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Minze – erfrischendes Kraut und üppige Gartenbewohnerin

Erfrischend und belebend in der Wirkung, ist Minze als Tee und Gewürz geschätzt und im Supermarkt frisch oder getrocknet zu finden. Das wuchsfreudige Kraut lässt sich aber auch problemlos im heimischen Nutzgarten anpflanzen, wo es nicht nur einen angenehmen Duft verbreitet, sondern auch dekorativ ist.

Minze im Kurzüberblick

Pfefferminzöl
StandortSonnig bis halbschattig, Abstand zu anderen Kräutern
PflanzzeitApril/Mai oder September/Oktober
BlütezeitJuni bis September, abhängig von der Sorte
ErntezeitGanzjährig (weniger aromatisch während der Blütezeit)
PflegeJe nach Art mäßig gießen

Was sollte ich über die Minze wissen?

Bei Minze handelt es sich um eine krautartig wachsende Pflanze, die schnell wuchert und sich mit unterirdischen Ausläufern vermehrt. Sie blüht je nach Sorte zwischen Juni und September und hat weiße, rosa oder lila-violettfarbene Blüten. Sie erreicht Höhen von knapp einem Meter und ist frosthart. Im Herbst geht die Pflanze ein und treibt erst im Frühjahr wieder aus.

Minze wird mit ihrem frischen Geschmack gerne zur Würzung eingesetzt, häufig findet sie sich in Rezepten der arabischen Küche. Sehr beliebt ist auch der Pfefferminztee, der im Sommer belebt. Verantwortlich für den kräftigen und angenehmen Duft des ätherischen Öls ist das Menthol. Es wirkt desinfizierend und sorgt für ein kühlendes Gefühl auf der Haut. Auch eine krampflösende Wirkung wird dem Kraut nachgesagt, das schon lange als Heilkraut bekannt ist. Für Tees können sowohl die frischen als auch getrocknete Blätter verwendet werden.

Welchen Standort braucht die Minze?

Ein halbschattiger bis sonniger Standort ist für Minze ideal. Vollsonnige und trockene Plätze sind allerdings zu vermeiden. Zwar ist das Kraut grundsätzlich anspruchslos, nährstoffreiche Böden kommen ihm jedoch entgegen. Je nach Sorte eignet sich die Pflanze hervorragend als Bodendecker. Eine Topfhaltung ist ebenfalls möglich.

Welche Sorten der Minze gibt es?

Zur Gattung der Minzen gehören knapp 30 Arten, die wiederum natürliche Hybriden bilden, von denen die Echte Pfefferminze, Mentha x piperita, zu den bekanntesten gehört. Beliebt in Küche und Garten sind folgende Minzarten und Hybriden:

  • Ackerminze (Mentha arvensis; häufiges natürliches Vorkommen auf nährstoffreichen Flächen)
  • Wasserminze (Mentha aquatica; natürliches Vorkommen an Gewässern, intensiver Duft)
  • Korsische Minze (Mentha requienii; kleiner Wuchs mit zierlichen Blättern, rasenbildend; beliebte Zierpflanze)
  • Rundblättrige Minze (Mentha suaveolens; Nutzung als Bodendecker)
  • Hain-Minze (Mentha x villosa; Nutzung als Bodendecker)
  • Grüne Minze (Mentha spicata; häufigste Art in der industriellen Nutzung)
  • Pfefferminze (Mentha x piperita; Kreuzung aus Mentha aquatica und spicata mit bläulichem Stiel; hoher Mentholgehalt, kräftiges Aroma)

Übrigens…

… gibt es eine Reihe an Pflanzen, die zwar „Minze“ im Namen tragen, im botanischen Sinne aber keine sind. Dazu gehört die in der asiatischen Küche beliebte Koreanische Minze, die Teil der Lippenblütler-Familie ist, aber nicht zur Gattung der Minzen gehört.

Wie pflegt man Minze?

Vermehren können Sie die Pflanze durch Ableger oder auch Stecklinge, die Sie im Wasser vorwurzeln lassen und im Frühjahr oder Herbst in die Erde geben. An das Erdreich stellt Minze kaum Anforderungen, profitiert aber von einem mindestens halbschattigen Standort. Da sich die Pflanze mithilfe ihrer unterirdischen Ausläufer schnell vermehrt, sollte sie in einigem Abstand zu anderen Kräutern gepflanzt werden.

Minze mag es feucht, gießen Sie sie daher im Sommer regelmäßig und schützen Sie sie vor Austrocknung. Im Winter können Sie die Pflanze etwas abdecken und die stärksten Fröste so abmildern.

Pfefferminzblüte

Wann ist die Minze reif für die Ernte?

Ernten Sie die Blätter vor der Blüte, die zwischen Juni und August stattfindet. Diese erste Ernte ist meist hochwertiger. Auch nach der Blüte können die Blätter geerntet werden, sind jedoch nicht mehr so aromatisch. Das Menthol befindet sich in älteren Blättern, die daher über ein kräftigeres Aroma verfügen. Schneiden Sie zur Ernte die Stängel etwa fünf Zentimeter über dem Boden ab.

Verwenden Sie die Blätter frisch als Tee oder Gewürzkraut. Getrocknet hält sich Minze bei entsprechender Lagerung (trocken, kühl, dunkel) lang.

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