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Heidelbeeren selber pflanzen und ernten – so gelingt‘s

Heidelbeeren – oder Blaubeeren, wie die in Europa heimischen Arten auch genannt werden – gehören seit Langem zu den beliebten Beerensorten. Die vitaminhaltigen Beeren unterstützen eine gesunde Ernährung. Ihre Inhaltsstoffe schalten schädliche Radikale aus und stabilisieren dadurch das Immunsystem. Sie können das Risiko von Schlaganfällen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren und selbst das Krebsrisiko sollen Blaubeeren mindern. Lange Zeit war es schwierig, die Beeren, deren natürlicher Standort der Wald ist, im Garten zu kultivieren. Inzwischen stehen dafür spezielle Kultur-Heidelbeeren zur Verfügung, die ihren Ursprung vorwiegend in Nordamerika haben.

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Heidelbeeren im Überblick

Botanische DetailsVaccinium, Heidekrautgewächs
SortenGartenheidelbeere, Waldheidelbeere, Kulturheidelbeere, Duke, Bluecrop, Berkeley, Heerma, Ama, Poppins, Patriot
StandortSonnig, windgeschützt, im Beet oder Kübel
BodenLocker, humusreich, eher sauer mit pH-Wert 4–5, feucht
PflanzzeitHerbst, Frühjahr
BlütezeitMai
DüngungHeidelbeer-Spezialdünger oder Rhododendron-Dünger im zeitigen Frühjahr und im Frühsommer
PflegeRegelmäßige, gleichmäßige Bewässerung mit Regenwasser, kein kalkhaltiges Wasser, keine Staunässe
ErnteJuli bis August

Warum sind Heidelbeeren blau?

Heidelbeeren am Baum

Aufgrund ihrer kräftigen blauen Farbe sind Heidelbeeren auch als Blaubeeren bekannt. Während in wilden Blaubeeren, die Sie im Wald sammeln, das Fruchtfleisch ebenso blau ist wie die Haut, finden Sie in Kultur-Heidelbeeren ein dunkelgelbes bis grünes Fruchtfleisch. Der angenehme Geschmack der verschiedenen Sorten ist dennoch sehr ähnlich. Ursache für die blaue Farbe der Beeren sind die Anthocyane, die in vergleichsweise hoher Konzentration vorhanden sind. Als Bioflavonoide sind die Anthocyane verantwortlich für die positive gesundheitliche Wirkung der Beeren.

Wo gedeihen Heidelbeeren besonders gut?

In der Natur wachsen Blaubeeren auf moorigen und anderen humusreichen Böden, meist auf Waldlichtungen von Tannenwäldern oder in Heidegebieten. Für einen guten Wuchs und eine reichhaltige Ernte sollten Sie diese Bedingungen möglichst auch in Ihrem Garten erfüllen. Die Pflanzen danken es Ihnen mit einem kräftigen Wuchs, wenn Sie an einem sonnigen Platz Rindenkompost von Fichten, Kiefern oder Tannen zusammen mit Hackschnitzeln von Nadelholz unter den Boden mischen. Nadelholz ist so wichtig, weil nur in Nadelholzmulch die Mykorrhiza-Pilze überleben, die in einer engen Symbiose mit Heidelbeeren leben. Obwohl Blaubeersträucher selbstbefruchtend sind, sorgt die direkte Nachbarschaft mit einer anderen Heidelbeersorte für größere Früchte und eine reichhaltigere Ernte. Pflanzen Sie dazu die jungen Sträucher in einem Abstand von mindestens 70 Zentimetern.

Wann ist die richtige Pflanzzeit?

Die ideale Pflanzzeit für Sträucher und damit auch für die zu den Heidesträuchern gehörenden Heidelbeerpflanzen sind der Herbst oder das Frühjahr. Achten Sie beim Ausheben der Pflanzmulde darauf, dass sie breit sein soll, aber nicht sehr tief. Eine Tiefe von 40 Zentimetern reicht aus, während der Durchmesser der Mulde 80 Zentimeter bis zu einem Meter betragen soll. Blaubeeren wurzeln nicht tief, sondern großflächig. Setzen Sie die Pflanzballen nur so tief in das Pflanzloch ein, dass der Ballen einige Zentimeter aus dem Boden herausragt. So ist eine ausreichende Belüftung für die Wurzeln gewährleistet, um ein Faulen zu verhindern. Zum Schutz des Pflanzballens können Sie ihn mit grobem Mulch anhäufen.

Unreife Heidelbeeren am Baum

Welche Pflege benötigen Heidelbeeren?

Gießen Sie die Heidelbeersträucher regelmäßig, aber mäßig. Sie mögen weder Trockenheit noch Staunässe. Kalk mögen Blaubeerpflanzen ebenfalls nicht. Daher sollten Sie die Sträucher nur mit Regenwasser gießen. Ein Rückschnitt ist bei jungen Pflanzen nicht nötig. Von älteren Sträuchern sollten Sie im Herbst alte und sehr dicht stehende Triebe entfernen. Zwei Düngungen im Jahr sorgen für eine reichhaltige Ernte. Düngen Sie mit Heidelbeer-Spezialdünger im Frühjahr und im Herbst.

Wann sind Blaubeeren reif zur Ernte?

Erntezeit für Heidelbeeren ist von Anfang Juli bis Mitte August. Abhängig von der Sorte sind die Beeren eher oder etwas später reif. Pflügen Sie die Beeren einfach von den Sträuchern ab. Für flache Sorten lohnt sich die Anschaffung eines Hochbeets.

Verarbeiten Sie die frischen Blaubeeren in verschiedenen Rezepten zu gesunden Mahlzeiten:

  • Blaubeerpfannkuchen
  • Heidelbeerkompott
  • Heidelbeersirup
  • Blaubeer-Muffins
  • Blaubeerobstkuchen
  • Blaubeerquark
  • Heidelbeerwein
  • Heidelbeermarmelade
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