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Die pflegeleichte Haselnuss trägt klangvolle Namen

Webbs Preisnuss, Rote Zellernuss, Hallesche Riesennuss oder das Wunder aus Bollweiler: Kultivierte Haselnusspflanzen tragen klangvolle Namen. Die pflegeleichte Haselnuss ziert den Garten als Hecke oder Baum. Zudem ernten Sie im Herbst aromatische Früchte mit hohem Nährwertgehalt. Unser Ratgeber liefert Tipps zur Anpflanzung und Pflege von Haselnussgewächsen.

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Enge Nachbarschaft fördert eine reiche Ernte

Viele Haselnüsse

Üblicherweise gedeiht die Haselnuss an einem üppigen Strauch. Bei regelmäßigem Beschnitt der zahlreichen Stockausschläge wächst sie zum Baum heran. Die Kulturhasel gibt es in rund 100 verschiedenen Fruchtsorten. Diese unterscheiden sich im Wesentlichen in zwei Hauptarten:

  • Zellernüsse gehen auf die ursprüngliche Waldhasel zurück. Sie haben kurze zweiblättrige Fruchthüllen. Die Gewächse sind für kleine Gärten gut geeignet, weil sie wenig Ausläufer ausbilden.
  • Lambertsnüsse stammen aus Mitteleuropa. Die röhrenförmigen Hüllen umschließen die Frucht. Die Haselnüsse zeichnen sich durch ein intensives Aroma aus.

Haselnussgewächse blühen von März bis April. Im September und Oktober sind die Früchte erntereif. Jede Pflanze besitzt männliche und weibliche Blüten. Die Bestäubung übernimmt hauptsächlich der Wind. Mit mindestens zwei Sträuchern in unmittelbarer Nachbarschaft fällt die Ernte höher aus.

Welcher Standort eignet sich?

Die Haselnuss beansprucht viel Platz. Nach mäßigem Wuchs in den ersten Lebensjahren entfaltet sich die Pflanze mit weit verzweigten Ästen. Viele Ausläufer an der Stammbasis verleihen ihr ein strauchartiges Erscheinungsbild. Das Gewächs ist als blickdichte Hecke geeignet. Regelmäßiges Stutzen verhindert die Ausbreitung auf das Nachbargrundstück. An sonnigen Standorten oder im Halbschatten breitet sich die Haselnuss in einer Höhe und Breite von bis zu sechs Metern aus. Im Schatten wächst die Pflanze ebenfalls gut. Dort gedeihen allerdings weniger Früchte.

Wann ist die beste Pflanzzeit?

Der Herbst ist die ideale Pflanzzeit für Haselnussgewächse. Sie sind in einem lockeren, humushaltigen und wasserdurchlässigen Boden gut aufgehoben.

Unreife Haselnüsse am Baum

Anleitung zum Anpflanzen von Haselnussgewächsen in sechs Schritten:

  1. Zunächst graben Sie den Boden gut um und entfernen vorhandenes Unkraut.
  2. Anschließend heben Sie ein Pflanzloch mit einem Durchmesser von rund 50 Zentimetern und 30 Zentimetern Tiefe aus.
  3. Magere Böden reichern Sie mit etwas Kompost an.
  4. Vor dem Einpflanzen wässern Sie die Sträucher mit blanken Wurzeln einige Stunden lang.
  5. Danach setzen Sie das Haselnussgewächs in das Pflanzloch und treten die Erde an.
  6. Zum Angießen verwenden Sie mindestens zwei Gießkannen Wasser pro Pflanze.

In einem Abstand von einem halben Meter wachsen die Pflanzen zu einer dichten Haselnusshecke zusammen. Ein Pflanzabstand von zwei Metern erleichtert den Rückschnitt der ausgewachsenen Sträucher.

Bewässerung und Dünger gut dosieren

In der Wachstumsphase benötigen Haselnussgewächse noch etwas Unterstützung. Regelmäßiges Gießen fördert die Entwicklung. Vom zweiten Jahr an reichen die natürlichen Regenfälle der genügsamen Pflanze aus. Lediglich in anhaltenden Hitzephasen ist eine zusätzliche Bewässerung ratsam. Gegen Abend setzen Sie die Haselnuss mit einem Gartenschlauch kräftig unter Wasser. Während des Anwachsens kräftigt organischer Dünger die Wurzeln. Anschließend kommt die Haselnuss mit einer jährlichen Zugabe von flüssigem Volldünger aus. Als einziger Feind bedroht der Haselnussbohrer die Pflanzen. Dieser Rüsselkäfer bohrt kleine Löcher in die Nussschale, frisst den Kern auf und legt seine Larven in der Schale ab. Zur Schädlingsbekämpfung genügt die sorgfältige Entsorgung der befallenen Nüsse an der Pflanze und auf dem Boden.

Was ist beim Rückschnitt zu beachten?

Ein alljährlicher Rückschnitt verhindert das Verkahlen von Haselnussgewächsen. In unbeschnittenen Exemplaren gelangt wenig Licht ins Innere. Dort setzen sie kaum noch Nüsse an. Außerdem zähmen Sie das unkontrollierte Wachstum der Pflanzen mit dem Einsatz einer Heckenschere.

Checkliste für einen effektiven Rückschnitt:

  • Entfernen Sie regelmäßig Wildtriebe und überalterte Äste direkt an der Ansatzstelle.
  • Im Herbst schneiden Sie nach der Ernte ältere Triebe bodennah ab.
  • Dünne Ruten reißen Sie bereits im Sommer aus, solange sie noch grün und weich sind.
  • Im zeitigen Frühjahr dämmt ein starker Rückschnitt die Ausbreitung der Zweige ein.
  • Soll aus der Pflanze ein Haselnussbaum heranwachsen, müssen Sie die Schösslinge am Stamm entfernen.
  • Haselnussgewächse verkraften einen radikalen Rückschnitt. Die nächste Ernte verzögert sich danach allerdings um zwei bis vier Jahre.

Die Ernte genießen

Die Haselnussernte beginnt Anfang September. Die reifen Nüsse schütteln Sie etwa alle drei Tage von den Ästen. Nach dem Aufsammeln befreien Sie die Nüsse von den Fruchthüllen und breiten sie in einem trockenen Raum auf Holzrosten zum Trocknen aus. Kurz nach der Ernte schmecken Haselnüsse besonders mild und aromatisch. Kühl und trocken gelagert sind sie in der Schale bis zu zwölf Monate haltbar.

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