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Gemüse ernten: Der große Erntekalender

Frisches Gemüse, knackige Salate und aromatische Kräuter – der eigene Garten liefert frische Lebensmittel in Spitzenqualität. Nach der Aussaat oder dem Setzen der Vorkultur beginnt das Warten. Während der Wachstumszeit hegen und pflegen Sie Ihre Pflanzen und beobachten gespannt die Entwicklung. Düngen, Wässern mit Gartenschlauch oder Gießkanne und Unkrautjäten gehören in dieser Phase zum täglichen Ritual. Auch der Schutz vor Schnecken und anderen Schädlingen wie Wühlmäusen ist wichtig. Doch wann können Sie Ihre Ernte endlich beginnen? Erfahren Sie hier, wann Sie welches Gemüse ernten und die Früchte Ihrer Arbeit genießen können.

Der große Erntekalender: Wann Gemüse ernten?

Die Erntezeit im eigenen Garten ist lang. Lediglich im tiefsten Winter und im Frühjahr, wenn sich die Vorräte dem Ende neigen, ist die Versorgung schwierig. Der folgende Kalender zeigt, wann Sie welches Gemüse ernten können.

SORTEN JAN FEB MÄR APR MAI JUN JUL AUG SEP OKT NOV DEZ
Blumenkohl
Brokkoli
Buschbohnen
Chinakohl
Eissalat
Feldsalat
Fenchel
Frühkartoffeln
Frühlingszwiebeln
Grünkohl
Gurken
Kartoffeln
Karotten
Kohlrabi
Kopfsalat
Lauch
Radieschen
Rettich
Rosenkohl
Rote Rüben
Rotkohl
Schalotten
Schälerbsen
Schwarzwurzel
Sellerie
Spinat
Stangenbohnen
Tomaten
Weißkohl
Wirsing
Zuckererbsen

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Gemüse ernten: Morgens, mittags oder abends?

Großmutter holte den Salat immer am Morgen aus dem Beet. Sie wollte nicht nur zeitig zu Mittag essen, der Salat soll am Morgen auch knackiger sein. Stimmt die Theorie? Morgens sind die Pflanzen gut mit Wasser versorgt, die Zellen sind prall und fest. Deshalb ist es empfehlenswert, morgens empfindliches Gemüse zu ernten. Salate und zarte Kräuter wie Basilikum können in der Mittagshitze schlaff und wenig appetitlich werden. Auch wenn Sie die Früchte einige Tage lagern möchten, ist es wichtig, am Morgen zu ernten.

Allerdings hat die frühe Ernte auch Nachteile. In der Nacht steigt der Gehalt an Nitrat in den Pflanzen an. Nitrat ist ein wichtiger Nährstoff für Pflanzen. Sie benötigen den Stoff, um Proteine zu bilden. Zusätzlich braucht das Gemüse allerdings auch Licht. Deshalb sinkt der Nitratgehalt im Laufe des Tages ab. Der geringere Lichteinfall im Gewächshaus erhöht den Nitratgehalt ebenfalls. Robuste Sorten wie Knollengemüse können Sie auch gut am Abend ernten. Um leckeres Gemüse zu erhalten, ist die Tageszeit ebenso wichtig wie der Reifegrad.

Früh-Gemüse ernten: Warten Sie nicht zu lange

Erbsen werden mit zunehmendem Reifegrad mehlig. Kohlrabi entwickelt holzige Stellen und Auberginen entwickeln ein wattiges Innenleben, wenn Sie den optimalen Zeitpunkt verpassen, das Gemüse zu ernten. Bei frühen Gemüsesorten gilt: Es lohnt sich nicht, die Ernte für höhere Erträge nach hinten zu verschieben. Sie erhalten zwar größere Früchte, aber der Geschmack leidet sehr. Salatgurken sind schmackhaft, wenn die Schale noch glatt und grün ist. Auch Zucchini schmecken kleiner besser. Zeigen sich bei diesen Sorten gelbe Stellen, ist der optimale Reifegrad überschritten und Sie sollten das Gemüse umgehend ernten. Auberginen sind erntereif, wenn die Schale ein wenig Glanz verliert. Dann ist das Fruchtfleisch noch fest und die Kerne sind weiß und weich. Schlägt die Farbe der Schale in Braun um, gehören die Früchte eher auf den Kompost als in den Kochtopf.

Spät-Gemüse ernten: Warten zahlt sich aus

Späte Gemüsesorten profitieren von einer späten Ernte. Rettich, Möhren und anderes Wurzelgemüse werden auf Dauer immer aromatischer. Dieses Gemüse früh zu ernten, senkt nicht nur den Ertrag, auch der Geschmack leidet. Kohlsorten wie Rosenkohl und Grünkohl schmecken erst nach dem ersten Frost richtig lecker, spezielle Lauchsorten wachsen auch noch, wenn das Thermometer nahe 0 geht. Schwarzwurzeln und Pastinaken können mit einer Strohschicht im Boden bleiben. So können Sie auch im Winter immer knackiges und frisches Gemüse ernten.

Gemüse ernten: Ist es schon reif?

Während der Erntezeit der einzelnen Sorten, sollten Sie das Gemüse regelmäßig begutachten, um den optimalen Erntezeitpunkt nicht zu verpassen. Je nach Sorten sind die Reifezeichen unterschiedlich:

  • Knickt bei Zwiebeln das Grün und wird es gelb, ist es Zeit, das Gemüse zu ernten.
  • Bei Tomaten ernten Sie während der Saison täglich die vollreifen, komplett roten und festen Früchte, die sich leicht lösen lassen.
  • Kohlrabi schmecken sehr gut, wenn Sie die Größe eines Tennisballs erreichen.
  • Hat der Rhabarber seine Blätter voll entfaltet, können Sie das Gemüse ernten.
  • Kürbisse sind reif, wenn die Frucht beim Klopfen hohl klingt.
  • Kolben von Zuckermais ernten Sie, wenn Sich die Fäden schwarz färben.
  • Trocknet die Schnittfläche an einer Süßkartoffel schnell ab, sollten Sie dieses Gemüse ernten.