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Preiselbeeren – schmucker Busch mit gesunden Früchten

In immer mehr Gärten beschenkt die immergrüne Preiselbeere ihre Besitzer im Herbst reichlich mit ihren kräftig roten Beeren. Die herben, süß-säuerlichen Früchte, aus denen sich unter anderem köstlicher Preiselbeerkuchen backen lässt, schmecken nicht nur gut. Sie enthalten auch viele Vitamine und sind überaus gesund. Der Obststrauch punktet im Garten durch seine vollkommen unkomplizierte Pflege

Hier geht's zum Sortiment "Obstbäume & Obststräucher" Preiselbeeren gepflückt

Die Preiselbeere im Kurzüberblick

Standort Sonnig, höchstens leicht schattig; als Kübelpflanze haltbar; saurer, humoser Boden
Pflanzzeit Herbst oder Frühjahr
Blüte Mai/Juni
Erntezeit September/Oktober, bei manchen Sorten und bei guten Bedingungen erste Ernte im Juli
Pflege Gut wässern im Herbst, alte Triebe hin und wieder entfernen

Hintergrundwissen

Die Preiselbeere, botanisch Vaccinium vitis-idaea , gehört zur Familie der Heidekrautgewächse und zur Gattung der Heidelbeeren (Vaccinium). Sie ist überwiegend in Nordamerika, Europa und Asien heimisch. Sie wächst als kriechender Busch heran und erreicht eine Höhe von bis zu 40 Zentimetern. Ihre Wurzeln reichen bis zu einem Meter in die Tiefe. Sie bildet Ausläufer, die sehr lang werden. Die kleinen Blätter der immergrünen Pflanze sind dunkelgrün.

Die Preiselbeere ist selbstbefruchtend, die Ernte fällt allerdings reicher aus bei der Pflanzung verschiedener Sorten. Die Bestäubung erfolgt mithilfe von Insekten, besonders Hummeln – mit einem Insektenhotel unterstützen Sie die Ansiedlung der Nützlinge. Der Busch kann aufgrund der buschig-kriechenden Form hervorragend als Bodendecker und zur Unterpflanzung eingesetzt werden. Auch im Kübel entwickelt sich die Pflanze gut.

Tipp:

Die oft als Alternative zur Preiselbeere vermarktete Cranberry gehört übrigens wie die Preiselbeere zu den Heidelbeeren, bildet aber eine eigene Pflanzenart. Außer in der kriechenden Wuchsform unterscheiden sich die Cranberries, die auch als Kulturpreiselbeere bekannt sind, im Geschmack von der Preiselbeere.

Die roten Früchte der Preiselbeere sind während der Reifezeit nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch gesund. Zu ihren Inhaltsstoffen gehören zahlreiche Vitamine und Tannine, die für den herben Geschmack sorgen. Gegen Krankheiten der Blase, wie Blasenentzündungen, sollen Preiselbeerprodukte ebenfalls wirken.

Preiselbeeren am Strauch

Sorten

Von der Preiselbeere gibt es viele verschiedene Sorten, von denen manche Kreuzungen sogar zweimal im Jahr geerntet werden können und die robust gegen Krankheiten sind. Folgende Sorten gehören zu den bekanntesten:

  • Erntesegen : blüht zweimal im Jahr, Ernte im Oktober, große Beeren
  • Koralle : für den Kübel geeignet, kommt mit schattigen Standorten und starkem Frost zurecht, anspruchslos, Ernte im Oktober, mittelgroße Beeren
  • Red Pearl : robust, Ernte im Juli und Oktober, große Beeren
  • Erzgebirgsperle : robust und anspruchslos, kommt mit starkem Frost zurecht, üppige Ernte

Pflege der Preiselbeere

Grundsätzlich sind Preiselbeeren anspruchslose und pflegeleichte Pflanzen. Sie bevorzugen sonnige Standorte, können aber auch im Halbschatten gedeihen – Sorten wie Koralle kommen sogar mit Schatten zurecht. Der Boden sollte sauer und humusreich sein, torfhaltiger Boden ist ideal – Sie tun der Pflanze mit Mulchen einen großen Gefallen. Alte Triebe können Sie mit einer Astschere entfernen.

Überwintern der Preiselbeere:

Wässern Sie Ihre Preiselbeerbüsche im Herbst vor Winterbeginn kräftig, da sie Trockenheit in Verbindung mit Kälte nicht gut vertragen. Sollte ein besonders starker Winter drohen, helfen Reisig oder Stroh der Pflanze, ihn gut zu überstehen. Grundsätzlich aber ist die Preiselbeere sehr frosthart.

Ernte der Preiselbeere

Nachdem Sie die Preiselbeere gepflanzt haben, dauert es üblicherweise noch drei Jahre bis zur ersten Ernte , die im September und Oktober stattfindet. Sorten, die eine zweimalige Ernte ermöglichen, bilden die ersten reifen Früchte im Juni/Juli aus – die Haupternte fällt meist üppiger aus. Nachdem die Früchte ihre Farbe von Weiß nach Rot gewechselt haben, sollten Sie noch zwei bis drei Wochen warten, da sie dann vollreif werden. Sie können im Herbst auch auf den ersten Frost warten, bevor Sie sich an die Ernte machen.

Die Früchte haben einen geringen Durchmesser von etwa fünf bis zehn Millimetern und schmecken herb-säuerlich. Lagern können Sie die geernteten Früchte bei hoher Luftfeuchte und etwa 2 °C länger als einen Monat. Sie können die Beeren zu Marmelade oder Kompott verarbeiten – oder einfach frisch genießen, zum Beispiel als gesunde Beigabe für das Müsli. Rezeptideen mit Preiselbeeren bereichern so eine ausgewogene Ernährung.