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Knoblauch – Gesunde Knolle im heimischen Garten

Knoblauch ist nicht nur Bestandteil einer gesunden Ernährung, sondern als charakteristisches Gewürz in der mediterran inspirierten Küche beliebt. Schon seit tausenden Jahren begleitet Knoblauch die Menschen und lässt sich dank seiner Robustheit unkompliziert im eigenen Nutzgarten anbauen.

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MerkmalInfos
StandortSonnig und idealerweise windig; lockerer und humoser Boden
PflanzzeitWinterknoblauch im Oktober, Sommer-Frühlingsknoblauch ab Februar
BlütezeitJuli/August
ErntezeitAb Ende Juli
PflegeMäßig gießen

Hintergrundwissen

Knoblauch gehört zur Gattung des Lauchs (Allium) aus der Familie der Amaryllisgewächse und wächst in sonnenreichen Regionen besonders gut. Die meist einjährig kultivierte Pflanze ist frosthart und steril, das heißt, sie bildet keine Samen aus. Stattdessen vermehrt sich die Knolle über Brutzwiebeln (Bulbillen), die sich bei manchen Sorten aus den Blüten entwickeln. Aber auch mit Hilfe der Zehen der Zwiebel können Sie Knoblauch anbauen. Die Häute der Zehen sind meist weiß, manchmal auch rosa oder grünlich. Die dekorativen Blüten sitzen auf einem langen Stängel und sind je nach Sorte weiß oder lila.

Markant an der Knolle ist der kräftige Knoblauchgeruch. Er beruht auf der schwefelhaltigen Aminosäure Aliin, die zu Allicin abgebaut wird und deren Umwandlungsprodukte den typischen Geruch abgeben. Beim Kochen verstärkt sich der Duft, frische Knollen dagegen riechen kaum.

Was hilft gegen die berüchtigte Knoblauchfahne?

Hier hat sich laut einer amerikanischen Studie Milch als wirksam erwiesen, am besten wirkt Vollmilch. Chlorophyll, das in grünen Pflanzen und Kräutern enthalten ist, soll übrigens auch Abhilfe schaffen.

Knoblauch wird eine antibakterielle Wirkung zugesagt und gerne auch bei Bluthochdruck als Pulver eingesetzt. Die Inhaltsstoffe sollen auch vorbeugend gegen Arteriosklerose helfen.

Standort

Die Knolle bevorzugt warme und sonnige Standorte auf humusreichen, lockeren Böden. Da es sich um eine flach wurzelnde Pflanze handelt, eignen sich trockene Standorte dagegen nicht. Halten Sie bei der Pflanzung Abstand zu Zwiebeln und Lauch, um eine Verbreitung der Lauchminierfliege zu vermeiden. Auch mit Kohl verträgt sich Knoblauch nicht, mit Erdbeeren, Gurken und Obstbäumen hingegen schon.

Sorten

Während die Unterscheidung von Sommer- und Winterknoblauch auf der Pflanz- und Erntezeit verschiedener Knoblauchsorten beruht, sind drei Arten am weitesten verbreitet:

Gemeiner Knoblauch (Allium Sativum)Weiß oder rot; frisch geerntet mild, wird schärfer
Schlangen-Knoblauch (Allium sativu var. ophioscorodon)Auffällig verdrehte Triebe; mild
Chinesischer Knoblauch (Allium tuberosum)Einzelne Zwiebel ohne Zehen, Blätter werden verwendet; mild

Während Winter-Knoblauchsorten im späten Herbst gepflanzt werden, können Sie Frühsorten im Februar und März setzen. Diese werden noch im gleichen Jahr reif, sind aber nicht so ertragreich wie die Wintersorten, die im Oktober gepflanzt werden.

Pflege

Setzen Sie die Zehen im Abstand von etwa zehn Zentimetern mit der Triebspitze nach oben etwa sechs Zentimeter tief in die Erde. Alternativ können Sie die Knöllchen, die sich aus der Blüte entwickeln, verwenden. Daraus entwickeln sich allerdings erst im darauffolgenden Jahr wieder erntereife Knollen, die dafür recht groß ausfallen.

Während der Wachstumsphase bis etwa Mai gießen Sie die Pflanze regelmäßig, aber nicht zu kräftig. Staunässe vermeiden Sie besser. Düngen müssen Sie Knoblauch bei humosem Boden nicht, können aber durchaus Pflanzenjauche oder Kompost anwenden.

Tipp:

Um Schäden durch die Knoblauchfliege vorzubeugen, hilft es, den Knoblauch an einen windigen Platz zu setzen. Gegen Schimmel und Fäule ist moderates Wässern und ein durchlässiger Boden von Vorteil.

Knoblauch geerntet

Ernte

Sobald sich Ende Juni, Anfang Juli der krautige Teil der Pflanze zu verfärben beginnt, steht der Knoblauch kurz vor der Erntereife. Noch bevor das Laub vollständig eingegangen ist, sollte er dann geerntet werden. Das ist meist Mitte Juli der Fall – die beste Ernte können Sie übrigens nach einem trockenen Sommer erwarten.

Zur Ernte lockern Sie vorsichtig die Erde um die Pflanze herum mit einer Gabel und ziehen sie anschließend vorsichtig heraus. Lassen Sie die Knoblauchknollen gut trocknen und entfernen Sie die Blätter (jene, die die Zehen umgeben) nicht – so hält sich die Knolle bei kühler und trockener Lagerung mindestens ein halbes Jahr lang.

Für die Ernte ausrüsten: