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Cranberry richtig anpflanzen und ernten

Die Cranberry (Vaccinium macrocarpon), teilweise auch Großfrüchtige Moosbeere genannt, erfreut sich aufgrund ihrer zahlreichen positiven Wirkungen auf die Gesundheit immer größerer Beliebtheit. So wird der Saft der Beeren unter anderem in der Naturheilkunde bei Blasentzündung eingesetzt. Cranberries enthalten viele Vitamine und Proanthocyanidine, die unter anderem als sehr effektive Antioxidantien fungieren. Die robusten Cranberry-Zwergsträucher können leicht in vielen Gärten angebaut werden. Einen allgemeinen Ratgeber zur Planung Ihres Gartens können Sie hier abrufen!

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Cranberry – die wichtigsten Fakten

SortenBergmann, Franklin, Early Black
StandortSonnig bis halbschattig; saurer, nährstoffarmer Boden
PflanzzeitFrühjahr oder Herbst
BlütezeitMai bis August
PflegeBis auf gelegentliches Auslichten kaum Pflege nötig
ErntezeitSeptember bis Oktober (je nach Witterung)

Welche Cranberry-Sorten eignen sich am besten für den heimischen Garten?

Insgesamt sind bisher ca. 130 Cranberry-Sorten bekannt. Für den Anbau im Garten haben sich unter anderem die Sorten Bergmann und Franklin bewährt, da diese in der Regel vor der Frostperiode reif sind und so die Früchte nicht erfrieren können. Ebenfalls relativ früh reif sind die Beeren der Sorte Early Black. Zudem sind Early-Black-Sträucher frosthart und kommen im Gegensatz zu vielen anderen Sorten auch mit halbschattigen Standorten zurecht.

Was ist bei der Standortauswahl für Cranberries zu beachten?

Cranberries stellen einige Ansprüche an den Standort.

  • Sonnig: Die meisten Cranberry-Sorten schätzen sonnige Standorte. Nicht zu empfehlen sind deshalb Pflanzungen unter Bäumen, größeren Büschen oder in der Nähe schattenwerfender Gebäude.
  • Boden-pH-Wert unter 7: Cranberries bevorzugen saure Böden mit einem Boden-pH-Wert von unter 7. Da Kalk den Boden-pH-Wert anhebt, dürfen Cranberries nicht mit Kalk gedüngt werden. Nicht zum Anbau geeignet sind deshalb auch kalkhaltige, alkalische Böden. Generell ist es recht schwer, den pH-Wert von alkalischen Böden dauerhaft abzusenken. Deshalb sollten Sie bei dieser Bodenart besser auf den Anbau von Cranberries verzichten.
  • Nährstoffarmer Boden: Weiterhin benötigen Cranberry-Sträucher relativ nährstoffarme Böden. Eine Düngung mit zum Beispiel Stickstoff ist bei Cranberries daher meist kontraproduktiv und führt zu „Geilwuchs“ mit geringem Fruchtansatz.

Cranberry-Sträucher richtig pflanzen

Pflanzen Sie Cranberries am besten im März oder Mai. Alternativ ist auch der Herbst bis zum Beginn der Frostperiode ein guter Pflanzzeitpunkt. Die Pflanzen werden etwa im Abstand von 10 bis 20 cm gesetzt (je nach Größe der Setzlinge). Bei kleinen Setzlingen ist ein Pflanzloch mit einer Tiefe von 8 bis 10 cm meist ausreichend. Gießen Sie die Setzlinge nach der Pflanzung gut an und wässern Sie diese in den ersten vier bis sechs Wochen nach der Pflanzung regelmäßig. Cranberries wachsen sehr schnell und so bilden die Zwergsträucher schon nach wenigen Jahren einen dichten, bodendeckenden „Teppich“.

Cranberries optimal pflegen

In länger anhaltenden trockenen Witterungsperioden müssen Cranberries gegossen werden. Zudem sollten Sie die Pflanzung regelmäßig von Unkraut befreien. Um dem starken Wuchs der Beerensträucher Einhalt zu gebieten, können größere Sträucher im Frühjahr zurückgeschnitten werden. Ein Rückschnitt bzw. eine Auslichtung fördert bei älteren Sträuchern zudem die Ausbildung neuer Triebe und somit den Fruchtansatz. Übertreiben Sie es mit dem Rückschnitt aber nicht. In der Regel ist dieser nur ca. alle drei Jahre erforderlich. Eine Düngung ist bei Cranberries eher selten nötig. Lässt der Wuchs trotz genügend Feuchtigkeit und passendem Standort zu wünschen übrig, düngen Sie die Sträucher am besten mit speziellem Cranberry- oder Heidelbeer-Dünger.

Blüten und Beeren vor Frost schützen

Cranberrie-Blueten

Möchten Sie eine möglichst reichhaltige Cranberry-Ernte einfahren, sollten Sie die Blüten der Sträucher im Frühjahr bei angesagtem Frost unter –4 °C zum Beispiel mit einem speziellen Frostschutzvlies schützen. Bei geringem Frost kann auch eine Beregnung die Blüten vor dem Erfrieren bewahren. Sind die Beeren im Herbst vor den ersten Nachtfrösten noch nicht abgeerntet, empfiehlt sich auch hier ein Frostschutz mit einem Vlies.

Die Beerenernte

Cranberries sind, je nach Sorte und Witterung, von September bis Ende Oktober reif. Reife Beeren erkennen Sie an der tiefroten äußeren Färbung. Außerdem ist bei reifen Beeren auch das Fruchtfleisch rot gefärbt. Die Beeren pflücken Sie direkt per Hand vom Strauch. Unbeschädigte, reife Cranberries springen übrigens wie in Flummi von hartem Boden ab. Meist tragen allerdings erst drei- bis vierjährige Sträucher Beeren.

Fun Fact:

Bei großen, kommerziellen Pflanzungen werden die Cranberry-Felder geflutet. Da die Beeren im Inneren teilweise hohl sind, schwimmen sie an der Wasseroberfläche. Damit sich die Beeren vom Strauch lösen, ist allerdings eine relativ starke Wasserströmung nötig.

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