des Grillguts sprechen ebenfalls für veganes bzw. vegetarisches Grillen.

Welche veganen Produkte eignen sich gut für den Grill?

  • Gemüse: Beim Grillen von Gemüse sind der Kreativität des Grillmeisters so gut wie keine Grenzen gesetzt. So lassen sich viele heimische und exotische Gemüsearten auf dem Grill äußerst schmackhaft zubereiten. Zu den Klassikern beim veganen Grillen zählen zum Beispiel Tomaten, Paprika, Maiskolben oder Zucchini. Auf dem Grill geröstete Zwiebeln eignen sich als köstliche Beilage für verschiedenste Gerichte. Nicht zuletzt zu Steaks oder gegrilltem Schweinefleisch passen gegrillte Zwiebeln oft sehr gut und können so zum friedlichen Miteinander veganer und nicht-veganer Grillfreunde auf Ihrer Grillparty beitragen. Zu den etwas weniger bekannten Gemüse-Exoten auf dem veganen Grill gehören unter anderem Spargel, Sellerie oder Fenchel. Grüner Spargel ist dabei meist etwas geschmacksintensiver als der bekanntere weiße Spargel. Erfahrene Griller können sich ebenso an eher empfindliche Gemüsesorten wie Blumenkohl oder Brokkoli wagen.
Tofu auf Grill
  • Tofu: Ein beliebter, eiweißreicher Fleischersatz auf dem Grill ist Tofu. Das Sojaprodukt lässt sich besonders gut grillen, wenn es eine feste Konsistenz hat. Tofu wird fester, wenn Sie diesen vor dem Grillen einfrieren und wieder auftauen lassen. Überschüssiges Wasser aus dem Tofu sollten Sie zusätzlich mithilfe eines sauberen Küchenhandtuchs auswringen.
  • Seitan: Das aus Weizeneiweiß hergestellte Seitan eignet sich ebenfalls gut für den veganen Grillgenuss. Sie können Seitan teilweise als vorgefertigte Seitan-Steaks kaufen, die sich ähnlich wie Steaks aus Rindfleisch grillen lassen. Mit etwas Geschick können Sie Seitan-Grillsteaks aber auch selbst formen.
  • Tempeh: Tempeh ist ein auf Soja basierendes, sehr nahrhaftes veganes Lebensmittel, das sich auf dem Grill schmackhaft zubereiten lässt. Zum Grillen wird Tempeh am besten in Streifen geschnitten. Diese sollten nicht dicker als ca. 1 cm sein, damit das Sojaprodukt gut durchgart.
  • Obst: Als süße Nachspeise oder Beilage zum Hauptgericht können Sie verschiedenste Obstsorten auf dem Grill zubereiten. Zu Fleischersatz-Produkten mit etwas deftigerem Geschmack passen zum Beispiel gegrillte Ananasscheiben hervorragend. Diese enthalten sogar eiweißspaltende Enzyme, die die Verdauung von eiweißreichen Speisen beschleunigen. Allerdings sollten Sie Ananas auf dem Grill nur ganz kurz anwärmen (nicht über 70 °C), wenn Sie von den Vorteilen der hitzeempfindlichen Enzyme profitieren möchten. Weiterhin lassen sich zum Beispiel Bananen oder Erdbeeren auf dem Grill zubereiten. Belassen Sie die Schale zum Grillen an den Bananen. Dies schützt die Früchte vor dem Austrocknen und Verkohlen und verhindert ein Verkleben am Grillrost. Verwenden Sie zum Grillen möglichst ungespritzte Bio-Bananen, da gerade die Schalen der Tropenfrüchte sehr oft mit Pestiziden belastet sind, die beim Grillen verstärkt auf das Fruchtfleisch übergehen können. Erdbeeren lassen sich hervorragend auf einem kleinen Holzspieß grillen.

How to – Zubereitungstipps für den perfekten veganen Grillgenuss

Grillgemüse

Viele vegane Speisen oder Grillzutaten reagieren deutlich empfindlicher auf eine zu hohe Grilltemperatur als Fleisch. Gerade unerfahrene vegane Griller sollten sich daher langsam an die optimale Grilltemperatur herantasten und das Grillgut stets genau im Auge behalten. So verkohlen zum Beispiel klein geschnittene Paprikastückchen oder Zwiebelringe bei zu hoher Grilltemperatur sehr schnell. Bei Holzkohlegrills sorgt ein großer Abstand vom Rost zur Kohle für eine moderate Hitze. Zeigt das Grillgut nach einigen Minuten noch keine Anzeichen von Bräune oder Garung, können Sie den Grillrost stufenweise tiefer setzen.

Salzen Sie vegane Speisen erst nach dem Grillen. Denn Salz entzieht vielen Gemüsesorten relativ viel Wasser, sodass diese auf dem Grill stark eintrocknen. Marinaden verleihen Gemüse oder Tofu eine deutlich würzigere Geschmacksnote. Zudem bewahren fetthaltige Marinaden empfindliches Grillgut vor dem Austrocknen. Bei der genauen Zusammensetzung von Marinaden können Sie Ihrer Kreativität viel Freiraum lassen. Klassische Zutaten von Grillmarinaden sind zum Beispiel Öl und Sojasoße. Achten Sie bei Marinaden jedoch darauf, dass diese nur hitzebeständige Zutaten enthalten. So eignen sich zum Beispiel Öle wie Leinöl oder Walnussöl aufgrund ihrer geringen Hitzebeständigkeit nicht gut für Marinaden. Gut für Marinaden geeignet ist unter anderem raffiniertes Rapsöl.

Welche Grilltypen sind zum veganen Grillen empfehlenswert?

Für einen gelungenen veganen Grillabend brauchen Sie keinen teuren Spezialgrill. Gut geeignet zum veganen Grillen sind zum Beispiel holzkohlebefeuerte Kugelgrills mit Deckel, da mit diesen auch schonend indirekt durch reflektierte Wärmestrahlung gegrillt werden kann. Mehr dazu erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber zum indirekten Grillen. Holzkohlegrills verleihen dem Grillgut den typisch rauchigen Grillgeschmack. Dieser ist allerdings gerade beim veganen Grillen nicht jedermanns Sache. Zudem kann die relativ starke Rauchentwicklung von Holzkohlegrills Nachbarn belästigen, und der Funkenflug der Holzkohle birgt das Risiko von Bränden. Diese Nachteile weisen Elektro- oder Gasgrills nicht auf. Weiterhin lässt sich bei diesen die Temperatur leichter regeln und die Anheizzeit ist kürzer. Alle Ihre Fragen zu den verschiedenen Grilltypen beantwortet unser Kaufratgeber.

Checkliste: nützliches Grillzubehör für den fleischlosen Grillspaß

  • Alufolie und Grillschalen: Ähnlich wie beim vegetarischen Grillen gehören auch beim veganen Grillen Alufolie und Grillschalen zur nützlichen Grillgrundausstattung. In Alufolie eingewickeltes Grillgut bleibt saftig und verbrennt nicht so schnell. Grillschalen verhindern das Durchrutschen von feinem Grillgut durch den Grillrost. Außerdem tropfen bei der Verwendung von Grillschalen weniger Marinade bzw. Grillsäfte in die Glut. Dies verringert die Entstehung von Schadstoffen. Alufolie oder Alu-Grillschalen sollten allerdings nicht mit säure- oder salzhaltigem Grillgut in Kontakt kommen, da sich sonst verstärkt gesundheitsschädliches Aluminium lösen kann.
  • Grillplatte: Sehr gut zum Grillen von veganen Produkten sind Grillplatten (z. B. aus Speckstein) geeignet. Diese können Sie unter anderem einzeln als Grillzubehör kaufen. Einige Gasgrills verfügen bereits über integrierte Grillplatten.
  • Grillspieße: Auf kleinen Grillspießen lassen sich hervorragend Obst und Gemüse zu schmackhaften und optisch ansprechenden Kreationen zusammenstellen.
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