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Holunder – duftender Strauch mit starker Heilwirkung

Holundersträuche begeistern nicht nur im Frühjahr mit ihren üppigen und angenehm duftenden Blüten. Aus den Früchten lässt sich leckerer Sirup herstellen und selbst die Blüten lassen sich verwerten. Der pflegeleichte Obststrauch ist daher nicht umsonst in Gärten so beliebt.

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Holunder im Kurzüberblick

BotanikSambucus, Moschuskrautgewächs
StandortSonnig bis halbschattig; feuchter, humoser Boden
PflanzzeitZeitiges Frühjahr oder Herbst
BlütezeitMai
ErntezeitJe nach Sorte Blüten April bis Juni, Früchte September bis November
PflegeRegelmäßiger Rückschnitt

Hintergrundwissen zum Holunder

Holunder trägt den botanischen Gattungsnamen Sambucus und gehört zu den Moschuskrautgewächsen. Drei Arten sind in Mitteleuropa heimisch:

  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra): auch als Fliederbusch oder Holler bekannt
  • Zwergholunder (Sambucus ebulus): nicht zu verwechseln mit dem schwarzen Holunder, da die Früchte der staudenförmigen Pflanze giftig sind
  • Roter Holunder (Sambucus racemosa): Früchte lassen sich wie die des Schwarzen Holunders verarbeiten

In Gärten finden sich meist Schwarzer und Roter Holunder, die zu Halbsträuchern bis hin zu kleinen Bäumen heranwachsen können. Die maximale Wuchshöhe variiert zwischen 1 und 15 Metern. Die meist sommergrünen und verholzenden Pflanzen haben gesägte Fiederblättchen, die ihnen ein attraktives Äußeres geben.

Der Strauch oder Baum blüht im Frühjahr üppig und verströmt seinen kräftigen Duft. Der tellerförmige Blütenstand mit den nektarreichen Holunderblüten bildet sich an den zweijährigen Trieben aus. Die Blüten werden gerne von Insekten aufgesucht – oft schwirren ganze Schmetterlingsschwärme um die Pflanze.

Die kleinen roten oder schwarzen Beeren enthalten wenige Samen, die meist giftig sind und entfernt werden sollten. Die Früchte aller Arten können nicht roh verzehrt werden und müssen abgekocht werden.

Holunderpflanzen vermehren:

Im Winter schneidet man aus den jungen Trieben blattlose Stecklinge mit einem Knospenpaar oben und unten. Anschließend können Sie das Steckholz zu drei Vierteln in die frostfreie Erde pflanzen. Der Steckling bildet Wurzeln und treibt schon im Frühjahr aus. Wenn Sie die Spitzen des Austriebs bis Mitte Juni abschneiden, verzweigt die Pflanze schön.

Welche Holundersorten sind am weitesten verbreitet?

Es gibt eine große Vielzahl an unterschiedlichen Holundersorten, die für die Anpflanzung im Garten geeignet sind. Darunter fallen nicht nur Fruchtsorten, sondern Zierformen, die besonders attraktiv aussehen. Hier sind einige wichtige Sorten aufgelistet.

Holunderblüten
  • Black Beauty: Ziersorte mit schwarzroten, geschlitzten Blättern
  • Black Lace: Ziersorte mit tiefdunklen Blättern, selten größer als drei Meter
  • Albovariegata: buntblättrig, erfordert regelmäßigen Rückschnitt
  • Trauben-Holunder: rote Früchte, bevorzugt kalkarme Böden
  • Haschberg: ertragreiche Sorte mit schwarzen Früchten

Wie pflegt man den Holunderbusch?

An den Boden stellt die Pflanze kaum Ansprüche, gedeiht aber am besten auf humosen, lehmigen und kalkhaltigen Böden, die feucht sind. Aus diesem Grund finden Sie den Strauch häufig in feuchten Waldlichtungen. Sonnige und halbschattige Standorte eignen sich für den Holunder optimal. Organisch gedüngte Böden mit Hornspänen kommen der Pflanze ebenfalls entgegen, Kompost eignet sich dafür gut.

Pflanzen sollten Sie den Holunder früh im Jahr, aber auch im Herbst ist die Pflanzung möglich. Außerhalb dieser Zeiten wächst der Strauch ebenfalls gut und schnell an. Denken Sie bei der Standortwahl daran, dass die Pflanze zu einer üppig großen Pflanze werden kann.

Damit viele Blüten und Früchte entstehen, sollten Sie den Holunder regelmäßig zurückschneiden. Die neuen Triebe können Sie im Herbst kräftig reduzieren, um die stärksten Ruten stehen zu lassen. Es ist auch möglich, die Pflanze zu einem Baum zu erziehen. Dazu müssen Sie die unteren Triebe im Frühjahr entfernen. Damit sich die oberen Austriebe gut verzweigen, kürzen Sie diese am besten bis Mitte Juni.

In den ersten Jahren sollte der Holunder nicht vollständig austrocknen, später kommt die Pflanze aber auch mit trockenen Perioden gut zurecht. Geben Sie jungen Pflanzen daher regelmäßig Wasser.

Wann erntet man Holunderbeeren?

Die Ernte der Holunderfrüchte erfolgt im späten Sommer. Sobald sich alle Früchte dunkel verfärbt haben, können Sie die komplette Dolde abschneiden. Sortieren Sie unreife und verdorbene Früchte gut aus und lösen Sie die Beeren mit einer Gabel von den Stielen – oder schütteln Sie sie im eingefrorenen Zustand einfach ab.

Gut zu wissen

Holunderbeeren müssen vor dem Verzehr erhitzt werden, um die giftigen Bestandteile der Pflanze zu zersetzen.

Zu den Inhaltsstoffen der Früchte gehören verschiedene Vitamine und Mineralien. Die Beeren und Blüten lassen sich zu kräftigem Sirup, Marmelade, Gelee oder Saft verarbeiten. Als Heilmittel wird nicht nur der Saft der Holunderbeeren verwendet. Auch die Blätter und die Rinde des Holunders können als wohltuender Tee bei Fieber und Erkältung verwendet werden.

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