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Rotbuche pflanzen und pflegen – die Tipps der erfahrenen Garten-Profis

Die Rotbuche gehört zu den wichtigsten Laubbäumen in unseren Breitengraden. Sie sieht dank ihrer roten Blätter in jedem Garten schön aus und eignet sich perfekt für das Pflanzen einer Hecke. Der Ratgeber verrät, wie Sie Ihre Rotbuche richtig pflanzen und welche Tipps es für eine optimale Pflege zu berücksichtigen gilt.

MerkmalInfo
Gängige Sorten:Klassische Rotbuche bzw. (Fagus sylvatica), rotblättrige Blutbuche (Fagus sylvatica var. Purpurea)
Geeignete Standorte:Sonnig bis schattig
Pflanzzeit:Mitte Oktober bis Anfang Dezember oder März bis April
Blütezeit:Mai bis Juni
Gießen:Junge Buchen häufig gießen
Düngen:Regelmäßiges Düngen ist gerade bei jungen Rotbuchen wichtig
Rückschnitt:Einmal im Jahr zurückschneiden (im Sommer)

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Die Rotbuche im Überblick

Am bekanntesten und am weitesten verbreitet sind die klassische Rotbuche bzw. Fagus sylvatica und die rotblättrige Blutbuche Fagus sylvatica var. Purpurea. Die wunderschöne Rotbuche bildet einzigartige Hecken aus, die so mit kaum einer anderen Pflanze erreichbar sind. Ihr starker Wuchs, die gute Verträglichkeit von Rückschnitten und das blickdichte Zusammenwachsen zu einem Sichtschutz prädestinieren sie dafür.

Die rotblättrige Blutbuche ist eine Varietät der klassischen Rotbuche und ist aufgrund der tiefroten Farbe ihrer Blätter unverkennbar. Sie weist einen äußerst dichten Wuchs auf, bildet gerade und hohe Stämme aus und zeigt sich im Winter enorm hart. Aufgrund eines fehlenden Enzyms erhalten die Blätter eine ungewöhnlich tiefrote Farbe, die bis ins Schwarz hineingeht. Damit ergeben sich im Garten interessante gestalterische Möglichkeiten. Da die rotblättrige Blutbuche sehr schnittverträglich ist, handelt es sich um das ideale Gewächs für die Verwendung in einer Hecke.

Als Heckenpflanze eingesetzt, wirkt die Rotbuche freundlich, als Baum erreicht sie eine imposante Höhe. Ihrer Robustheit, Schönheit und Vielfältigkeit verdankt die Rotbuche ihre große Beliebtheit und ihre weite Verbreitung in Deutschland. Die Widerstandsfähigkeit der Buche macht sich auch in der geringen Anfälligkeit gegenüber Krankheiten bemerkbar: In der Regel ist ein Schädlingsbefall nicht zu befürchten. Die einzige Ausnahme ist die gelegentlich auftretende Blattbräune, diese ist jedoch für die Rotbuche nicht wirklich gefährlich.

Der richtige Standort im Garten

Damit Ihre Rotbuche prächtig gedeihen kann, suchen Sie im Garten einen Standort mit lockerer und nährstoffreicher Erde. Das ist Voraussetzung für ein starkes Wachstum. Hinsichtlich der Lichtverhältnisse ist die Rotbuche wenig wählerisch. Selbst an ausgesprochen schattigen Standorten können Sie die Bäume oder Hecken pflanzen. So können Sie die Rotbuche zum Beispiel in Kombination mit anderen sonnenabhängigen Heckenpflanzen einsetzen, um Lücken bei der Gestaltung des Gartens zu schließen. Denken Sie daran, dass die Wurzeln einen gewissen Platz benötigen, um gut gedeihen zu können. Entsprechender freier Wurzelraum sollte also vorhanden sein. Unabhängig davon, ob Sie die Buche an einem sonnigen oder einem schattigen Standort pflanzen, sollte der Boden in jedem Fall ein wenig beschattet sein. Sie können die Rotbuche auch gerne an sehr windigen Standorten pflanzen. Das macht dem Gewächs wenig aus, da das weitverzweigte Wurzelwerk selbst unter schwierigen Witterungsbedingungen für den notwendigen Halt im Boden sorgt.

Tipps zum Pflanzen der Buchen

Wie andere sommergrüne Laubgehölze sollte die Fagus sylvatica in der Zeit von Oktober bis Dezember oder im Frühjahr von März bis April gepflanzt werden. Achten Sie beim Pflanzen darauf, dass die Rotbuche keinen Frost abbekommt. Das gilt es unbedingt zu vermeiden. Pflanzen Sie im Frühjahr, müssen Sie daher dem Spätfrost ausweichen. Stellen Sie also sicher, dass der Boden frostfrei ist, wenn Sie an die Arbeit gehen. Der Boden darf nicht zu Staunässe neigen und sollte für die Buche einen gewissen Lehmanteil aufweisen. Der Kalkgehalt des Bodens sollte ebenfalls nicht zu gering sein. Bei der Pflanzung der Rotbuche ist kein Rückschnitt erforderlich.

Auf die erste Blüte Ihrer Rotbuche müssen Sie lange warten. Die Rotbuche blüht tatsächlich irgendwann, lässt sich damit aber etwa 15 Jahre Zeit. Umso schöner und überwältigender ist es dann, wenn es endlich so weit ist. Das Wachstum in die Höhe hingegen geht schnell voran, etwa 30 bis 50 cm sollte Ihre Rotbuche pro Jahr hinzugewinnen.

Direkt nach dem Pflanzen der Rotbuche sollten Sie sie ausgiebig gießen. Die Pflanze benötigt nun viel Wasser, um sich mit dem Boden fest verwurzeln zu können. Möchten Sie die Rotbuche vermehren, ist nicht mehr zu tun, als im Sommer einen Steckling von der Pflanze abzuschneiden. Setzen Sie diesen einfach in die Erde und warten Sie, bis sich Wurzeln ausgebildet haben. Auf diese Weise können Sie immer wieder neue Rotbuchen anpflanzen. Das Heranziehen neuer Buchen aus Bucheckern hingegen ist wenig empfehlenswert, da die Wartezeit viel zu lang ist.

Pflege der Buche

Die Fagus sylvatica gilt allgemein als pflegeleicht, einige Tipps sollten Sie dennoch berücksichtigen. Die Rotbuche ist zwar sehr widerstandsfähig, überprüfen Sie den Boden bei stärkerem Regen jedoch auf Staunässe hin. Diese mögen die empfindlichen Wurzeln nämlich gar nicht. Staunässe durch Gießen sollte kein Problem darstellen, die Rotbuche muss nämlich in der Regel überhaupt nicht gegossen werden. Einzige Ausnahme hiervon ist die Zeit direkt nach dem Anpflanzen. Wenn Sie Ihrer Rotbuche zu einem besseren Wachstum verhelfen möchten, empfiehlt sich jedoch die Anreicherung des Bodens mit ein wenig Dünger. Als Dünger kommen einfacher Kompost sowie Hornspäne infrage. Ist der Boden sauer, sollten Sie ihn kalken. In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, eine Drainage anzulegen, damit die Jungpflanzen besser mit Wasser versorgt werden. Alle diese Hinweise gelten aber nur für die Zeit nach dem Pflanzen. Haben sich die Rotbuchen bereits voll entwickelt, benötigen sie Dünger ebenso wenig wie zusätzliches Wasser. Es genügt, Unkraut aus dem Boden zu entfernen. Ansonsten ist die Rotbuche wenig empfindlich und kann sich selbst überlassen werden. Dafür sorgt vor allem ihr stark ausgebildetes und weitverzweigtes Wurzelwerk. Dieses versetzt Fagus sylvatica in die Lage, unter den verschiedensten Bedingungen an genügend Nährstoffe und Wasser für das eigene Wachstum heranzukommen.

Buchen-Rückschnitt

Zu einer der Besonderheiten der Rotbuche gehört ihre enorme Schnittverträglichkeit. Hier können Sie gar nicht viel falsch machen und auch starkes Zurückschneiden nimmt Ihnen die Buche nicht übel. Es verwundert daher wenig, dass die Fagus sylvatica so häufig als Heckenpflanze anzutreffen ist. Der Rückschnitt kann im Bedarfsfall sogar zurück bis an den Baumstamm erfolgen. Mit der Gartenschere lässt sich die Rotbuche auch zu schmalen und filigranen Hecken zurechtschneiden. Die langen Zweige der Buche tragen dazu bei, dass sich selbst im Winter ein Sichtschutz ergibt. Eine Hecke aus Rotbuche bleibt damit das ganze Jahr über blickdicht. Das Zurückschneiden sollte im Juli erfolgen und ordentlich ausfallen. Mehr als maximal zwei Rückschnitte der Buche sind in einem Jahr nicht notwendig.

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