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Granatapfel als Zier- und Nutzstrauch – Ratgeber für Hobbygärtner

Granatapfel-Sträucher (Punica granatum) können mit ihren roten Blüten und Früchten im Garten als Zierstrauch einen schönen Farbakzent setzen. Unter optimalen Bedingungen trägt der Granatapfel zudem wohlschmeckende Früchte mit gesundheitsförderlicher Wirkung, die unter anderem reich an Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen sind. Wie Studien zeigen, ist auch schonend hergestellter Granatapfelsaft sehr gesund.

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Granatapfel im Kurzüberblick

SortenKazake, Favorite, Salavatski, Nana
StandortSonnig, geschützt
PflanzzeitFrühjahr nach Ende der Frostperiode
BlütezeitApril bis September
PflegeWährend der warmen Jahreszeit regelmäßig gießen, von Mitte März bis August nach Bedarf düngen
ErntezeitSeptember bis November

Welche Granatapfel-Sorte sollte ich wählen?

Offener Granatapfel

Möchten Sie Granatapfel-Sträucher nicht im Kübel anpflanzen, der zur Überwinterung ins Haus geholt werden muss, sollten Sie möglichst frostharte Sorten wählen. Dazu zählt zum Beispiel die Sorte Kazake, die Temperaturen von bis zu –20 °C standhält. Weiterhin erfreuen Sie Kazake-Granatäpfel mit prächtigen roten Blüten. Mit einer Wuchshöhe von bis zu zwei Metern und den hellen orangefarbenen Blüten ist auch die robuste und winterharte Sorte Favorite im Garten ein echter Hingucker. Durch besonders große Früchte zeichnet sich die ebenfalls frostharte Sorte Salavatski aus. Wünschen Sie eine Granatapfel-Sorte mit zierlichem Wuchs und zahlreichen kleinen Blüten, ist die Sorte Nana eine gute Wahl.

Der optimale Standort

Granatäpfel bevorzugen sonnige, vor Wind geschützte Standorte. Möchten Sie weniger frostharte Granatapfel-Sorten im Kübel anpflanzen, ist zum Beispiel eine südlich ausgerichtete Terrasse ein guter Standort. Natürlich eignen sich Granatäpfel ebenfalls gut als Bepflanzung für einen Wintergarten. Bei der Pflanzung im Freiland sind zum Beispiel Standorte an Südwänden vorteilhaft.

Welchen Boden bevorzugen Granatäpfel?

Die meisten Granatapfel-Sorten bevorzugen durchlässige Böden ohne Staunässe. Schwere Lehmböden sind für die Pflanze nicht geeignet. Sie können Lehmböden aber auflockern, indem Sie diesen Sand oder Lavasplit hinzufügen. Bei einer geplanten Freilandpflanzung müssen verdichtete Sperrschichten wie Ortstein durch einen tiefen Aushub des Pflanzlochs „durchbrochen“ werden. Der Boden sollte einen mäßigen Nährstoffgehalt bei hohem Humusgehalt aufweisen. Es werden Böden mit neutralem bis schwach saurem Boden-pH-Wert bevorzugt.

Granatapfel richtig pflanzen

Sehr kleine Granatapfel-Pflanzen sollten Sie möglichst in einen Kübel pflanzen. So können Sie diesen während strenger Frostperioden ins Haus holen. Ab einer Wuchshöhe von 50 bis 60 Zentimetern können winterharte Sorten auch direkt im Freiland gepflanzt werden. Kübel bzw. Pflanzloch sollten mindestens die doppelte Größe des Wurzelballens haben. Als Pflanzsubstrat eignet sich handelsübliche Gartenerde. Mit Kompost angereicherter Mutterboden ist aber meist eine ebenso gute Alternative. Nach dem Pflanzen muss der Granatapfel-Strauch gut angegossen werden.

Pflege und Düngung

Bei trockenen Wetterperioden während der Wachstumszeit (Frühjahr, Sommer) muss der Granatapfel regelmäßig gegossen werden. Achten Sie allerdings darauf, dass keine Staunässe entsteht. In der Zeit von ca. Mitte März bis August kann im Abstand von etwa drei Wochen eine Gabe Flüssigdünger sinnvoll sein. Dies gilt besonders für Pflanzen in kleinen Kübeln. Überdüngen Sie die Pflanzen jedoch nicht. Im Zweifelsfall kann ein Bodentest über den Nährstoffgehalt des Substrats Auskunft geben.

Muss ich einen Granatapfelbaum schneiden?

Granatäpfel werden nur zurückgeschnitten, wenn der Wuchs zu sehr ausufert, lichte Stellen entstehen oder abgestorbene Zweige entfernt werden müssen.

Überwinterung

Bluete des Granatapfels

Wenig frostharte Granatapfel-Sorten sollten in einem kühlen, frostfreien Raum (möglichst unter 10 °C) überwintert werden. Zur Überwinterung können Sie zum Beispiel unbeheizte, dunkle Kellerräume wählen, da die Sträucher bei niedrigen Temperaturen nicht wachsen und daher auch kein Sonnenlicht für die Fotosynthese benötigen. Während der Überwinterung sollte der Kübel nur leicht feucht gehalten werden. Nach Ende der Frostperiode wird die Pflanze möglichst schnell wieder nach draußen gebracht. Einen allgemeinen Ratgeber zum Überwintern von Pflanzen können Sie hier abrufen!

Wie Granatäpfel richtig ernten?

Geerntet werden Granatäpfel hauptsächlich von September bis Oktober. Die Frucht des Granatapfels ist in der Küche bis zu drei Wochen lagerfähig. Bei Lagerung im Kühlschrank sind Granatäpfel teilweise nach Monaten noch zum Verzehr geeignet. Lassen sich selbst geerntete Früchte nicht schnell genug verzehren, können Sie Ihrer Gesundheit auch mit einem köstlichen Saft aus den Früchten etwas Gutes tun. Entfernen Sie dazu die Schale der Früchte und drücken Sie die Samen (Kerne) durch ein Sieb. Am besten frieren Sie größere Mengen Saft ein, da dieser ohne Erhitzen nur sehr kurz haltbar ist. Zum Einfrieren sind zum Beispiel Kunststoffflaschen gut geeignet, da diese im Gegensatz zu Glasflaschen im Froster nicht so leicht zerspringen.

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