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Die Mirabelle – sattes Blütenmeer und leuchtend gelbe Früchte

Die Mirabelle (botanisch Prunus domestica subsp. syriaca), auch Gelbe Zwetschge genannt, ist aus der Kreuzung verschiedener Kulturpflaumen entstanden. Die genaue Herkunft ist allerdings nicht ganz geklärt. Der Mirabellenbaum gehört als Unterart der Pflaume zu den Rosengewächsen und kann bis zu fünf Meter hoch werden. Die üppige Blütenpracht im Frühjahr und die süßen, gelb-rundlichen Früchte machen den buschigen Baum zum beliebten Obstbaum für den Garten.

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Mirabelle in der Kurzübersicht

StandortHalbschatten bis sonnig; geschützt; warme sandige bis leicht lehmige Böden, gut durchlüftet
BlütezeitJe nach Sorte zwischen April und Juni
ErntezeitJe nach Sorte zwischen Juli und Oktober
PflegeRegelmäßiger Rückschnitt, nicht austrocknen lassen

Mirabelle Blüten

Hintergrundwissen – die Mirabelle als Kulturpflanze

Die Mirabelle ist eine der ersten Obstblüher im Jahr und sommergrün. Sie ist seit Jahrhunderten bekannt und wurde vermutlich aus dem Vorderen Orient nach Mitteleuropa eingeführt. Sie wächst als sparriger und beinahe buschiger Baum, dessen Baumkrone zwischen zwei und vier Metern umfassen kann. Der Stamm ist tief gefurcht, die einjährigen Zweige sind leicht behaart. Auch die drei bis acht Zentimeter großen Blätter sind an der Unterseite leicht behaart und nehmen im Herbst eine gelbe Färbung an, bevor sie abfallen.

Mirabellen lassen sich über die Kerne vermehren. Kratzen Sie die gesäuberten Kerne an und legen Sie sie über Nacht in warmes Wasser. Setzen Sie die Kerne anschließend in Gartenerde und halten Sie sie feucht und warm. Die am kräftigsten treibenden Keimlinge suchen Sie aus, diese können Sie im darauffolgenden Jahr in das Freiland geben.

Tipp:

Im Lothringischen Metz und in Nancy werden seit vielen Jahrhunderten Mirabellen angebaut. 90 Prozent der französischen und etwa 70 Prozent der weltweiten Produktion stammen aus der Region um Metz, die den Obstbaum alljährlich mit ausgiebigen Festen würdigt.

Sorten

Mirabellen am Baum

Mirabellen gibt es mittlerweile in einer großen Vielzahl an Sorten. Zu den bekanntesten Mirabellensorten gehören folgende:

  • Mirabelle von Nancy: häufigste Mirabellensorte, süße und große Früchte, selbstbefruchtend, Pollenspender
  • Mirabelle von Metz: kleiner, ertragreicher Obstbaum Halbstamm, reift August bis September
  • Herrenhäuser Mirabelle: große Früchte, alte deutsche Sorte
  • Miragrande: große Früchte, saftig, robuster Baum, späte Reife bis in Oktober hinein
  • Flotows Mirabelle: robust, frühe Reife, Früchte reifen nach und nach aus

Fast alle Sorten sind selbstbefruchtend und dienen daher auch als Pollenspender. Meist sind sie sehr ertragreich, nach einem sehr üppigen Jahr kann es aber sein, dass die Ernte des nächsten Jahres bescheidener ausfällt.

Pflege

Der üppig und dicht wachsende Mirabellenbaum sollte im Herbst nach der Ernte zurückgeschnitten und ausgelichtet werden. Bei sehr jungen Bäumen ist das allerdings nicht unbedingt nötig. Lassen Sie den Baum nicht austrocknen, besonders im ersten Jahr nicht. Während der Frostmonate im Winter setzen Sie das Wässern aus. Für Schädlinge wie den Pflaumenwickler sind Mirabellen weniger anfällig. Die Pflanzung erfolgt im Frühjahr oder Herbst, manchmal kann es einige Jahre bis zur ersten Ernte dauern. Bieten Sie dem Baum am besten einen geschützten Standort, der auch sonnig ausfallen darf.

Ernte der Mirabellenfrüchte

Die Ernte der Mirabellenfrüchte erfolgt je nach Sorte zwischen Juli und Oktober. Während die Mirabelle von Nancy oft schon im August geerntet werden kann, ist die Miragrande erst im September so weit. Die reifen, gelben Früchte sind kugelrund und bei manchen Sorten auf der Sonnenseite rötlich gepunktet. Das Fruchtfleisch lässt sich leicht vom Stein lösen und ist daher in der Küche unkompliziert zu verarbeiten.

Mirabellen sollten zügig gegessen oder verarbeitet werden, denn ihr zartes Fruchtfleisch und die dünne Haut halten sich nicht sehr lange – im Kühlschrank etwa zwei bis drei Tage. Nach dem Entfernen des Kerns lassen sich die Früchte auch einfrieren. Neben der Verarbeitung zu Marmelade oder als Tortenbelag eignet sich die Mirabelle hervorragend zur Herstellung von Obst-Brand. Sie können die schmackhafte Frucht aber auch einfach roh genießen.

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