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Passionsfrucht – Tropenfrucht im eigenen Garten anbauen

Die Passionsfrucht (Passiflora edulis) zählt zu den Passionsblumengewächsen. Vielfach werden die essbaren Arten der Passionsfrüchte auch als Maracuja bezeichnet. Obwohl die Passionsfrucht ursprünglich aus warmen tropischen bis subtropischen Gebieten stammt, können Sie einige Sorten ebenso im kühleren Deutschland in Kübeln, im Gewächshaus oder sogar im Freiland anpflanzen. Was Sie bei Standortauswahl, Pflege und Ernte der Maracuja beachten sollten, erfahren Sie in unserem nachfolgenden Artikel. Einen Ratgeber zu Gewächshäusern können Sie hier abrufen!

Hier geht's zum Sortiment "Obstbäume & Obststräucher" verzehrte Passiosnfrüchte

Passionsfrucht im Kurzüberblick

Sorten Passiflora incarnata („Eia Popeia“), Passiflora alata, Passiflora quadrangularis
Standort sonnig bis halbschattig
Pflanzzeit ab Mitte Mai
Blütezeit Juni
Pflege regelmäßig gießen, bei Bedarf düngen, evtl. Rückschnitt vor Wachstumsperiode
Erntezeit August bis November

Welche Passionsfrucht-Sorten können im Garten angebaut werden?

Wünschen Sie eine besonders winterharte Passionsfrucht, ist die Sorte Passiflora incarnata eine gute Wahl. P. incarnata kann mit einem ausreichenden Winterschutz Temperaturen von bis zu minus 20° C standhalten. Die Sorte Alata erreicht eine Wuchshöhe von 3 m und bildet besonders schöne Blüten aus. Das Fruchtfleisch der bis zu 10 cm großen Früchte ist zudem äußerst schmackhaft. Zu den Riesen unter den Passionsfrüchten zählt die Sorte Passiflora quadrangularis, welche eine maximale Höhe von ca. 4 m erreicht. Auch die leckeren Früchte von P. quadrangularis wachsen zu einer stattlichen Größe heran.

Optimaler Standort und Boden

Passionsfrüchte bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte an windgeschützten Plätzen. Frostempfindliche Sorten sollten Sie ganzjährig im Gewächshaus oder Kübel anbauen. Als Kübelstandorte sind unter anderem Balkone, Wintergärten oder Terrassen oder auch Fensterbänke gut geeignet. Obwohl die Pflanzen wärmeliebend sind, vertragen sie keine stauende Hitze, wie sie zum Beispiel in schlecht belüfteten Gewächshäusern oder Wintergärten auftreten kann. Passionsfrüchte bevorzugen leichte, tiefgründig lockere und durchlässige Böden mit einem leicht sauren Boden-pH-Wert. Zudem sollte der Boden einen hohen Humusanteil aufweisen. Um die Durchlässigkeit von schweren Böden zu verbessern, können Sie diesem groben Sand beimischen. Wollen Sie Passionsfrüchte aus Samen selbst ziehen, sollte der Boden zum Keimen nicht zu nährstoffreich sein. Dies fördert die Wurzelbildung.

Passionsfrüchte richtig pflanzen

Möchten Sie Passionsfrüchte in Kübeln pflanzen, sollten diese einen Mindestdurchmesser von 30 bis 35 cm haben. In kleinen Kübeln laugt und trocknet der Boden zu schnell aus. Bei Freilandpflanzung heben Sie das Pflanzloch mindestens in der doppelten Größe des Wurzelballens aus. Der Mutterboden sollte zum Pflanzen mit etwas Kompost und Langzeitdünger wie Hornspänen angereichert werden. Bei im Kübel gekauften Passionsfrucht-Setzlingen ist ein Pflanzabstand von ca. 50 cm optimal. Passionsfrüchte sind Rankpflanzen und benötigen daher eine Rankhilfe. Bei mehreren Pflanzen bietet sich hierzu zum Beispiel ein Spalier an. Achten Sie darauf, dass die Rankhilfen nicht mit gesundheitsschädlichen Mitteln gestrichen werden, da Schadstoffe teilweise in die Früchte übergehen können. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Eigenbau einer Rankhilfe können Sie hier abrufen!

Hand pflückt Passiosnfrüchte

Pflege und Düngung

Gießen Sie Ihre Passionsfrüchte regelmäßig, sodass der Boden ständig leicht feucht ist. Staunässe sollte dabei jedoch vermieden werden, da diese unter anderem zu Wurzelfäule führen kann. Bei Pflanzkübeln lässt sich Staunässe durch ausreichend Löcher im Boden verhindern. Ufert das Wachstum der Pflanzen aus, können Sie zu lange Triebe bis zum Juni zurückschneiden. Sind zum Beispiel nach dem Winter zu viele abgestorbene Triebe sichtbar, können Sie vor der Wachstumsperiode im Frühjahr auch einen allgemeinen Rückschnitt vornehmen. Dabei sollten auf jeden Fall alle abgestorbenen Triebe entfernt werden. Dies beugt der Ausbreitung von Pilzerkrankungen vor. Passionsfrüchte haben einen relativ hohen Nährstoffbedarf. Während der Wachstumsphase ist daher eine Düngung mit zum Beispiel flüssigem Universaldünger im Abstand von 14 Tagen angebracht. Eine Überdüngung mit Stickstoff sollte vermieden werden, da diese unter anderem den Blütenansatz hemmt.

Passionsfrüchte überwintern

Obwohl einige Passionsfrucht-Sorten durchaus als winterhart bezeichnet werden können, müssen Sie diese im Wurzelbereich vor strengem Frost schützen. Dazu eignet sich zum Beispiel eine dicke Mulchschicht. Kübelpflanzen werden im Winter am besten ins Haus geholt und in einem hellen Raum bei Temperaturen von 10 bis 12° C überwintert. Während der Überwinterung werden die Pflanzen nicht gedüngt. Die Erde im Kübel darf jedoch nicht austrocknen.

Wann und wie ernten?

Die Früchte haben erst die optimale Reife, wenn diese zu Boden fallen. Das kann je nach Sorte und Standortbedingungen (Freilandhaltung, Fensterbank) von ca. August bis November der Fall sein. An das schmackhafte Fruchtfleisch gelangen Sie, indem Sie die Schale der Früchte aufschneiden. Die Frucht kann dann bequem ausgelöffelt werden.