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Lebensbaum im Porträt – Sorten, optimale Standortbedingungen, Pflege

Lebensbäume (Thuja) gehören zu den häufigsten Koniferen-Vertretern in Gärten. Die immergrünen Lebensbäume lassen sich gut schneiden und eignen sich aufgrund ihres dichten Wuchses gut als Sicht- und Windschutzhecke. Welche Sorten des Lebensbaums sind am bekanntesten? Was sollte bei Standort, Pflanzung und Pflege von Lebensbäumen beachtet werden? In unserem nachfolgenden Praxisratgeber geben wir Ihnen viele wichtige Infos und Tipps zu Lebensbäumen. Wie Sie einen Garten fachmännisch planen, erfahren Sie hier!

Lebensbaum – wichtige Infos im Kurzüberblick

MerkmalInfo
Gängige Sorten:Abendländischer Lebensbaum, Teddy, Smaragd, Brabant
Geeignete Standorte:Sonnig, Boden ohne Staunässe
Pflanzzeit:Am besten von April bis Mai, alternativ im September
Blütezeit:März bis Mai
Gießen:Neue Pflanzungen in den ersten Wochen durchgängig feucht halten, später nur bei längeren Trockenperioden (auch im Winter), Pflanzen in Kübeln regelmäßig gießen
Düngen:Mit Kompost oder Koniferen-Dünger im Frühjahr
Rückschnitt:Ende Juni, nicht bis ins Altholz schneiden
Warnhinweis:Lebensbäume enthalten giftige ätherische Öle, bei Rückschnitt Schutzkleidung tragen, Kinder und Tiere von Pflanzen fernhalten

Lebensbaum – bekannte Sorten

Lebensbäume (Thuja) gehören zur Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Zur Gattung der Lebensbäume gehören mehrere Unterarten bzw. Sorten wie Abendländischer Lebensbaum, Riesen-Lebensbaum und Sichuan-Lebensbaum. Für Gartenbesitzer sind aber ebenso gezüchtete Lebensbaumsorten interessant. Einige der bekanntesten Lebensbaumsorten stellen wir Ihnen nachfolgend vor:

  • Abendländischer Lebensbaum: Abendländische Lebensbäume (Thuja occidentalis) erreichen teilweise Wuchshöhen von bis zu 20 Metern. Daher sind die Bäume auch für die Einzelpflanzung interessant. Allerdings verursachen große Lebensbäume wegen des dichten Wuchses einen starken Schattenwurf und die Bäume sind bei größeren Wuchshöhen relativ windanfällig. Dies sollte bei der Pflanzung berücksichtigt werden. Abendländische Lebensbäume lassen sich gut schneiden und bilden blickdichte Hecken. Einen allgemeinen Ratgeber zu Hecken, können Sie hier aufrufen!
  • Teddy: Die Sorte Teddy (Thuja occ. „Teddy“) ist eine spezielle Unterart des abendländischen Lebensbaums. Teddy-Lebensbäume zeichnen sich durch ihren kleinen, kugelförmigen Wuchs aus. Die Pflanze hat daher einen relativ geringen Pflegeaufwand und eignet sich gut für die Haltung in Kübeln. Zudem ist die Sorte sehr winterhart.
  • Smaragd: Für die Heckenpflanzung ist die Sorte Smaragd (Thuja occ. „Smaragd“) eine gute Wahl. Smaragd-Lebensbäume haben einen dichten pyramidenförmigen Wuchs. Dieser sorgt dafür, dass die Pflanzen auch im unteren Bereich genügend Licht bekommen und nicht so schnell verkahlen. Außerdem verringert sich durch die Pyramidenform der Aufwand für den Rückschnitt.
  • Brabant: Die Sorte Brabant (Thuja occ. „Brabant“) ist als Heckenpflanze stark verbreitet. Die Pflanzen sind sehr schnittverträglich und besitzen eine gute Winterhärte. Aufgrund ihres schnellen Wuchses eignen sich Brabant-Lebensbäume gut zum Anpflanzen eines Sichtschutzes. Wie Sie einen Sichtschutz pflanzen, erfahren Sie hier! Zudem ist die Sorte relativ unempfindlich gegenüber Trockenheit und Hitze.

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Optimaler Standort für Lebensbäume

Lebensbäume wachsen am besten an sonnigen Standorten. Damit Lebensbäume optimal gedeihen, sollte der Boden wasserdurchlässig sein. Dies beugt Staunässe vor. An die Bodenart stellen die Pflanzen keine besonderen Ansprüche. Sie können Thujen daher auf durchlässigen sandigen und lehmigen Böden anpflanzen. Der pH-Wert des Bodens sollte zwischen 6 und 8 liegen. Den pH-Wert Ihres Bodens können Sie mit einem Bodentest bestimmen. Zu saure Böden (niedriger pH-Wert) können Sie mit Kalk aufbereiten. Zu alkalische Böden (hoher pH-Wert) lassen sich nur schwer aufbereiten. Hier sollten Sie von einer Thuja-Pflanzung lieber Abstand nehmen.

Pflanzzeit und Pflanzung

Lebensbäume werden am besten von April bis Mai gepflanzt. Alternativ ist eine Pflanzung im September möglich. Eine Anpflanzung im Frühjahr bietet den Vorteil, dass die Pflanzen rasch Wurzeln ausbilden und deshalb nach einiger Zeit nicht mehr so anfällig für Trockenschäden sind. Wählen Sie für die Thuja-Pflanzung eine frostfreie Wetterperiode. Möchten Sie Lebensbäume als Hecke pflanzen, empfiehlt sich der Aushub eines Pflanzgrabens. Dieser sollte etwa die doppelte Breite und Tiefe des Wurzelballens haben. Der ideale Pflanzabstand für eine Lebensbaum-Hecke liegt bei ca. 40 bis 50 cm. Für die Einzelpflanzung eines Lebensbaums heben Sie ein Pflanzloch in der doppelten Größe des Wurzelballens aus. An windigen Standorten sollten Sie die Pflanze zwischen zwei Pfählen fixieren. Verwenden Sie zum Anbinden möglichst ein weiches, dickes Seil aus Naturfasern, damit die Rinde des Baums nicht beschädigt wird. Die Erde im Pflanzgraben bzw. Pflanzloch sollte mit Kompost oder Mist angereichert werden. Dies versorgt die Pflanzen in der ersten Zeit ausreichend mit Nährstoffen und bringt wertvolle Bodenmikroorganismen in den Boden ein. Um den Boden rund um Neuanpflanzungen vor Austrocknung zu schützen, können Sie eine Schicht Mulch um die Pflanzen verteilen.

Wann blühen Lebensbäume?

Lebensbäume blühen, je nach Sorte und Witterung, ca. von März bis Mai. Thuja besitzen männliche und weibliche Blüten, die allerdings klein und eher unscheinbar sind. Aus den Blüten werden hübsche Zapfen ausgebíldet.

Lebensbäume richtig pflegen

  • Gießen: Frisch angepflanzte Lebensbäume müssen durchgängig feucht gehalten werden. Gießen Sie bei wärmerer Witterung am besten täglich. Gut eingewurzelte Lebensbäume benötigen nur bei langanhaltenden Trockenperioden Wasser. Da die Pflanzen immergrün sind, ist eine ausreichende Wasserversorgung ebenfalls im Herbst und Winter erforderlich. Lebensbäume in Kübeln müssen regelmäßig gegossen werden. Bei kleinen Kübeln kann dies bei heißen, trockenen Wetterperioden täglich nötig sein. Bei kühlerem Wetter reicht eine Wassergabe meist alle 3 bis 4 Tage. Die Erde in den Kübeln sollte stets feucht, aber nicht nass sein. Um Staunässe vorzubeugen, sollten die Kübel über ausreichend Abflussbohrungen am Boden verfügen. Gießen Sie Lebensbäume nicht in der heißen Mittagszeit und bewässern Sie die Pflanzen von unten.
  • Düngen: Lebensbäume haben keinen besonders hohen Nährstoffbedarf. Eine Düngung im Frühjahr kann das Wachstum der Pflanzen allerdings fördern. Als Dünger können Sie zum Beispiel Kompost oder speziellen Koniferen-Dünger verwenden. Teilweise wird im Handel auch spezieller Thuja-Dünger angeboten. Beim Düngen sollte der Boden feucht sein, damit der Dünger gut aufgenommen wird.
  • Zurückschneiden: Lebensbaum-Hecken sollten mindestens einmal jährlich geschnitten werden, damit diese ihre Form behalten und möglichst dicht werden. Schneiden Sie Lebensbaum-Hecken am besten Ende Juni. Grundsätzlich können Lebensbäume aber von April bis September geschnitten werden. Schneiden Sie Lebensbäume nicht zu stark zurück, da die Pflanze aus Altholz kaum austreiben kann und sich so unschöne braune Stellen bilden. Der Rückschnitt sollte immer nur soweit erfolgen, dass stets ein Teil grüner Nadeln am Trieb verbleibt. Wählen Sie für den Rückschnitt möglichst keine sonnigen, heißen Tage, da die Pflanzen sonst zu viel Saft verlieren. Ausführliche Infos und Tipps zum Heckenschnitt erhalten Sie hier! Zum Schneiden von größeren Thuja-Hecken sind motorbetriebene Heckenscheren ideal. Kleine Hecken lassen sich ebenso gut mit einer Handschere schneiden. Lesen Sie hierzu am besten den Ratgeber zu Heckenscheren! Achten Sie beim Rückschnitt von Gehölzen generell darauf, dass in diesen keine Vögel nisten können.

Lebensbäume enthalten giftige Öle

Vor allem Zapfen und Zweigspitzen von Lebensbäumen enthalten ätherische Öle, die zu Haut- und Schleimhautreizungen führen können. Beim Verzehr von Pflanzenteilen sind auch schwerwiegende Vergiftungserscheinungen möglich. Tragen Sie daher beim Rückschnitt von Lebensbäumen Schutzhandschuhe, lange Kleidung und eventuell eine Schutzbrille. Halten Sie kleine Kinder und Tiere von Lebensbäumen fern.


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