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Rhododendron pflanzen und pflegen – die Tipps der erfahrenen Garten-Profis

Rhododendren gehören zu den Heidekrautgewächsen, ihr griechischer Name bedeute so viel wie Rosenbaum. Mehr als 1.000 Arten dieses beliebten Blütenstrauchs sind bekannt. Rhododendron ist nicht nur sehr schön, sondern auch für die Verwendung in Hecken und als Sichtschutz geeignet, die Pflanze ist zudem recht anspruchsvoll. Mit den Tipps aus dem Ratgeber gelingt auch Ihnen eine optimale Rhododendron-Pflege.

MerkmalInfo
Gängige Sorten:Immergrüne Großblumige Hybriden, Yakushimanum-Hybriden, Knap-Hill-Hybriden, wintergrüne Japanische Azaleen (Rhododendron japonicum), Zimmer-Azalee (Rhododendron Simsii-Hybriden), Garten-Azalee (Rhododendron molle), Indische Azalee (Rhododendron simsii), Pontische Azalee (Rhododendron luteum)
Geeignete Standorte:Leichter Schatten; lockerer, humusreicher Boden
Pflanzzeit:Anfang September bis Mitte November
Blütezeit:April bis Mai
Gießen:Gießen mit Regenwasser
Düngen:Hornspäne als Dünger
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Rhododendron – Sorten im Überblick

Die wunderschönen Rhododendren sind die Zierde eines jeden Gartens, sie erweisen sich hinsichtlich der Pflege allerdings als sehr anspruchsvoll. Die Arten und Sorten dieser Gattung tragen die Bezeichnung Azaleen. Die Heimat der Rhododendren sind die ostasiatischen Wälder, von hier stammen die meisten bekannten Arten, die im Garten Verwendung finden. Doch auch in Deutschland heimische Arten existieren in Form der Rostblättrigen Alpenrose und der Bewimperten Alpenrose in den Alpen. Rhododendron ist sauren und kalkarmen Boden gewöhnt und fühlt sich auf diesem am wohlsten. Die immergrünen Großblumigen Hybriden gehören zu den wichtigsten Sorten der Rhododendren. Sie gedeihen im Garten prächtig und können eine beeindruckende Höhe von mehreren Metern erreichen. Die sommergrünen Knap-Hill-Hybriden wachsen ebenfalls mehrere Meter hoch. Wer nach einer wintergrünen Sorte sucht, findet mit den Japanischen Azaleen die passenden Rhododendron-Pflanzen. Winterhart zeigen sich die Zimmer-Azaleen. Die Sortenvielfalt macht es leicht, geeignete Rhododendren für den eigenen Garten zu finden.

Beachten Sie, dass Rhododendren giftig sind. Die giftigen Stoffe sitzen in den Blättern und im Nektar der Rhododendron-Pflanze sowie in den Pollen. In den Mund nehmen sollte man diese Pflanzenteile also besser nicht.

Den richtigen Rhododendron-Standort auswählen

Damit die Rhododendron-Pflanzen sich optimal entfalten können, gilt es, einen passenden Standort im Garten auszuwählen, der den natürlichen Lebensbedingungen dieser Pflanze nahekommt. Da Rhododendren aus den Wäldern stammen, ist ein leicht beschatteter Platz die ideale Wahl. Der direkten Mittagshitze sollte die Pflanze nie ausgesetzt sein, darauf reagiert sie empfindlich. Allerdings benötigt Rhododendron dennoch ein wenig Licht, zu schattig darf der Standort also nicht sein. Ist es am Standort zu dunkel, werden Sie das an einer geringen Ausbildung von Blüten bemerken.

Wenn Sie ein Rhododendron-Beet ansetzen, können Sie die Waldkiefer als Schattenbaum verwenden. Die geringe Verzweigung der Wurzeln dieser Kiefer nehmen den Rhododendren keine Nährstoffe aus dem Boden weg, gleichzeitig spenden die dünnen Nadeln genug leichten Schatten. Eine Ausnahme sind die Yakushimanum-Rhododendron-Hybriden, die auch an sonnigen Standorten gedeihen. Diese Rhododendron-Pflanzen weisen einen mehlartigen Überzug auf, der vor der Sonne schützt.

Achten Sie darauf, dass der Boden humusreich und locker ist. Auf schweren Lehmböden dürfen Sie die Rhododendren nicht pflanzen, ihre Wurzeln können sich hier nicht ausbreiten. Ist der Boden zu sandig, reichern Sie ihn mit eine wenig Rindenkompost an.

Rhododendron richtig pflanzen

Die Zeit für das Pflanzen von Rhododendron ist im Herbst gekommen. Vor dem Pflanzen schneiden Sie das Netz am Wurzelballen auf, einige Pflanzen werden im Topf geliefert. Heben Sie ein Pflanzloch aus und setzen Sie die Rhododendron-Pflanze dort hinein. Geben Sie etwas Erde dazu und drücken Sie diese leicht an. Auf keinen Fall dürfen Sie den Wurzelballen zu tief in die Erde setzen, dann sterben Ihnen die empfindlichen Wurzeln schnell ab. Besser ist es, die Oberseite des Ballens freizulassen. Guckt der Wurzelballen ein wenig aus der Erde, haben Sie es richtig gemacht. Gießen Sie die Rhododendren nun ordentlich und geben Sie ein wenig ersten Dünger in Form von Hornspänen dazu. Schichten Sie um die Rhododendron-Pflanze herum noch ein wenig Mulch auf, um sie vor der Austrocknung und Temperaturschwankungen zu schützen.

Stellen Sie sich bei Ihren Rhododendren auf ein eher langsames Wachstum ein. Mit der Blüte ist in der Zeit von April bis Mai zu rechnen. Die Blütenknospen bilden sich aber bereits im Frühjahr. Die Vielfalt an Blütenfarben ist bei Rhododendron besonders groß, sogar die Rosen übertreffen sie in dieser Hinsicht.

So sieht die optimale Rhododendron-Pflege aus

Für das Gießen sollten Sie ausschließlich Regenwasser aus der Tonne verwenden. Kalkhaltiges Wasser aus der Leitung mögen Ihre Rhododendren nämlich gar nicht. Sollte Ihr Leitungswasser sehr kalkarm sein, dürfen Sie auch dieses verwenden. Verwelkte Blüten brechen Sie heraus, um Platz für neue Austriebe zu schaffen. Für den Winter müssen Sie einige Vorbereitungen treffen, wenn die Rhododendron-Pflanze an einem exponierten Ort steht. In diesem Fall benötigen Sie ein Vlies zum Abdecken. Starken Frost gilt es zu vermeiden. Rückschnitte sind ebenfalls möglich, aber nicht zwingend notwendig. Ist die Rhododendron-Pflanze gut verwurzelt, nimmt sie Ihnen selbst starke Rückschnitte mit der Heckenschere nicht übel, was beim Pflanzen von Hecken hilfreich ist. Das gilt nicht, wenn das feine Wurzelwerk nicht tief in die Erde eindringen konnte. Das ist zum Beispiel bei schweren Böden der Fall. Die empfindlichen Wurzeln können sich hier nicht ausbreiten. Schneiden Sie in diesem Fall weit zurück, behindern Sie das Wachstum.

Möchten Sie Ihre Rhododendren unbedingt für die Verwendung in Hecken in Form schneiden, müssen Sie daher vorher das Wurzelwerk überprüfen.

Rhododendron gehört zu den Pflanzen, deren Wurzeln stets feucht sein müssen. Das bringt es mit sich, dass Sie regelmäßig gießen und Ihre Rhododendron-Pflanze mit dem notwendigen Wasser versorgen sollten. Dennoch gilt es wie so häufig im Garten, die gefährliche Staunässe zu vermeiden. Diese führt sonst zu faulenden Wurzeln. Es ist daher wichtig, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann. Das gilt vor allem für die erste Wachstumsphase. Im Spätsommer dann können Sie etwas weniger gießen, das fördert die Ausbildung der Knospen.

Rhododendron richtig düngen

Wie die meisten anderen Gartenpflanzen benötigen die Rhododendren ein wenig Dünger. Damit unterstützen Sie das Wachstum und sorgen dafür, dass die Wurzeln im Boden stets genug Nährstoffe finden. Haben Sie genug Dünger verabreicht, bedanken die Rhododendren sich mit vielen Blüten und einem dunkelgrünen Laub. Das Düngen erfolgt im Frühjahr. Hornspäne bieten sich hier ebenso an wie spezieller Rhododendron-Dünger, der exakt auf die Bedürfnisse dieser Pflanzen abgestimmt ist.

Öffnen Sie vor dem Düngen die Mulchschicht auf dem Boden und tragen Sie diese wieder auf, sobald Sie den Dünger verabreicht haben. Geben Sie während der Rhododendron-Blüte etwa alle zwei Wochen Dünger in die Erde, das sollte in der Regel ausreichen. Außerhalb dieser Zeit kann die Düngergabe auf alle sechs Wochen reduziert werden.

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