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Der Sauerampfer: Nahrungsmittel und Heilkraut

Der in Mitteleuropa heimische Wiesen-Sauerampfer (rumex acetosa) ist vielen Gartenbesitzern als Unkraut auf dem gepflegten Rasen ein Dorn im Auge. Damit tun sie der Pflanze jedoch Unrecht, denn der Sauerampfer lässt sich hervorragend in der Küche verwenden und als natürliche Heilpflanze einsetzen.

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Der Sauerampfer im Kurzüberblick

SortenWiesen-Sauerampfer (rumex acetosa)
StandortSonne/Halbschatten
PflanzzeitMärz bis Mai
ErnteJuni bis Juli
PflegeAuf Käfer- und Schneckenbefall achten
Für den Balkon geeignet?Ja

Der Sauerampfer als Gartenpflanze

Wenn Sie in einer ländlichen Region wohnen, können Sie den Sauerampfer theoretisch ganz einfach am Wegesrand ernten. Allerdings hat die Ernte des wild wachsenden Krautes einen entscheidenden Nachteil: Die als Nahrung verwendeten Blätter sind oft stark durch Pestizide und anderen Schadstoffe belastet. Denken Sie auch daran, wie viele Hunde beim Spaziergang ihre „Duftmarken“ hinterlassen. Es ist daher wesentlich sinnvoller, Saatgut oder junge Pflanzen im Topf zu kaufen und diese im heimischen Garten zu züchten. Dabei haben Sie die Wahl zwischen dem großen (bis zu einem Meter hoch wachsenden) Sauerampfer und dem kleinen (bis zu 30 Zentimeter hoch wachsenden) Sauerampfer. Eine interessante Sorte ist der von feinen roten Äderchen durchzogene Blutampfer: Diese macht sich optisch gut im Salat und schmeckt etwas milder als die anderen Ampfern.

Wozu wird der Sauerampfer verwendet?

Fragen Sie sich, was Sie mit dem zarten und leicht säuerlichen Blattgrün anfangen können? Hier sind nur einige Tipps:

  • Sauerampfersuppe (ein Klassiker!)
  • Grundlage für einen grünen Salat beim sommerlichen Grillen
  • Zutat für grüne Smoothies
  • Gemüsebeilage (zum Beispiel vermischt mit Spinat)
  • Eine der sieben klassischen Ingredienzien der Frankfurter Grünen Soße
  • Entschlackender Aufguss

Beachten Sie, dass die Pflanze aufgrund ihres hohen Gehaltes an Oxalsäure (Kaliumhydrogenoxalat) nicht allzu häufig genossen werden sollte. Dies gilt vor allem für Kinder und für Menschen mit einem Nierenleiden.

An welchem Standort gedeiht der Sauerampfer am besten?

Als mitteleuropäische Wiesenpflanze ist der Sauerampfer eher anspruchslos. Ideal ist ein mittelschwerer Boden mit einem pH-Wert unter 6 im Halbschatten oder in der Sonne.

Sauerampfer Blätter

Wann muss der Sauerampfer gepflanzt werden?

Die Aussaat erfolgt im Frühling ab März, wenn die Gefahr der Bodenfröste gebannt ist. Junge Pflanzen aus dem Topf können auch im April oder Mai noch gepflanzt werden, um von einer Ernte im gleichen Sommer zu profitieren. Lassen Sie zwischen den einzelnen Pflanzen etwa 40 bis 50 Zentimeter Platz. Von der Aussaat bis zur ersten Ernte vergehen in der Regel nur wenige Wochen, wobei dies natürlich stark witterungsabhängig ist.

Ernte – wann ist der Sauerampfer reif?

Geerntet wird der Sauerampfer im Juni/Juli, wenn die Blätter grün und zart sind. Dabei werden stets nur einige äußere Blätter gepflückt, sodass die Pflanze dauerhaft wächst und immer neue Blätter treibt.

Wann ist Schluss mit der Ernte?

Der Sauerampfer trägt seinen Namen nicht von ungefähr: Je älter die Blätter werden, desto mehr Oxalsäure bildet sich in ihnen und sorgt für Bauchgrimmen. Sobald sich die Blätter an den Spitzen rötlich verfärben, sollten Sie sie nicht mehr in der Küche verwenden.

Welche Pflege benötigt der Sauerampfer?

Als Quasi-Unkraut vermehrt sich der Sauerampfer schnell und vor allem rasant. Da er tiefe Wurzeln treibt, ist er nur schwer wieder loszuwerden. Am besten säen oder pflanzen Sie ihn deshalb in einer separaten Pflanzkiste, deren Inhalt Sie im Notfall komplett entsorgen können, oder bauen Sie ein Hochbeet. Eine kleine Pflanzkiste oder ein Kübel sind außerdem ideal geeignet, wenn Sie den Sauerampfer auf einem Balkon züchten möchten.

Bei länger anhaltenden Trockenphasen im Sommer sollten Sie die Pflanzen regelmäßig gießen, um den Boden feucht zu halten. Düngen ist nicht notwendig. Um das Blattwachstum für eine möglichst üppige Ernte anzuregen, entfernen Sie beizeiten die Blütenstände der einzelnen Pflanzen.

Die grünen Blätter üben eine magische Anziehungskraft auf Schädlinge aus, vor allem auf den gefräßigen Ampferblattkäfer. Prüfen Sie die Blätter stets auf Befall mit den Eiern des Käfers. Auch Schnecken machen sich gerne über den Sauerampfer her. Lesen Sie hier, wie Sie mit den Schnecken fertig werden.

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