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Blumen gießen für ein langes Pflanzenleben

Wer sich mit Blumen nicht auskennt und auch kein Interesse an der Pflanzenpflege hat, denkt, dass nichts dazu gehört, richtig Blumen zu gießen. Doch genau genommen ist die Bewässerung der Blumen eine kleine Wissenschaft für sich, denn jede Pflanze stellt andere Ansprüche an ihre Pflege.

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Blumen gießen: Welche Menge mögen Zimmerpflanzen?

Die unterschiedlichen Bedürfnisse der Zimmerpflanzen beginnen bereits bei der Menge des Gießwassers. Einige Pflanzen sind sehr genügsam wie Kakteen, die nur gelegentlich gegossen werden müssen, andere sind empfindlich gegen Trockenheit wie Petunien oder Fleißige Lieschen. Zimmerpflanzen mit ihrer begrenzten Erdmenge im Blumentopf benötigen eine andere Versorgung als Blumen im Garten. Für Zimmerpflanzen gilt die Regel, dass sie immer dann gegossen werden sollten, wenn die Erde im oberen Bereich trocken ist. Dann kann der Erdballen im unteren Bereich noch feucht sein. Nach einer Faustregel benötigen Pflanzen mit großen Blättern viel Wasser.
Auch haben junge Pflanzen einen größeren Wasserbedarf als ältere. Gießen Sie die Pflanzen zu lange nicht, trocknet der Erdballen aus und empfindliche Pflanzen gehen ein. Lediglich Kakteen und einige südländische Pflanzen, die lange Trockenphasen gewohnt sind, überleben auch einen ausgetrockneten Wurzelballen gut. Fühlen Sie daher die Erde Ihrer Zimmerpflanzen täglich und gießen Sie sie, sobald sich die Erde trocken anfühlt. Bei Kakteen ist es ausreichend, sie einmal in der Woche zu gießen. Es genügt, der Pflanze so viel Wasser zu geben, dass es bis an den Topfrand reicht. Das zieht dann in die Blumenerde ein und versorgt sie für einen oder mehrere Tage je nach individuellem Wasserbedarf. Keinesfalls dürfen Sie Zimmerpflanzen so stark gießen, dass sich Wasser im Übertopf sammelt, denn dann besteht die Gefahr, dass die Pflanze verfault.

Die richtige Wassermenge für Gartenpflanzen

Blumen beim Gießen

Wenn Sie im Garten Pflanzen und Blumen gießen, besteht die Gefahr von Wasseransammlungen im Wurzelbereich nicht. Nur wenn die Mutterbodenschicht sehr dünn ist und sich darunter eine Lehmschicht befindet, kann sich auch im Garten Staunässe bilden. Pflanzen im Garten haben üblicherweise viel Platz im Boden und bilden deshalb teils sehr tiefe Wurzeln aus. Die Bewässerung der Blumen erfolgt daher wesentlich üppiger als bei Zimmerpflanzen. Es reicht im Garten nicht aus, mit der Gießkanne die Erde nur kurz von oben zu befeuchten. Wegen der tieferen Wurzeln ist die Benutzung einer Gießbrause ideal, die Sie einfach an Ihren Wasserschlauch anschließen.
Die Gießbrause bietet verteilt den Wasserstrahl sehr sanft, sodass er wie sanfter Regen auf die Erde und die Blumen tropft. Die Erde sollte anschließend richtig nass sein. Durch Sonne und Wind trocknet sie im oberen Bereich schnell wieder aus. Wie oft Sie im Garten Blumen gießen, hängt auch vom Wetter und der Jahreszeit ab. Gibt es täglich einen oder mehrere Regenschauer, reicht das Regenwasser für die Pflanzen aus. Regnet es aber mehrere Tage nicht, sollten Sie die Pflanzen gießen. Auch wenn es nach längerer Trockenheit nur einen kurzen Regenschauer gibt, reicht das nicht aus. Das Regenwasser verdunstet in dem Fall oft schon an der Oberfläche und kann daher nicht bis zu den Wurzeln dringen. Nach einem kurzen Regenschauer im Sommer sollten Sie die Pflanzen also trotzdem noch gießen.

Blumen gießen: Welches Wasser mögen Pflanzen?

Neben der Wassermenge ist auch die Art des Wassers, mit dem Sie Ihre Blumen gießen, wichtig für ein gutes Wachstum. Das in manchen Regionen sehr kalkhaltige und gechlorte Leitungswasser schützt die Pflanzen zwar vor dem Austrocknen, aber nicht alle Pflanzen mögen Kalk und Chlor ist überhaupt nicht beliebt in der Natur. Optimal ist die Gartenbewässerung mit Regenwasser. Es lohnt sich also das Regenwasser in einer Regentonne oder einer Zisterne zu sammeln. Ihre Blumen gedeihen besser und Ihre Wasserrechnung fällt geringer aus. In besonders großen Gärten ist es jedoch sehr zeitaufwendig, alle Blumen und Pflanzen mit Regenwasser aus der Tonne zu versorgen. Zudem ist die Wassermenge begrenzt und reicht bei längerer Trockenheit nicht aus. Wenn Sie in Ihrem Garten einen Gartenbrunnen mit einem Hauswasserwerk haben, besteht die Möglichkeit, daran einen Wasserschlauch anzuschließen und die Gartenpflanzen mit dem Brunnenwasser zu gießen. Sogar automatische Beregnungsanlagen können Sie an das Hauswasserwerk anschließen, sodass Ihr Garten automatisch regelmäßig mit der richtigen Wassermenge versorgt wird.

Blumenbeet

Das richtige Gießwasser für Zimmerpflanzen

Wenn Sie einen Garten und ein Regenfass haben, können Sie auch Ihre Zimmerpflanzen mit dem aufgefangenen Regenwasser gießen. Haben Sie diese Möglichkeit nicht, sollten Sie auch Ihre Zimmerpflanzen nicht mit frischem Leitungswasser gießen. Lassen Sie das Wasser daher zunächst einige Zeit in der Gießkanne stehen, bevor Sie damit Ihre Blumen gießen. Ideal ist es, wenn Sie die Gießkanne immer nach dem Gießen neu befüllen, so setzen sich die Inhaltsstoffe vor dem Gießen am nächsten Tag ausreichend ab.

Besonders sensible Pflanzen wie viele Exoten werden durch das kalkhaltige Leitungswasser nicht richtig versorgt und verkümmern unter Umständen. Deshalb sollten Sie stilles Mineralwasser verwenden, um diese Blumen zu gießen, oder das Gießwasser für die Blumen mit einem entsprechenden Filter entkalken. Zimmerpflanzen mögen das Wasser zudem nicht zu kalt. Damit sie wirklich gut gedeihen, sollten Sie nur lauwarmes Wasser verwenden, um Ihre Pflanzen zu gießen.

Gießtechniken für Zimmerpflanzen

Neben der Wasserqualität beeinflusst auch die Gießtechnik das Wohlbefinden Ihrer Pflanzen. Es ist nicht für jede Pflanze richtig, das Wasser einfach von oben auf die Blumenerde zu gießen. Blühende Blumen und Pflanzen mit wasserempfindlichen Blättern und Knollen erhalten ihr Gießwasser von unten. Dasselbe gilt für Sumpf- und Wasserpflanzen. Gießen Sie bei diesen Pflanzen also das Wasser in den Untersetzer oder den Übertopf. Auch dabei müssen Sie beachten, dass kein Wasser stehen bleibt, weil die Wurzeln sonst zu verfaulen drohen. Kontrollieren Sie deshalb Ihre Pflanzen in Übertöpfen besser einige Zeit nach dem Gießen, ob auch wirklich das gesamte Wasser von den Wurzeln aufgenommen wurde. Steht noch Wasser im Übertopf, so schütten Sie es besser wieder aus. Für viele Pflanzenarten, insbesondere mit Pflanzgranulat, ist es vorteilhaft, wenn die Töpfe ausgiebig in Wasser getaucht werden. Die Wurzeln und das Granulat saugen sich mit Wasser voll und bilden dabei einen Wasservorrat für einige Tage. Orchideen sind die bekanntesten Blumen, die auf diese Weise gegossen werden. Nach dem Tauchen lassen Sie das grobe Wasser aus dem Topf herauslaufen und stellen ihn dann wieder in den Übertopf. Geben Sie etwas Kies, Tonscherben oder eine Muschel in den Übertopf, dann besteht nicht die Gefahr, dass die Pflanze später in dem möglicherweise noch austretenden Gießwasser steht.

Gießen mit Schlauch

Pflanzen gießen – Kübelpflanzen im Garten

Kübelpflanzen auf der Terrasse oder im Garten haben nochmals einen anderen Gießbedarf als Garten- oder Zimmerpflanzen. In den Kübeln sind sie von sehr viel Erde umgeben, trotzdem ist der Platz, in dem sie sich ausdehnen können, begrenzt. Die Wurzeln haben in einem Blumenkübel keine Möglichkeit, bis tief in den Boden zu ragen, um sich mit Wasser zu versorgen. Die Häufigkeit und die Wassermenge, mit der Sie diese Pflanzen gießen, hängt von der Größe des Kübels ab. Je größer der Behälter ist, umso so seltener müssen Sie die Pflanzen gießen. Große Pflanzgefäße ohne Bodenloch bieten die Gefahr, dass sich Gießwasser unbemerkt im unteren Bereich sammelt und dadurch die Wurzeln verfaulen. Daher sollten Sie sehr vorsichtig vorgehen, wenn Sie diese Pflanzen gießen. Um die Wurzeln vor stehendem Wasser zu schützen, sollten Sie schon beim Bepflanzen der Blumenkübel Tonscherben oder Kies in den unteren Bereich des legen. Überschüssiges Wasser setzt sich dann unterhalb von Ton oder Kies ab, sodass die Wurzeln trocken bleiben.

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Blumen und Pflanzen gießen in der Urlaubszeit

So mancher Gartenbesitzer verreist im Sommer nicht gerne, weil er dann seine Pflanzen nicht umsorgen kann. Nicht jeder erfreut sich zudem hilfreicher Nachbarn, die während der Urlaubszeit die Blumen gießen. Für diese Fälle gibt es jedoch praktische Hilfen.

Blumen Sprenger
  • Für den Garten stehen automatische Bewässerungssysteme zur Verfügung, die täglich zu derselben Zeit die Pflanzen mit der optimalen Wassermenge versorgen. Diese Gießsysteme bestehen aus perforierten Schläuchen, aus denen das Wasser sanft austritt, wenn eine Zeitschaltung den Wasserhahn öffnet.
  • Den Wasserbedarf der Gartenpflanzen reduzieren Sie zusätzlich, indem Sie die Erde an der Oberfläche etwas auflockern und sie dann mit Mulch bedecken.
  • Balkonblumen oder Blumenkübel auf der Terrasse sollten Sie vor der Abreise in den Schatten stellen. Dadurch reduziert sich bereits der Wasserbedarf gegenüber einem ganztägigen Sonnenplatz.
  • Den Wasserbedarf reduzieren Sie außerdem, wenn Sie lange Triebe und einen sehr üppigen Wuchs mutig zurückschneiden.
  • Gießen Sie die Pflanzen vor der Abreise gründlich, aber nicht zu sehr auf Vorrat. Mehr als einen Zentimeter hoch sollte das Wasser nicht im Topf stehen.
  • Zimmerpflanzen schützen Sie vor dem Austrocknen und vor Sonne, indem Sie das Zimmer abdunkeln, jedoch nicht vollständig, denn die Pflanzen brauchen auch Licht.
  • Befinden sich Ihre Zimmerpflanzen in Tontöpfen, dann ist es hilfreich, den gesamten Topf in Wasser zu tauchen, denn das Material speichert das Wasser und gibt es nach und nach an die Pflanzen ab.
  • Kleine Tonkegel, die Sie in die Erde stecken, sind durch Schläuche mit einem Wasserbehälter verbunden und versorgen die Erde mit neuem Wasser, sobald sie trocken ist. Bevor Sie die Tonkegel in die Blumenerde stecken, müssen Sie sie etwa 20 Minuten lang wässern, damit das System funktioniert.

Richtig Blumen gießen im Sommer

Im Sommer müssen Sie besonders vorsichtig sein, wenn Sie Ihre Blumen gießen, denn die Sonne trocknet Ihre Pflanzen schnell aus, verbrennt sie aber auch, wenn sie zu nass sind. Keinesfalls dürfen Sie deshalb Ihre Blumen gießen, wenn sie in der prallen Sonne stehen. Besser ist es, Garten- und Balkonpflanzen sowie Kübelpflanzen auf der Terrasse möglichst morgens zu gießen, bevor es richtig warm wird. So sind sie gut für den Tag gerüstet. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, abends die Pflanzen zu gießen, wenn die Sonne nicht mehr so stark scheint. Für Balkonblumen und hängende Pflanzen ist es an besonders heißen Tagen sogar notwendig, sie morgens und abends zu gießen, da der kleine Erdballen in der Wärme sehr schnell austrocknet. Sie sollten beim Blumengießen darauf achten, dass die Blätter und die Blüten der Pflanzen trocken bleiben. Einige Pflanzen sind sehr empfindlich gegen Wasser auf Blüten und Blättern.

Kann man vertrocknete Blumen noch retten?

Vertrocknet doch einmal eine Blume, so besteht unter Umständen noch eine Möglichkeit, sie zu retten. Schneiden Sie die Pflanze weit zurück und geben Sie ihr einen schattigen Platz, an dem Sie sie regelmäßig, aber nur mit geringen Mengen gießen. Da eine einmal vertrocknete Pflanze stark geschwächt ist, wird sie meist nicht mehr so schön, wie sie einmal war.