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Orchideen-Pflege – so machen Sie es richtig

Orchideen werden wegen ihrer exotischen Schönheit von vielen Blumenliebhabern geschätzt. Allerdings reagieren viele Orchideen empfindlich auf ungünstige Standortbedingungen und eine falsche Pflege. In unserem nachfolgenden Ratgeber erhalten Sie viele nützliche Infos und Tipps zur Pflege von Orchideen. Einen allgemeinen Ratgeber zur Auswahl von Zimmerpflanzen finden Sie hier!

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Der optimale Standort für Orchideen

Orchideen pflanzen

Die meisten Orchideen bevorzugen helle Standorte, die jedoch nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein sollten. Daher sind West- und Ostfenster gute Standorte für Orchideen. Möchten Sie Orchideen an einem Südfenster aufstellen, sollte ein entsprechender Sonnenschutz zur Mittagszeit gewährleistet sein. An sehr sonnigen Tagen kann die Sonneneinstrahlung auch an West- und Ostfenstern an Nachmittagen bzw. späten Vormittagen zu intensiv sein. Rücken Sie die Pflanzen dann besser aus der direkten Sonne. Nachtfalter-Orchideen der Gattung Phalaenopsis benötigen relativ wenig Licht und wachsen ebenso auf Fensterbänken an Nordfenstern. Orchideen gedeihen besonders gut bei hoher Luftfeuchtigkeit. Deshalb können sogar Fenster im Badezimmer geeignete Standorte für Orchideen sein. Die meisten als Zimmerpflanzen angebotenen Orchideen sind wärmeliebende Pflanzen aus den Tropen. Deshalb sollten die Blätter während der kalten Jahreszeit nicht die kühlen Scheiben berühren. Für viele Orchideen sind Tagestemperaturen von ca. 20 bis 25 °C ideal. In der Nacht sollte die Temperatur etwas abfallen.

Orchideen benötigen speziellen Boden

Normale Blumenerde ist in der Regel für Orchideen nicht geeignet, da diese nicht luftdurchlässig genug ist und so Orchideenwurzeln schnell faulen lässt. Kaufen Sie für Ihre Orchideen daher besser spezielles Orchideen-Substrat. Dieses besteht meist aus einer lockeren Mischung aus Torf, Rindenmulch und Zusätzen wie Styropor. Orchideen-Substrate haben eine hohe Wasserspeicherfähigkeit bei gleichzeitig guter Luftdurchlässigkeit.

Wie Orchideen richtig gießen?

Orchideen neigen schnell zur Fäulnis – sie kann Ihre Pflanzen innerhalb kurzer Zeit absterben lassen. Ein häufiger Grund für Fäulnis ist falsches bzw. zu häufiges Gießen. In der kalten Jahreszeit mit wenig Sonneneinstrahlung werden Orchideen nur einmal pro Woche gegossen. Stehen die Pflanzen in sehr kleinen Töpfen, ist eventuell auch zweimaliges Gießen pro Woche erforderlich. Im Sommer sollten Sie Ihre Orchideen zweimal pro Woche gießen. Generell benötigen Orchideen in der Wachstumsphase mehr Wasser als in Ruhephasen. Geben Sie Orchideen beim Gießen so viel Wasser, bis dieses unten aus dem Topf läuft. Übertöpfe fangen überschüssiges Wasser und Substratreste auf und halten so die Fensterbank sauber. Allerdings kann sich auslaufendes Wasser in Übertöpfen stauen und bei Orchideen zu Fäulnis führen. Nehmen Sie Orchideen daher zum Gießen besser aus den Übertöpfen und kontrollieren Sie regelmäßig, ob sich im Übertopf Wasser angesammelt hat – gießen Sie dieses aus. Verwenden Sie zum Gießen am besten Regenwasser. Ist kein Regenwasser verfügbar, können Sie für die meisten Orchideen ebenso gut abgestandenes oder abgekochtes Leitungswasser verwenden. Leitungswasser mit hohem Kalkgehalt ist für Zimmerpflanzen generell problematisch. Um den Kalkgehalt Ihres Leitungswasser zu reduzieren, können Sie auch spezielle Filterkartuschen verwenden. Gechlortes Leitungswasser ist für Orchideen nicht geeignet. Das Gießwasser für Orchideen sollte etwa Zimmertemperatur haben. Gießen Sie Orchideen generell von unten, damit keine Wassertropfen auf den Blättern zurückbleiben. Dies kann die Infektion mit Pilzkrankheiten fördern. Wie Sie andere Blumen richtig gießen, erfahren Sie hier!

Einsprühen bei niedriger Luftfeuchtigkeit

Orchideen bewässern

Bei niedriger Luftfeuchtigkeit von unter 40 % (tritt besonders während der Heizperiode auf) sollten Orchideen zwei- bis dreimal in der Woche mit Wasser besprüht werden. Damit die Pflanzen vor der kühlen Nacht ausreichend abtrocknen können, besprühen Sie die Pflanzen am besten vormittags.

Orchideen richtig düngen

Orchideen müssen während der Wachstumsphase ca. alle drei bis vier Wochen gedüngt werden. Ist an Ihren Orchideen kein Wachstum in Form von neuen Blättern oder Trieben erkennbar, brauchen die Pflanzen nicht gedüngt zu werden. Verwenden Sie zum Düngen speziellen Orchideendünger, da dieser auf die besonderen Ansprüche der Pflanzen abgestimmt ist. Generell benötigen Orchideen weniger Nähstoffe als viele andere Zimmerpflanzen. Insofern kann die Verwendung eines normalen Blumendüngers zu einer schädlichen Überdüngung führen. Einen allgemeinen Ratgeber zum richtigen Düngen von Pflanzen finden Sie hier!

Wie oft sollten Orchideen umgetopft werden?

Die organischen Bestandteile im Orchideen-Substrat werden im Laufe der Zeit zersetzt. Dadurch kann sich das Substrat zu stark verdichten. Topfen Sie daher Ihre Orchideen alle zwei bis drei Jahre um. Dies fördert die Gesundheit der Wurzeln und sorgt für kräftige, widerstandsfähige Pflanzen. Ein guter Zeitpunkt zum Umtopfen ist das Frühjahr. Etwa zwei Tage vor dem Umtopfen sollten Sie die Orchidee ausreichend gießen. Bevor Sie die Pflanze in das frische Substrat setzen, müssen abgestorbene oder faule Wurzeln entfernt werden. Nach dem Umtopfen sollten Orchideen für ca. vier Tage nicht gegossen und nur mit Wasser besprüht werden. Besonders geeignet zum Umtopfen sind spezielle transparente Orchideentöpfe, da diese Licht an die Wurzeln lassen.

Optimale Orchideen-Pflege mit dem richtigen Schnitt

Orchideen Standortwahl

Schneiden Sie regelmäßig abgestorbene Blätter und Triebe von Ihren Orchideen ab. Dadurch wird der Ausbreitung von Krankheiten vorgebeugt und die schöne Optik der Pflanze wird nicht durch vergilbte oder vertrocknete Pflanzenteile getrübt. Abgestorbene Blätter und Triebe erkennen Sie an einer gelblich-braunen Farbe. Ausgeglühte Blüten bzw. Blütentriebe werden bei Orchideen der Gattung Phalaenopsis ebenfalls entfernt. Schneiden Sie die Blüte dazu über einer der Verdickungen (Knoten) am Blütentrieb ab. Durch das Entfernen der Blüte bilden einige Orchideen verstärkt neue Blüten aus und Sie können sich erneut an der Pracht Ihrer Pflanzen erfreuen. Vielfach sterben Blütentriebe jedoch nach der Blüte bzw. dem Entfernen der Blüten ab. In diesem Fall sollte der Blütentrieb am Ansatz abgeschnitten werden. Einige Orchideen wie Paphiopedilum Pinocchio (Frauenschuh) gehören zu den sogenannten Revolverblühern, die an einem Blütentrieb immer wieder neue Blüten austreiben. Entfernen Sie bei diesen Orchideen daher nur abgestorbene Blütentriebe. Blätter von Orchideen sollten grundsätzlich nicht beschnitten werden, da die Schnittkanten die Pflanze anfällig für Schädlingsbefall und Krankheiten machen. Verwenden Sie zum Schneiden bei der Orchideen-Pflege nur scharfe Gartenscheren oder Messer, um die Schnittstellen nicht zu quetschen.