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Thymian – Gewürz- und Heilkraut für den heimischen Garten

Thymian gehört zur Familie der Lippenblütengewächse und ist auch unter dem Namen Quendel oder Wurstkraut bekannt. Der botanische Name des Echten Thymians, einer der verbreitetsten Arten, lautet Thymus vulgaris. Die Blätter der strauchartigen Pflanze werden in der mediterranen Küche gerne zur Würzung verwendet. Als Heilpflanze hilft sie dank der schleimlösenden Wirkung gegen Beschwerden der oberen Atemwege. Thymian wird daher beispielsweise bei Erkältungen oder Husten gerne als Tee getrunken. Im Garten oder im Topf auf der Fensterbank sieht die Pflanze außerdem mit den zierlichen Blättern und Blüten dekorativ aus.

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MerkmaleInfos
StandortVollsonnig, magere Böden; Topf mit lockerer, sandiger Erde
PflanzzeitAussaat April-Juni, Pflanzung von Stecklingen vor der Blüte
BlütezeitJuni-September
ErntezeitDas ganze Jahr über (während der Blütezeit nicht sehr aromatisch)
PflegeWenig düngen, im Herbst zurückschneiden

Hintergrundwissen

Thymian kommt wild wachsend schwerpunktmäßig im Mittelmeerraum vor. Je nachdem, ob es sich um eine kriechend oder aufrecht wachsende Art handelt, erreicht die immergrüne Pflanze eine Höhe zwischen 5 und 40 Zentimetern. Die strauchartige und stark verästelte Pflanze verholzt mit der Zeit. Die kleinen, kurz gestielten und elliptischen Blätter sind meist grau-grün und riechen aromatisch.

Ab Juni bis September trägt der Strauch viele rosafarbene und trichterförmige Blüten und ist eine hervorragende Bienenweide. Aus den zierlichen Blüten entwickeln sich anschließend dunkelbraune Nüsschen, die die schwarzen Samen enthalten.

Thymian ist ein beliebtes Heil- und Gewürzkraut, das bereits den Ägyptern für den starken Duft bekannt war und seit Jahrhunderten einen festen Platz in der Naturheilkunde einnimmt. Als Tee helfen die Blätter dank der ätherischen Öle und antibakteriellen Inhaltsstoffe wie Thymol unter anderem bei Husten, Bronchitis und Erkältungen. Die Anwendung kann auch über die Inhalation erfolgen.

Sorten

Thymian gepflückt

Von Thymian gibt es viele verschiedene Sorten, von denen nicht alle so frosthart sind wie der Echte Thymian. In der Übersicht erfahren Sie das Wichtigste über die bekanntesten Arten.

  • Echter Thymian (Thymus vulgaris; frosthart, 10-40 Zentimeter hoch, Blätter auf Unterseite kurz behaart)
  • Zitronen-Thymian (Thymus x citriodorus; duftet stark nach Zitrone, je nach Sorte mit gelben oder weißen Blatträndern, niedriger als Thymus vulgaris, Zier- und Nutzsorten, gut gegen Frost schützen)
  • Feld-Thymian (Thumus pulegiodides oder wild wachsender Quendel; lilafarbene Blüten, etwa 10 Zentimeter hoch, polsterartiger Wuchs)
  • Kaskaden-Thymian (Thymus longicaulis ssp. Odoratus; violett-rosa Blüten, Gewürzsorte, schneller teppichartiger Wuchs)
  • Sand-Thymian (Thymus serpyllum; kriechender und geringer Wuchs, rote Blüten, ideal für Steingärten)


Standort für Thymian

Die meisten Sorten sind anspruchslose Pflanzen, die auf sandigem, steinigem und magerem Böden gut gedeihen. Volle Sonne ist ideal. Zu feuchte Standorte dagegen bekommen dem Thymian nicht. Optimal sind daher Steingärten oder Mauern sowie ganz oben in Kräuterspiralen. Auch im Topf können Sie die Pflanze halten, dann aber sollte sie im Winter ins Innere kommen und in möglichst sandige Erde gepflanzt werden.

Pflege

Pflanzen Sie Jungpflanzen am besten im Frühjahr in den Garten, wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Aussäen können Sie das Gewürz ab April bis etwa Juni, die Samen müssen nur etwas in die Erde gedrückt werden. Thymian lässt sich aber auch durch Stecklinge oder durch Teilung der Wurzelballen vermehren.

Düngen müssen Sie die anspruchslose Pflanze im Freiland kaum, im Topf dagegen sollte eine gelegentliche Düngung erfolgen. Auch auf die Wässerung müssen Sie vorwiegend bei Topfkulturen achten. Im Freiland genügt es, dem Thymian nur an sehr heißen und sonnigen Tagen reichlich Wasser zu geben.

Schneiden Sie Ästchen im Herbst mit einer Gartenschere etwas zurück, damit die Pflanze im nächsten Jahr wieder gut austreibt. Nach der Blüte können die Triebspitzen gekürzt werden. Bei zu starker Verholzung erneuern Sie alte Pflanzen durch Stecklinge, die wieder deutlich aromatischer sind.

Ernte

Die Ernte des krautigen Teils mit den Blättern erfolgt das ganze Jahr über, während der Blütezeit sind die würzigen Blätter allerdings nicht sehr aromatisch. Die Blätter werden zum Würzen frisch verwendet. Aber auch getrocknet kann Thymian gut verwendet und vor allem aufbewahrt werden.

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