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Die Nektarine setzt Farbtupfer im Garten

Weiße bis zartrosa Blüten im Frühjahr und kräftig gelb-rot gefärbte Früchte im Sommer: Nektarinenbäume setzen im Garten fröhliche Farbtupfer. Darüber hinaus ist das schmackhafte Obst eine Vitaminbombe mit wertvollen Inhaltsstoffen. In unserem Ratgeber erhalten Sie wertvolle Tipps zum Anbau und der Pflege von Nektarinen.

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Nektarinen gedeihen am Baum und als Kübelpflanze

Die Nektarine ist eine Mutation des Pfirsichs. Mittlerweile gibt es rund 100 verschiedene Sorten. Bei entsprechender Pflege erreichen Nektarinenbäume eine Höhe von drei bis acht Metern. Nektarinen sind Selbstbefruchter. Das Anpflanzen eines Baums reicht daher aus. Spezielle Züchtungen ermöglichen auch den Anbau auf dem Balkon. In großen Kübeln gedeihen sie bei ausreichender Sonneneinwirkung ebenfalls gut.

Wo ist der ideale Standort für Nektarinen?

Für ein gesundes Wachstum und die erfolgreiche Ernte stehen Nektarinenbäume an einem sonnigen Platz. Dafür bietet sich beispielsweise eine windgeschützte Lage auf der Südseite des Grundstücks an. Die Blüten wachsen von März bis April noch vor den Blättern heran. In dieser Zeit ist der Nektarinenbaum frostempfindlich. Bei Bodenfrost decken Sie das Wurzelwerk mit Reisig, Laub und Stroh ab. Bei jungen Bäumen umwickeln Sie den Stamm mit einem Vlies oder Jute.

Wann ist die richtige Pflanzzeit?

Die beste Pflanzzeit für Nektarinenbäume ist das Frühjahr nach Abklingen der Nachtfröste. Nektarinen bevorzugen einen nährstoffreichen, kalkarmen und dauerhaft feuchten Boden.

Anleitung zum Anpflanzen von Nektarinen in sechs Schritten

Nektarinen
  1. Zunächst stellen Sie das Bäumchen einige Stunden bis zum Wurzelhals in Wasser.
  2. Lockern Sie den Boden an der Pflanzstelle auf und reichern ihn mit einem Gemisch aus Sand und Humus an.
  3. Danach heben Sie ein Pflanzloch aus. Die Tiefe entspricht etwa der doppelten Länge des Wurzelwerks.
  4. Schlagen Sie einen stabilen Stützpfahl in das Pflanzloch.
  5. Etwa eine Handbreit vom Stützpfahl entfernt setzen Sie den Baum aufrecht ein, treten die Erde leicht an und binden den Stamm an den Pfahl. Auf diese Weise reißen die anwachsenden Wurzeln bei starkem Wind nicht ab.
  6. Zum Angießen bildet ein kleiner Wall aus Erde rund um die Baumscheibe einen optimalen Gießrand. Das Wasser sammelt sich im Wurzelbereich und kann dort versickern.

Zum Einpflanzen in einen Kübel benötigt der Wurzelballen des Nektarinenbäumchens ebenfalls viel Platz. Der Kübel sollte ein Fassungsvermögen von mindestens 30 Litern haben. Den Kübelboden bedecken Sie mit Tonscherben oder Kies und legen ein luftdurchlässiges Gartenvlies darüber. Das Gießwasser muss ablaufen: Ein Untersetzer verursacht Staunässe.

Was ist bei der Bewässerung und Düngung zu beachten?

Im ersten Jahr hilft regelmäßiges Gießen beim Anwachsen der Nektarine. Danach verlangen lediglich Trockenperioden eine Bewässerung. Die Wurzeln dürfen jedoch keinesfalls austrocknen. Dann bleiben die Nektarinen klein und fallen vom Baum.

Gut zu wissen:

Nektarinenbäume mögen keine kalkhaltigen Böden. Daher sollten Sie zum Gießen ausschließlich abgestandenes Wasser aus der Regentonne verwenden.

In einem humosen Boden reicht eine jährliche Düngung im Frühjahr aus. Nährstoffarme Böden erfordern mehrmals im Jahr eine Zugabe von Volldünger.

Was ist beim Rückschnitt der Nektarine zu beachten?

Ohne Rückschnitt am Nektarinenbaum reifen Früchte mit wenig Geschmack. Außerdem brechen vergreiste Äste durch die Last der Nektarinen ab. Eine Beschneidung regt das Wachstum an und der Baum entwickelt tragfähige Triebe.

Checkliste für das Beschneiden von Nektarinenbäumen

Nektarinenblüten
  • Der Rückschnitt erfolgt im September direkt nach der Ernte und im Frühjahr während der Blüte.
  • Sie entfernen tote, vergreiste oder gebrochene Äste.
  • Falsche Fruchttriebe sägen Sie ab. Diese erkennen Sie an einzelnen, rundlichen Blütenknospen. Der Baum kann die Früchte nicht ausreichend mit Nahrung versorgen und wirft sie frühzeitig ab.
  • Wahre Fruchttriebe schneiden Sie bis auf acht Knospendrillinge zurück. Diese haben links und rechts neben der rundlichen Blütenknospe jeweils eine Blattknospe.
  • Ein sorgfältiger Schnitt verjüngt die Baumkrone und zieht die Nektarine zu einem Buschbaum heran. Das ist in kühlen Regionen empfehlenswert. Das ausladende Buschwerk bietet mehr Schutz vor Frost und Niederschlägen.

Nach einem massiven Rückschnitt folgt im Frühjahr ein starker Austrieb mit erfolgversprechender Ernte. Für kleinere Schnittarbeiten genügt eine Gartenschere. Große Zweige trennen Sie mit einer Astschere ab. Dicke Äste im Kronenbereich entfernen Sie mit einer Astsäge oder einer verstellbaren Bügelsäge.

Nektarinen nach der Ernte rasch verzehren

Von August bis September ist Erntezeit für Nektarinen. Wenn Sie die Früchte mit einem sanften Fingerdruck leicht eindrücken können, sind sie reif. Ihre Haltbarkeit liegt im Kühlschrank lediglich bei wenigen Tagen. Daher ist ein rascher Verzehr ratsam. Bei einer reichhaltigen Ernte bieten die süßen Früchte beispielsweise als Marmelade oder Kuchenbelag leckere Verarbeitungsmöglichkeiten.

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